“Guten Morgen, Herr Professorin!”

Von | 5. Juni 2013

“…Das ist ein Novum in Deutschland: Nach 600 Jahren Männerdominanz schwenkt die Uni Leipzig radikal um und setzt nur noch auf weibliche Bezeichnungen: Der Titel “Professorin” gilt künftig auch für Männer. …” (“SpOn“)

25 Gedanken zu „“Guten Morgen, Herr Professorin!”

  1. KClemens

    Dumm nur, daß die zukünftigen Studenten auf dem Weg zur Uni die Floskel Herr Professorin als Grammatikfehler überall rot angestrichen bekommen.

  2. Mourawetz

    Bitte, wenn sie das glücklich macht, nur zu. Dabei war doch eh schom immer die Lehrkraft weiblich. Auch Männer wurden und werden als die Lehrkraft angesprochen, was diese jedoch nicht sonderlich gekümmert hat. Umgekehrt können Frauen offenbar nicht mit dem grammatikalischen Männlichen umgehen. Frauen haben damit, so scheints, ein ziemliches Problem. Als Mann fragt man sich nur: welches?

    Übrigens im Restaurant ist die Professorin weiterhin ein Gast und keine Gästin. Wahrscheinlich wird auch dieser grammatikalische Unfall noch auf uns zu kommen.

  3. Thomas Braun

    Das Wort “Professor” kann für den Berufsstand stehen, dann ist es geschlechtsneutral (so wie “Gast”, “Lehrling”, “Führungskraft” usw.) oder einen Mann beschreiben, der an der Uni lehrt. (“Der Professor hat einen Bart.”). Will man eine Frau Professor wegen ihres “Frauseins” beschreiben (“Die Professorin trägt einen neuen Rock.”), ist die Bezeichnung “Professorin” korrekt.

    Selbiges gilt für Mitarbeiter, Arbeitnehmer, Bürger usw. Nur weil ein Wort auf “-er” endet, heißt das nicht, dass damit ein Mann gemeint ist. Männer UND Frauen können die Rolle eines Arbeitnehmers einnehmen. Genauso wie auch Männer “einE” Führungskraft sind (obwohl das Wort weiblich ist).

  4. Samtpfote

    So lange sich C.O. nicht Herr Bloggerin nennt….
    im übrigen: einfach ignorieren.

  5. Thomas Holzer

    @Mourawetz
    Es heißt auch schon immer DIE Führungskraft;
    aber wenn Universitäten und Parlamentarier sonst keine Probleme haben, muß man dies natürlch als erstes lösen 😉

  6. Christian Peter

    Warum nicht, Frauen werden doch auch mit Frau Professor bzw.
    Frau Doktor angesprochen ?

  7. Herr Karl jun.

    Jüngst schrieb ein 14-Jähriger an einer respektablen Wiener Schule im Deutsch-Aufsatz über “Kochlehrlinge und Kochlehrlinginnen”…. Ein amüsantes Beispiel dafür, wie die sprachliche Genderei ungewollt eine Art Grundverwirrung offenbart.

  8. Mourawetz

    @Thomas Braun
    Oder das “Ich bin eine Amtsperson”, das gerne von Beamten und Beamtinnen gleichermaßen ausgerufen wird, um nach Autorität zu heischen. Nicht auszudenken, wenn Amtsperson männlichen Grammatikgeschlechts wäre. Das wär schon in “Ich bin eine Amtspersonin!” eingegendert. Aber so natürlich. No Problem.

    Ich spreche natürlich nur von einem bestimmten Typus Frau, der mit dem grammatikalischen Geschlecht auf Kriegsfuß steht. Allerdings ist er weit verbreitet, tritt quer durch alle Bildungsschichten auf, auch in der Mensa, jede kann vom Morbus Feminismus betroffen sein. Holzauge sei wachsam. Heilungschancen eher gering.

  9. Rennziege

    @Herr Karl jun.

    Muss es heutzutag’ nicht “von reaktionär-kapitalistischen Blutsauger_Innen ausgebeutete Köchinlehrlingin” heißen?

  10. Schnabeltierfresser

    Da war ich ja meiner Zeit weit voraus! Als wir (Männer) seinerzeit beim Independentradio einen Anschiss bekamen, weil wir immer nur unsere “Hörer” begrüßten (“habt ihr keine Hörerinnen?”), stellten wir auf “Hörerinnen”. Nie hat sich darüber ein Mann beschwert. 🙂

  11. Der Grenzwolf

    Wenn diese verrückten Betreiber solchen Unsinns nicht auch in andere Bereiche des Lebens so massiv und militant Einfluss nehmen würden, könnte man das tatsächlich ignorieren.
    Viel schlimmer sind jene “Eingriffe”, welche Lebensraum und Natur betreffen. Denn auch dort setzen diese Figuren aus der Gutmensch-Abteilung immer wieder deren militanten Wahnsinn durch.

    Denn formieren sich die Betreiber für allen Wahnsinn alle Gruppen aus dem großen Pool der Gutmensch-Abteilung. Und genau bei diesen gilt es, mitten in die “Zentrale” einzudringen, und diese lahm zu legen. Nur so kann Schlimmeres verhindert werden. Weil Schlimmeres wird kommen, wenn man diese noch weiter hofiert, und sich deren Wahnsinn anschließt.

  12. Sven Lagler

    Legendär ist der Besuch von Jan Fleischhauer im Film „Unter Linken“ bei dem Treffen der Grünen Jugend.
    Dort hat er deren Vorsitzende gefragt, ob es korrekt Vergewaltiger_innen heißen muss, was diese bejaht hat.
    Stimmt nicht, denn jetzt wissen wir es muss der Vergewaltigerin heißen, oder etwa doch der Vergewaltigin weil er verpönt ist ???

    Um diese und ähnliche Missverstände, sowie politisch inkorrekten und tradierten überholten diskriminierenden Sprachgebrauch endgültig aus dem Weg zu räumen, empfiehlt sich der Ersatz der Deutschen Sprache durch Englisch.
    Progressiv Intellektuelle können sich mit Mandarin in Wort und Schrift vom Pöbel abheben.

    Die dadurch überflüssigen Übersetzerinnen der EU(diese Bezeichnung geht hoffentlich noch ohne Diskriminierungs- bzw. Verhetzungsvorwurf durch) können dann für die Schaffung des Weltfriedens im allgemeinen und zur Schaffung von mehr Verteilungsgerechtigkeit im besonderen eingesetzt werden.

  13. KClemens

    Der Grenzwolf :
    Wenn diese verrückten Betreiber solchen Unsinns nicht auch in andere Bereiche des Lebens so massiv und militant Einfluss nehmen würden, könnte man das tatsächlich ignorieren.
    Viel schlimmer sind jene “Eingriffe”, welche Lebensraum und Natur betreffen. Denn auch dort setzen diese Figuren aus der Gutmensch-Abteilung immer wieder deren militanten Wahnsinn durch.

    Aktuell zu bestaunen an der erneut abgesoffenen historischen Altstadt von Grimma. Dort haben es 2 Bürgerinitiativen einen effektiven Hochwasserschutz bisher zu verhindern gewusst.

    http://www.spiegel.de/panorama/hochwasser-in-grimma-wieso-die-schutzmauer-nicht-fertig-wurde-a-903738.html

  14. Mona Rieboldt

    Ich dachte ja, das Ganze sei eine Satire. Wie gut muss es einem Land gehen, dass diesen Genderunsinn mit macht und hat diese Uni in Leipzig nichts Besseres zu tun, als so einen offensichtlichen Schwachsinn einzuführen? Inzwischen wundert mich langsam aber nichts mehr.

  15. Mourawetz

    Sven Lagler :
    …empfiehlt sich der Ersatz der Deutschen Sprache durch Englisch.

    Dessen seien Sie sich nur nicht so sicher. Der Genderwahn macht auch vor dem Gebrauch der Englischen Sprache nicht halt. Mir ist schon UserIn (!) untergekommen. Hilfe, Krankenschwesterin! Die sind alle verrückt geworden!

    @Thomas Holzer
    Im Lösen nicht-existenter Probleme haben jene Frauen den angemessenen Grad ihrer Lösungskompetenz gefunden.

  16. Thomas Holzer

    @Mourawetz
    aber angeblicher Weise kam der Vorschlag für diese Bezeichnung von einem(r) männlichen PhysikprofessorIN! 🙂
    Verzeihung, aber ich weiß jetzt nicht mehr, wie man das korrekt in Neudeutsch/Geschlechtsdeutsch schreibt/tippt

  17. Thomas Holzer

    @Mourawetz
    hat schon eine Schweizer SP Abgeordnete vorgeschlagen: DAS Eltern 🙁

  18. norbert bender

    Na, dann nur mehr Verbrecherinnen, Faschistinnen, Versagerinnen –
    DIE Dummheit hatte ja immer schon das richtige Geschlecht.

  19. feldscher

    dazu ein älterer Beitrag aus der k.u.k. Monarchie; Gerichtsakt: “Der Dienstbote verklagte die Ordonnanz, dass sie ihn geschwängert habe”

  20. Vin

    Traurig, dass sich die Frauen heutzutage scheinbar darüber definieren und es als Erfolg sehen, wenn an jedem Nomen ein -IN stehen muss. Selbiges gilt für Quoten. Denkt eine Frau, die über eine Quote in eine (leitende) Position zitiert wird von sich sie hätte Erfolg und wäre am rechten Platz? Ich würde mir an dieser Stelle diskreditiert vorkommen, in dem Gewissen, dass ich nicht fähig war mir diese Position zu erarbeiten und nur aufgrund eines Zwangs in einer solchen Position bin. Traurig!!!

    Abgesehen davon, so schlecht wie es derzeit um die deutsche Sprache in so mancher gesellschaftlichen Schicht steht, würde ich es nicht unterschreiben, dass es sich eine Hochschule leisten kann, Deutsch noch weiter derart zu verhunzen.

  21. KClemens

    Vin :
    Traurig, dass sich die Frauen heutzutage scheinbar darüber definieren und es als Erfolg sehen, wenn an jedem Nomen ein -IN stehen muss. Selbiges gilt für Quoten. Denkt eine Frau, die über eine Quote in eine (leitende) Position zitiert wird von sich sie hätte Erfolg und wäre am rechten Platz? Ich würde mir an dieser Stelle diskreditiert vorkommen, in dem Gewissen, dass ich nicht fähig war mir diese Position zu erarbeiten und nur aufgrund eines Zwangs in einer solchen Position bin. Traurig!!!
    Abgesehen davon, so schlecht wie es derzeit um die deutsche Sprache in so mancher gesellschaftlichen Schicht steht, würde ich es nicht unterschreiben, dass es sich eine Hochschule leisten kann, Deutsch noch weiter derart zu verhunzen.

    Die Gruppe der Frauen, die sich über so etwas artikulieren oder darstellen müssen, ist verschwindend gering, erzeugt aber einen Krach, als seien sie die Bevölkerungsmehrheit.

    Widerlich sowas!

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