Gut, dass Strom einfach aus der Steckdose kommt!

“….. Würden wir nun alle 60 Millionen Verbrennungsmotoren in Deutschland durch Batterien ersetzen und annehmen, dass jeder Fahrzeugbesitzer sein Auto nur alle zwei Tage für jeweils eine halbe Stunde auflädt; und nehmen wir weiterhin an, die Aufladevorgänge könnten durch ein smartes System gleichmäßig über die gesamten zwei Tage verteilt werden, so bräuchten wir sogar knapp 140 neue Kraftwerke oder 220 000 Windräder oder eine Fotovoltaikanlage von der Größe des Saarlands, um den zusätzlichen Strombedarf zu decken. Zugegeben, beim Saarland denken sich viele Deutsche: “Das ist es mir wert …” (interessante Analyse in spektrum.de)

27 comments

  1. Christian Weiss

    Schockierend ist ja, dass sich viele energiepolitische “Visionen” schon mit einem Taschenrechner, ein paar Datentabellen und der Beherrschung der Grundrechenoperationen als Mumpitz herausstellen. Statt dass sie aber nach dieser einfachen Prüfung, die ihre Untauglichkeit schon aufzeigen, wieder in der Versenkung verschwinden, werden sie mit Fantastilliarden von Steuergeldern gepusht.

  2. Gerald

    Beim Lesen der Leserkommentare kann einem schlecht werden. Angenommen es ist Ferienbeginn in Berlin Bobistan, bei einer Eigenheimquote von 20% lädt die Mehrheit der Berliner ihr EAuto nicht über Nacht an der eigenen Steckdose, sondern eben an der Stromtankstelle. Ladevorgänge dauern mindestens 5 mal so lange wie ein Tankvorgang , bei bestenfalls halber Reichweite. Dann kommt es genau zu der Rechnung die Vince Ebert hier anstellt.
    Vor wenigen Tagen kam im Radio die Meldug, ein mit leerem Akku liegengebliebener Wagen in einem Tunnel muss abgeschleppt werden was zu erheblichen Behinderungen führt.
    Bis heute habe ich noch keine realistische Aussage zur Reichweite bei sehr niedrigen Temperaturen gehört, bei gerade mal unter Null Grad sinkt diese ja schon auf ca. 50-60%. Wie sieht es bei minus 15 Grad aus? Fährt man da überhaupt noch und wenn auch mit Heizung?
    Auch wird immer mit der Durchschnittsfahrleistung von 15000 km argumentiert. Die 15000 km Fahrer sind nicht die typischen Autobahnbenutzer, diese legen mindestens 50000 km jährlich zurück. Und auch hier werden die allermeisten Ladevorgänge entlang der Autobahnen erfolgen müssen.
    Die Wirkungsgrade in der Stromerzeugung, Transport und Speicherung in Batterien wird natürlich auch gerne übersehen, auch dass Batterien heute China erzeugt, die Rohstoffe aber hauptsächlich aus Afrika kommen und dann in unsere Autos verbaut werden.

  3. Gerald

    Sorry, ich meine natürlich die Leserkommentare im Originalartikel, nicht hier in diesem Forum.

  4. Triumph Cruiser

    Bei derzeitigem Stand der Technik ist eine “Batterie” / ein “Akku”, eine tolle Sache, – für einen Vibrator. Zur Mobilisierung der Massen taugt sie (derzeit) allemal nicht. Ich hege den Verdacht, dass der “Masse”, durch die “Elektrifizierung” der Fortbewegungsmittel, die “Mobilität” entzogen werden soll…

    … es läuft… – rückwärts und bergab …

  5. sokrates9

    Das Elektroauto wird dringend benötigt um die NONSENS Klimaziele zu erreichen!
    Mir ist völlig unverständlich wo der Hausverstand der Elite bleibt! Kein einziger der Automobilvorstände hat die Courage zu sagen dass eine Substitution Verbrennungsmotor – Elektromotor für die gesamte Bevölkerung nicht geht! Gesamthaftes Denken ist nicht mehr möglich! Ich bin Autoproduzent – wo der Treibstoff herkommt ist nicht mein Problem! Die Manager haben die soziale und gesamtwirtschaftliche Verantwortung voll an die Grünen und Linken abgegeben! Der shitstorm wäre wahrscheinlich nur 2-3 Tage, dann würden auch die anderen zustimmen!

  6. Triumph Cruiser

    @sokrates9:

    “Hausverstand” und (angebliche) “Elite” in EINEM Satz … – geht gar nicht ….

  7. Falke

    Derartige Berchnungen sind für die “Physikerin” Merkel viel zu kompliziert und gehen weit über ihren geistigen Horizont (oder, besser gesagt, ihren Tellerrand) hinaus. Immerhin weiß sie, dass sie damit viele schlicht gestrickte Menschen (das ist wohl – nicht nur in Deutschland – die Mehrheit) beeindrucken und auf ihre
    Seite ziehen kann. Außerdem denkt sie möglicherweise auch “Hinter mir die Sintflut”.

  8. n4ttl

    Wenn dereinst hier nur mehr E-Autos nicht fahren und die ganze Infrastruktur im Allerwertesten ist, dann fahre ich mit meinem 400PS 4×4 Geländeboliden von der Stadtwohnung auf meine Datsche am Land.

    до свидания!

  9. FiBu

    Als Alternative zum Umstieg auf Elektroauto, was zu 100% wohl dem Wunschdenken zuzuordnen ist, könnte man hinterfragen ob es wirklich Autos geben muss die 10+ Liter auf 100 km verbrauchen – und die dann einfach verbieten. Begrenzte Ressourcen und Geräte welche die Umwelt verschmutzen bzw. der Gesundheit anderer schaden sollten auch begrenzt werden. Eine Regelung über den Preis funktioniert nicht: Warum soll jemand der es sich leisten kann meine Atemluft verpesten dürfen?

  10. astuga

    @FiBu
    Grundsätzlich vernünftig, aber warum nur auf das Auto begrenzen?
    Der eine hat ein solches Auto, der andere macht aber zweimal im Jahr zusätzlich Flugreisen und wirft sein Handy nach drei Jahren weg.
    Will man fair sein, dann liegt der Teufel im Detail.

    Btw. Ein sparsamer PKW der aber nur wenige Jahre gefahren wird hat dennoch eine deutlich schlechtere Umwelt- und Energiebilanz als ein alter Stinker mit hohem Verbrauch.
    Weil der höchste Rohstoff- und Energieverbrauch bereits bei der Produktion entsteht.

  11. sokrates9

    FIBU@ Da sind sie schnell auf der grünen Schiene! Alles verbieten! Die Rindviecher verschmutzen die “Umwelt” im selben Maße wie der Verkehr ! Alles umstellen auf Körndlfresser??

  12. CE___

    Allen Kommentaren zu der technischen Fraglichkeit von E-Autos auf Basis von Batterien/Akkus kann ich nur zustimmen.

    Nur ich denke, Technik hin oder her trifft nicht die Ursache für den Gang ist diese (Sack)gasse.

    Merkel ist eine Windhose mit einem soliden sozialistisch/kommunistischen Unterbau, welche sich gerade dort anhängt wohin ihre Vorbilder gehen, egal ob in Fragen der Gesellschaft, Wirtschaft, etc.

    Hat ja diese unsägliche Person auch letzte Woche bei der Münchner Sicherheitskonferenz erstmalig, zumindest für mich, klar zugegeben woher ihre “Inspirationen” und “Vorbilder” herkommen.

    Ist halt in den Medien ein “bischen untergegangen”.

    Nämlich aus der totalitär-kommunistischen VR China, und da konkret ihr “Habschi” und Mao-Nachäffer Xi Ji Ping, von dem sie ja laut ihrer Aussage auf der Konferenz so unglaublich viel lernen kann (und, wenn man sich das Abgleiten D’s in eine DDR 2.0 ansieht, dann auch umsetzt)

    Und da die VR China das Batterie-Auto derzeit pusht und fördert, hüpft Merkel dienstbefliessen nach.

    Würde Diktator Xi morgen verkünden in der Taklamakan und am Himalaya Baumwolle anbauen zu wollen, würde übermorgen von Merkel verkündet D müsse nun seine Wirtschaft auch auf Baumwolle umrüsten, und dann muss das Gebüsch halt auch auf der Zugspitze wachsen, koste es was es wolle, ob es Sinn macht oder nicht.

  13. FiBu

    @astuga
    Man muss irgendwo anfangen den Energieverbrauch zu begrenzen – dass Auto ist ein möglicher Anfang. Was die billigen Kleinwagen betrifft: die halten heute schon genauso so lange wie der teure Spritfresser. Wartet man auf eine Gesamtlösung dann folgt das beliebte politische “Mañana” – alles passiert besser aber erst morgen und damit nie.
    @sokrates
    Grüne Schiene liegt mir eher nicht. Aber vernünftige Nutzung ist wohl notwendig, früher freiwillig später immer mehr “Muss”. Dass es mehr als eine Quelle gibt die schädlich für die Umwelt ist, ist unbestritten – aber irgendwo muss man anfangen. Sonst ist “Mañana” siehe oben.
    Und vernünftige Nutzung bedeutet nicht alles verbieten, aber was allen schadet kann nicht zur Gänze der individuellen Entscheidung (bzw. Finanzkraft) des Einzelnen überlassen werden. Wo die vernünftige Lösung liegt ist schwierig, aber wird die nicht gefunden drohen m.E. wirklich strikte Verbote – und dass will ich nicht.

  14. Franz Jäger

    Die Berechnung von Herrn Ebert ist tatsächlich falsch. Im Leserbrief Nr. 5 auf Spektrum.de wird die richtige Rechnung vorgeführt:
    Der Individualverkehr in D hat einen Anteil von ca. 20% des Primärenergieverbrauches.
    Die “erneuerbaren” in D liefern ca. 11% des Primärenergiebedarfs.
    Dh wenn alle Autos auf elektrisch umgestellt wären, bräuchten diese doppelt so viele Fotovoltaik- und Windkraftanlagen als zur Zeit installiert sind.

  15. sokrates9

    FiBu@ ….aber was allen schadet kann nicht zur Gänze der individuellen Entscheidung (bzw. Finanzkraft) des Einzelnen überlassen werden! Frage dramatischer Bevölkerungszuwachs in Afrika! 1 Mio Kinder PRO WOCHE – das wären echte Themen! Darf aber aus ethischen Gründen nicht angesprochen werden!
    Dagegen sind alle Verkehrsdiskussionen unbedeutend!

  16. FiBu

    @sokrates
    Die ein große Lösung gibt es nicht.
    Für beides muss eine Lösung gefunden werden. Für den Umweltschutz und für die eine Million Kinder pro Woche. Zugegebenermaßen habe ich für Letzteres keine Lösungsidee: Für eine so eine große Anzahl Menschen Nahrung und letztendlich Arbeit zu finden erscheint mir nahezu unmöglich.
    Das darf aber nicht bedeuten, dass man die einem als klein erscheinenden Probleme nicht angeht. Ist eine andere Form von Mañane – wir lösen die lösbaren Probleme nicht weil da gibt es noch viel größere unlösbare Probleme die einer Lösung bedürfen. Führt dazu dass nichts gelöst wird. Beliebter politischer Schachzug!
    Erinnert mich ans politische Sparen: Kleine Beträge sparen wir nicht ein – rentiert sich nicht. Wer jemals Sparen mußte weiß: Die eine große Einsparung gibt es nicht – nur mit vielen kleinen Sparmaßnahmen kann man das große Sparziel erreichen.

  17. TomM0880

    @FiBu
    Wer mit Verboten argumentiert entzieht sich einer sachlichen Diskussion und sollte keine Beachtung geschenkt bekommen.

    Verbote zu verlangen ist auf dem geistigen Niveau eines Dreijährigen.

    Nicht Sie, nicht ich oder sonst wer soll bestimmen dürfen, was gekauft werden darf, egal wie “dumm” diese Sache ist.

  18. astuga

    @FiBu
    Klar, irgendwo muss man ansetzen.
    Aber man läuft dabei auch schnell Gefahr die falschen Anreize zu setzen.

    Weil einerseits Industrie-Lobbyisten und andererseits Umwelt-Ideologen polit. Entscheidungen und Medienecho beeinflussen.
    Am Ende erreicht man dann vielleicht mehr Schaden als Nutzen.
    Gutes Beispiel ist die Wiener Stadtpolitik – man drängt Autos aus der Stadt, investiert Millionen in den Radverkehr (ohne nennswerten Erfolg oder Zuwächse) erreicht aber lediglich, dass die Einkaufsstraßen in Wien weiter vor sich hin sterben und alle mit dem Auto an den Stadtrand fahren um Einzukaufen.

  19. astuga

    Ergänzend: diese Politiker wollen alle mit großer Geste die Welt retten, aber können nicht mal in einer mittleren Großstadt eine funktionsfähige Verkehrs- und Stadtplanung auf die Beine stellen.

  20. astuga

    Ich selbst besitze übrigens keinen PKW (Führerschein A/B wäre vorhanden) und fahre oft mit der Bahn.

  21. FiBu

    @astuga
    Die Wiener Stadtpolitik ist wirklich ein gutes Beispiel: Mit großen Gesten die Welt in Wien retten und dabei die Zusammenhänge (Autos aus der Stadt verdrängen > Einkaufsstraßen sterben usw.) zu begreifen. Hier wird mit grün-religiösem Eifer vorgegangen, und Religion und Politik war schon immer eine ganz schlechte Mischung.
    Anstatt kleine, machbare Problemlösungen zu finden werden große, problemerzeugende Pseudo-Lösungen realisiert. Da ist der Presserummel größer als das gelöste Problem und leider muss man bei den Zeitungen oft eine kritische Haltung vermissen.

    Es wird kein Weg daran vorbeiführen die Probleme Luftverschmutzung, Verkehr etc. zu lösen auch wenn es ein bisschen weh tut. Weil der Autoverkehr soll m.E. ja nicht verboten werden, sondern nur hinsichtlich Umweltverschmutzung optimiert werden.
    Gilt natürlich sinngemäß auch für die von Ihnen angesprochen Probleme. In Ruhe und gezielt über kleine Schritte zum Ziel. Setzt allerdings politische Vernunft voraus, möglicherweise ein logischer Widerspruch 😉

    Und die Lobbyisten gehören sowieso in die Schranken gewiesen – die nützen keinem normalen Menschen.

  22. Johannes

    Sehr guter Beitrag mit einem Fehler, der Individualverkehr wird, so wie auch das Geld, nicht mehr existieren.
    Sie erhalten eine Karte mit der können sie alle Verkehrsmittel benutzen, (Bahn, Bus, Gemeinschaftsauto).
    Etwas anderes wird es nicht mehr geben, das wurde durch ihren guten Beitrag klar dokumentiert (mit dem Elektroauto auf der Raststation…)

  23. aneagle

    Komisch, alle wissen, dass der Gesamtumstieg auf E-Fahrzeuge mit heute möglicher Technik in Europa kompletter Unsinn ist und das Vermögen der Bürger nutzlos verschwendet. Trotzdem machen alle mutwillig weiter. Ob jene, die dann keine Rente kriegen, immer noch die fahrlässigen Verschwender wählen werden? Oder bekommt man dann den “Held der Fußgänger”-Orden umgehängt?

  24. aneagle

    Eine logisch anmutende Erklärung bietet lediglich eine Verschwörungstheorie: Die Produktion von synthetischem, CO2 -neutralem, Diesel ist möglich, benötigt jedoch eine Menge Strom. Diese ist nur mit vielen neuen Atomkraftwerken realisierbar. Und schon haben wir sie- die unselige Verbindung von böser kapitalistischer Atomlobby und den historisch erprobten, nützlichen Idioten aus der intellekt-sparsamen Grüngutkategorie. Auch keine schöne Vorstellung.
    Ohnehin schwenkt die Planetschutzgilde bereits von CO2 auf NOX um. Aber dann müsste man erst mal Vulkanausbrüche verbieten, sowie Züge und Straßenbahnen ohne effiziente Bremsen realisieren. Stelle ich mir spannend vor.

  25. astuga

    Auch bemerkenswert: Geschäftsmodell CO2-Zertifikate
    https://en.wikipedia.org/wiki/Chicago_Climate_Exchange

    Wer sich dort aller findet…
    Übrigens auch der Vermögensmanger GIM ist stark engagiert, ganz oben im Vorstand – Al Gore als Chairman
    Die Rettung der Welt muss sich schon auch finanziell lohnen für die Elite.
    GIM soll rund 20% Anteile für CO2-Zertifikate der European Climate Exchange (ECX) und Anteile der Chicago Climate Exchange (CCX) halten.
    GIM (auf der Seite runterscrollen): www . generationim . com/firm-overview/our-people/

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