Grün, aber pleite

“….Wie der Kreditschutzverband KSV1870 meldet sind das Biomasse-Kraftwerk Güssing GmbH und Co KG und deren Komplementärin Biomasse-Kraftwerk Güssing GmbH mit Passiva von 5,97 Mio. Euro insolvent….” (WirtschaftsBlatt)

10 comments

  1. Mourawetz

    Da wird gegendert, was das Zeug hält. Jetzt wird schon das sächliche, grammatikalische Geschlecht feminisiert. Kraftwerk, das, Substantiv, Neutrum. Der Genderwahn walzt einfach drüber.

  2. Regninnam

    @Mourawetz
    *die* GmbH, so sollte es übrigens in beiden Fällen oben heißen, das ist reine Grammatik, hat mit Gender nichts zu tun.

  3. Mourawetz

    @Regninnam
    Gendern hat mit Grammatik überhaupt nichts zu tun. Gender verwechselt beabsichtigt das grammatikalische Geschlecht mit dem natürlichen. Gender ist das Gegenteil von Grammatik.

    Außerdem steht im Text “das Biomasse-Kraftwerk…”.

  4. Manuel Leitgeb

    Da ich ursprünglich aus dem Bezirk Güssing komme, interessiert es mich besonders welche Ausreden unseren Politikern wieder einfallen um das Scheitern zu “erklären” (laut Artikel meinen sie ja die ausbleibenden Förderungen seien schuld). Ich werde das mal zu Hause eruieren, allerdings traue ich mich 2 Dinge zu wetten:
    A) Außerhalb des Gemeinderats von Güssing wird kaum einer darüber sprechen, denn Bio-Grün etc. ist ja toll. Und
    B) Die Zeitungen/Zeitschriften die immer über die “grüne Energieautarkie” von Güssing gejubelt haben, werde diese Meldung unter den Tisch fallen lassen.
    Ob sich jemand auf die Wette einläßt?

    Übrigens, ein “Schmankerl” aus den Tagesordnungen des Gemeinderats Güssing, die letzte vom 25.6.2013: “Weiterführung der Klima- und Energie-Modellregion – Übernahme einer Co-Finanzierung – Beschlussfassung”.
    Leider habe ich kein Protokoll der Sitzung, aber anscheinend sind da viele Leute sehr lern- und beratungsresistent …

  5. Christian Peter

    @Mourawetz

    Biomasse-Kraftwerk Güssing Gmbh und Co KG ist eine Firmenbezeichnung,
    daher muss es “die” heißen (die Firma, die Gesellschaft).

  6. Regninnam

    @Christian Peter
    @Mourawetz
    Genau richtig, deswegen heißt es ja auch die Siemens AG, die Bergbaugesellschaft, etc. und das ist sehr wohl Grammatik, nicht “Gender”, so wie es eben nichts mit Geschlecht tun hat, dass es *die* Firma heißt und nicht der Firma oder das Firma.

  7. Reinhard

    Natürlich ist das böse “Ausbleiben von Förderungen” schuld am Niedergang der Vorzeigeregion, denn dass es die Abhängigkeit von Förderungen generell sein könnte, die ein Projekt unwirtschaftlich und damit insolvenzgefährdet macht, können von der Realwirtschaft unbeleckte Parteistrategen und mittlere Beamte natürlich nicht begreifen. Und so basteln sie weiter an “Modellen”, die wir alle mit unserem Steuergeld “fördern” dürfen, bis wieder ein ultraneoliberaler Kapitalist frech auf dem Begleichen seiner Rechnungen besteht und der reflexartige Griff in die Steuerkasse wegen brutalem Kaputtsparens keine Rettung ergibt.
    Werden sie es begreifen?
    Nein, sicher nicht, denn geistige Regenwürmer werden das Konzept des Fliegens nie verstehen.

  8. Rennziege

    @Reinhard
    “… denn geistige Regenwürmer werden das Konzept des Fliegens nie verstehen.”
    Das Adjektiv “geistige” ist ein Kompliment. Unsere Volksbeglücker sehen zwar aus wie Regenwürmer nach einer längeren Phase ohne Regen, aber letztere wissen wenigstens, wann sie sich unter einen schattenspendenden Baum oder Strauch zurückzuziehen haben, wo die Erde noch feucht genug ist.

  9. PP

    Wobei Regenwürmer angeblich den Boden verbessern sollen, während unsere Lenker bisher immer nur verbrannte Erde hinterließen.

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