Grüner Waffenwahn

Von | 11. Juli 2016

(ANDREAS TÖGEL)  Ein Redakteur der Wiener „Presse“ hat die politischen Ziele der Grünen vor einiger Zeit in einem Satz zusammengefasst: „Verbieten, verteuern oder Radweg.“ Das klingt witzig, ist es aber nicht. Denn der in der Politik der Grünen zum Ausdruck kommende unduldsame Paternalismus, stellt sogar den der Roten in den Schatten. Stets sind sie mit Repressionsmaßnahmen zur Hand, um das dumpfe Volk vor den Fährnissen des Lebens, zuallererst aber vor sich selbst zu beschützen.

Freie, selbstbewusst und -bestimmt handelnde Individuen sind ihnen verhasst. Dass viele besorgte Bürger seit dem Beginn der Völkerwanderung beginnen, sich für den Fall der Fälle zu wappnen und sich Waffen zulegen, ist es Ihnen ein Dorn im Auge. Die Zahl der Anträge auf Ausstellung von Dokumenten, die zum Besitz von Faustfeuerwaffen und halbautomatischen Flinten und Büchsen berechtigen, hat explosionsartig zugenommen. Der Waffenhandel meldet Rekordumsätze. Einige Waffentypen (wie frei erwerbbare Flinten) und bestimmte Munitionsarten waren über Monate ausverkauft oder nur mit langen Verzögerungen lieferbar. Langsam normalisiert sich die Lage wieder.

Das Signal lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: In den Augen der Bürger versagt der Staat bei seiner Hauptaufgabe, das Leben, die Unversehrtheit und das Eigentum seiner Bürger zu schützen und für Recht und Ordnung zu sorgen. Folgerichtig sieht sich ein wachsender Teil der Bevölkerung genötigt, den Schutz seiner Familie und seines Eigentums in die eigenen Hände zu nehmen. Angesichts der durch massenhaft einwandernde wehrfähige Männer aus vormodernen Gewaltkulturen dramatisch veränderten Umstände, handelt es sich dabei um eine absolut verständliche Reaktion. Es sind keine gewaltbereiten Narren, die sich bewaffnen, sondern unauffällige, rechtschaffene Menschen von nebenan, die sich von ihrer Regierung – zurecht – verraten und verkauft fühlen.

Kein Wunder: Kaum ein Tag vergeht ohne Meldungen von Gewalttaten.. Die Aufrüstung privater Haushalte ist das Symptom einer erratischen Politik. Wer diese Aufrüstung der Privathaushalte ablehnt, sollte daher an deren Ursache ansetzen. Gute Therapien richten sich nämlich nicht gegen Symptome, sondern gegen Ursachen – und das gilt nicht nur in der Medizin. Da es indes politisch unkorrekt ist, die Ursachen der sich verschlechternden Sicherheitslage zu benennen, bleibt es beim Versuch der Symptombekämpfung.

Wer es vorzieht, sich aggressiven Gewalttätern wehrlos auszuliefern, der mag es tun. Von einer Bewaffnungspflicht ist schließlich keine Rede. Aber nicht jeder ist bereit, wehrlos der Gewalt zu weichen. Und keiner der vorhat sich zu wehren, ist im Unrecht! Recht muss dem Unecht nicht weichen. Das österreichische Strafgesetz schreibt in seinem Paragraphen drei unzweideutig die Zulässigkeit der Notwehr fest (in Deutschland ist die Notwehr, beinahe wortgleich, im Paragraphen 32 des StGB geregelt). Es liegt auf der Hand, dass einem bewaffneten Gewalttäter am zweckmäßigsten mit Waffengewalt zu begegnen ist. Nicht jeder will sich damit begnügen, Stunden nach vollzogener Tat und dem Verlust von körperlicher Unversehrtheit und Eigentum, der Polizei eine Täterbeschreibung zu liefern. Viele kommen zum Schluss, dass es zweckmäßiger ist, robusten Widerstand zu leisten, als sich auf der Intensivstation oder im Leichenschauhaus wiederzufinden.

Das ist in den Augen grüner Staatsanbeter natürlich untragbar. Für totalitäre Kollektivisten wie sie genießt das Gewaltmonopol des Staates unbedingten Vorrang vor dem Recht auf Unversehrtheit, dem Sicherheitsbedürfnis und der Notwehrfähigkeit des einzelnen Bürgers. Sie wollen ihn jeder Möglichkeit berauben, selbst für seine Sicherheit zu sorgen und lügen daher Notwehrhandlungen zur Selbstjustiz um. Folgerichtig fordern sie ein Totalverbot des privaten Waffenbesitzes – nach dem leuchtenden Vorbild Großbritanniens, wo seit der 1997 geltenden Waffenprohibition, die naturgemäß nur von rechtschaffenen Bürgern befolgt wird, die Gewaltkriminalität geradezu explodiert ist.

Geringfügige Ausnahmen soll es nach dem Willen der linken Politdesperados allenfalls für Jäger geben. Sportschützen, Sammler oder Menschen die – siehe oben – Waffen für ihre eigene Sicherheit beschafft haben, sollen – mutmaßlich entschädigungslos – enteignet werden. Das wäre ein einzigartiger Eingriff in private (Eigentums-)Rechte, der, faktisch begründungslos, denn historische Sammler- Jagd- oder Sportwaffen werden so gut wie niemals zu kriminellen Handlungen missbraucht, durchgesetzt werden soll – wohl um illegal bewaffneten Gangstern (die von den Grünen möglicherweise als potentielles Elektorat ausgemacht wurden) das Leben zu erleichtern.

Es steht zu erwarten, dass, sollte ihre Initiative umgesetzt werden, für viele bislang gesetzestreue Bürger eine rote Linie überschritten wird. Deren Sorge, Opfer krimineller Gewalttaten zu werden, verschwindet ja nicht mit der Einziehung ihrer legal erworbenen Waffen. Ganz im Gegenteil. Diese Leute werden dann vermutlich nicht mehr länger bereit sein, den immer dreisteren Anmaßungen des Leviathans Folge zu leisten und sich auf dem Schwarzmarkt besorgen, was der Staat ihnen geraubt hat. Klartext: Mit dem Waffenverbot würde der Waffenbesitz zum Verbrechenstatbestand. Doch der Besitz einer Waffe ist kein Verbrechen. Keiner kommt dadurch zu Schaden. Es gibt keine Opfer. Der sich gesetzeskonform verhaltende Besitzer einer rechtmäßig erworbenen Waffe ist kein Verbrecher. Er hat es daher weder verdient, wie ein potentieller Mörder behandelt zu werden, noch dass der Staat ihm – ohne Veranlassung – einen Vermögensschaden zufügt!

Die grünen Verehrer des totalen Staates stehen, wie gewohnt, ohne rationale Argumente da: Bei allen in jüngster Zeit verübten Gewalttaten bei denen Schusswaffen im Spiel waren, wurden illegal erworbene Tatmittel verwendet. Bei terroristischen Verbrechen kommen regelmäßig gestohlene Militärwaffen zum Einsatz. Ein Kampf gegen den legalen Waffenbesitz hat auf die Schusswaffenkriminalität folglich nicht die geringste Auswirkung, wie viele internationale Studien belegen. Naheliegendes Exempel: Die Schweiz. Bildete der legale Waffenbesitz die Ursache für eine hohe Schusswaffenkriminalitätsrate, würde die Schweiz einem Schlachthaus gleichen. Das ist aber nicht der Fall.

Das Geschäftsmodell von Kriminellen ist, es, Gesetze zu übertreten. Wer annimmt, dass diese Leute ausgerechnet vor einer Übertretung des Waffengesetzes Halt machen würden, hat nichts begriffen.

Natürlich ist all das auch den Grünen bekannt. Mit der Sorge um die innere Sicherheit hat ihre Anti-Privatwaffenkampagne auch nicht das Geringste zu tun. Der verbissen geführte Kampf gegen den privaten Waffenbesitz steht in einem größerem Zusammenhang: Die weitgehende materielle Staatsabhängigkeit der Bürger hat die Linke bereits verwirklicht. Die totale Meinungs- und Deutungshoheit hat sie längst errungen. Jetzt wendet sie sich dem verbliebenen Rest – der innen Sicherheit – zu. Die Bürger sollen krimineller Gewalt wehrlos gegenüberstehen. Sie sollen endgültig zu hilf- und willenlosen Objekten des Staates und seiner Schergen werden, die als einzige imstande zu sein behaupten, ihnen Trost und Hilfe zu spenden.

Durch ein allgemeines Waffenverbot würden die Menschen eines wesentlichen Teils der ihnen verbliebenen Freiheit beraubt. Der Staat und seine Büttel dagegen hätten völlig freie Bahn. Fazit: Wer seine Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. Spätestens dann, wenn ein Grüner das Amt des Polizeiministers übernimmt.

Tagebuch

20 Gedanken zu „Grüner Waffenwahn

  1. stiller Mitleser

    Volle Zustimmung. Allerdings: im Fall des Falles mit der Waffe richtig und nicht gar selbstgefährdend umgehen zu können, setzt Übung voraus.
    Daß dies den offensichtlich zahlreichen illegal Bewaffneten im schönen Wien geläufig ist, zeigen wiederholte Funde kleinkalibriger Munition in den Parks der südlichen Wiener Flächenbezirke an: da wird nächtens geübt.

  2. Giovanni B.

    War 9 Monate seinerzeit beim Heer und ich behaupte, das ich mein Stg 77 nach kurzer Eingewöhnung locker wieder zerlegen, zusammenbauen und beherrschen könnte. Ich weiß sogar noch meine individuelle Waffennummer.

  3. Dr.Fischer

    Jeder Schußwechsel in den USA wird medial hierzulande ausgewalzt und diskutiert bis zum Erbrechen. Warum wohl? Und wieso hören wir nie von Schußwechseln in Afrika, Asien, Südamerika, Kanada – auch einmal eine Überlegung wert. Von den Schießereien in den Vereinigten Staaten wird verlässlich aufgeregt berichtet, da funktioniert wie automatisiert eine “Trans”-portlinie im Sinne des Verteufelns privaten Waffenbesitzes.

    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

  4. jimmyblue

    Die Panik vor Selbstverantwortlichen steigt zwar gerade, in wenigen Jahren werden aber sie es sein an die sich die Anspruchsdenker verzweifelt anbiedern wenn ihr Pleitestaat ihnen nicht mehr ein 100% sorgenfreies Hängematteleben garantieren kann. Dann wird die historisch einmalig verweichlichte Ampelpärchen-SojaLatte-Generation ordentlich auf die Schnauze fallen.

  5. Franky

    Sehr gut geschriebener Artikel, er trifft den Kern. Liebe Nachbarn, last euch KEINERLEI Verschärfung des WaffG aufdrücken, wehrt euch mit Händen und Füßen. Hier in D dond die Leute zu träge, das Ergebnis ist das man sich keine Waffe mehr kaufen kann, ausser wenn man Jäger oder Sportschütze ist. Und da sind die Hürden extremst. Uns haben sie mit der Salamietaktik klein gekriegt, immer nur ein Scheibchen weniger. Seit wachsam und wehret den Anfängen. Gruß aus D

  6. Christian Habich

    Wie schön wäre es doch, wenn ein rationaler Diskurs (statt dem ausschließlich ideologisch geprägten) mit den Linken möglich wäre.

    Aber auch die dumpfe Bevölkerung:Wie verblödet mussan eigentlich sein, um solche o.g. Argumente nicht verstehen und nachvollziehen zu können!?

  7. Antonia Feretti

    Bei aller Abneigung gegen grüne Bevormundungspolitik: wohin ein freier Waffenzugang für jedermann führt, kann man am besten am Beispiel der USA sehen.

  8. astuga

    Geh bitte.
    Die linken… äh, Aktivisten stellen tatkräftig unter Beweis, dass man keine Schusswaffen benötigt.

    Wenn man Teil eines Mobs ist dann reichen auch Pflastersteine und Molis.

  9. Christian Schüller

    Interessant, dass Christian Ortner, sonst gerne medien-kritisch, ung’schaut die Kampagnen der Boulevard-Zeitungen heranzieht, um seine These vom Zusammenbruch der öffentlichen Sicherheit zu untermauern. Würde er bei den Polizeibehörden recherchieren, käme er drauf, dass die Fakten anders sind. Aber vielleicht geht es ja nicht um die reale Sicherheitslage, sondern um das subjektive Unsicherheitsgefühl, das von Leuten wie ihm mit Freuden gesteigert wird.

  10. Rado

    Die Regierungen der EU und der USA sollte ganz einfach aufhören, an Krisen und Kriegen in der Nachbarschaft herumzuzündeln. Dann kommen auch weniger staatliche Kriegswaffen abhanden, welche diese oder andere Regierungen ihren Steuerzahlern anschaffen haben lassen, damit sie andere Steuerzahler damit umbringen!

  11. stiller Mitleser

    @ astuga
    wie die am Wochenende 124 verletzten Polizisten in Berlin zeigen haben Sie leider Recht,
    aber
    @ Giovanni B.
    mit dem Sturmgewehr bei einem Raubüberfall (z.B. durch die kleinen Cousins der Rosa Panther, die erst im Speckgürtel Erfahrung sammeln müssen) im eignen Haus Erfolg zu haben, stell ich mir schon schwierig vor;
    da empfiehlt sich doch eine Faustfeuerwaffe und sich vorher zu überlegen, was man tut, wenn sich die Eindringlinge den Fluchtweg freischießen wollen. Überhaupt wären – da man auf Jagden viel Erheiterndes zu sehen bekommt – Wochenendseminare “how to” ein gutes Zusatzgeschäft für den Waffenhandel.
    Es freut mich aber mit Ihnen auf jemanden zu treffen, der seinen Militärdienst geleistet hat. Autofahren, Tippen und Schießen sind doch eigentlich Kulturtechniken.

  12. Christian Weiss

    Je schärfer die Waffengesetze, desto grösser die Chance, dass nur noch Verbrecher Waffen haben.

  13. Thomas Holzer

    @Christian Weiss
    So ist es; aber logisches Denken war noch nie die Stärke der Linken und Etatisten

  14. Christian Ortner

    @Christian Schüller: Der Name des Autors steht in ausreichend grossen Buchstaben vor dem Text. Das sollte dabei helfen, meine Texte von anderen zu unterscheiden. ORF-Recherche, halt.

  15. Andreas Tögel

    An die Adresse von Christian Schüller:
    wer sinnerfassend lesen kann, ist klar im Vorteil. Was ich geschrieben habe: Viele besorgte Bürger entscheiden sich aus freien Stücken dazu, sich zu bewaffnen. Basta. Sie tun das trotz der Propaganda von ORF und Printmedien, die die Sicherheitslage in leuchtenden Farben beschreiben. Doch die Leute pfeifen mittlerweile auf getürkte Polizeistatistiken und Ihre Lügenmärchen, weil es, zumindest in Ostösterreich, so gut wie niemanden mehr gibt, der nicht aus eigener Erfahrung weiß, wie´s tatsächlich aussieht. Welcher Politiker, welcher Kiberer und welcher ORFler hat aber das Recht, die Befindlichkeit der Menschen (die sie in die Waffengeschäfte treibt) kurzerhand als Unsinn abzutun?

    Als von den Plänen der Grünen unmittelbar Betroffener frage ich Sie: Wieso sollen unbescholtene Leute, die seit Jahrzehnten Waffen – legal – besitzen und niemals damit Missbrauch getrieben haben, enteignet werden, weil (zugewanderte) Gangster mit auf dem Schwarzmarkt besorgten Gerätschaften Verbrechen verüben? Gibt es darauf ein Antwort, die nicht mit der Logik kollidiert?

    Die Geschichte lehrt, dass Menschen, die das Eigentum anderer nicht respektieren, am Ende auf vor Übergriffen auf die Person des Eigentümers Halt machen. Das ist Grund, warum ich die Grünen (und deren Propagandisten im ORF) so innig liebe.

  16. Thomas Holzer

    @Andreas Tögel
    Ich stehe ja auch für die Liberalisierung des Waffenbesitzes ein, Ihre Argumente dafür sind aber leider mehr als nur hanebüchen!
    Die “Verabsolutierung” der Unfehlbarkeit (legaler) Waffenbesitzer ist mehr als nur lächerlich!
    Weniger Emotionen, gerade in dieser Causa, wären wirklich gefragt und gefordert

  17. Andreas Tögel

    Verehrter Herr Holzer,
    von einer “Verabsolutierung der Unfehlbarkeit legaler Waffenbesitzer” steht nichts in meinen einschlägigen Beiträgen. Allerdings gehen sämtliche Argumente der Waffen-weg-Fraktion an der Realität vorbei. Wie sollte der Sicherheit gedient sein, wenn der Staat sich ausschließlich um die Entwaffnung potentieller Opfer kümmert, kriminelle Gewalttäter aber unbehelligt lässt? Wer käme auf die Idee, Porsche-Besitzer zu enteignen, weil die mit ihren Fahrzeugen die zulässige Höchstgeschwindigkeit übertreten könnten?

    Der bloße – unbegründete – Generalverdacht gegen rechtschaffene Bürger, rechtfertigt in keinem Fall deren Bestrafung für Taten, die Gesetzesbrecher begehen. “Hanebüchen” sind die Argumente der Freiheitsfeinde, nicht die derjenigen, die für die Freiheit eintreten. Da Sie sich als Verfechter einer liberalen Waffengesetzgebung verstehen, verwundert mich Ihr recht rabiat vorgetragener Angriff auf jemanden, der sich genau dafür einsetzt.

  18. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    “Die „Verabsolutierung“ der Unfehlbarkeit (legaler) Waffenbesitzer ist mehr als nur lächerlich!
    Weniger Emotionen, gerade in dieser Causa, wären wirklich gefragt und gefordert”

    Die meisten Morde und Verletzungen geschehen durch Stichwaffen (Messer). Und bei den durch Schußwaffen verursachten Morden und Verletzungen sind nur wenig legale Waffen die Ursache.

    Der Besitz einer Schußwaffe bedeutet die Möglichkeit Angreifer abzuschrecken, selten wird der Besitzer situativ in der Lage sein, einen Angriff mit der Waffe abzuwehren. Aber: können Sie sich vorstellen einen Einbrecher mit einer Stichwaffe abzuschrecken/abzuwehren? So direkte Gewalt ist in unsrer Kultur, die Gewalt auf Distanz eher zubilligt, tabuisiert und auch im Konfliktfall mit einem Unbekannten nicht so leicht evozierbar, nicht aber in andren Kulturen oder Subkulturen. Ein nationalistisches Heldenepos neueren Datums heißt nicht umsonst “Das Messer”.
    Ich bin, was den tatsächlichen Einsatz von Waffen betrifft, skeptisch; wenn Sie mit dem Drilling von der Terrasse fuchteln und die Typen sich wieder verziehen: gut. Aber wenns zum Schußwechsel kommt?
    .
    Deswegen geb ich gern folgenden Tipp: Einbruchsobjekte werden vorher observiert und ausgespäht; ein sichtbarer Schießstand im Garten wird bemerkt und macht dieses Haus dann schon etwas weniger interessant. Den Schießstand können Sie improvisieren, ganz ohne Waffe, einfach die Treffer auf der Scheibe mit dem Black&Decker bohren.
    .
    Die Diskussion ist zwar aus Amerika herübergeschwappt, ich denke aber daß Tradition von Waffenbesitz und Waffeneinsatz bei uns ganz verschieden von der in Amerika ist und daß der Amoklauf Einzelner gegen eine Gruppe, wobei die meisten Schußopfer zu verzeichnen sind, eine amerikanische Spezifität ist. Amok findet man hier in Familien, unter Einsatz von Hieb-und Stichwaffen, deren Einsatz großen, persönlichen Haß voraussetzt.

  19. Manuel Leitgeb

    @ stiller Mitleser
    Ich gebe Ihnen Recht, denn was viele Leute bei der Waffendiskussion ganz allgemein vergessen: Der durchschnittliche Verbrecher (Dieb, Einbrecher etc.) der es nicht auf einen persönlich abgesehen hat, nimmt sich normal immer das Objekt das einfacher und für ihn “sicherer” zu holen ist. Dafür wird auch eine geringere Beute in Kauf genommen.
    Sprich, wenn er sieht, daß jemand eine Waffe hat (oder haben könnte) wird er sich ein leichteres Opfer suchen, mit weniger Risiko aber fast gleichem “Ertrag”. Und so ein Opfer gibt es bei uns immer.

  20. Dont_tread_on_me

    @Andreas Tögel
    “Wer käme auf die Idee, Porsche-Besitzer zu enteignen, weil die mit ihren Fahrzeugen die zulässige Höchstgeschwindigkeit übertreten könnten?”
    Um Gottes Willen, so bringen Sie die Grünen noch auf neue Ideen. Und die Meute der Neider würde Beifall johlen. Wenn also mein Elfer irgendwann eingezogen wird und dann zum Dienstfahrzeug von der Galwischnig wird, dann mach ich Sie dafür verantwortlich. Dass diese Person gerne schnell unterwegs ist, ist ja hinlänglich bekannt.
    Spass beiseite: ausgezeichneter Artikel, trifft den Nagel auf den Kopf.

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