Griechischer Salat

“….Ein im Jahr 2010 handhabbares Problem von 50 Milliarden Euro wurde durch die Brüsseler Narren in den letzten fünf Jahren mit 245 Milliarden aus Steuermitteln der EU-Bürger beworfen, um einen Austritt der Griechen aus dem Euro mit allen Mitteln zu verhindern….” (hier)

5 comments

  1. PP

    “Salat” finde ich gut, “Chicken Game” noch besser!
    Am besten aber finde ich das griechische Wort “Dilemma”. Der Finanzminister fliegt (Economy class) durch Europa und erklärt es seinen Kollegen, derweil sein Chef zum Anschein Kreide gefressen hat.

    Das kommt von “alternativlos” kann man nur sagen. Bevor man sich umschaut, kehrt sich “alternativlos” gegen einen selbst. Einmal mehr wurde die angebliche Lösung zum Problem.

    Politiker scheinen ja überhaupt den Drang zu haben, natürliche Lösungen (aus Feigheit?) zu verhindern und damit den Schaden zu maximieren.

    Griechenland wird in jedem Fall ein paar hundert Milliarden kosten. Na und? Die sind gut investiert, wenn das Land (einmal mehr) Pleite geht.

  2. Thomas Holzer

    “Politiker scheinen ja überhaupt den Drang zu haben, natürliche Lösungen (aus Feigheit?) zu verhindern…………………”

    So ist es; aber dies ist auch dem System geschuldet; würden “unsere” Politikerdarsteller nämlich “natürliche” Lösungen zulassen, wären sie zum Nichtstun verdammt! aber das vulgus populus verlangt doch tagtäglich Neuigkeiten, Aktivitäten, Handlungen derselben, werden sie doch gerade dafür mit Steuergeld finanziert 😉
    Groß wäre der Aufschrei, würde dem Volk mitgeteilt werden, daß dies und/oder jenes nicht in Gesetzesform gegossen, sondern dem einzelnen zur Entscheidung überlassen wird.

  3. Erich

    Heute lese ich, dass Österreich bereits mehr als 100 Millionen Euro an Zinsen erhalten hat. Aber gemäß den Vereinbarungen der EU haben wir 119 Millionen an Griechenland zurücküberwiesen; die Zinserträge werden Griechenland zur Stützung wieder zurückgegeben.
    Wird das unter Fektersches-Gewinnparadoxon in die Geschichte eingehen – oder nicht einmal als eine Fußnote im Buch der frechsten Politikerlügen Europas?

  4. Selbstdenker

    Genau meine Rede. Anstatt das zu tun was (für alle beteiligten Parteien) sinnvoll und notwendig gewesen wäre, hat man zielsicher aus einem mittleren Problem ein riesiges und schier unlösbares Problem gezüchtet.

    Man hätte die Wahl gehabt die No-Bailout Klausel aufrecht zu erhalten und die Griechen nach einen Schuldenschnitt wieder in die währungspolitische Eigenständigkeit zu entlassen.

    Es tut mir leid, wenn es überheblich klingen mag. Aber bei der Einführung des Euro und bei der späteren Euro- bzw. Griechenland-Rettung hat man alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.

    Auch was die für die nächste Zeit anstehenden – dank der Politik der vergangenen Jahre zunehmend eingeschränkten – Handlungsalternativen angeht, wird man zielsicher die mit dem größten Schaden für alle wählen.

    Ich erlaube mir hier schon eine Prognose abzugeben:
    (1) Die Griechen verlagern ihr Geldvermögen weitgehend ins Ausland.
    (2) Das griechische Bankensystem wird mit “frischen” Geld der EZB am Leben erhalten.
    (3) Die Griechen halten sich – wie angekündigt – an die Vereinbarungen zur Rückzahlung der Hilfspakete…
    (4) …weil der Zeitpunkt der Rückzahlung seitens der Gläubiger-Länder in die ferne Zukunft verlagert wird

    Ein Kredit, der mit kaum wahrnehmbaren Zinsen am St. Nimmerleinstag “zurückbezahlt” wird, ist zwar formell noch ein Kredit, aber aus wirtschaftlicher Sicht eine Transferleistung, da die zu erwartende Inflation das Kapital aufzehren wird.

    Damit ist der Weg in die europäische Transferunion – mit den Steuerzahlern der vergleichsweise soliden Euro-Länder als Deppen – geebnet.

    Europa – in der Lüge vereint.

  5. Rennziege

    Wieder einmal staunenswert: Da hampelt ein Kommunist namens Giannis Varoufakis, seines Zeichens Finanzminister, von einer europäischen Hauptstadt zur nächsten, Süßholz raspelnd und Kreide fressend, um neues Geld für das unheilbar bankrotte Griechenland anszulocken — anstatt daheim an die überfällige Arbeit zu gehen. Dort zahlt so gut wie niemand noch Steuern, bei den Beamten und anderen Jobs gilt blanke Anwesenheit schon als bonuswürdig, etc.
    Doch er weiß: Chamäleonzungen sind flink und klebrig, und so manche Drohne der EU-Politik wird dort zumendest Grundrechnungsarten, Hirn und Charakter aushauchen.
    Staunenswert auch, dass kein EU-Staat diesem ungeladenen Gast die Tür weist, sondern (als gäbe es über fahrlässige Krida, Vertragsbruch und Untreue noch irgendwas zu diskutieren) ein dummbräsiges Ohr leiht. Gut möglich aber, dass dieser weltläufige Leninist besser rechnen kann als die euromantischen Sesselfurzer, denen auch rhetorisch weit überlegen (sprich: noch unverschämter lügen könnend) … somit den Griechen neues Geld bei hochgelegten Beinen verschaffend, allmähliche Rückzahlung und Zinsendienst frühestens im 22. Jahrhundert.
    “A Mezzie für den österreichischen Steuerzahler”, würde eine gewisse Maria Fekter auch heute noch ins Mikrofon flöten. (Wäre letzteres made in Austria, z.B. von AGK, würde es die Dame zumindest in die Nase belißen.)

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