Gute Nacht, Wohlstandsgesellschaft

(MAXIMILAN FREI) Zeitzeugen der Veränderung der beiden Geschäftsmeilen in Ottakring, die einst mit Ottakringer Straße und Thaliastraße bezeichnet wurden, heutzutage vielerorts besser als Balkanmeile oder Little Istanbul bekannt sind, konnten eine interessante Entwicklung über die Jahrzehnte feststellen: Wo dereinst in den 1980ern und 1990ern hauptsächlich Elektro-, Glaserei-, Installateur-, Näh- und Strick-, Holz-, Möbel-, und andere Fachgeschäfte zu finden waren, befinden sich nun mehrheitlich Wettbüros, Kosmetikgeschäfte, Fast-Food-Läden mit Pizza und Kebap, Handy-Tandler sowie etliche Cafés und Diskotheken. Man darf dieser Wandlung jetzt aber freilich nicht unrecht tun und sie als simple Hinwendung zum und Huldigung des Konsumismus abtun. Kauf und Verwendung von Haushaltsgeräten oder anderen Gebrauchsgegenständen des täglichen Bedarfs stellen genauso Konsum dar wie der Genuss eines Espresso im Styler-Kaffeehaus. Der Unterschied wird lediglich durch individuelle Präferenz begründet. Dennoch liegt aber zweifelsfrei eine Abkehr von erklärungsbedürftigen, anspruchsvollen Produkten hin zu simplen Dienstleistungen und Nahrungsangeboten vor. Technikaffinität wird gegen Freizeitindustrie getauscht, Fortschritt gegen Party.

So weit, so gut. Soll uns dieser Trend jetzt zu denken geben oder gar beunruhigen? Darf man diese Wandlung als Folge von Nachfrage und Angebot denn bewerten, gar kritisch beurteilen? Ich denke ja. Man kann darin eine Rückentwicklung der Gesellschaft sehen. Und es ist Ausdruck von Kapitalarmut und kurzfristigem Denken. Für Cafés und Nagelstudios sind keine langen Produktionsketten notwendig, kein komplexes Denken und keine Produktionsplanung. Und man benötigt dafür weitaus weniger Kapital als für die Herstellung von Staubsaugern und Föhns. Kapital beruht auf Ersparnissen der Vergangenheit, also auf Menschen, die weniger ausgeben, als sie erwirtschaften, und für die Zukunft sparen. Aktuell leben aber die Menschen über ihre Verhältnisse, sie verkonsumieren ihr Kapital. Der Zeithorizont ist ein kürzerer geworden. Die „carpe-diem“-Philosophie hat das Ziel ersetzt, den eigenen Kindern (sofern man überhaupt noch welche hat) etwas zu vererben.

Die neuen Geschäfte sind also die nach außen gezeigte Fassade einer veränderten inneren Lebenseinstellung. Nicht länger Verbesserung, Vereinfachung und Verschönerung des Lebensalltags in den eigenen vier Wänden mit der Familie werden angestrebt, sondern gesellschaftliches Beisammensein an öffentlichen Orten sowie Zeitvertreib. Aktives Tun wird durch passive Berieselung ersetzt. Arbeit durch Freizeit.

Angesichts aktueller Statistiken, wonach die meisten Mindestsicherungsbezieher in Wien zu finden sind (ca. 180.000) und die Höhe dieses Bezugs weniger dazu ausreicht, eine neue Maßmöbelausstattung vom Fachmann zu besorgen, aber für Bier und Zigaretten im Café um die Ecke, wo die jungen Kellnerinnen immer so schöne Fingernägel haben und wunderbar geschminkt sind, allemal langt, kann davon ausgegangen werden, dass in den neuen Geschäftslokalen vielfach einfach nur Arbeitslosengelder und Mindestsicherungen den Inhaber wechseln. Brot und Spiele braucht das arbeitslose Volk, damit es nicht auf dumme Gedanken kommt und weiter brav die es versorgenden Sozialisten wählt. Es stimmt traurig mitanzusehen, wie eine ehemalige Produktionsgesellschaft, die Kapital und Wohlstand durch Sparen aufgebaut und ihre qualitativ hochwertigen Erzeugnisse international exportiert hat, zu einer kapitalverzehrenden Freizeitgesellschaft verkommt, die auf Pump und vom – noch – existierenden Vertrauensvorschuss lebt, den Vor-Generationen mühseligst aufgebaut haben. Die Veränderung von Ottakringer und Thalia Straße stehen synonym für die Veränderung der ganzen Gesellschaft.

Es muss aber auch deutlich darauf hingewiesen werden, dass sich nicht nur Menschen mit der Zeit verändert haben, sondern dass verstärkt neue Menschen in den Bezirk gekommen sind und mit ihnen eine andere Kultur und Einstellung Einzug gefunden haben. Magistratsbeamte in Ottakring sprechen davon, dass pro Woche in etwa 30 Bürger mit klassisch österreichischen Namen zu Grabe getragen und etwa 30 Neugeborene mit klassisch nicht-österreichischen Namen als Neugeborene angemeldet werden. Die Bevölkerung tauscht sich aus oder wird vielmehr durch die Politik ausgetauscht. Wobei Politiker natürlich gewählte Repräsentanten des Volkes sind und daher auch notwendigerweise die Meinung der Repräsentierten vertreten und umsetzen (das ist zumindest die Theorie hinter repräsentativer Demokratie).

Wohlstand sowie Produktions- und Technikniveau werden angesichts dieser Entwicklungen nicht länger auf gewohntem Niveau gehalten werden können, dazu fehlen die Fachkräfte und vor allem die Einstellung der Menschen. Es hat ein immenser Kulturwandel stattgefunden, drei Jahrzehnte Sozialismus haben irreversible Spuren im Land hinterlassen. Leistungsfreude und -bereitschaft sind durch ein vermeintlich angeborenes Menschenrecht auf kostenlose Versorgung durch die sogenannte Allgemeinheit ersetzt worden. Die langfristigen Auswirkungen dieser Politik fangen jetzt erst zu wirken an. Gute Nacht Wohlstandsgesellschaft.

15 comments

  1. Mona Rieboldt

    Was ist das denn für ein Satz “….nicht …..Verschönerung des Lebensalltags in den eigenen vier Wänden mit Familie wird angestrebt, sondern gesellschaftliches Beisammensein an öffentlichen Orten”. Also man soll brav zuhause bleiben, nicht ins Café oder Restaurant gehen. Da wird ein Gegensatz von “eigenen vier Wänden und Familie” und Treffen in Cafés etc. konstruiert.

    Kapitalbildung bei Nullzinsen und bei höherem Kapital Negativzinsen, das verringert von selbst jedes Kapital. Lebt der Autor wirklich im Jahr 2016 oder hat er die 50er und 60er Jahren vor Auge?

    Und was die Leute mit ihrer Mindestsicherung machen, wo sie die ausgeben, geht niemanden was an, genau so wenig, was ich mit meinem Geld mache.
    Wem das nicht passt, muss halt diese Mindestsicherung ändern in Essensmarken oder ähnliches.

  2. Fragolin

    Bei Familienunternehmen gibt es die 3-Generationen-Regel: Einer baut es auf, sein Sohn hält es am Leben, der Enkel lässt es an die Wand fahren. Warum? Der es aufbaut, geht mit Herzblut vor, er will etwas erreichen und “sein Kind” möglichts großziehen; der Sohn sieht es als Vermächtnis seines Vaters, das es zu erhalten und zu pflegen gilt, deshalb geht nichts mehr voran, aber es überlebt, während es für den Enkel nur ein geschenkter Geldautomat ist, aus dem man abzapft ohne ein wirkliches Interesse am Unternehmen selbst zu entwickeln, also lässt man es uninteressiert den Bach runter gehen oder verscherbelt es im Sinne eines abgesicherten Müßiggangs an die jüngere Konkurrenz.
    Gesellschaftlich scheint es gleich zu sein. Eine Generation baut aus Blut und Asche ein Land auf, in dem es ihre Kinder einmal in Wohlstand und Frieden gut haben sollen, die Kinder schätzen diese Werte und erhalten sie und die Enkel verschleudern alles für Müßiggang.
    Warum ist das so? Wahrscheinlich, weil die erlebte Umwelt den Menschen prägt. Opa hat aus dem Nichts etwas erschaffen und jeden Fortschritt als Verbessrung seiner Lebenslage erlebt, Sohnemann wuchs bereits in einigem Wohlstand auf, wurde von Opa aber direkt zum Hochhalten der geschaffenen Werte erzogen, Enkerl dagegen erlebte Verhätschelung und – geprägt von Opas strenger Erziehung des Sohnes – Antiautorität und das Gefühl, es bei all dem hart Geschaffenen mit wohl erworbenen, ja als Selbstverständlichkeit ererbten Rechten zu tun zu haben.
    Wahrscheinlich gab es in der Vergangenheit deshalb auch im 3-Generationen-Rhythmus Zusammenbrüche des Wirtschaftssystems. Lange Friedensphasen bekommen uns nicht gut. Und wer nicht in den Krieg zieht, zu dem kommt er. Die Konkurrenz schläft nicht.

  3. Fragolin

    @Mona Rieboldt
    Der Unterschied ist wohl da zu sehen, wo früher die Menschen nach sechts Tagen harter Arbeit nach dem sonntäglichen Gottesdienst das Gasthaus frequentierten, um sich zur Belohnung für die Mühen auch mal ein gemütliches Zusammensein zu gönnen, und heute Massen an Menschen nichts anderes tun als jeden Tag, den der liebe Gott werden lässt, ihren Cappuccino auf Staatskosten zu schlürfen.
    Und ja, Essensmarken hat was. Aber erklären Sie mir mal bitte, wie ich das ändern soll? Die Partei, die so etwas andenkt, wähle ich gerne, aber was soll ich machen, wenn ich damit zu einer Minderheit gehöre?

  4. stiller Mitleser

    Die Beobachtungen über veränderte Bevölkerungsstruktur und anderes Konsumverhalten, auch Fragolins 3-Generationen-Theorie, stimmen. Frühere Generationen brachten es fertig, sogar noch von Mindesteinkommen etwas auf die Seite zu legen, und das war, aufgrund von Subsidiaritätsregelungen und viel geringerer Sozialhilfe auch nötig, denn jetzt wird auch Geld für Möbel, Bettzeug und Kleidung ausgezahlt – wenn man weiß, wie man richtig darum ansucht.
    Was im Artikel fehlt, sind die 1€-Shops für Haushaltsbedarf, die übrigens auch von inländischen Rentnerinnen mittlerweile gern genutzt werden, billige Kleider-und Schuhgeschäfte, türkische Läden für
    Handtücher und Teppiche und große Läden in denen man alles, wirklich alles, für den migrantischen Haushalt bekommt, von großen Elektrogeräten bis zu Plastikblumenarrangements. Und neben Nagelstudios florieren türkische Herrenfriseure, denn der akkurate Schnitt von Bart, Augenbraue und Schopf erfordert oftmalige Nachadjustierung (was bei einheimischen blonden Hipstern, aufgrund fehlenden Kontrastes von Haut und Haar für die Katz ist), ja und dann noch das shisha -Cafe und die Balkangrillerei und Cafes mit so aufwendig versenkbaren Glasscheiben, so daß man gleich weiß: von den paar Melanges können die sich aber nicht finanzieren.

  5. stiller Mitleser

    Hoppla: die dealer hab ich glatt vergessen, die gehören mittlerweile aber auch ganz organisch zum vorstädtischen Konsumangebot, so wie die großen halal-Lebensmittelgeschäfte, und die – viel selteneren –
    Läden mit Angeboten für die philippinische und indische Küche.

  6. Lisa

    @Fragolin: Auch Minderheiten können Recht haben! Hätte man kleinere Gemeinden mit Bürgern, die sich kennen, statt zunehmend und weltweit anonyme Grossstädte, würde es nicht mal Parteien brauchen – die absurde Aufteilung der doch eigentlich grundverschiedenen amerikanischen Wähler in Demokraten und Republikaner illustriert das schön, eine pseudodemokratische Wahl, mehr Medienspektakel als politisches Handeln, das zuallererst Vernunft sprechen lassen sollte. Mehrheitsbeschlüsse (zumindest in der CH ist das so) verlangen auch immer eine Beachtung der Forderungen der Minderheit, was den “Siegern” zwar die Macht etwas beschränkt, aber Groll und Unzufriedenheit der “Verlierer” in Schranken hält. (Anführungszeichen, weil eine Wahl immer noch ein Wahl und nicht ein Kampf sein sollte…) Eine Abstimmung, ob Nudeln oder Kartoffeln, Rindfleisch oder Fisch auf den Tisch kommen, mag der Ästhetik oder dem Geschmack des Menüs abträglich sein, wenn neben den mehrheitsbeschlossenen Nudeln auch noch zwei Kartöffelchen liegen oder der abgewählte Fisch zwar winzig ist und am Rande platziert wird, aber doch seinen Geruch etwas auf das Nudeln-Kartoffelgericht überträgt. Dass bei Kompromissen beide Verlierer sind, kann nur jemand behaupten, der stur an seinem “reinen” Menu festhält und nicht den hauptsächlichen Zweck der Mahlzeit im Auge behält: die Ernährung. Was ist also der Zweck eines politischen “Menüs”, eines Staates? MAn braucht nciht bei Hobbes und Locke nachzulesen, ein schlichter Hausverstand genügt: Recht und Freiheit der Bürger schützen, Sicherheit nach aussen bieten und grösstmögliche Gerechtigkeit im Innern gewährleisten. Dieses Grobziel wird nicht erreicht, wenn die Gesetze nur noch von Juristen interpretiert werden können, wenn Freiheit als rücksichts- und verantwortungsloser Egoismus verstanden wird, wenn die Grenzen nicht geschützt und die Bürger unter sich zerstritten sind – entweder wegen starker und nicht erklärbarer Unterschiede zwischn Arm und Reich, verschiedener Wertvorstellungen oder resignierter Statsverdrossenheit (aus Dummheit? Faulheit?) vieler, die dann , statt aktiv etwas zu verbessern, auf Wahlzetteln und an Demos ihre Wut herauslassen.
    zum Artikel: das ist in ganz Europa heute so: in jedem Städtchen, wo vor zehn Jahren noch kleinere Geschäfte und Handwerksbetreibe gab, sieht man heute nur Friseure, Nagelstudios, Hundesalons, Cafés und Eintagsfliegenboutiquen. Einkaufszentren auf der grünen Wiese sind nur per Auto erreichbar, die ohne Auto lassen sich per dhl, dpd, ups die im Netz bestellte Ware direkt ins Haus liefern. Alle sind offenbar zufrieden so, also, was solls?

  7. waldsee

    @fragolin
    es gibt kulturen,länder ,ethnien,die nur aus dieser “3. generation” bestehen und das schon sehr lange zeit.
    solche,sowie hochqualifizierte kebabspezialisten kommen in großer zahl um unseren 3.generationlern beizustehn.
    auch ö wurden menschen geschenkt,die
    finden sich dann in der thaliastrasse .

  8. Gerald Steinbach

    Vollverschleierung? Wie funktioniert das eigentlich im öffentlichen Leben, wie zB beim Geldabheben, bei einer Fahrzeugkontrolle, bei einen Amtsbesuch oder werden diese Frauen am öffentlichen Leben gar nicht teilnehmen, wo von ich ausgehe
    Man stelle sich vor ,beim Billa an der explizit eingerichteten Schweinefleisch freien Kassa sitzt so ein schwarzes Ungetüm

  9. EinfachSo

    Ich würde festhalten, dass die Veränderung im Einklang steht mit dem Werteverlust. Dieser ergibt sich aus der politisch korrekten Umerziehung gemäß Marxismus , demnach traditionelle Werte nicht nur keine Bedeutung haben, sondern konterrevolutionäre Energie in sich vereinen würde. Dadurch vermehrt sich nicht nur die Gleichgültigkeit, der Egoismus und die Verleugnung der eigenen Kultur zugunsten einer gleichermaßen niveaulosen wie nivellierten Gesellschaft. Die Zuwanderung, die ja ganz andere Traditionen leben, diese auch aufrecht halten und die ja mittlerweile durch politischen Protektionismus in Wien bereits die bisherige Bevölkerung dominieren dürfen, führen zu den Veränderungen etwa im Bereich des Handels: wer jemals im “Orient” war, wird in der Ottakringer und auch in der Thaliastraße, die im Artikel als Beispiele angeführt wurden, typische Ladensstrukturen dieser Länder wiedererkennen.

    Und für die ghettoisierte Altbevölkerung schafft man im Gegenzug nach amerikanischen Muster “Einkaufstempel”, in die sie pilgern sollen/müssen/dürfen. Ob diese Temple allerdings wirtschaftlich überleben werden/können, wird sich zeigen (siehe Gasometer…). Mit dem finanziellen Ausbluten der Altbevölkerung zugunsten der hinzukommenden Bevölkerung kann es sein, dass sich das nicht ausgehen wird.

  10. Gerald Steinbach

    In einen Münchner Stadtteil bauen sie eine Mauer um die Anrainer vor den Flüchtlingsheim zu schützen, offiziell richtet sich der Schutz nur auf den Lärm
    Bei 160 Jugendlichen Asylwerber, wahrscheinlich 99,9 Prozent Junghengste werden die Eltern ihre Töchter gut verwahren müssen, viel Spaß beim kulturellen Austausch

    http://diepresse.com/home/panorama/welt/5113927/Munchen_Mauer-soll-Fluchtlingsheim-von-Siedlung-trennen

    interessant das der Mauerbau überhaupt gestattet wurde,…aber der bevorstehende Lärm machts möglich

  11. Gerald Steinbach

    Der Grüne Politiker hat eine sensationelle Analyse parat

    “”sagte Bucholtz am Montag der Deutschen Presse-Agentur. “Das ist ein Signal: Man schottet die Flüchtlinge ab, weil man sie eh nicht haben will.”

    Ah geh……

  12. Mona Rieboldt

    Sokrates9
    Es hat nichts mit den einfachen Leuten zu tun auf Haiti, aber mit der Korruption der Regierung. Es ist doch so, in den reichen Ländern spenden meistens die ärmeren Leute für die Reichen der armen Länder.

    Als damals bei dem Erdbeben in Haiti dermaßen viel gespendet wurde, hat sich “Brot für die Welt” erst mal einen neuen Fuhrpark zugelegt. Trotz der vielen Spenden saßen die Leute noch nach einem Jahr in Zelten. Und man fragt sich, wo ist denn das viele Geld der Entwicklungshilfe hingegangen? Jedenfalls nicht zu den einfachen Leuten. Wo aber ist das Geld versickert?

    Die dominikanische Republik ist touristisch attraktiv und es gibt auch was zu sehen. In Haiti gibt es halt nichts für Touristen. Mit der Mentalität der Leute auf Haiti hat es nichts zu tun, es sind ja keine anderen Menschen in der dominikanischen Republik. Auf Haiti hat ja schon “Baby Doc” und sein Vater das Land ausgeplündert.

  13. EinfachSo

    @Mona Rieboldt: Prinzipiell ist es leider so, dass man in Länder wie Haiti keine Hilfsmittel senden muß, sondern Arbeitskräfte! Aus eigenem Antrieb wird dort nichts geschehen; Hilfsmittel werden höchsten irgendwo vergammeln.

    Sehen Sie sich doch die Situation an: aus den Restbeständen nach dem Erdbeben hätte längst Neues geschafft werden können, hätte nur jemand gewollt. Aber nein: man kann die Bevölkerung beim Nichtstun beobachten, beseelt von der Erwartung, dass andere das tun, was notwendig ist.

    Sie können dieses Verhalten übrigens auch in der Elfenbeinküste sehen. Da war ich geraume Zeit und mußte lernen, dass Schwarzafrika vollkommen anders tickt als die (noch) (zum Teil) leistungsorientierte weiße Bevölkerung in Europa bzw. in den USA. Ich bin übrigens dann völlig entnervt wieder abgereist bevor ich mir angesichts der wild wuchernden Korruption und latenten Untätigkeit Rassismus hätte vorwerfen lassen müssen.

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