Goldcrash, warum?

“Gold ist der einzig sichere Hafen außerhalb des Finanzsystems. Um diesen für Anleger unattraktiv zu machen, könnte der jüngste Goldpreiseinbruch bewusst herbeigeführt worden sein.”( “Handelsblatt”)

10 comments

  1. Reinhard

    Wer Goldpapiere handelt, ist selbst Schuld – Spekulation mit Zertifikaten geht früher oder später immer in die Hose.

    Wer physisches Gold kauft, tut dies nicht, um maximale Zinsen zu erreichen, sondern Teile seines Vermögens in eine Zukunft jenseits des Euro zu retten.
    Edelmetallmünzen sind quasi das gute alte Geld unter der Matratze. Ohne Spekulation auf Wertveränderungen, sondern als Lebensversicherung, wenn die bunten Lappen und Plastikkärtchen keinen Bäcker mehr motivieren, ein Brot herauszugeben.
    Neben einem guten Vorratskeller mit Kaffee und Wein, Gewürzen, Mehl und Zucker dient physisches Edelmetall als Risiko-Lebensversicherung im Falle des Ablebens unserer zugelassenen Tauschmittel.

    Wer Gold und Silber in übersichtlichen Tranchen als “Notgroschen” zurücklegt, kauft und verkauft nicht sofort bei jeder Preisschwankung. Und wer auf Preise spekuliert soll nicht jammern, wenn ein anderer mehr Geschick an den Tag legt – oder einfach mehr Glück hat.

  2. aaaaaaa

    Was Reinhard sagt. Papier mit Vermerk auf Goldeigentum sind genauso wertlos wie Banknoten, wenn es ernst wird. Nur das Gold unter der Matratze kann ernst genommen werden.

  3. Thomas Holzer

    @aaaaaaa
    So ist es;
    aber keine Sorge, auch für den Griff unter die Matratze werden die Staaten -wie auch schon in der Vergangenheit- vorsorgen -auch wenn Gewalt notwendig werden sollte!

  4. Turing

    @Reinhard
    Wenn ich das schon wieder lese. Wenn der Goldkurs steigt (also auch der Preis für “Papiergold”), dann klopfen sich die Goldbugs auf die Schulter, wie toll Gold doch ist. Sinkt der Kurs, dann ist es plötzlich “nur noch Papiergold”.

    Ich bin nicht nur Liberaler, sondern auch Aktionär. In Gold werde ich nie investieren, denn es erwirtschaftet nichts. Die Rendite ist lausig, ein Gewinn kommt alleine dadurch zustande, dass der Kurs explodiert.

    Und als vermögenserhaltende Maßnahme taugt die Investition in Gold schon mal gar nicht. Natürlich hat man in der Nachkriegszeit Familienschmuck und Gold versetzt, aber zu welchem Kurs? Und für was? Natürlich für Dinge mit Nutzwert, z. B. Heizmittel, Medikamente, Lebensmittel. Es ist besser, sich mit letzterem einzudecken. Heizmittel gehen schlecht, aber Medikamente und Lebensmittel geben begehrte Tauschobjekte ab. Genauso auch Zigaretten und Spirituosen.

    Wenn ich heute tausend Euro hernehme, bekomme ich dafür gerade mal eine Unze Gold. Aber ich bekomme zig Flaschen Jack Daniels, mehrere Stangen Marlboro, viel Dosenfutter, viele Schmerzmittel (Aspirin, Ibuprofen). Frage: Womit komme ich einer Extremsituation weiter?

    Typisch für Goldbugs ist auch, bei einem plötzlichen Kurssturz eine Verschwörungstheorie zu wittern.

    Und Gold sollte man auch nicht im Garten vergraben. In meinem Dorf gab es einen, der kurz vor der Ankunft der Roten Armee den Schmuck im Garten vergraben hat, ziemlich schlampig sogar. Und natürlich wurde das Gold gefunden und er kam ins Speziallager der NKWD. Zum Glück kam er wieder raus. Übrigens gibt es Metalldetektoren, die auch bei sorgfältigen Vergrabungen die Wertsachen auffindig machen.

    Bislang ist noch niemand ins Gefängnis oder in ein Lager gekommen, weil er Nutzgegenstände (Möbel, Medikamente, Lebensmittel) hatte.

    Und zum Gold in friedlichen Zeiten hat Warren Buffet eigentlich alles gesagt. http://www.finews.ch/guruwatch/gurus/11601-warren-buffett-hat-es-gewusst-goldpreis-absturz

  5. KClemens

    Bislang ist noch niemand ins Gefängnis oder in ein Lager gekommen, weil er Nutzgegenstände (Möbel, Medikamente, Lebensmittel) hatte.

    Noch nicht. Aber wenn es hart auf hart kommt, fällt auch das “Horten von Lebens- und Genussmitteln” unter die Kategorie Terrorismus.

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