Hans Niessl herzlichst gewidmet

Das Gegenteil von (politisch) ‚links‘ ist nicht ‚rechts‘ – und das Gegenteil von rechts ist nicht links. Der braune Sozialismus war und ist nur eine Variante des roten Sozialismus. Das Gegenteil von ‚links‘ (und von ‚rechts‘) ist: ‚freiheitlich‘ und ‚offen‘, sowie ‚rechtsstaatlich‘ im ursprünglichen Sinne des Wortes. Und freiheitlich, offen und rechtsstaatlich bedeutet zugleich: So viel persönliche und private Entscheidungsautonomie des Bürgers als möglich. Und das wiederum heißt zugleich: So wenig Staat und Politik als überhaupt möglich, und so wenig Parteien- und Funktionärskompetenzen als gerade noch denkbar. (Roland Baader)

74 comments

  1. Syria Forever

    Shalom Herr Felsberger.

    Leid? Wir sind glückliche Menschen! Wir dürfen weitermachen! Wir sind in Sicherheit und bei bester Gesundheit. Auch habe ich das Glück einer Partnerin die Dinge übernimmt die ich nicht mehr leisten kann. Nein, Leid sieht anders aus.
    Wir alle müssen mit Einschränkungen leben. Wir können zur Zeit, als Beispiel, viele Länder nicht besuchen, das würde zur Hinrichtung meiner Frau führen.

    Persönlich kann ich Herrn Holzer und viele andere hier sehr gut verstehen. Alles liegt im Auge des Betrachters und vieles liegt im argen in Europa und nicht anders in Österreich.

    Wenn O.d.S. schreibt, “liquidiert”, dann ist das nicht von der Hand zu weisen. Dazu müssten Sie Bücher meiner Frau lesen welche selbstverständlich in keiner Westlichen Sprache erhältlich sind.
    Eine kleine “Verschwörungstheorie” vielleicht?
    Kürzlich musste unser Globe, in kurzen Abständen, den Verlust wertvollen Lebens hinnehmen.
    Oktay Sinanoglu und kurz später, John Forbes Nash inklusive Gattin (die Gattin Oktay Sinanglus hatte etwas mehr “Glück”).
    Sie sollten die letzten Bücher und Ausführungen der Herren lesen. Speziell Oktay Sinanoglu ist hervor zu heben.

    Wir sitzen in der ersten Reihe und dürfen beobachten wie die Welt neu verteilt wird. Die Geschichtsbücher werden über “Weltgeschichte” berichten. Nicht auf Grund der Neuverteilung. Nein. Die Geschichtsbücher werden berichten wie es dazu kam das die Erdbevölkerung um %50, anders als meine Frau bin ich der Meinung es werden bis zu %70 sein, dezimiert wurde.

    Schönen Sonntag.

  2. Astuga

    Ich denke, man muss und kann aber sehr wohl unterscheiden zwischen Zwängen (Konformitätsdruck etc), die sich zwangsläufig ergeben, etwa weil sie einem technologischen Fortschritt inhärent sind (der historische Zwang zur Pünktlichkeit wegen Fabriksarbeit, regelmäßige Zugpläne etc.), oder die der Gesellschaft aus ideologischen Gründen von außen auferlegt werden (Multikulti, Genderismus bzw Kamf gegen Heteronormativität, PC etc).
    Als Bspl. Man kann eben eine kurzsichtige Asylpolitik betreiben, oder eine wie Australien.

    Und @Thomas Holzer – Wenn es die Schweizer schaffen, dann ist es auch in Österreich möglich.
    Ich halte wenig von der Überzeugung, dass Politiker klüger wären als die Bürger.
    Die politische Erfahrung kann das nicht belegen.

  3. Thomas Holzer

    “……….dass Politiker klüger wären als die Bürger.”

    Habe ich nie behauptet! 😉

  4. A.Felsberger

    Jemand, der dem Konformitätsdruck nachgibt, ist “schwach”. Er mag seine Gründe dafür haben: Angst, Eitelkeit, ein Pflicht- und Gehorsamsbedürfnis. Ich halte nichts davon, diesen “Schwachen” als “böse” zu brandmarken. Er ist es nicht, er ist nur ein Blättchen im Wind, das sich treiben läßt. Jemand, der dem Konformitätsdruck widersteht, ist “stark”, aber noch lange nicht “gut”. Er hat nur eine persönliche Geschichte, die ihm dies erlaubt. Aufgabe des “Starken” ist es, den “Schwachen” nicht als “böse” zu beschimpfen, sondern – unter Berücksichtigung seiner persönlichen Defizite – ihm Selbstbewußtsein zu geben. Wenn die “Starken” bloß dazu übergehen die “Schwachen” zu beschimpfen, dann verpufft ihre Energie, dann bewegen wir uns keinen Milimeter weiter. Man appeliert nur an die Eitelkeit dieser Leute und ruft das Gegenteil hervor, was man bezweckte. Stark oder schwach zu sein, hat sehr wenig mit der persönlichen Stellung in der Gesellschaft zu tun, dafür umso mehr mit Stolz. Zu oft geben sich die “Starken” der Illusion hin, dass ihr Stolz sie zu “Besserem” beruft. Weit gefehlt, das ist nur der Weg in den Faschismus.

  5. Thomas Holzer

    Ein allfällig vorhandener Konformitätsdruck kommt aber unseren Politikerdarstellern sehr zupass.
    Nicht umsonst wird in (fast) allen, und vor allem in den unnotwendigen, Belangen, immer auf Staaten verwiesen, welche dies und/oder jenes schon vor Jahren gesetzlich geregelt haben, “wir” daher “nachhinken” und doch endlich aufschließen müssen.
    Das typische Verhalten der Lemminge.
    Weil z.B. Irland, Schweden, oder Botswana etwas schon seit Jahren geregelt hat, und ca. 30 andere Staaten auch, muß das in Österreich nun auch geregelt werden, weil sonst wären wir ja nicht “fortschrittlich”

  6. A.Felsberger

    Herr Astuga: Sie machen hier Unterscheidungen, die nicht existieren. Die Geschichte der Neuzeit ist eine Geschichte der Normierung, die vom Markt, Technologie, Demokratie, Schulsystem, Strafsystem, Militär über Bürgerrechte bis zur Emanzipation der Frau alles erfaßt. Man kann nicht hergehen, sich das eine als positiv herausrauspicken und das andere zurückweisen. Das ist naiv. Es ist nur die Gesamtheit, die zählt.

  7. Thomas Holzer

    Die Aufgabe für die Starken wäre es eigentlich, eben diese Schwachen zu schützen, was aber leider nur in den seltensten Fällen geschieht; meistens springen die vermeintlich Starken, also “unsere” Politikerdarsteller auf den Zug derer auf, welche sich dem Zwang verschrieben haben

  8. A.Felsberger

    @ Holzer: >wir daher nachhinken<. Genauso ist es, genauso bewegt sich die Welt.

  9. A.Felsberger

    Unsere Politiker sind “Schwache”. Das liegt wohl auf der Hand: Sie geben jedem Druck nach und gehorchen, bevor sie überhaupt müßten. Die Kunst ist: zu lavieren. Man kann als Politiker sich nicht auf stur stellen, man muß immer Zugeständnisse machen. Aber man kann durch Schläue diese Zugeständnisse verzögern, abmildern, usw.

  10. Thomas Holzer

    Daß die Frau in ihrer Emanzipation (noch immer) von fremden, bösen Mächten normiert wird, wird den “Vertreterinnen” der Frauen aber gar nicht gefallen.
    Und weder Tschänderei noch Quote (um nur 2 Beispiele zu nennen) haben auch nur irgend etwas mit einer notwendigen Normierung zu tun, diese sind rein politisch gewollt, sprich absolute Willkür

  11. Thomas Holzer

    “die Welt” bewegt sich nur deswegen so, weil es gewisse Politikerdarsteller so wollen!
    Diese Entwicklung ist weder Gottgegeben noch zufällig

  12. Syria Forever

    Herr Holzer,

    (…)Die Aufgabe für die Starken wäre es eigentlich, eben diese Schwachen zu schützen,(…), so gibt es die Evolution vor. Evolution gibt auch vor, dass Herdentiere klaren Strukturen folgen. Sehe Sie Strukturen? Sehen Sie, wie es Evolution vorgibt, dass es klare Trennung gibt? Trennung zwischen Alpha/Beta?
    Die Welt ist aus den Fugen nicht auf Grund von politischen Idioten, Kriegshetzern oder Religionen sondern auf Grund fehlender Hierarchie, oder besser, die Hierarchische Pyramide wurde einfach auf den Kopf gestellt.

  13. A.Felsberger

    @Holzer: Sie fallen schon wieder in das alte Muster zurück. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass irgendein dahergelaufener Politiker “Macht” hätte. Er exekutiert bloß, was ihm als Konformitätsdruck vorgeben ist, mehr tut er nicht. Ein Napoleon, der selbst normiert anstatt normiert zu werden, kommt nur alle 200 Jahre. Und selbst dann, müßte man das Verhalten eines solchen “Starken” genauer hinterfragen…….

  14. Thomas Holzer

    Und wer! gibt den Konformitätsdruck vor?
    die unsichtbare Hand der Konformität?
    Diese unsichtbare Hand hat dann wahrscheinlich auch Mao vorgegeben, alle Chinesen mit der “Mao-Bibel” zu versorgen und in das gleiche Gewand zu stecken……weil Macht hatte er ja keine

  15. Astuga

    @A. Felsbeger “Man kann sich nichts herauspicken…”

    Ach, Sie glauben ans Schicksal?
    Dann benötigen wir ja Politik als öffentliches Gut ohnehin nicht mehr, wenn quasi alles zwangsläufig und unabänderlich geschieht.
    Kismet, wie der Orientale sagt.

  16. A.Felsberger

    Schauen Sie, Herr Holzer: Unser Denken ist viel zu sehr auf die Jahre 1915-1955 fixiert. Das waren Jahrzehnte extrem geringen Konformitätsdrucks. Es gibt Begründungen, warum das so war, aber letztendlich sind sie nur Spekulation. Die Neuzeit besteht nicht aus den Jahren 1915-1955, sondern von 1500-heute, und was wir jetzt erleben: ist das große, allgemeine Gesetz der “Anpassung”. Hören Sie sich doch mal die Rede Hitler`s zur Note von US-Präsident Roosevelt 1939 an, die Art wie er sie lächerlich machte (“Dieser Herr wird nie Europa betreten”), und sie begreifen sofort: dass diese Zeit “kontinentale Freiheitsgrade” hatte, die wir heute gar nicht mehr kennen. Sagen Sie heute als deutsche Bundeskanzlerin: Dieser Herr Chinese, dieser Herr Amerikaner, usw. wird nie Deutschland betreten, und Sie machen sich höchstens lächerlich.

  17. A.Felsberger

    Schauen, sie Herr Astuga: Nehmen Sie doch ein Kind, das aus einem Kuchen, den die Mutter gemacht hat, nur die Rosinen rauspicken will. Was wird aus diesem Kind werden? Ein verzogener Lümmel! Das Kind hat die Wahl den Kuchen zu essen oder ihn nicht zu essen, aber Rosinen rauspicken, das geht nicht! Und genauso geht`s uns Österreicher. Wir können uns diesem weltweiten Anpassungsprojekt stellen oder nicht, wir können ihn annehmen oder ablehnen. Aber Rosinen rauspicken, zu sagen: ich möchte an dieser Welt reich werden, mich aber ihren Gesetzen nicht fügen, das spielt´s nicht. Es steht ihnen natürlich frei, diesen Traum zu träumen.-) Gehört werden sie von niemanden werden…….

  18. Thomas Holzer

    “Das waren Jahrzehnte extrem geringen Konformitätsdrucks”

    Da haben Sie vollkommen recht; sieht man sich die Filmaufnahmen, egal aus welchem Land, dieser Zeit an, wimmelt es nur so von Individualisten(das meine ich ironisch)

    Nur weil die Normierung des Duschkopfes noch nicht angedacht war, gab es damals einen extrem geringen Konformitätsdruck……..

    Eigenartiges Geschichtsverständnis, mit Verlaub

  19. Thomas Holzer

    “Gehört werden sie von niemanden werden…….”

    Deswegen: auf zur Weltregierung, dann wird alles gut………….

  20. A.Felsberger

    Schauen Sie, Herr Holzer: Die Welt ist aus den Fugen, niemand kann das schön reden. Es gibt für diesen Koloss auch keine “Heilung”, wie dann für ein Land wie Österreich? Man kann sich klüger oder dümmer in diesem Gemetzel anstellen, mehr ist nicht d`rin. Ich plädiere halt für ein “klüger”, um die Schmerzen abzumildern. An die große Weltheilung glauben nur Phantasten. Zu viele Menschen haben sinnlos Energie in diese Richtung vergeudet. Sie hat zu Schlagworten und ideologischen Begriffen geführt, geändert hat sich nie etwas. Konkret würde ich mir erwarten: den Raum Österreich zu schützen. Nur setzt dies voraus sich mehr von der Welt zu distanzieren als es den meisten recht ist. Hier sind doch überall Lügner am Werk, die behaupten, man könne reich bleiben und sich trotzdem abschotten. Nein, wenn man den Weg der Reduktion auf sich selbst geht, wird man auch die Konsequenzen tragen müssen, die in Wohlstandsverlust und Isolation münden. “Erfolgreich” mitspielen zu wollen in diesem Gemetzel, sich bereichern an diesem Welttheater ist die größte Lebenslüge, die es gibt! Man wird Geld finden, aber Krieg ernten.

  21. Syria Forever

    Herr Felsberger,

    heute sind Wahlen in der Türkei somit darf ich meinen Platz nicht verlassen und wenn es erlaubt ist möchte ich gerne den Schatten des Krieges etwas lichten.
    Auseinandersetzungen und Bürgerkriege werden nicht zu verhindern sein doch einen flächendeckenden Krieg, denke ich, wird Europa nicht erleben. Dazu fehlen Europa einfach die Mittel.
    Fahrzeuge brauchen Betriebsmittel und diese sind in Europa nur in sehr spärlicher Form vorhanden. Europa ist auf Zulieferungen angewiesen. Doch woher nehmen? Europa hat bald keine Freunde mehr, speziell Freunde mit Bodenschätzen.

    Guten Nachmittag.

  22. A.Felsberger

    >Auseinandersetzungen und Bürgerkriege werden nicht zu verhindern sein doch einen flächendeckenden Krieg, denke ich, wird Europa nicht erleben.> So sehe ich es auch: Es wird Kleinkriege geben, sinnlose Scharmützel. Und einen (europäischen) Staat, der vorgibt dies verhindern zu wollen.

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