11 Gedanken zu „Große Politik geht auch eine Nummer kleiner

  1. CE___

    Ja, wer kann es sagen, kommt vielleicht in Mitteleuropa schneller als es einem lieb sein sollte.

    Emirat Köln, vereinigte Haupstadt-Sultanate von Berlin und Wien, Kalifat Dortmund, you name it.

    Super Orte für Grün-Multikulti aus denen man am besten abhaut, verarmt weil nichts da und kein Erdöl, und Blutspuren der Clankriege, weil libanisiert, somalisiert und balkanisiert.

    Auf der anderen Seite, in der Diktion der Multikulti-Fundis, Dunkel-Bayern, Dunkel-Sachsen, Dunkel-Polen, Dunkel-Ungarn.

    Allesamt relative Kompetenzfestungen, Industrie, aber auch knallharte militante Abschottung gegen aussen, wer nichts ist und wer nichts kann kommt dort nicht hinein.

    Ein lieber netter Flickerlteppich Mitteleuropa.

    Es muss ja nicht das weiter Australien sein.

  2. Fragolin

    Also die/der/das neue Spitzenkandidat unserer Grün*Innen sieht das anders: Es muss eine Vereinigten Staaten von Europa geben, eine Großmacht, eine Zentralmacht, denn nur die kann das Mitspracherecht der Bürger stärken.
    Na gut, Logik ist jetzt nicht die Kernkompetenz der Grünen, aber so wie die das sagt, glaubt die das wirklich…

  3. mariuslupus

    @Fragolin
    Die Links-Grünen Forderungen nach mehr zentraler Macht haben ein edles Vorbild. Wilhelm I, 1871 in Versailles. Auch damals wurde die kleinen Staaten zu Gunsten des Kaiserreichs und Grossdeutschlands geopfert.
    Der gleiche Prozess wird jetzt wiederholt. Entmachtung der Kleinen. Krieg den Hütten, Hoch die Paläste.

  4. Fragolin

    @mariuslupus
    Ja, aber wer hätte sich das gedacht dass ausgerechnet die Steinewerfer und Anarchos im Alter zu Menschen mutieren, denen selbst das Großdeutsche Reich noch zu klein wäre und die gleich von einem Großeuropäischen Reich, ach was, einem grenzenlosen Weltreich träumen. (Was sie btw mit den Museln verbindet.)
    Sie sollen es nur laut genug trompeten, damit jeder weiß: Wer Grün wählt, will das Großreich.

  5. Thomas Holzer

    “Politik schafft keinen Wohlstand. Und Politik löst keine Probleme – sie ist das Problem.”

    So ist es; mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen, da mehr als nur einleuchtend.

    Wenn keine Probleme vorhanden, dann kreieren “unsere” gewählten Politikerdarsteller welche, um damit den Untertanen einzureden, daß ohne die “Weisheit” dieser Politikerdarsteller Chaos ausbrechen würde.
    Leider glaubt anscheinend die Mehrheit der Menschen diesen Schwachsinn

  6. Lisa

    Grösser wirkt eben auf kindliche Gemüter stärker, mehr heisst da: besser. Und vielleichts ists auch tatsächlich und materiell gesehen so: eine Armee von Millionen wird ziemlich sicher gegen eine von ein paar Tausend siegen. So einfach – lies: primitiv – ist eben mancher. Ein Bürger eines Grossreiches zu sein schwellt einem kleinen Würstchen doch die Brust: ich habe Teil an der Grossmacht. Also fast schon Allmacht. Allerdings pflegen Grossreiche nach einiger Zeit zu zerbröckeln, weil man zwar einen Limes (Rom) oder eine Mauer (China) oder Stacheldraht/Grenzwachen (ehem. Ostblock, Sowjetunion) darum herum ziehen kann – aber auf Dauer hats noch nie geholfen, Millionen von Menschen in Gleichschritt zu bringen. Die Briten haben es über die Sprache versucht, auch diese verwässert indes immer mehr, Jeder Mensch ist ein kleines Königreich – und je individueller/freier die Menschen sind, desto weniger lassen sie sich regieren. Warum auch nicht wieder die Kleinstaaterei, unübersichtlich, individuell, autonom? Vielleicht sperrt sich dann so ein Regionalstaat gegen ein Stück Autobahn – na und? Die Welt ist eben bunt. Damit würde sich auch das Migrationsproblem lösen lassen: Wenn die Sizilianer, wie die Australier, sich weigern, die Flüchtlinge aufzunehmen, weil die ihre christliche Nächstenliebe überstrapazieren und es kein Geld von irgendwoher gibt, landet der Schwarze Peter eben beim nächsten Spieler…

  7. mariuslupus

    @Fragolin
    Stimmt, aber, nachträglich ist jeder gescheiter. Die Oberpozaunisten der 68-er hatten bereits solche Töne in ihren Repertoire. Den absoluten Anspruch im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein, haben die 68-er auch schon gehabt. In der Praxis habe sie auch ihre Fähigkeit Leute zu ermorden die nicht ihrer Meinung waren, bewiesen. Sie haben auch immer klar und offen gesagt, wer ihre Vorbilder sind – Stalin, Trotzkij, Mao, Dzerzhinskij.
    Auch Linke Zwerge haben klein angefangen.

  8. Johannes

    Die Wirtschaftsunion war genial, die politische Union ist ein Desaster.
    Man braucht nur zu schauen wann hat sich die Union am besten entwickelt, meiner Meinung nach, als sie wirtschaftlich zusammengerückt ist und Zollhemmnisse abgebaut hat.
    Seit die EU versucht eine politische Gemeinschaft zu bilden ist Misstrauen, Neid, und Machtführerschaft an die Stelle von guter Nachbarschaft, Respekt und Wertschätzung getreten.
    Die Europäische Union in ihrem jetzigen Zustand ist ein Desaster, das Großbritannien austritt ist ein Beleg dafür, da läuft etwas gewaltig aus dem Ruder, Entschleunigung wäre angesagt, stattdessen eine atemberaubende Geschwindigkeit falscher Signale, die Visegrad-Staaten als Schmarotzer ohne Solidarität zu denunzieren widerspricht vollkommen dem Geist der Wirtschaftsstarthilfen die gegeben wurden und werden.
    Tausche EU Förderung gegen Selbstbestimmung, so war das nie ausgemacht, diese Länder mit Menschen zu fluten zu wollen die man auf Grund der eigenen migrationspolitischen Fehler nicht bewältigen kann ist eine Bankrotterklärung deutscher Europapolitik.
    Deutschland sieht seinen Fehler nicht ein, und so wird stur eine Feindschaft zu Staaten aufgebaut die man schon in den Kriegsjahren schwer hergenommen hat. 50-60 Jahre hat es gebraucht das die osteuropäischen Staaten wieder Vertrauen in ein Deutschland gewonnen haben das sich nicht als erdrückende Macht präsentiert und nun passiert das und viele sehen sich wieder in ihren Vorurteilen gegen die Deutschen bestätigt.

  9. Christian Peter

    @Johannes

    ‘Wirtschaftsunion war genial’

    Nicht wirklich, der EU – Binnenmarkt ist ein noch größeres Desaster als die Währungs- und die politische Union.

  10. Johannes

    Sehe ich anders, wenn sie die österreichischen Exportsteigerungen in den EU Raum betrachten.
    Da haben auch Mittel und Kleinbetriebe ungemein profitiert.
    Ich weiß es aus eigener Erfahrung.

  11. Christian Peter

    Österreich hatte immer schon eine negative Handelsbilanz, durch den Beitritt zur EU hat sich diesbezüglich bis heute nichts geändert (2016 ist dieses Minus übrigens stark angestiegen, auf etwa 3 Milliarden Euro). Aber es geht nicht um Österreich, sondern um die wirtschaftliche Gesamtentwicklung in der EU, und diese ist katastrophal. Durch den EU – Binnenmarkt kam es zu enormen wirtschaftlichen Ungleichgewichten in der EU, die zu den heutigen Problemen führten. Für die schwachen Länder in der südlichen Peripherie samt Frankreich ist der ungeschützte Wettbewerb mit Ländern wie Deutschland pures Gift. Diese benötigen nicht nur eine eigene Währung, sondern vor allem (hohe) Einfuhrzölle für ausländische Waren, um nach zwei verlorenen Jahrzehnten im EU – Binnenmarkt wieder wettbewerbsfähig zu werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.