Griechenland: Und ewig grüßt das Murmeltier….

“…..Das Euro-Krisenland Griechenland ist laut einem Bericht der Zeitung “Kathimerini” (Sonntag) mit 153 der mit den internationalen Geldgebern vereinbarten Reformmaßnahmen im Rückstand. Die Zeitung beruft sich auf eine Liste des griechischen Finanzministeriums, die in Teilen veröffentlicht wird. Unter anderem sind beim Finanzministerium selbst 57 einzelne Aktionen noch nicht unter Dach und Fach….” (hier)

2 comments

  1. Klaus Kastner

    Ralf Dahrendorf, ein Gegner des Euro, sagte 1995 in einem Interview: „Der Euro wird alle Länder zwingen, sich wie die Deutschen zu verhalten, aber nicht alle Länder wollen sich wie die Deutschen verhalten“.

    In einem kürzlichen Beitrag in diesem Blog schrieb ich: „Griechenland müsste die strukturellen Voraussetzungen schaffen, dass es für Auslandsinvestoren wirtschaftlich Sinn macht, im griechischen Privatsektor zu investieren und die EU müsste die Voraussetzungen schaffen, dass Auslandsinvestoren zu solchen Investitionen bereit sind“. Ersteres muss vor Letzterem kommen.

    Würden die Griechen sich wie die Deutschen (oder Österreicher) verhalten, dann würden sie rasch diese strukturellen Voraussetzungen schaffen. Alles deutet jedoch darauf hin, dass sich die Griechen einfach nicht wie Deutsche verhalten können/wollen. Das wäre an und für sich nichts Neues. Unten ist ein Link zu einem Ausschnitt aus der Encyclopedia Britannica aus dem Jahr 1911 (!) über Griechenland und die Griechen. Ein Unterschied zu heute ist kaum erkennbar.

    Optimisten, wie ich, argumentieren, dass den Griechen jedmögliche Chance gegeben werden sollte, sich selbst in die Moderne zu katapultieren. Realisten, wie einige meiner griechischen Freunde, schmunzeln über meine Naivität und erklären mir, dass sich die Griechen nie ändern werden.

    http://klauskastner.blogspot.co.at/2013/12/encyclopedia-britannica-1911-on-greeks.html

  2. Rennziege

    4. Februar 2014 – 11:06 Klaus Kastner
    Danke, Herr Kastner, für diesen Rückblick in die griechische Wirklichkeit anno 1911. Ein Ausschnitt daraus …

    … their cleverness often degenerates into cunning, their ready invention into mendacity, their thrift into avarice, their fertility of resource into trickery and fraud. Dishonesty is not a national vice, but many who would scorn to steal will not hesitate to compass illicit gains by duplicity and misrepresentation; deceit, indeed, is often practised gratuitously for the mere intellectual satisfaction which it affords. In the astuteness of their monetary dealings the Greeks proverbially surpass the Jews, but fall short of the Armenians; their remarkable aptitude for business is sometimes marred by a certain short-sightedness which pursues immediate profits at the cost of ulterior advantages.

    … zeigt wesentliche Wesenszüge der Danaer auf, die heute (dank der Inquisition der political correctness) so nicht mehr dargestellt werden. Meine Druckausgabe der Encyclopædia B. (2008, eine der letzten; nun nur noch als DVD oder im Netz) drückt sich wesentlich höflicher aus, obwohl sich am Temperament und an der Moral der ganzen Levante seit urdenklichen Zeiten maximal Nuancen geändert haben.
    Und heute noch lukrativer sind, denn die EU steht allen Trickstern und Schlitzohren so offen wie zehn Scheunentore.

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