Hauptsache beten und fasten…

Von | 29. Januar 2013

“…Es gibt rund 1,5 Milliarden Muslime in der ganzen Welt – aber sie können in keinem Bereich eine substantielle Errungenschaft vorweisen. Nicht im politischen Bereich, nicht in gesellschaftlicher Hinsicht, weder in den Naturwissenschaften noch in der Kunst oder in der Literatur. Alles, was sie mit großer Hingabe tun, ist beten und fasten. Aber es gibt keine Bemühungen, die Lebensbedingungen innerhalb islamischer Gesellschaften zu verbessern. Unbewusst spüren die Menschen natürlich, dass das ein kollektives Versagen ist….” (Der pakistanische Atomphysiker Pervez Hoodbhoy sieht ein “kollektives Scheitern” von muslimischen Gesellschaften, “SpOn”-Interview. Must read!)

21 Gedanken zu „Hauptsache beten und fasten…

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Der Herr hat vielleicht auf dien Gegenwart bezogen recht?
    Historisch betrachtet sollte man die epochalen Leistungen arabischer Gelehrter (Avicenna et al) nicht vergessen die Gott sei Dank, das Erbe der griechischen Philosophie ins Arabische und von dort in das Lateinische transferiert haben.
    So hat Thomas von Aquin mit dem Text “De caelo mundo” gearbeitet, der aus dem Arabischen übersetzt wurde.
    Eine Rezeption Aristotels`in dieser Form wäre nicht möglich gewesen ohne die Leistungen arabischer Wissenschaftler. (besonders jene, die im kastilianischen Raum gewirkt haben…)

  2. Gerhard

    Da spricht ein Pakistani Klartext. Aber ich mache mir Sorgen, dass er bald eines unnatürlichen Todes sterben wird.
    Die derzeit zirka 1,5 Milliarden Mohammedaner weltweit gehen in eine Sackgasse, wenn sie den aktuellen religiösen Führern weiter folgen. Leider ist die ganze islamische Religion auf Macht und Kadavergehorsam begründet, somit ist es schwer, da als Einzelner auszubrechen und auch eine komplette Kehrtwende aller ist nicht möglich.
    Besonders traurig ist es, dass der “christliche” Westen sind durch seinen verringerten Kinderwunsch dezimiert, gegenüber den islamischen Einwanderen zu tolerant ist und sich damit langfristig abschafft.

  3. Ehrenmitglied der ÖBB

    Nachtrag:
    Neben der zu diesem Thema bekannten Fachliteratur, sei auf eine Neuerscheinung hingewiesen, die nicht nur Fachspezialisten interessieren könnte:
    John FREELY: PLATON IN BAGDAD; (Original: Aladdin`s Lamp)
    Klett-Cotta; Stuttgart; 2009; 2. Auflage 2012.
    Sollte man auch vielleicht Herrn P. Hoodbhoy zu lesen geben? Vielleicht würde er dann differenzierter argumentieren?

  4. Ehrenmitglied der ÖBB

    @Gerhard
    Meine Ausführungen sollte man entnehmen könne, dass ich mich sehr wohl mit der Materie in den verschiedenen Ausformungen befasst habe?

  5. mannimmond

    @Ehrenmitglied der ÖBB
    Was die angebliche Rezeption der griechischen Antike durch die Araber betrifft, sei folgendes festgehalten:

    Es gibt kein einziges Werk der klassischen griechischen Literatur, Philosophie etc., das uns nicht im originalen griechischen Text, sondern nur in Übersetzungen aus dem Arabischen vorliegt, so übrigens auch das von Ihnen erwähnte Buch “De caelo et mundo”, gr.: Περὶ οὐρανοῦ

    Wo also liegt die Leistung des Islams in Bezug auf die griechische Kultur?

    Die Werke der griechischen Antike gelangten vor allem deshalb nach Westeuropa, da aufgrund der islamischen Expansion immer mehr griechische Gelehrte aus den eroberten Teilen des byzantinischen Reiches und vor allem aus Konstantinopel nach Westeuropa flohen.

    Es gab durchaus einige Rezipienten der griechischen Philosophie in den islamischen Ländern, diese waren aber zu einem nicht unwesentlichen Teil Christen oder Juden wie etwa Moses Maimonides. Soviel zur Philosophie.

    Wie sieht es mit der Literatur aus? Von Sophokles etwa wissen wir, dass er über hundert Werke verfasst hat, davon sind ganze sieben erhalten: alle sieben im griechischen Original. Es gibt kein einziges Werk, das aufgrund von Übersetzungen ins Arabische hätte rekonstruiert werden können! Arabische Rezeption? Fehlanzeige!

    Ja und natürlich: die arabische Mathematik! Die Araber haben – so heißt es immer wieder – die Trigonometrie entwickelt. Dabei wird aber völlig übersehen, dass bereits die alten Griechen, Claudius Ptolemäus etwa, schon sehr präzise Planetenstände berechnen konnten, und zu diesem Zwecke die wesentlichen Aufgabenstellungen der sphärischen Trigonometrie lösen können mussten. Die Trigonometrie, wie wir sie heute kennen, ist im wesentlichen Produkt der europäischen Renaissance.

  6. Samtpfote

    @mannimmond
    Die Babylonier gaben es an die Hethiter, die Hethiter an die Perser, die Perser an die kleinasiatische Küste, die nach Athen etc.etc, Ausserdem nimmt an an, dass die 4.Kurganwelle (Indogermanisch) von 2000 bis 1500 v.Chr. bereits kulturellen Einfluss bis nach Palästina hatte…

    Da war von arabischer Kultur keine Spur! Und Mohammed hatte noch 800 Jahre im grossen Teich zu plantschen….

  7. Mercutio

    @Samtpfote
    Eben deshalb sollte man die relativ unterentwickelte Kultur der arabischen Halbinsel im 6. Jh nicht mit dem vielfältigen und traditionsreichen Hochkulturbreich des mittleren Orients gleichsetzen.

  8. Ehrenmitglied der ÖBB

    @mannimmond
    Bei einer derartig “qualitativ hochstehenden” Argumentation muss ich mich wohl “geschlagen” geben, meine Bibliothek schließen und mich bei allen Kollegen (vor allem im französisch sprechenden Raum) , die über Jahrzehnte intensiv geforscht und publiziert haben, entschuldigen.
    Macht nix, es kann ja besser werden?

  9. mannimmond

    @Samtpfote @Mercutio

    Stimmt, ich habe aber eben speziell auf die angebliche Rezeption der griechischen Antike durch die Araber hinweisen wollen, da das “Ehrenmitglied der ÖBB” gerade auf diesem Gebiet “die epochalen Leistungen arabischer Gelehrter (Avicenna et al) nicht vergessen” [möchte] “die Gott sei Dank, das Erbe der griechischen Philosophie ins Arabische und von dort in das Lateinische transferiert haben.”

    Und gerade diese “epochalen Leistungen” sind eben zu hinterfragen.

  10. Herbert von Österreich

    An dieser, und an anderen Stellen habe ich das bereits mehrmals erwähnt – es gibt da tatsächlich nichts, was man dieser “(Un)-Kulturgemeinschaft” zuschreiben könnte, das tatsächlich eine Errungenschaft für die Menschheit darstellen könnte. Und ich will sogar so weit gehen, dass es auch keine Religion in dem Sinn ist, die den Menschen wahre Zuflucht sein könnte, was richtige Religionen nun doch sind.

    Die Gründe dafür braucht man erst gar nicht anzuführen, und braucht sich auch nicht anlehen an die Worte des Ratzinger, die er seinerzeit in Regensburg sprach. Also das Beispiel mit dem byzantinischen Kaiser und dem Kaufmann.

    Wenn man den Koran liest, so kann man bereits mit enem Mindestmaß an Hausverstand erkennen, dass von Anfang bis zum Ende jeder einzelne Satz eine Abnormität darstellt, und gerade das Gegenteil von dem darstellt, was wir als zivilisiert bezeichnen. Im Anbetracht dessen erscheinen die Aussagen des Kemal “Pascha” Atatürk absolut logisch und plausibel, wenn dieser dereinst schon sagte, dass es ein “stinkender Kadaver ist, der an den Beinen der Türkei als Klotz hängt”.

    Es wird dann immer mit “Auslegungs-Sache” argumentiert, was nichts anderes ist, als der Beweis dafür, dass sich die ganze Welt ohnehin bewusst ist, dass es ein stinkender Kadaver ist. Dies nur aus Heuchelei für irgendwelchen Eigen-Nutz, den man sich davon erwartet. Insbesondere von den Arabern. Wenn man auch da den Hausverstand einsetzt, so wird man ebenso erkennen, dass es da nichts gibt, was man von dieser Richtung zu erwarten hat. Um des verdammten Öl Willens? Nur das kann es sein, denn was anderes ist von dort nicht zu erwarten.
    Die Araber wären heute noch nicht fähig, nur einen Liter Öl aus ihrem Sand zu holen. Vom Beten und Fasten fließt kein Öl. Da bedurfte es schon Hirn zur Entwicklung der Technik. Und genau das haben diese Völker heute noch nicht.
    Es mag vielleicht die Bequemlichkeit der höher entwickelten Völker sein, dass man viele Jahrzehnte auf das Öl angewiesen war. Doch heute ist man es mit Sicherheit nicht mehr.

    Und genau da wäre nun die Möglichkeit, für den Weltfrieden tatsächlich nachhaltig etwas zu tun. Denn ist es ausschließlich der Islam samt seinen Völkern, die ganz bedeutend dafür verantwortlich sind, dass es keinen Frieden auf der Welt gibt.

    EinskommafünfMilliarden Muslime – noch eine Minderheit.

    Ein halbes Jahr etwas Disziplin aufbringen für den Umstieg auf die Alternativen, die bereits in den Laden der Wissenschaft (und Wirtschaft) liegen, und man hat sich entledigt von diesem stinkenden Kadaver, der wie ein Klotz an den Beinen der Welt hängt.

  11. Wafthrudnir

    @Ehrenmitglied der ÖBB
    Sie haben nicht unrecht, wenn Sie darauf hinweisen, wieviel von der griechischen Kultur nur über die Araber zu uns gekommen ist, obwohl es natürlich später auch noch den alternativen Weg über Byzanz gegeben hat.
    Aber sagt es nicht unendlich viel, wenn die höchsten Leistungen der islamischen Kultur in 1.500 Jahren darin bestanden haben, griechische Bücher in andere Sprachen zu übersetzen?

  12. Ehrenmitglied der ÖBB

    @Wafthrudnir
    1.) natürlich haben sie recht! Mir ist auch die Rezeption des Platonismus über den Neuplatonismus bis Plotin nicht unbekannt usw…
    Jeder der nur ein wenig in eine qualitätsvolle Abhandlung der Wissenschaftsgeschichte geschaut hat, dem sind alle diese Wege vertraut.
    (übrigens, Hans Joachim Störig widmet in seiner “Kleine Weltgeschichte der Wissenschaft dem Islam und dessen damaligen Wissenschafter an die 25. Seiten – durchaus lesenswert!)
    2.) wogegen ich mich wehre, ist eine verkürzt, undifferenzierte und ignorante Schau des Islam und dessen wissenschaftliche Leistungen(und die gehen weit über das “Bücherübersetzten” hinaus), auch wenn sie in der Gegenwart nicht zu erkennen sind!

  13. Christa Alexander

    Literatur zum Thema: “Warum ich kein Muslim bin” – Autor Ibn Warraq ein Pakistani der sich vom Islam abgewand hat. Er schreibt u.a. dass jegliche Errungenschaften sowohl im kulturellen als auch im Wisseschaftlichen Bereich “trotz des Islam” und nicht “aufgrund des Islam” entstanden sind.
    Die Dichter wurden meistens verfolgt und die Gelehrten waren meistens konvertierte Christen oder Juden.
    Ich empfehle das Buch wärmstens, es ist am Amazon erhältlich. Eine andere Lektüre zu diesen Thema ist “Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam” von der Autorin Bat Ye’or, die den Mythos von der islamischen Toleranz auseinander nimmt.

  14. Roms

    Ein Werk der Weltliteratur hätte ich auch ausschnittweise zu bieten.
    Stammt vom jungen Winston Churchill: “The river war” 1899, immerhin einem späteren Literaturnobelpreisträger.

    Über den Islam schreibt er:

    “How dreadful are the curses which Mohammedanism lays on its votaries! Besides the fanatical frenzy, which is as dangerous in a man as hydrophobia in a dog, there is this fearful fatalistic apathy. The effects are apparent in many countries. Improvident habits, slovenly systems of agriculture, sluggish methods of commerce, and insecurity of property exist wherever the followers of the Prophet rule or live. A degraded sensualism deprives this life of its grace and refinement; the next of its dignity and sanctity. The fact that in Mohammedan law every woman must belong to some man as his absolute property – either as a child, a wife, or a concubine – must delay the final extinction of slavery until the faith of Islam has ceased to be a great power among men. Individual Moslems may show splendid qualities. Thousands become the brave and loyal soldiers of the Queen; all know how to die; but the influence of the religion paralyses the social development of those who follow it. No stronger retrograde force exists in the world. Far from being moribund, Mohammedanism is a militant and proselytizing faith. It has already spread throughout Central Africa, raising fearless warriors at every step; and were it not that Christianity is sheltered in the strong arms of science – the science against which it had vainly struggled – the civilization of modern Europe might fall, as fell the civilization of ancient” Rome”

  15. Thomas Holzer

    Soweit ich informiert bin, wird keine der hier einen Beitrag schreibenden Personen gezwungen, in eines dieser Länder auszuwandern und zu leben.
    Ob die Mehrheit der Bewohner dieser Regionen mit Beten und Fasten zufrieden sind, sollte nicht unser Problem sein; aus Erfahrung läßt sich feststellen, daß Ratschläge von unserer Seite mehr als nur ungern angenommen werden.
    Solange diese Personen nicht versuchen, uns zu zwingen, nach deren Facon zu leben, halte ich es für mehr als nur Zeitverschwendung, über deren “Entwicklung” nachzudenken.

  16. Mercutio

    @Thomas Holzer
    Dieser teufel wird aber von den Eingeweihten in die große Verschwörung aber immer wieder als Teufel an die Wand gemalt, gipfelnd in der Forderung alle Moslems zu verteiben, bevor sie uns bekehren oder abschlachten. Irgendein Schreckbild braucht der Mensch halt, um sich zu definieren.

  17. Nietzsche

    Empfehle Andrew Bostoms “The Legacy of Jihad”, “Sharia versus Freedom” und “A History of Islamic Antisemitism”.

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