Hans Niessl herzlichst gewidmet

Das Gegenteil von (politisch) ‚links‘ ist nicht ‚rechts‘ – und das Gegenteil von rechts ist nicht links. Der braune Sozialismus war und ist nur eine Variante des roten Sozialismus. Das Gegenteil von ‚links‘ (und von ‚rechts‘) ist: ‚freiheitlich‘ und ‚offen‘, sowie ‚rechtsstaatlich‘ im ursprünglichen Sinne des Wortes. Und freiheitlich, offen und rechtsstaatlich bedeutet zugleich: So viel persönliche und private Entscheidungsautonomie des Bürgers als möglich. Und das wiederum heißt zugleich: So wenig Staat und Politik als überhaupt möglich, und so wenig Parteien- und Funktionärskompetenzen als gerade noch denkbar. (Roland Baader)

74 comments

  1. Thomas Holzer

    Nicht mit allem, was der Herr Baader sagt, hat er recht (sic!) 😉
    Auch wenn es ab und zu sehr bequem sein kann…….

  2. Herbert Manninger

    @T.Holzer
    Und warum hat hier Baader nicht recht?
    Gibt’s Argumente?

  3. Syria Forever

    Shabbat shalom Herr Holzer.

    (…)Der braune Sozialismus war und ist nur eine Variante des roten Sozialismus(…).
    Wo liegt hier der Fehler?

    Guten Samstag Herr Holzer.

  4. A.Felsberger

    Was wollt ihr eigentlich? Freier Weltmarkt mit freier Bewegung der Waren und Menschen? Niederlassungsfreiheit auf der ganzen Welt? Import und Export aller nur erdenklichen Waren? Vagbundentum aller? Ist es das, was ihr wollt? Dieses schöne Gequatsche von “Freiheit” und “Rechtsstaatlichkeit” soll sich endlich mal der Tatsache stellen: dass dieses Land im Chaos versinkt! Also: Was wollt ihr? Wie steht ihr zum Weltmarkt? Zur Niederlassungsfreiheit? Von Phrasen kann kein Mensch leben…..

  5. Weninger

    Das Problem ist dass es irgendwie halb stimmt: Die Wurzeln der FP sind: bürgerlich freiheitlich national, aber zugleich heute sozial und am “kleinen Mann” orientiert. Aber natürlich darf man den Unterschied zwischen einem eher international ausgerichteten Sozialismus und einem auf “Rasse” und “Kultur” reduzierten nationalen Kollektivismus eben nicht kleinreden. SOnst könnte ich natürlich auch den Bauernbund mit denm Reichsnährstand und den ÖAMTC mit dem NSKK vergleichen. Jede Partei und Bwegung hat kollektivistische Elemente. Den reinen Liberalen gibt es in dieser Form nicht mehr, diese Lehre funktioniert nur, wenn in einem Land 2 oder 3 % der Menschen überhaupt das Stimmrecht ausüben dürfen (Österreich-Ungarn zwischen 1860 und 1890). Die Frage ist, ob wir zu diesen Zeiten wirklich zurückkehren wollen oder ob wir da nicht etwas mythisch verklären, wozu manchen wie Herr Holzer (no offense meant) ja mitunter neigen.
    Alles in einen Topf zu werfen, was einem nicht gefällt, ist natürlich auch leichter, Herr Syria forever.

  6. Thomas Holzer

    Rechts stand schon immer -bis es die vereinigte Linke schaffte, durch permanente Indoktrinierung die Tatsachen zu verfälschen- für Freiheit, links steht für Knechtschaft.

    Der Materialismus, der Determinismus, der Kollektivismus, der Etatismus, das identitäre (sic!) Streben (vulgo die “Gleichschaltung”, die Gleichheit), der antipluralistische Haß auf Individualität, Persönlichkeit und jedes Abweichen von der vorgegebenen Norm. Sie alle sind links.
    Der zum Untertan degradierte Mensch soll eines der uniformen Rädchen im Räderwerk sein, sich widerstandslos einfügen und seinen ihm vom roten Leviathan gestellten Aufgaben restlos und widerspruchslos “gerecht” werden.

  7. Weninger

    Sie Romantiker! nach dieser Ihrer Definition hat es dann aber noch nie eine rechte Partei gegeben. Und auch in den von ihnen geliebten Monarchien in vordemokratischer Zeit war “der zum Untertan degradierte Mensch nur eines der uniformen Rädchen im Räderwerk”, das beliebig in Kriegen für Territorialerweiterung und zu Finanzierung derselben nach der göttlichen Gnaden Hoheit höchstem Belieben verheizt werden durfte.
    Und dann die späte Habsburgermonarchie der Lieblinsgtopos aller Romantiker, was war das anderes als ein materialistsischer, staatsbürokratisch, militärisch letztlich unfähiger Koloss auf tönerenen Füßen?

  8. Syria Forever

    Shabbat shalom Herr Weninger.

    Das ist falsch. Es ist besonders schwierig alles, wenn mit Fakten hinterlegt, in einen Topf zu werfen.
    Sozialismus ist ein besonderer Fall. Interessant daran sind die Ähnlichkeiten zum Christentum, als monotheistische Religion Eckpfeiler des Totalitarismus.
    Alles begann mit einem Apfel… Besuchen Sie die USA und erforschen die Geschichte des Apfels in den USA und Sie werden den Beginn des “Sozialismus” finden.

    Guten Samstag Herr Weninger.

  9. A.Felsberger

    Herr Holzer: Sie antworten nie, sie reden immer nur in Phrasen. Dieses Land hat konkrete Probleme, die unmittelbar aus “Freiheit” entspringen: Überalterung, weil die “Freiheit” des Einzelnen es will keine Kinder mehr zu bekommen und lieber in Saus und Braus zu leben, überbordende Zuwanderung, weil es “Freiheit” heißt sich zu jeder Zeit und überall auf dieser Welt niederzulassen, Unregierbarkeit im Kleinen, weil Freiheit aller Konformität und einheitliche Regeln verlangen.. Das interessiert Sie einen Dreck, sie schwafeln lieber weiter vom “antipluralistischen Hass von Liberalität”. Was soll das? Tragen Sie etwas zur Problemlösung bleiben oder lassen Sie es sein……..

  10. Weninger

    Das Problem ist wohl eher, dass man mit dem Begriff des “Sozialismus” alles und nichts sagen kann.
    Jeder Staat seit Beginn der modernen Demokratie hat sozialistische Elemente, und das hat nichts mit den gleichnamigen Parteien zu tun. Letztendlich ist jede Gesellschaft “sozialistisch”, wenn ich nicht selbst versorgen könnende Mitglieder derselben betreut und unterstützt werden. Der Traum, das jeder für sein Alter und Krnakheit selbst vorsorgen kann, hat sich seit dem Ende der bäurlichen Lebensformen und Großfamilien in Luft aufgelöst. Soll man das nur bedauern?

  11. A.Felsberger

    Bravo, Herr Weninger! Endlich eine Stimme aus der “realen Welt”. Diese Holzkopf-Träumereien, die hier ablaufen, sind einfach nur mehr peinlich.

  12. Fragolin

    Die Frage ist nicht “links” gegen “rechts” sondern “individualistisch” gegen “kollektivistisch”.
    Man kann politische Richtungen nicht nach willkürlicher Sitzplatzverteilung vor 100 Jahren einteilen sondern nur nach ihren Inhalten. Der kollektivistische äußerste Rand ist das kommunistische Kollektiv, in dem die Arbeitsbienen aufgehen um die revolutionären Drohnen zu füttern. Der individualistische äußere Rand ist die Anarchie; das restlose Fehlen jeglicher Beschränkung.
    Wollten wir heute alle Kollektivisten nach links setzen und alle Individualisten nach rechts, würde ab der Mitte rechtswärts gähnende Leere im Parlament herrschen. Und würden wir die Kollektivisten nach dem gewünschten Grad der “sozialen Gerechtigkeit” und “Verteilungsgerechtigkeit” sortieren, würden sich rot, balu und grün ruckzuck auf einer Bank wiederfinden.
    Die Politik muss die Gratwanderung schaffen, beide Richtungen unter einen Hut zu bekommen, also das Organisieren eines Kollektivs in einem Rechtsrahmen, in dem der Einzelne die größtmögliche Freiheit besitzt. Tut sie aber nicht, denn die Staatsverwaltung kocht ihr eigenes Süppchen, und dem dient der assimilierte Untertan im leicht beherrschbaren Kollektiv besser als der wankelmütige und unberechenbare Freie Bürger. Und die breite Masse? Die wird gern regiert, macht gern was man ihr sagt, Hauptsache, es ist einer da, der ihr sagt, was sie machen soll. Das spart Denken. Noch ein Bier!
    Deshalb: rechts gähnende Leere.

    Was ich immer wieder putzig finde ist ja ein Gegensatz (also einer von seeehr vielen), mit dem viele sogenannte “Linke” heute kein Problem haben: Es ist zwar gaga, Menschen in Nationen einzuordnen, und es muss einen internationalen Sozialismus geben, da ein nationaler Sozialismus ja doppelplusgaga ist, aber “der Markt” und “das Unternehmertum”, das soll gefälligst nicht von Globalisierung und Freier Weltwirtschaft labern – und so gehen die Sturmtruppen steinewerfend erst gegen die internationale Wirtschaft randalieren, weil sie so böse globalisiert ist, und am nächsten Samstag gegen nationale Burschenschafter, weil die so böse gegen das globale Eiapopeia sind.
    Wenn es gegen Feindbilder geht, ist die Frage “national” oder “international” irgendwann zweitrangig, und genau an diesem Punkt treffen sich die nationalistischen Kollektivisten mit den internationalistischen Kollektivisten zur großen Verbrüderung. Wie gerade im Burgenland.

    @A.Felsberger
    Das Zuwanderungsproblem erwächst nicht aus der Niederlassungsfreiheit, sondern aus der Alimentierung. Wenn sich jeder wo auch immer niederlassen kann, der innerhalb eines halben Jahres nachweisen kann, dass er in der Lage ist, sich selbst zu versorgen (solche Regelungen gab es einmal…) und wir auf Sozialsysteme verzichten, die Ihr so formuliertes “Vagabundentum” belohnen, dann gibt es Probleme. Aber genau gegen solche “Förderung” (wie übrigens gegen jede Art davon) stehen Liberale.
    Schreien Sie nicht nach dem Staat als Retter, wenn das Problem, das sie sehen, seine eigentliche Ursache im Staat und eben nicht in der Freiheit des Einzelnen hat. Sonst machen Sie den Bock zum Gärtner.

  13. Weninger

    @Felsberger
    Ja hier sind einige bizarre Figuren, vielleicht zwei Dutzend regelmäßige Beiträger, vom “liberalen” FPÖ-Fan über die Anarchokapitalisten bis hin zu handfesten Steinzeit-Konservativen, die glauben, dass die Welt vor 5.300 jahren erschaffen wirde ist alles vertreten. Lesen tun diese beiträge eh nur die eitlen Verfasser selber. Ich komme nur her, um mich manchmal daran zu belustigen oder in der Hoffnung, doch ein paar vernünftige Argumente zu finden. In diesem Sinne, Schönes Wochenenede Herr Felsberger.
    (Natürlich finde ich auch linke Spinner bedenkllich, aber mir ist es etwas zuwenig, die ganze Welt und ihre Geschichte nach der Art der katholischen Heilslehre nur in zwei Gruppen gut-böse einzuteilen)

  14. A.Felsberger

    >Das Zuwanderungsproblem erwächst nicht aus der Niederlassungsfreiheit, sondern aus der Alimentierung.> Sie meinen also ernsthaft, dass ein Ostukrainer, der im Krieg steht, ein Tschetschene, der verfolgt wird, ein Afghane, der auf Minen lebt, ein Afrikaner, der kein Wasser mehr zum Saufen hat, seinen Weg nach Österreich nicht antreten würde, wenn er hier die 10 Euro pro Tag nicht bekäme? Ich kann nur mehr staunen über so viel Weltfremdheit. Wissen Sie, was das Grundproblem ist: Sie sehen die Welt als einen “Hort von Bürger”. Dabei sind gerade wir hier in Europa und der USA mal “Bürger”, während der Rest “Nicht-Bürger” in ihren jeweiligen Heimatländern sind und daher auch fluchtartig diese verlassen. Begreifen Sie das?

  15. A.Felsberger

    >die ganze Welt und ihre Geschichte nach der Art der katholischen Heilslehre nur in zwei Gruppen gut-böse einzuteilen>. Genau so ist es!

  16. A.Felsberger

    @Fragolin: ein putziges Weltbild, das Sie sich da zusammenbasteln. Wo gibt`s denn bei uns “Individualisten”, geschweige denn “individualistische Anarchisten”? Es gibt nur “Kollektivisten”: SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne, Neos, KPÖ, ALLE sind sie “Kollektivisten”. Also, was soll diese Unterscheidung? Basteln Sie sich nur weiter eine Welt mit Unterscheidungen zurecht, die gar nicht existieren. Viel Spaß dabei!

  17. Weninger

    @Felsberger
    Ja putzig, dass Herr Fragolin die VP dezidiert nicht erwähnt: dabei Bauernbund ca. 90 % Mehrheit in der Landwirtschaftskammer, Wirtschaftsbund ca 75% Mehrheiten in den Wirtschaftskammern, schwarze Beamtengewerkschaft, Fraktion christlicher Gewerkschafter, GÖD — Kollektivismus?? Nein!!!

  18. Thomas Holzer

    “Die Frage ist nicht “links” gegen “rechts” sondern “individualistisch” gegen “kollektivistisch”.

    Und links steht halt für kollektivistisch, und Kollektivismus funktioniert nur per Zwang, weil er Gleichheit erreichen will, und rechts steht für individualistisch

  19. Thomas Holzer

    “Es gibt nur “Kollektivisten”: SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne, Neos, KPÖ, ALLE sind sie “Kollektivisten”.

    Sage ich ja! Dacht mir nicht, daß ich A.Felsberger einmal uneingeschränkt zustimmen würde; natürlich nur zu diesem Satz 😉

  20. Thomas Holzer

    “……….der zum Untertan degradierte Mensch nur eines der uniformen Rädchen im Räderwerk”, das beliebig in Kriegen für Territorialerweiterung und zu Finanzierung derselben nach der göttlichen Gnaden Hoheit höchstem Belieben verheizt werden durfte.”

    Kein großer Unterschied zu der von Ihnen anscheinend so geliebten Demokratie; der wesentliche Unterschied besteht jedoch darin, daß die Untertanen in Monarchien wesentlich weniger Eingriffe in ihre individuelle, persönliche Freiheit hinnehmen müssen als die “sich selbst regierenden/verwaltenden Demokraten freiwillig Unterwerfenden.
    Und man verwechsle bitte nicht finanzielles Wohlergehen mit Freiheit, noch setze man dieses mit Freiheit gleich

  21. Syria Forever

    Herr Holzer,

    ich frage mich warum Sie immer Monarchien hervor heben? Europa besteht ohnehin grossteils aus Monarchien. Auch ist es nicht richtig das Monarchien Grundsätzlich weniger Eingriffe in persönliche Rechte und Freiheiten erlauben. Das liegt ausschliesslich am Herrscher.
    Einziger Vorteil einer Monarchie, im Vergleich zu den Parteipolitischen Diktaturen Europas? Es gibt jemanden, den Herrscher, der Verantwortung übernehmen muss. Siehe Franz Joseph I der nicht nur einmal, wenn es Diskussionen innerhalb seines Reiches über Entscheidungen gab, auftrat und vermeldete: “Das war meine Entscheidung!”.

  22. A.Felsberger

    @ Holzer: Die Monarchie.-) Waren es nicht Liberale, die einst gegen die Monarchie kämpften?-)

  23. A.Felsberger

    Herr Holzer. Als Medizin für ihre “Vergangenheits-Sentimentalität” ich Ihnen nur Nietzsche verschreiben:

    >Den Konservativen ins Ohr gesagt. – Was man früher nicht wußte, was man heute weiß, wissen könnte –, eine Rückbildung, eine Umkehr in irgendwelchem Sinn und Grade ist gar nicht möglich. Wir Physiologen wenigstens wissen das. Aber alle Priester und Moralisten haben daran geglaubt – sie wollten die Menschheit auf ein früheres Maß von Tugend zurückbringen, zurückschrauben. Moral war immer ein Prokrustes-Bett. Selbst die Politiker haben es darin den Tugendpredigern nachgemacht: es gibt auch heute noch Parteien, die als Ziel den Krebsgang aller Dinge träumen. Aber es steht niemandem frei, Krebs zu sein. Es hilft nichts: man muß vorwärts, will sagen Schritt für Schritt weiter in der décadence (– dies meine Definition des modernen »Fortschritts«…). Man kann diese Entwicklung hemmen und, durch Hemmung, die Entartung selber stauen, aufsammeln, vehementer und plötzlicher machen: mehr kann man nicht. >

    Mehr ist nicht d`rin.-)

  24. Syria Forever

    Shabbat shalom Herr Felsberger.

    (…)waren es nicht Liberale, die einst gegen die Monarchie kämpften?(…).
    Diese “Liberalen” waren immer Bürgerkinder, aus bestem Haus.

    Der Adel hatte immer einen entscheidenden Vorteil; Zugang zu Bildung und dieser wurde genutzt.
    Der Adel Europas hat aus der Französischen Revolution (und den Vorwehen) gelernt, schnell gelernt. Ergebnis war die konstitutionelle Monarchie. Keine Verantwortung doch die selben Vorteile.
    Der Liberalismus in Europa wurde von Adel und Klerus zur Welt gebracht.

    Guten Samstag.

  25. Weninger

    @Holzer
    Man muss die Demokratie nicht “lieben”, um im Zurück zur absolutistischen Monarchie (die konstitutionelle ist de fact eine Demokratie) keine Lösung zu erkennen. Haben Sie sich schon mal mit dem Kampf um Meinungsfreiheit und Relgionsfreiheit von Rfeormation über Aufklärung bis 1848 auseinandergesetzt?
    @Syria
    Ich glaube, da unterschätzen Sie die Rolle des Bürgertums in vielen Teilen Europas des 19. Jh insbesondere 1848ff, vor alem für Engalnd, Schottland, Frankreich und Deutsches Reich, aber sehr, sehr sträflich. Und adelige Aufsteiger waren damals nicht selten nobilitierte Bürgerliche. Der Hochadel war inzwischen zum Großteil in Degeneration versunken.

  26. A.Felsberger

    @Syria Forever: Das ist kein leichtes Thema. In Frankreich ist das Bürgertum an der Seite des Adels aufgestiegen, siehe als Beispiel: Voltair. In deutschen Gebieten ist das Bürgertum gegen den Adel emporgestiegen, siehe als Beispiel: Schiller. Das deutsche Bürgertum war sehr auf sich bezogen, deshalb auch literarisch und philosophisch veranlagt. Das französische Bürgertum war weltzugewandter und bereit sich dem Adel anzupassen.

  27. Thomas Holzer

    @Weninger
    Auch eine Monarchie kann und entwickelt sich weiter 😉
    Monarchie impliziert eben nicht automatisch Zensur und keine Religionsfreiheit. Ich bin überzeugt davon, daß die Demokratie in fast allen Ländern, über kurz oder lang, (wieder) in einer Tyrannis münden wird.
    Sehen Sie sich nur mal den “Bürgeranwalt” an; da erleben Sie “gelebte Demokratie”, wenn sich 4 Parteien oder sogar weniger, oder mehr, jahrelang z.B. um ein Straßenstück, eine Grünfläche streiten 😉

    @Felsberger
    Ja, der gute alte Nietzsche! Wird gerne zitiert, selten aber verstanden 😉
    Weder Libertäre, noch Monarchen, noch Royalisten sind vor Fehlern gefeit!
    Der wesentliche Unterschied zu allen Kollektivisten und Utopisten ist aber eben das Wissen um die Fehlerhaftigkeit des Menschen und dessen Vergänglichkeit, welches Kollektivisten und Utopisten u.U. durchaus haben, in ihren Handlungen aber auf jeden Fall ausblenden, weil ansonsten würde ihnen ihr weltverbesserisches Tun als Hybris und unzulässig erscheinen.

    @Syria Forever
    Da haben Sie schon recht, natürlich hängt es immer von der Person ab, welche ein Amt ausübt, innehat. Und natürlich ist kein System perfekt. Vergleiche ich jedoch einen Metternich, Genz, Talleyrand, Churchill et al. mit “unseren” heutigen Politikerdarstellern, sollte der Unterschied wohl jedem mehr als nur auffallen.
    Und Sie haben recht: Nicht umsonst wird der Sozialismus/Kommunismus als Nachäffung des Christentums gesehen

  28. A.Felsberger

    Sie scheinen eine Antipathie für Weltverbesserer zu haben. Komisch nur, dass ich Sie gerade als solchen wahrnehme.-) Aber gut: Von Wahrnehmung anderer halten Sie sowieso nichts. Ist auch ihr gutes Recht.

    PS: Churchill zu huldigen, ist mehr als peinlich. Ich würde mich zu Tode genieren, diesen Namen in einem Atemzug mit einem Talleyrand zu verwenden.

  29. O.d.S.

    Hier findet sich zur Diskussion kein einziger kompetenter Beitrag.

    @ Syria

    Sie geben vor, höfliche Manieren an den Tag zu legen, dabei stellen Sie sich als fast Allwissenden präpotenten Besserwisser dar, der glaubt, aufgrund eigens gezogener Schlüsse ganz genau zu wissen, wie die Welt funktioniert. Bei allem Respekt, aber Sie wissen nicht im Mindesten, was Obama im Kopf vorgeht, welche Beziehungen Putin unterhält, oder gar wie die Struktur des IS aussieht. Kennen Sie Baghdadi persönlich?
    Was Sie betreiben, kann man höchstens Spekulation nennen. Ja, die Geschichte besteht zum Teil aus Fakten, aber erstens ist es höchst unprofessionell, die Vergangenheit auf die Gegenwart zu legen und zweitens wissen Sie nicht, warum bestimmte Ereignisse geschehen sind, denn Sie können die Motive nur erahnen. Sie verkennen in naivster Weise den simplen Fakt, dass Geschichte von Individuen gemacht wird und es gibt viel zu viele Individuen, um sagen zu können, wer was warum tat.

    @Holzer

    Sie dreschen wirklich Phrasen, sorry, aber Sie leisten dem Kampf um Freiheit keinen guten Dienst.

    @Felsberger

    Sie wirken recht verwirrt und umso enervierter. Kämpfer für Freiheit treten für die Freiheit gegen den Staat ein. Der Staat ist und war schon immer der grösste Feind, wenn auch ein notwendiger, des Menschen. Sie wollen ein Konzept?
    Gerne:

    Zuerst sind alle Kompetenzen des Staates auf ein Minimum zu beschränken und Parteien zu verbieten. Militär, Polizei, Justiz und die dafür notwendige Verwaltung. Eine Verfassung muss beschlossen werden, die zahlreiche Ewigkeitsklauseln enthält, aber dies auszuführen würde den Rahmen sprengen.
    Zweitens ist sofort der Austritt aus der EU zu vollziehen. Vorangehend der Beschluss zahlreiche Verträge beizubehalten. Vollkommene Zollfreiheit mit Handelspartnern und wenn erwünscht ein Binnenmarkt.
    Als nächstes muss die Währung goldgedeckt sein und frei. Das heißt, dass auch andere Zahlungsmittel akzeptiert werden. Das Teilreservesystem und die Zentralbank sind abzuschaffen.
    Das Militär muss modernisiert, aufgestockt und professionell werden.
    Zahlreiche Rechtsbereinigungsgesetze müssen beschlossen werden, um schnellstmöglich Rechtssicherheit wiederherzustellen.
    Es gibt zahlreiche weitere Neuerungen, die vollzogen werden müssen, aber das würde zu lange dauern.
    Zwanzig Jahre nach diesen Änderungen wäre Österreich eine Wirtschafts- und Militärmacht, das garantiere ich Ihnen allen.
    So und jetzt gönne ich mir das CL Finale und wünsche Ihnen allen einen schönen Abend. Der Sache entgegenzusetzen werden Sie so oder so nichts haben.

    Ihr O.d.S.

  30. A.Felsberger

    Schön, dass Sie sich Sorgen um mein Verständnis von Nietzsche machen. Ich kann Ihnen versichern: Es ist ganz und gar unbegründet. Denn eines weiß ich gewiss: Jemand, der sich “angelsächsichen Krämern” anbiedert, hat von Nietzsche nichts verstanden.-)

  31. A.Felsberger

    Der Staat? Ist keine Frage der Menschheitsgeschichte, sondern der Antike und der Neuzeit . Dazwischen gab`s keinen Staat, nur Geschlechter. Bevor Sie nun die abendländische Geschichte zu einem Kampf der Menschen gegen den Staat umdeuten, empfehle ich Ihnen lieber: Fußball zu schauen.-)

  32. Syria Forever

    O.d.S. Shabbat shalom

    Ich weiss es besser. Keiner hier kann mir in Geopolitischen Wissen das Wasser reichen. Ich muss nicht wissen was im Kopf von Obama vorgeht weil es kann nicht besonders viel sein. Obama ist ein extraordinär dummer Mensch und hat keine Bedeutung, anders als Herr Putin.
    Selbstverständlich kenne ich die Strukturen des IS dazu muss ich keinen Hilfsdiener (al-Baghdadi) der USA persönlich kennen weil er keine Bedeutung hat.

    Für Sie ist es wirklich besser Sie beschäftigen sich mit Fussball..

    Guten Abend.

  33. O.d.S.

    Ich sag ja, sachlich nichts entgegenzusetzen. Googeln Sie ( dürfte Ihrem Niveau entsprechen ) Staatsform. Da finden Sie auch sowas Unwichtiges wie die Monarchie, die ja bekanntlich in den letzten zweitausend Jahren keine Rolle spielte, nicht wahr? 😉

  34. Syria Forever

    Herr Felsberger.

    Danke. Ich hätte nicht gewusst was ein “CL Finale” ist.

    Guten Abend.

  35. O.d.S.

    Ja Syria ich weiß, Sie wissen Bescheid, Sie sind der Staatsfeind Nr. 1. Sie sind zwar absolut nicht in der Lage, irgendeine Aussage zu belegen, aber ist ja egal, nicht wahr? Jahwe braucht keine Beweise. Die hier Anwesenden sind schon kauzig. Kein Wissen, aber recht schön beleidigen. Ich finds amüsant.

  36. Syria Forever

    O.d.S

    Woher wissen Sie das ich auf Grund meiner Texte im Gefängnis war??

  37. O.d.S.

    lol sorry Syria, aber was soll ich dazu sagen? Soll ich Ihnen was sagen? Wenn Sie nur halb so viel Informationen hätten, wie Sie vorgeben, wären Sie liquidiert oder in ewiger Isolationshaft.

  38. Syria Forever

    O.d.S

    Ich war in Haft und es hat mich ein Auge gekostet. Ermordet wurden einige unserer Freunde und es werden noch welche folgen. Erst kürzlich wurden zwei Söhne von Freunden im Libanon von den IS-Terroristen ermordet und Gestern ein weiterer in der Türkei in Haft genommen.
    Positiv daran? Es wird ein Ende haben doch für Europa beginnt es erst.

    Guten Abend und viel Glück mit Ihrer neuen Welt..

  39. Astuga

    Rechts hin, links her.

    Entscheidend für mich als Bürger ist was am Ende dabei rauskommt, wenn die jeweiligen Proponenten versuchen, ihre wahre Lehre in die Realität umsetzen.
    Und das unterscheidet sich dann zwar in einigen vernachlässigbaren Aspekten, im wesentlichen ist es aber der gleiche totalitäre, menschenverachtende Mist.

    Ich persönlich glaube nach wie vor an die Demokratie und das gesamte Programm inklusive Gewaltenteilung.
    Das eigentliche Problem das wir haben besteht darin, dass uns glauben gemacht wird, politische Parteien und Demokratie wären Synonyme.
    Also eh das Selbe.
    Eine funktionierende Demokratie bedeutet aber im Ggt. in fast jedem Aspekt eigentlich nur Machtbeschränkung und Legitimationszwang der Regierenden!!!
    Wir aber haben zugelassen (in ganz Europa), dass sich die Parteien ein bequemes Bett zurechtgemacht haben, und dort parasitieren sie an ihrer Bevölkerung (samt bürokratischem Anhang).
    Was sie schleichend wieder in die Nähe totalitärer Systeme bringt.

    Wir werden doch zu keinem der wichtigen Themen befragt, dafür dürfen wir alle 4… pardon, eh nur mehr alle 5 Jahre unsere Stimme in der Wahlurne begraben..

  40. Thomas Holzer

    @O.d.S
    Ich könnte Ihrem dargelegten Konzept, soweit ausgeführt, vollinhaltlich zustimmen 😉

    Ich hoffe, Sie haben Ihr Fußballspiel genossen

  41. Syria Forever

    Guten Morgen Astuga.

    Irgendwo hatte ich gelesen; “Parlamentarische Demokratie = betreutes Wohnen”. Ich fand den Vergleich äusserst passend.

    Wenden Sie sich an O.d.S.. Seine Ausführungen sind sehr Vernünftig um Österreich wieder in eine Insel der Seeligen zu verwandeln. Leider fehlen die Erklärungen wie die Änderungen, ohne Aufstände und Bürgerkriege, zu bewerkstelligen? Shalom

  42. Thomas Holzer

    @Astuga
    Ich möchte mir nicht ausmalen, wie in unserem Land Volksbefragungen, Volksabstimmungen zu gewissen Themen “ausgehen” würden; Erbschafts-, Vermögens-, Vermögenssubstanzsteuern, Einschränkung, wenn nicht gar Abschaffung von Minderheitenrechten………all dies wäre in Kürze demokratisch legalisiert.
    Man sehe sich nur den “Ausgang” der Volksbefragung zur Wehrpflicht/Berufsarmee an….

  43. A.Felsberger

    @Syria Forever: sie sind wahrscheinlich der Einzige unter allen hier Anwesenden, der wirkliches Leid zu ertragen hatte und zu ertragen hat. Peinlich das Gejammerwerk der “verwöhnten Wohlstandsbürger” ala Herr Holzer, die sich schon unterdrückt fühlen, wenn sie ihren Willen nicht verwirklicht sehen. Abstossend dieses Beschwerden über den österreichischen Staat, diese widerwärtigen Vergleiche mit der NS-Zeit. Aus diesen Leuten spricht bloß Verzärtelung und Dekadenz. Ich wünsche Ihnen, Herr Syria, viel Glück!

  44. Thomas Holzer

    @Felsberger
    Als glückliches Rädchen in diesem Getriebe ist es nur zu verständlich, daß Ihnen Kritik am derzeitigen System als ungeheuerlich vorkommen muß

  45. A.Felsberger

    Herr Holzer: Ich kritisiere die Verhältnisse, aber entsprechend ihrer tatsächlichen Beschaffenheit und nicht hysterisch übertrieben. Ich zeichne sie nicht als etwas, was sie nicht sind. Noch immer ist das Ausmaß an Freiheit und Liberalität, das wir in Österreich genießen, einzigartig in dieser Welt. Es hat viel mit unserem Gemüt und unserem Empfinden zu tun, und weniger mit dem Staat, der in vielen Bereichen versagt. Und ich lege großen Wert darauf: dies nicht durch Hysterie zu zerstören. Wir Österreicher sind ein äußerst gutmütiges Volk und das ist unser größter Wert in dieser Welt. Sollen wir uns tatsächlich in das Schlamassel hineinziehen lassen, das überall herrscht, und uns gegenseitig in die Haare geraten?

  46. Rupert Wenger

    Ich halte das Ganze für einen Probelauf: Wenn der Widerstand überschaubar bleibt, hat die SPÖ nach der nächsten Wahl trotz vorhersehbaren Verlusten die Option einer Koalition mit Blau oder Schwarz (letzteres unter eventueller Hinzunahme der Grünen). Der Platz an den Futtertrögen ist weiterhin gesichert, auch wenn man vielleicht den Bundeskanzler verliert. Die linke Sozial- und Wirtschaftspolitik lässt sich mit der FPÖ auch besser umsetzen als mit der ÖVP. Es gibt einige Indizien für eine Änderung der Stoßrichtung extrem linker Organisationen vom bisherigen Feindbild Rechts in Richtung Mitte! Rot/Blau oder Blau/Rot ist doch eine sympathische Alternative zu Rot/Schwarz, oder nicht?

  47. Thomas Holzer

    Wir sind leider schon längst mittendrin in diesem Schlamassel……….
    Nur dem Volk wird die Sicht darauf durch permanente Berichterstattung über ESC, Ampelmännchen, singende Kanaldeckel, Tschänderei, Quoten, Rassismus et al. vernebelt

  48. A.Felsberger

    Es werden weltweit Verhaltensregeln, Kontrollen und Normen vorgegeben, die uns zu verschlingen drohen. Mit diesem Konformitätsdruck ist jedes Land konfrontiert, und es finden sich in jedem Land genügend Menschen, die das unterstützen. Anders als viele sehe ich aber diesen Druck weltweit entstehen, und im Inland in “vorauseilendem Gehorsam” umgesetzt. Ich bin weit davon entfernt diesen Konformitätsdruck personalisieren zu wollen, es handelt sich um anonyme Strukturen und Normen. Mir ist klar, woher sie kommen, vielen Menschen nicht. Umso trauriger finde ich es, wenn dann Einzelne andere nach dem bekannten Muster von “Gut und Böse” verantwortlich dafür machen wollen. So läuft die Welt nicht, und nur im Kopf jener, die Unheil streuen wollen. Aufgabe Nummer 1: Sich über den globalen Konformitätsdruck und seine Beschaffenheit im Klaren zu sein. Aufgabe Nummer 2: sich ihm zu widersetzen. Mit Hysterie und gegenseitigen Schuldzuweisungen kommen wir da nicht weiter, das mündet nur in der Katastrophe.

  49. Thomas Holzer

    Interessante Sichtweise; der Konformitätsdruck entsteht aus dem Nichts, rein zufällig, ist daher nicht zuordenbar…….und plötzlich stehen die gewählten Politikerdarsteller bereit um dies in Gesetzen umzusetzen, einfach so………

  50. A.Felsberger

    Der Konformitätdruck fällt ja nicht vom Himmel: die Welt ist schon Jahrhunderte mit ihm konfrontiert. Der preussische König zum Beispiel hatte keine Freude “Kaiser der Deutschen” zu werden, weil er wußte, dass “sein” integrierter und normierter Raum, genannt Preussen, dann in einen größeren aufgeht, indem sich Konformitätsdruck entfaltet: einheitliche Währung, einheitliche Gesetze, einheitliche Institutionen – was für ihn Macht- und Gestaltunsgverlust bedeutete. Nur der Inhalt des Konformitätsdrucks verändert sich, nicht aber die Tasache, dass er existiert. Und hierin liegt die Kunst: ihn zu lesen.

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