Hauptsache links oder grün

Von | 16. März 2021

(CHRISTIAN ORTNER) Wenn es um Themen wie „Soziale Gerechtigkeit“, die berühmte „Einkommensschere“, Steuerpolitik, Reichtum oder auch den Klimawandel, die Migrationskrise oder das Verhältnis der Geschlechter zueinander geht, beschleicht sehr viel Konsumenten der hiesigen Medien immer öfter der Eindruck, die allermeisten Journalisten seien politisch eher dem linksgrünen Segment zuzuordnen.

Der Eindruck stimmt mit der Realität durchaus überein.  Klassische rechte, konservative oder auch liberale (aber wirklich liberal, nicht so wischiwaschi liberalala) Ansichten sind in der deutschsprachigen Publizistik eher die Ausnahme als die Regel. Der Mainstream blinkt rot, rötlich und grün. weiterlesen hier

 

8 Gedanken zu „Hauptsache links oder grün

  1. Gerald Steinbach

    Als Mödlinger, ist schon sehr auffällig wie hoch die Anzahl der Regenbogen-, der Refugee -und der Anti Kapitalismusfahnen aus den Kinderzimmern(?) der Villen hervorstechen, im sicheren Mödling ist es sehr schick links zu sein.
    Seltsamerweise sind in der Brigittenau, Favoriten,… solche Bilder nicht zu sehen, von den verbliebenen länger lebenden.

  2. Falke

    Der Beobachtung des Autors kann man voll zustimmen. Man muss sich fragen, ob der Beruf des Journalisten speziell auf Links-Grüne eine besondere Anziehung ausübt, oder ob ursprünglich ganz “normale” Journalisten im Zuge der Ausbildung oder der täglichen Praxis in diese Richtung abdriften. Und wenn die Führung eines Mediums einmal von Linken bsetzt ist, darf natürlich kein Neueinsteiger anders “ticken”, auch wenn er es vielleicht insgeheim tut. Den sogenannten “Haltungsjournalismus” haben ja Medien wie die ARD (Restle) oder der Spiegel (Relotius) ganz offen als ihre Leitlinie deklariert. Da darf man sich natürlich nicht wundern (oder eher bedklagen), wenn die Konsumenten sich mehr und mehr aus anderen (sozialen) Medien informieren und dabei auf angebliche “Fake news”, “Verschwörungstheorien” usw. hereinfallen. Diese sinbd unterdessen für sehr viele Menschen – oft zu Recht – glaubwürdiger, als die Nachrichten der Systemmedien.

  3. Allahut

    Dies ist auch einer Inflation an Medien und unterdurchschnittlichen Journalisten zu verdanken. Wirklich gute, seriöse und auch mutige Journalisten sind heutzutage leider extrem selten. Für viele ist nur wichtig, politisch korrekt u sein, immer und überall Rassismus zu entdecken, hinter jeder Ecke einen Nazi zu wittern. So ist die Gefahr, kritisiert oder angefeindet zu werden, extrem gering. Dazu sehen sich beinahe alle als Intellektuelle und selbstverständlich als Meinungsmacher, andere Meinungen werden ohnehin reflexartig als schwachsinnig oder ähnlich beurteilt.
    Wie tief das journalistische Niveau gesunken ist, zeigen die vielen Diskussionssendungen im Fernsehen, da beteiligen sich Leute, oftmals in einer Leitungsfunktion in ihrem Medium, die bringen keinen geraden Satz hervor, abgesehen von dem geistigen Schleim den sie absondern.
    In den vergangenen Diskussionsbeiträgen über die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen wurde stets die Teilnahme von “Rechtsextremen” kritisiert, und angeblich wurde sogar Herr Küssel dort gesichtet. Niemand hat angemerkt, dass auch “Rechtsextreme” dieses Recht in Anspruch nehmen dürfen, und auch wenn es vielen nicht passt, sogar Herr Küssel darf dort mitmarschieren. Mittlerweile gilt halt, alles was links ist ist gut, und alles rechts der Mitte gehört gleich verboten.

  4. Cora

    ” Dass sich dies, als Journalismus nur notdürftigst verkleidet, von Jahr zu Jahr schlechter verkauft, wie die sinkenden Auflagen und Reichweiten der einschlägigen Publikationen belegen, mag all jenen ein Trost sein, die dergleichen Linksgrünen Einheitsbrei nicht goutieren.”

    Aber ein schwacher Trost ist das. Zeitungssterben von seiner schönsten Seite, sagen nur Zyniker. Schöner wäre es, wenn Meinungsvielfalt wieder ihren angemessenen Platz in der Zeitung finden würde, wie sich das für eine offene und tolerante Gesellschaft, wie sie sich nur allzugerne bezeichnet, geziemte.

  5. aneagle

    Um ausgewogen und korrekt zu informieren, braucht es einen wachen Verstand- das Ergebnis bleibt unsicher
    Um zielstrebig zu manipulieren, braucht es einen PC und eine solide Mainstreamhaltung. Ergebnis: total sicher.

    Journalisten haben einen guten Überlebensinstinkt. Sie sind oft unsicher und kompensieren ihre Unterdurchschnittlichkeit allzu oft mit einer von ihrem Arbeitgeber wohlwollend wahrgenommenen glühenden Belehrungsmission gegenüber ihren Lesern. Wer morgen noch an seinem bezahlten Schreibplatz sitzen möchte, schreibt, was man ihm vorschreibt. Denken ist Luxus, Essen nicht.

    Auch karrierebewußte Journalisten gehen nicht zu einer Zeitung, um dort rasch wieder hinaus zu fliegen. Da ist Anpassung unter den herrschenden Meinungsdruck so etwas wie soziale Intelligenz. Nur wenige haben die Kraft und den Willen, der politischen Integration zu widerstehen. Viele betrachten sie als notwendiges Übel

    Nicht jeder Journalist ist bereit, für eine kritisch- informative Haltung, seinen angenehmen Schreibtischjob notfalls mit einem anstrengenden Job bei den Kanalräumern zu ersetzen. Da ist Selbstbetrug der leichtere Weg. Klingt banal, ist es auch.

  6. Johannes

    Der Fisch beginnt immer vom Kopf zu stinken. Wenn die Führungsriege einer Mediengesellschaft die Linie vorgibt bleibt kein Platz mehr für individuelle Sichtweise. Das beste Beispiel dafür war Relotius, er hat das gemacht was am meisten honoriert und gepriesen wurde und wohl auch seinem politischen Selbstverständnis entsprochen hat. Dieser Mann lief andauernd offen Türen ein und hatte praktisch keinen Widerstand zu erwarten. Ich verbeuge mich tief vor Juan Moreno, es sollte mehr solche Journalisten geben.

    Ich behaupte Relotius war kein Einzelfall, vielleicht war er der Einzige der es auf die Spitze trieb aber im Prinzip wird bei vielen Beiträgen, auch solchen die Fakten bringen, manipuliert.

    Dazu ein Beispiel das ich gerade heute ein paar mal zur vollen Stunde hörte, der ORF Korrespondent hat einen Beitrag über Israel gestaltet. Er hat bewusst die Beantwortung einer Anfrage in der Knesset in seinem Beitrag eingeflochten. Da wird also die Antwort des israelischen Politikers im Beitrag abgespielt in der er beantwortet was für die Impfstoffe bezahlt wurde. Dann wieder und wieder wird die ungläubige Nachfrage eines Abgeordneten dazugespielt . So entsteht der Eindruck es wäre etwas vollkommen überraschendes ans Tageslicht gekommen das man krampfhaft zu verschweigen versucht hätte.

    Um das ganze abzurunden rechnet der Redakteur nun den Preis pro Impfdosis aus und es steht wie ein Elefant im Raum das hier etwas skandalöses geschehen sei, wie konnte es Israel nur wagen so viel Geld auszugeben.

    Am Ende steht, nach meiner Wahrnehmung, der unausgesprochen Vorwurf im Raum hier sei etwas skandalöses passiert. Ob die Bevölkerung hinter diesen Maßnahmen steht bleibt unbeantwortet, ob die Impfungen vielleicht Tausenden das Leben gerettet haben bleibt unbeantwortet. Allein 600 Millionen Euro stehen irgendwie wie ein schweres Vergehen im Raum.
    Ein perfektes Beispiel wie etwas ohne es direkt anzusprechen suggeriert worden ist.

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