Griechenland: Jetzt aber konsequent!

Von | 6. Juli 2015

“Das griechische Volk hat entschieden. Es will seinen eigenen Weg gehen. Nun sollte es dies auch konsequent tun – mitsamt Grexit und ohne neue Hilfskredite.” (hier)

19 Gedanken zu „Griechenland: Jetzt aber konsequent!

  1. Thomas Holzer

    Dieses jämmerliche Gerede vom gespaltenen Griechenland, von der gespaltenen Gesellschaft wird langsam peinlich.
    Nur weil der Ausgang dieses Referendums den Wünschen der EU-Politikerdarsteller widerspricht, wird diese unsägliche Terminologie verwendet.
    Und natürlich werden die Vertreter der Euroländer konsequent eben nicht die Griechen ihren selbstgewählten Weg gehen lassen.
    Alleine, daß Herr Varoufakis “die helfende! Hand der Griechen” den Partnern entgegenstrecken will, ist an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten

  2. panta rhei

    Jetzt wäre doch genau der richtige Zeitpunkt die Idee des “Süd-Euro” ins Leben zu rufen. Griechenland ist einfach nicht Euro-kompatibel. Das wäre auch gleich ein Probelauf für Spanien, Italien, etc. Griechenland muss jedenfalls in der EU bleiben, was bei einem “cold turkey” Ausstieg aus dem Euro nicht gesichert ist. Es werden noch ganz andere Probleme auf unser Abendland zukommen, die nur auf größerer Ebene gelöst werden können. Mit der jetzigen EU Führungsriege scheinen wir aber tatsächlich auf einen Abgrund zuzutreiben.

  3. sokrates9

    pantha rhei@ Bitte eines auch festzuhalten :Klarer Kandidat für den Südeuro ist auch Österreich!Der Traum vom harten Nordeuro mit Österreich glauben nur unsere “Wirtschaftsfachleute ” Feymann der noch immer sein Maturazeugnis sucht und die Wirtschaftspartei ÖVP die Griechenland für ein gutes Geschäft hält!

  4. Thomas Holzer

    Kein Land “muss” in der EU bleiben, nichts ist immerwährend und irreversibel!

  5. Rado

    Man muss nur lange genug die Hand aufhalten, irgendwann fällt schon was hinein. Mit diesem Rezept werden die Griechen auch in den nächsten Jahren noch gut bedient werten. Wenn Tsipras nur etwas vom Gas runtergeht, werden ihm aus Dankbarkeit die Milliarden nur so zufliegen.

  6. Fragolin

    Wenn ich nicht will, dass meine Bank mir Vorschriften macht, brauche ich nur keinen Kredit bei ihr nehmen.
    Die Griechen haben entschieden, zu stolz für Vorschriften zu sein, dabei vollkommen ignorierend, dass sie zu verschuldet sind, um sich Stolz überhaupt leisten zu können.
    Abgesehen von der kleinen unbedeutenden Randnotiz, dass sich eine Regierung der Linksextremen in Koalition mit den Rechtsextremen über den Stolz einer Nation definiert (also national und sozialistisch, das klingt in Kombination nicht gerade vertrauenerweckend), hat diese Nation ihren Stolz über die Vernunft gestellt.
    Soll sie.
    Niemand darf den Griechen reinreden, welchen Weg sie gehen wollen.
    Aber niemand muss ihnen Gled geben.
    Wenn sie das begriffen haben, wird es zu spät sein.
    Wetten, dass der Hass der Betrogenen von den populistischen Volksverhetzern dann auf Deutschland gelenkt wird, das für seine hunderte Milliarden, die es dämlich wie nur geht in seinen guten Ruf als Solidarmacht und Schutzmacht der Schwachen investiert hat, dann wieder bespuckt wird. So wie bereits jetzt deutsche Politiker von den medialen Speichelleckern der nationalen Sozialisten in Athen als Nationalsozialisten karikiert werden – was für ein pittoreskes Schauspiel.

    Ich bin mal gespannt, welche Pirhoetten unsere EU-Granden jetzt wieder drehen, um uns die kommenden alternativlosen Milliardenversenkungen in der Ägäis zu erklären….

  7. Fragolin

    Griechische Logik:
    Wenn ich Durst habe, nehme ich Wasser aus Wand – und die Wand will kein Wasser zurück.
    Wenn ich Hunger habe, nehme ich Essen aus Kühlschrank – und Kühlschrank will kein Essen zurück.
    Wenn ich Geld für Wasser und Essen brauche, nehme ich geld von Bank – wieso will die das Geld zurück? Soll sie machen wie Wand oder Kühlschrank…

  8. sokrates

    Das Problem des Euro ist doch dass sich die Produktivitätsunterschiede nicht ausgleichen lassen! (Außer Abwertung / Transferzahlungen!) Jetzt will Griechenland im Euro bleiben!Daher: TZransferzahlungen! Ausrede hab ich gestern schon gehört: Europa ist Friedensprojekt und wenn Griechenland ausschert bricht sofort Krieg aus!Türkei / Griechenland/ Kosovo/ M;azedonien/ Albanien / Serbien usw! Fazit: Der Frieden muß uns doch was wert sein!!

  9. Mona Rieboldt

    Bei allem Gerede über Griechenland, am Ende werden sie von der EU Geld bekommen, weitere Milliarden werden dort versenkt. Das Ganze wird man uns dann verkaufen als “Nothilfe” für die arme Bevölkerung. “Notkredite” für die Banken gab es ja ohnehin schon die ganze Zeit, ansonsten könnten die Griechen gar nichts mehr von ihrem Konto abheben.
    Demnächst werden die “Jammergeschichten” aus Griechenland sicher vermehrt in ARD und ZDF, unseren Staatssendern, gezeigt werden. Das Volk soll eingestimmt werden auf weitere Milliarden-Geschenke an Griechenland.

  10. Peter Matzenberger

    Was uns die Griechen voraus haben?

    Sie wurden wenigstens gefragt, ob sie das Geld der Steuerzahler aus den übrigen €-Staaten weiter nehmen wollen.

    Wir hingegen werden sicherlich nicht gefragt werden, ob die uns abgepressten Steuern dem schlechten Geld in Griechenland weiter hinterhergeworfen werden sollen.

    Hauptsache bei uns wird EINNAHMENSEITIG gespart! Es ist zum Auswandern!!

  11. Rennziege

    Und wer hat die G’schicht verbockt, schon lange vor der EU-Mitgliedschaft Griechenlands? Natürlich meine Lieblinge, die Sozen in ihren multikoloren Verkleidungen, die ihren Tag immer noch mit der Lektüre von Lenins gesammelten Werken beginnen:
    https://mises.org/library/greece-illustrates-150-years-socialist-failure-europe

    Es ist immer noch die Paneuropa-Idee — deren catchword“Friedensunion” aus den 1920ern die heutigen Rosstäuscher übernommen haben —, in deren Verwirklichung die EU schon weit fortgeschritten ist. Nun entpuppt sich diese Idee als sündteure und Zwietracht schürende Chimäre.
    Es möchert’ sein, dass wir den Griechen dafür, nach all den verschenkten Milliarden, noch ein “danke schön!” nachreichen werden.

  12. Rennziege

    6. Juli 2015 – 17:52 P. Luif
    Die Erfinder von Lego, Playmobil, “Sesame Street” und “The Simpsons” haben sowohl den Friedens- als auch den Ökonomie-Nobelpreis weit eher verdient als Arafat, Obama, Al Gore, Krugman und Stiglitz. Alles Bauchredner.

  13. Christian Weiss

    Eigentlich ist das Verdikt der Volksabstimmung klar: Man kann die Griechen weder der Schmach, Schulden zu haben, die sie nicht zurückzahlen können, noch die Schmach, Almosen empfangen zu müssen, zumuten. Also muss ein Schuldenschnitt und ein Euro-Austritt her. Und wären die verblendeten Wirrköpfe aus der “Friedensunion” nicht mit ihrer “europäischen Idee” beschäftigt und würden mal mit ideologiefreier Sicht auf das Geschehen schauen, wäre das ja auch schon lange passiert.

  14. Thomas Holzer

    @Christian Weiss
    Nicht ganz richtig!
    Der Ausgang des Referendums hat die Griechen im Ganzen und Tsipras im Besonderen so sehr in ihrem nationalistischem Stolz bestärkt, daß die “Bauchtanztruppe” nun mit noch erhobenerem Haupte nach Brüssel reist, um die “ihnen zustehenden” Gelder -natürlich ohne Gegenleistung- einzufordern 😉
    Alleine, daß Herr Tsipras erst Morgen, aber auch nur u.U., “neue” Vorschläge liefern wird, zeigt, daß er im Pokern dem Herrn Varoufakis um nichts nachsteht.
    Und die EU-Politikerdarsteller werden wieder die Fristen erstrecken und wieder neue Endpunkte setzen, welche natürlich wieder -um des Friedensprojektes Willen- verschoben werden

  15. Mourawetz

    Ich möchte wissen, was den Griechen noch alles einfällt, um dieses Schauspiel noch weiter hinauszuzögern. Eine griechische Tragikomödie von epischen Ausmaßen. Erste Reihe fußfrei, dafür zahlt man doch gerne seine zehn Milliarden Euro Eintritt.

    Zusammen mit dem Hypo-Trauerspiel kommt man schon auf ca.30 Mrd. Euro hinausgeschmissenes Steuergeld. Aber dafür werden ja jetzt mit der Registrierkassenpflicht alle Unternehmer an die Kandare genommen, auf dass sie nur ja keinen Euro zuviel behalten. Den man der griechischen und kärtnerischen  Mischpoche in den Rachen schieben kann. Genauso haben wir uns ein würdevolles Leben schon immer vorgestellt.

  16. FDominicus

    @sokrates “Das Problem des Euro ist doch dass sich die Produktivitätsunterschiede nicht ausgleichen lassen! (Außer Abwertung / Transferzahlungen!)”

    Das soll alles sein? Klar das niemanden einfällt das es auch keiner Abwertung bedarf sondern einfach nur günstigeren Lohnkosten. Warum bin ich nicht überrascht? Die Logik der Inflation hat sich so in die Hirne gefressen, daß vom Verstand offensichtlich nichts mehr übrig bleibt.

    Ach ich höre Sie schon wieder die Sirenen. Man kann doch nicht weniger verdienen, da macht doch dies oder das nicht mit. Meine Güte – pervers ist der dazu passende Ausdruck.

  17. sokrates9

    FDomenicus@Stimme großteils überein! Doch Produktivität besteht nicht nur aus Lohnkosten. Wenn zB ihr Computer kaputt geht haben sie innerhalb 2 Stunden – wo auch immer Sie in Österreich wohnen – einen Neuen! Wenn sie auf Samos leben, brauchen sie 2 Tage..

  18. FDominicus

    @sokrates9. Das haben Sie recht es sind nicht die Lohnkosten allein, aber die sind definitv flexibler als die materiellen Vorbedingungen. Was dann die Sache mit dem Ersatz eines Computers soll verstehe ich nicht ganz. Kommt doch ganz darauf an wie weit Sie es zum nächsten Chob haben. Auf irgendeiner Alm in Österreich werde ich auch nicht von jetzt auf gleich einen neuen Rechner haben. Und so kann doch durchaus mein Nachbar auf Samor Computerhändler sein.

    Was mir nur quer geht, daß nicht mal angedacht wird mal die Leute bluten zu lassen die über Ihre Verhältnisse gelebt haben und diejenige zu bevorzugen die innerhalb Ihrer finanziellen Möglichkeiten lebten. Warum ist es so ungehörig zu fordern in Griechenland hat der Lohn um x % zu sinken?

    Da passiert doch durch eine Inflation auch. Die Kosten werden verringert, mit dem Nebeneffekten, daß jeder Import noch teurer wird. Ob das so vorteilhaft für Griechenland sein dürfte bezweifele ich. Wenn es stimmt, daß Griechenland 50 % der Nahrungsmittel einführt dann denke ich spricht da auch Bände über die Möglichkeiten der Landwirtschaft in Griechenland. Vielleicht geht es einfach nicht so gut…

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