Grün-Politiker: “Altar einer falsch verstandenen Toleranz”

Wer in einer islamistisch geprägten Gesellschaft leben möchte, kann das gerne in Teheran machen, in Saudi-Arabien oder demnächst, wenn der Herr Erdoğan so weiter macht, in der Türkei, aber in Österreich wird das nicht auf fruchtbaren Boden fallen…..Hier gibt es bestimmte Werte, die hart erkämpft worden sind und die werden wir sicher nicht am Altar einer falsch verstandenen Toleranz opfern.” (der Grüne Bundesrat Efgani Dönmez zum morgigen Erdogan-Auftritt in Wien)

13 comments

  1. Reinhard

    Ui, ich stelle mir gerade vor, Susanne Winter hätte diesen Satz gesprochen… 😉

  2. Graf Berge von Grips

    @Reinhard

    … und ich stell mir gerade vor, Erdogan kann Deutsch… 🙂

  3. cmh

    Es beginnt immer ganz langsam:

    Dieses komische “g” mit dem Hatschek kommt im deutschen Zeichensatz nicht vor. Trotzdem wird es für den Herrn Erdogan verwendet und ganz besonders gute Menschen sprechen seinen Namen wie /erdouan/ aus, kommen sich dabei supertoll vor und grenzen damit die G-sprecher aus.

    Von der schleichenden Außerkraftsetzung der Straßenverkehrsordnung mit der Nichtbeachtung des Hupverbotes im Ortsgebiet sollte man eigentlich auch einmal sprechen.

    Sonst wird das nichts.

    Manche denken jetzt, was soll dieses unsinnige Erbsenzählen. Weit gefehlt! Es beginnt immer in den kleinen Dingen.

  4. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>> Ui, ich stelle mir gerade vor, Susanne Winter hätte diesen Satz gesprochen <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Susanne Winter ist desselben Geistes Kind wie Erdogan – das macht den Unterschied.
    Faschismus mit Faschismus bekämpfen zu wollen ist so, als wollte man ein Feuer mit Benzin löschen.

  5. Mourawetz

    @World Citizen: Sie sagen es. Da muss man ganz einfach mit verschiedenem Maß messen. Gleiche Worte bedeuten noch lange nicht das selbe. Kommt immer darauf an, wer es sagt. Recht so!

  6. Dieter Zakel

    Der Islam hat zivilisatorisch vollkommen versagt

    Jeder Mensch, unabhängig davon, welcher Rasse oder Religion er angehört, kann sich als Individuum in Europa heimisch fühlen, vorausgesetzt, er akzeptiert und integriert die wesentlichen Werte der europäischen Zivilisation. Sie wurden über Jahrhunderte in schweren Kämpfen zwischen Staat und Religion, zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Philosophie, Wissenschaft, Kunst und Glauben erstritten.

    Der Kern der europäischen Aufklärung ist die Freiheit des Individuums. Diese Freiheit ist das höchste der Güter, sie geht einher mit der Freiheit, Überliefertes infrage zu stellen, ein anderes Leben als das vom Kollektiv vorgeschriebene zu wählen. Diese Freiheit wurde oft mit dem Leben bezahlt.

    Menschen haben sich auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen, Folter, Verfolgung, Ermordung hingenommen. Wir wissen, dass “Fortschritt in der Geistigkeit” (Freud) keine Einbahnstraße ist, dass in der europäischen Aufklärung Rückschritte oft gewaltiger waren als die Fortschritte, dass Barbarei immer und überall eine Realität war.

    Dennoch, an dieser Zivilisationsidee kommt die Welt nicht vorbei. Und an der Idee von Freiheit wird auch der Islam scheitern. Wir sind als Europäer nicht bereit, unsere Idee von Freiheit preiszugeben.

    Der Islam hinkt hinterher, weil er Glauben über Wissenschaft stellt

    Es geht hier nicht um das Individuum, das aus dem islamischen Kulturkreis kommt und Muslim sein will, sondern es geht um den Islam als Weltanschauung und “Zivilisationsidee”. Der Islam gehört nicht zu Europa, weil er Religion, Kultur, Gesellschaft und Politik nicht getrennt betrachten will, sondern entschieden für ihre Einheit eintritt.

    Diese Vorstellungswelt ist der europäischen Geschichte nicht fremd. Sowohl das Judentum wie auch das Christentum kennen diese Einheitsidee unter dem Banner des Glaubens. Alle Religionen möchten zivilisationsstiftend wirken, nur hat sich Europa in einem mühevollen Kampf von der Vorstellung einer Allmacht der Religion verabschiedet.

    Der Islam hingegen gehört nicht zu Europa, weil er diesbezüglich Jahrhunderte hinterherhinkt. Weil er den Glauben über Wissenschaft und Aufklärung stellt. Er kennt keine Reformation, er hat den schmerzhaften Kampf zwischen Philosophie, Wissenschaft und Kirche nicht durchgemacht, den die Kirche mit dem Verzicht auf ihren Allmachtsanspruch bezahlt hat.

    In seinem Wesen ist der Islam eine politische Theologie

    Bei aller Toleranz gegenüber Glaubensvorstellungen kann die europäische Zivilisation die Überlegenheit des Glaubens über Philosophie, Wissenschaft, Kunst und Aufklärung nicht akzeptieren. Der Islam gehört vor allem deswegen nicht zu Europa, weil ihm, trotz Atatürk, die Trennung von Politik und Religion wesensfremd ist.

    Der Islam ist in seinem Wesen eine politische Theologie, seine Verbreitung hat nicht zufällig mit dem Schwerte stattgefunden. Der Islam ist eine Ideologie der Macht. In seiner Entstehungsphase war er nicht getragen von einer Tradition der Ohnmacht wie das Judentum (“Wir waren Sklaven in Ägypten”) und das Christentum.

    Sie mussten sich gegen Verfolgung und Unterdrückung zur Wehr setzen. Der Islam dagegen trat von Anfang an als der Herr der Welt auf. Wenn auch davon kaum etwas übrig geblieben ist, so scheint doch der Anspruch verinnerlicht.

    Weil Kritik an ihm verboten ist, kann der Islam nicht zu Europa gehören

    Der Islam ist nicht europäisch, weil er das Kollektiv über das Individuum stellt, weil er das Individuum nicht gegen das Kollektiv zu verteidigen bereit ist, weil er die Rechte der Minderheiten missachtet und weil er, allen Lippenbekenntnissen zum Trotz, an der Höherwertigkeit des Mannes festhält.

    Die kulturell verinnerlichte Minderwertigkeit der Frau ist seit Jahrhunderten Realität im Islam. Man muss sich viel Sand in die Augen streuen lassen, um dies zu rechtfertigen oder zu verleugnen. Der Islam kann niemals europäisch sein, weil der Nichtmuslim ein nur unvollkommener Mensch ist.

    Der Islam kann nicht zu Europa gehören, weil Kritik an ihm verboten ist, weil die Abkehr des Muslim von seiner Religion mit dem Tode bestraft wird, weil Häresie schwerer geahndet wird als alle Verbrechen des zivilen Rechts. Der Islam gehört nicht zu Europa, weil er sexuelle Minderheiten grausam verfolgt und zu keiner praktischen Toleranz fähig ist.

    Der Islam begnügt sich nicht damit, Glaubensbekenntnis zu sein

    All diese Gründe bilden die Ursachen für die Rückständigkeit der islamischen Welt, für ihre Abneigung gegenüber Wissenschaft, Kunst und Aufklärung. Jeder Muslim kann Europäer werden und innerhalb der europäischen Zivilisation seine Religion praktizieren.

    Der Islam als Zivilisationsidee kann wegen seiner Archaismen nicht als ein Teil Europas anerkannt werden. Europa würde sich selbst beschränken, wir würden uns dem aggressiven Anspruch des Islam beugen.

    Wir müssen zwischen dem Islam als Religion und dem Islam als Zivilisation klar unterscheiden. Der Islam begnügt sich nicht damit, Glaubensbekenntnis zu sein, sondern bedroht die säkulare europäische Zivilisation mit einem imaginären Gegenentwurf. Diese Idee einer islamischen Zivilisation muss Europa zurückweisen.

    Viele Europäer wiegen sich in Illusionen, wenn sie den Herrschaftsanspruch des Islam nicht ernst nehmen. Sie verkennen, dass diese Pseudoidee einer Zivilisation Millionen Muslime, die die Welt von unserer “Dekadenz” befreien wollen, antreibt.

    Wer mit seinem Latein am Ende ist, bietet die Religion an

    Europäer müssen in der Diskussion darauf insistieren, dass es nicht um Religion geht; diese kann jeder im Rahmen des allgemeinen Rechts ausüben. Es geht um die Frage, was der Islam sonst zu bieten hat.

    Welche Zivilisation hat er uns vorzuschlagen, welches Rechtssystem, welche öffentliche Ordnung, welches Bildungssystem, welche Infrastruktur, welche Opernhäuser, welche Bibliotheken und Krankenhäuser, welche Antworten auf ökologische Fragen. Denn nur die Organisation dieser Dinge kann den Namen Zivilisation beanspruchen!

    Überall, wo der Islam in den letzten 600 Jahren “zivilisatorisch” gewirkt hat, hat er Armut, Analphabetismus und Rückständigkeit hinterlassen. Der Islam hat zivilisatorisch vollkommen versagt, er hat die Moderne bereits seit der Renaissance verschlafen. Wer mit seinem Latein am Ende ist, bietet gerne Religion als Heilmittel an. In diesem Fall ist Religion keine geistesgeschichtliche Erbschaft, sondern wirklich nur noch Opium fürs Volk.

  7. Reinhard

    @world-citizen

    Sie haben den Sinn meiner Worte zwar nicht verstanden, sind aber erwartungsgemäß wie ein pawlowscher Hund sabbernd aufgesprungen.

    “Nach Ihrer Perspektive ist also Wasser und Benzin das Gleiche.”

    Wenn beides nach Benzin stinkt und brennt, ja. Wenn etwas watschelt, schnattert und Eier mit fester Schale legt ist es auch dann kein Fisch, wenn “Fisch” draufsteht.
    Sie würden in ein Fass voller Flüssigkeit wahrscheinlich auch dann ein Streichholz werfen, wenn es nach Benzin riecht – solange “Wasser” draufsteht ist ja alles OK.

    “Faschismus mit Faschismus bekämpfen zu wollen ist so, als wollte man ein Feuer mit Benzin löschen.”

    Eine der wenigen Aussagen Ihrerseits, denen ich gerne zustimme. Dann sagen Sie das mal den Friedenskämpfern, die dieses Benzin in Flaschen füllen und diese dann als brennende Wurfgeschosse gegen alles einsetzen, das einem anderen Faschismus frönt als dem eigenen.

  8. Ferguson

    Liebe Kommentatoren! Ehe sie so auf den ungebildeten, rückständigen Islam einschlagen, warten sie einmal ab, wo Europa und die USA nach den angekündigten, sich abzeichnenden und dann komplett vollzogenen Bildungsreformen stehen werden.

  9. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Der Islam ist nicht europäisch, weil er das Kollektiv über das Individuum stellt, weil er das Individuum nicht gegen das Kollektiv zu verteidigen bereit ist, weil er die Rechte der Minderheiten missachtet <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    So ist es, aber das Kollektiv über das Individuum stellen auch andere Religionen, wie etwa der Kommunismus oder der Nationalismus oder auch der Neokonservativismus – allesamt Glaubensrichtungen, denen auch im heutigen Europa immer noch viele anhängen.

  10. de Voltaire

    @ Reinhard

    Richtig, aber noch schlimmer. “Dann sagen Sie das mal den Friedenskämpfern, die dieses Benzin in Flaschen füllen und diese dann als brennende Wurfgeschosse gegen alles einsetzen, das – angeblich – einem anderen Faschismus frönt als dem eigenen.” Den selbstverständlich beansprucht der Faschismus dieser Friedenskämpfer auch die Deutungshoheit, was alles (ein anderer) Faschismus ist.

  11. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Den selbstverständlich beansprucht der Faschismus dieser Friedenskämpfer auch die Deutungshoheit, was alles (ein anderer) Faschismus ist. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Und was wäre so schlimm daran, wenn diese sich gegenseitig die Köpfe einschlagen? Dann sind wir sie immerhin los.

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