Harvard-Ökonom Rogoff: Notenbanken werden Zinsen weiter ins Minus treiben

“Viele Zentralbanker denken darüber nach”, sagte er dem “Spiegel”. “Sie reden nur nicht darüber, um Anleger nicht zu verunsichern.” In einer Welt der niedrigen Inflationsraten und Realzinsen müssten die Zentralbanken aber einen Weg finden, ihren Leitzins noch weiter in den negativen Bereich zu senken, sagte der US-Professor. “Es ist die einzige zukunftsträchtige Methode, um die Geldpolitik in diesen Zeiten wirksam zu halten.” Zugleich warnte Rogoff davor, im Falle schwerer Krisen zu viel von staatlichen Konjunktur- und Ausgabenprogrammen zu erwarten. hier

5 comments

  1. Jürgen

    Wenn die Banken so weitermachen wird es bald kein Gold und Silber mehr zu kaufen geben….tolle Strategien der Banken

    Durchzusetzen allerdings nur mit striktem Bargeldverbot…..langsam läuft ihnen die Zeit davon

  2. CE___

    Tja, wie schon Mises richtig konstatierte, es gibt keinen Ausweg aus dem Gelddrucken.

    Entweder man nimmt Bankrotte in Kauf, oder man zerstört das Zahlungsmittel, aka Tauschmittel.

    Klar, man kann den Leuten das Bargeld verbieten, dann Valuten/Devisen, dann Edelmetalle, dann vielleicht sogar ein Moratarium für den Kauf von Grundstücken und Immobilien, und schlussendlich wird der Kauf von Gütern des täglichen Alltags rationiert, alles damit man die Leute hindert aus dem kaputten Tauschmittel hinaus zu gehen und den Negativzinsen voll auszusetzen und um das Lugbild von “keiner Inflation und Teuerung” aufrecht zu erhalten.

    Logisch zu Ende gedacht hört der Spuk erst dann auf wenn die Leute dass Tauschmittel nicht mehr akzeptieren.

    Und dass kann lange dauern.

    Ahnungslosigkeit und Gutgläubigkeit, Faulheit, und auch (ich stelle mich hier gleich in die erste Reihe) immer die (derzeit noch erfüllte) Hoffnung doch noch einen zu finden der dümmer ist als man selbst und hierzulange Euro-Lappen oder Euro-Giralgeld annimmt im Tausche gegen handfeste Güter oder die Erstellung einer Dienstleistung.

  3. Rennziege

    Don’t panic, ladies & gentlemen! Der Ökonom John Kenneth Galbraith (my dad translated one of his books, back in the seventies) hat es daher einmal treffend auf den Punkt gebracht: “Es gibt zwei Arten von Prognostikern — die, die wissen, dass sie nichts wissen, und die, die nicht wissen, dass sie nichts wissen.”
    Der geistige Verfall auch angesehener US-Unis à la Harvard, wo political correctness, equal rights, LGBT und ähnlicher Gorgonzola wichtiger geworden sind als echte Wissenschaft, wird eines Tages sein natürliches Ende finden. Denn auch die USA sind auf nüchternen, stringent ausgebildeten und (nicht nur im Bett) waghalsigen Nachwuchs angewiesen; besonders wegen der ökonomischen Potenz, die aus den IQs und dem Bienenfleiß der Asiaten erwächst.
    Kenneth Rogoff, hauptberuflicher doomsayer, ein Liebling linker Kreise, hat so oft die Kassandra gespielt und wurde von der Realität widerlegt, dass er nur noch als Schwätzer betrachtet werden kann. 🎈🎨

  4. Kluftinger

    @ Rennziege
    Danke dass sie es sagen, denn hätte ich ähnliches geschrieben, man hätte mir nicht geglaubt .
    Auch der Herr Stieglitz geistert derzeit in der Schweiz herum. Als Mitglied irgendeines Finanzgremiums, kann aber keine Schaden anrichten?

  5. Bösmensch

    Und so etwas von einem Harvard-Ökonom. Eine Zentralbank hat überhaupt keine “Finanzpolitik” zu machen, so fängt es mal an. Negativzinsen hat es vorher in der Menschheitsgeschichte auch noch nie gegeben. Genau das ist doch das Problem, das uns bald um die Ohren fliegen wird und nicht die Lösung.

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