Griechenland: Es wird eng und enger

“……Die Target-2-Verbindlichkeiten Griechenlands sind erneut massiv gestiegen. Lagen sie am 14.April noch bei 91,15 Milliarden Euro, so meldete die griechische Zentralbank soeben, dass die Forderungen auf nun 96,4 Milliarden Euro hochgeschnellt sind. Im März waren es noch lediglich 76 Milliarden Euro gewesen (siehe dazu unseren Artikel “Target2-Salden senden Warnsignale“). Zu große Ungleichgeewichte der Target2-Salden sind ein Signal für Stress im Finanzsystem – man darf vermuten, dass die Target2-Forderungen der Bundesbank nach oben schnellen (Zahlen liegen hierfür noch nicht vor)….” (Hier)

One comment

  1. H.Trickler

    Dass es für den regelmässigen Ausgleich der Target2 Salden des Euro keinerlei Vorschrift gibt, ist der einzige, aber schlimme technische Konstruktionsfehler des Euro.

    Interessanterweise hatten massgebliche Ökonomen noch vor dem Abschluss der Verträge darauf hingewiesen, aber die Politiker wollten es anders. Es wäre auch technisch äusserst einfach gewesen, diesen Fehler zu beheben, indem man die Verträge mit etwa 2 Zeilen Text so ergänzt hätte, dass alle Euro-Länder z.B. 2x pro Jahr diesen Saldo glattstellen müssen.

    Vielleicht haben die Politiker inzwischen gedacht, dass der psychologische Konstruktionsfehler des Euro so gravierend ist, dass es auf dieses technische Detail gar nicht mehr ankommt?

    Ich meine damit, dass in den bekannten Ländern die Regierungen entweder nicht willens und/oder gar nicht in der Lage sind, die Konvergenzkriterien einzuhalten, welche für das längerfristige Funktionieren unabdingbar sind!

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