Hausfrau, ein (fast) ausgestorbener Job

“…..Die Hausfrau wird zum “Auslaufmodell” – zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens GfK. Demnach waren nur mehr neun Prozent der Mütter mit Kindern der Jahrgänge 1996 bis 2008 Hausfrauen. Zum Vergleich: Bei den Müttern der Kriegs- und 68er Generation betrug der Hausfrauen-Anteil noch 53 Prozent….” (hier)

13 comments

  1. world-citizen

    Ja, die Menschen haben heute mehr Ansprüche an das Leben, weil sie nicht mehr an die Dogmen der Religionen glauben, wonach man im Jenseits für alle Entbehrungen des irdischen Lebens belohnt werde.
    Eine logische Konsequenz.

  2. Thomas Holzer

    Also bitte: heißt das nicht in unseren Tagen korrekt Hausfrau * Innen ? 😉

  3. Reinhard

    @world-citizen
    Ihre Worte implizieren, dass das Leben mit Kindern und für Kinder, das Schaffen einer wohligen Familienumwelt und die Sorge um die Liebsten nichts mit “Ansprüchen an das Leben” zu tun haben. Die typische Weltsicht des Egozentrikers.
    Seltsamerweise sind die Massen an Nicht-Hausfrauen heute unzufriedener mit ihrem Joch in der Tretmühle der Wirtschaft (und das alles nur für Treter, Taschen und Tinnef) als ihre Großmütter es waren.
    Vielleicht sollten wir uns überlegen, ob “Ansprüche an’s Leben” immer nur “Cash!” bedeutet. Seltsamerweise wird dieses Weltbild hauptsächlich von den Linken propagiert, die damit schon Heerscharen von Müttern (zwecks “Selbstverwirklichung und Unabhängigkeit”) in Fabriken, Konsumwahn und finanzielle Abhängigkeit von irgend einem Sch**job getrieben haben.
    Sollen die Menschen selbst entscheiden, welche Art des Lebens ihnen genehm ist, ohne dass sich (wie es in medialen Diskussionen immer zu beobachten ist) moralinsauer verbrämte Wichtigtuer die eine oder andere ihnen nicht genehme Lebensart als “reaktionär” oder “unsozial” abkanzeln.
    Was das angeht glauben die Leute bis heute sehr wohl an die Dogmen einer Religion. Es ist nur eine andere Religion – die des Geldes und der Gier. Propagiert von ausgerechnet jenen, die den Kapitalismus nur aus einem Grund abschaffen wollen, nämlich um selbst an das Kapital zu kommen.

  4. Rennziege

    5. März 2014 – 08:35 world-citizen
    Verzeihen Sie diese private Frage, WC: Haben Sie eigentlich Kinder? Oder eine Frau bzw. eine Lebensabschnittsgefährtin oder einen Lebensabschnittsgefährten? Oder blicken Sie als Solist durch das Herzerl in Ihrer Tür, daraus reiche Lebenserfahrung schöpfend?

  5. Mourawetz

    Wenn die höher und immer höher werdenden Ansprüche auch nicht mit einem guten und sehr guten Gehalt befriedigt werden können, liegts vielleicht nicht daran, dass ein Gehalt zu wenig ausreicht, und daher beide arbeiten müssen; sondern viel mehr daran, dass ein mittleres bis gutes Gehalt viel zu hoch besteuert wird. Wenn heutzutage schon bei 4.000 Euro 50 % des Gehaltes abzuliefern sind, kann man sich keine Familie aus einem Gehalt leisten. Offensichtlich ist es heutzutage ratsamer, dass beide Eltern bei der Billa-Kassa vor sich hindümpeln, um der extremen Steuerbelastung zu entgehen. Denn zwei Gehälter um jeweils 2.000 bringen mehr Netto als 4.000.

    Die unverschämte Besteuerung für bessere Gehälter ist eine Waffe der Politischen Korrektheit gegen die Familie. Ungleichheit müsse durch Besteuerung umverteilt werden, Gutverdiener werden mit dem Wieselwort von der Solidarität ruhig gestellt. Die Folge ist, Mütter müssen arbeiten gehen, werden aufgerieben zwischen Arbeit und Kind. Ergebnis: Familie als Team von spezialisierten Eltern ist zerstört. Es lebe Elter1 und Elter2 von der Billa-Kassa. Und nachher gehens Wohnung zsammräumen,. 50:50 versteht sich.

  6. Reinhard

    @Mourawetz
    Im Inhalt absolut richtig, nur einen Punkt möchte ich kritisieren, nämlich das an allen Ecken und Enden wiedergekäute “…kann man sich keine Familie aus einem Gehalt leisten.”
    Das stimmt absolut nicht, denn es ist nicht die Familie, die wir uns nicht leisten können, sondern das iPhone, der 3D-Fernseher, die Snowboardwoche und den Karibikurlaub. Um das zu genießen stecken wir die Kinder in Kindergärten und Ganztagsschulen, die Kranken in Pflegeheime und die Alten in den “Vorfriedhof” vulgo Altenheim.
    Es ist umgekehrt: FÜR dieses Gehalt können wir es uns nicht mehr leisten, eine Familie zu haben.
    Weniger Schnickschnack, Verblödungsapparate und Zeittotschläger, dafür Pflege der Angehörigen und Erziehung der Kinder – wetten, dass das geht?

  7. Mourawetz

    @Reinhard

    Ja sicher geht das, man kann auch von einem Gehalt eine Familie ernähren, unter Aufgabe eben vieler anderer Dinge im Leben. Was nicht notwendig wäre, gäbe es diese leistungsfeindliche Besteuerung nicht.

  8. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>> Verzeihen Sie diese private Frage, WC: Haben Sie eigentlich Kinder? <<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Ja, habe ich – und ich habe sie auch gefüttert, gewickelt und gebadet. Und auch sonst ist mir nie etwas zu teuer für sie gewesen. Aber ich habe sie sicher nicht dafür großgezogen, daß der Staat dann über sie verfügt.

    Nichts desto trotz darf man nicht vergessen, dass die Menschheit inzwischen auf über 7 Milliarden angewachsen ist und immer noch jährlich um 80 Millionen wächst. Unsere Erde ist dabei, aus allen Nähten zu platzen. Angesichts dieser Tatsache ist es nicht abwegig, wenn man Menschen empfiehlt, bevor sie Kinder in die Welt setzen, darüber nachzudenken ob sie auch in der Lage sind, ihnen etwas auf den Lebensweg mitzugeben.

  9. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ihre Worte implizieren, dass das Leben mit Kindern und für Kinder, das Schaffen einer wohligen Familienumwelt und die Sorge um die Liebsten nichts mit “Ansprüchen an das Leben” zu tun haben. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Es muss jedem Individuum selbst überlassen sein, wie es sein Leben gestaltet. Niemand hat das Recht, anderen diesbezüglich seine Vorstellungen aufzuzwingen.

    https://scontent-a-vie.xx.fbcdn.net/hphotos-frc1/t1/1920145_748963455138079_690347482_n.jpg

  10. gms

    WC,

    “Niemand hat das Recht, anderen diesbezüglich seine Vorstellungen aufzuzwingen.”

    Exakt dies aber findet statt mit der oben thematisierten progressiven Besteuerung. Das führt dann insbesondere hierzulande zu jener Paradoxie, wonach die Ehe zwar nachwievor eine wechselseitige Beistands- und Unterhaltspflicht beinhaltet, selbige aber durch das Steuerwesen konterkariert wird — “Du sollst keine dir Nahestehenden haben, außer den Staat!”

    In Frankreich wiederum gibt es ein Familiensplitting, das nicht nur den Ehepartner einbezieht, sondern auch Kinder. Ob und wann der gallische Globus mit seiner daraus resultierenden Geburtenrate aus allen Nähten platzt, sei dahingestellt. Nimmt man aber das Mindset der üblichen Verdächtigen als Maßstab und blickt zugleich auf eine beliebige Stadtautobahn Freitag nachmittags und die dortigen Blechkolonnen, dann hätte das Auto niemals erfunden werden dürfen. Sieht man nun nach Kalkutta und die dortige Beengtheit zu jeder beliebigen Tageszeit, läßt sich analog ein globales Koitusverbot für Hominiden ableiten, oder in dessen milderer chinesischen Spielart ein Verbot des zweiten Kindes und aller danach.

    Wie glücklich darf sich dagegen der Austriake fühlen, erfolgt hier doch der Zwang um 10er-Potenzen subtiler. Klar darf man hier beliebig viele Kinder haben, und die dürfen auch an dem Wohlstand teilhaben, den der gütige Staat den Eltern übrig läßt. Sollte besagte Güte dennoch in monetärer Beengtheit münden, kann man den Nachwuchs immer noch in einer staatlichen Verwahranstalt abliefern, und dergestalt befreit jenen Vorstellungen folgen, die einem Papa Staat als nicht ausschlagbares Angebot ans Herz legt.

  11. Thomas Holzer

    Ich denke, daß es nur mehr eine Frage der Zeit ist, bis in unseren Landen, um “alternative Lebenskonzepte” zu “unterstützen”, Homo- Bi- Transsexuelle und wie sie alle heißen mögen “Partnerschaften”, vom Staat gesetzlich via Steuerbegünstigungen gefördert werden.

  12. Mourawetz

    Auf allen Kanälen nur Teleshopping, Hausfrauen-TV. Aber die Hausfrau wird zum Auslaufmodell. Sollte GfK beizeiten den Fernsehsendern erklären.

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