Heißt Freiheit, frei von Empathie und Verantwortung zu sein?

Von | 4. Dezember 2021

(C.O.) Liberal zu sein in Zeiten der Pandemie ist nicht ganz einfach. Aber es geht durchaus – die Gründerväter des Liberalismus helfen uns dabei. Wer versucht, ein einigermaßen liberal denkender Zeitgenosse zu sein, hat seit dem Ausbruch der Pandemie zu all den Problemen, die uns Corona bereitet, auch noch eine veritable intellektuelle Herausforderung zu meistern. Denn im Gegensatz zu Linken, denen es nie genug vom starken Staat geben kann, und Rechten, die das genauso sehen, zwingt Corona den Liberalen in ein gehöriges Dilemma. Die Bekämpfung der Seuche erzwingt massive Einschränkungen jener Freiheitsrechte, die für den Liberalen besondere Bedeutung haben. Unter den Bedingungen einer Pandemie scheint daher echter Liberalismus ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, will man nicht den Kollaps des Gesundheitssystems riskieren.

Dazu kommt, dass in der Pandemie der Staat zum dominanten Akteur wird – werden muss? –, während Selbstbestimmung und Eigenverantwortung zu Synonymen für Scheitern und Versagen werden. Auch das ist mit liberaler Gesinnung nicht zu vereinbaren.

Liberale, die da einen Kompromiss suchen, müssen mit einer Fatwa jener rechnen, die sich als die Gralshüter des wahren Liberalismus verstehen. Weil etwa ich als bekennender Liberaler grundsätzlich für Freiheitsbeschränkungen wie das Tragen einer Maske, die Reduktion der Kontakte oder das Impfen argumentiere, darf ich mir von ehemaligen liberalen Mitstreitern anhören, ein „Verräter“ zu sein, ein „Coronazi“, ein „bezahlter Scherge der Corona-Diktatur“, ein „Systembüttel“, der den „Maulkorb“ auch noch genieße. Und so fort.

Nun kann ich damit gut leben; dass die eh schon kleine Gruppe der ernsthaften Liberalen gegenseitig über sich selbst herfällt wie die „Judäische Volksfront“ über die „Volksfront von Judäa“ in Monty Pythons „The Life of Brian“, hat eine unterhaltsame Note. Doch dahinter steht ein ernsthaftes Problem des Liberalen: die Abwägung zwischen der Freiheit des Einzelnen und deren unter ganz außerordentlichen Umständen temporär notwendigen Beschränkung.

Orientierung kann ein Blick in die Schriften des liberalen Vordenkers John Stuart Mill (1806–1873) geben. Für ihn ist Freiheit „der erste und stärkste Wunsch der menschlichen Natur“ und genießt entsprechenden Schutz. Mit einer Einschränkung: „. . . dass der einzige Grund, aus dem die Menschheit, einzeln oder vereint, sich in die Handlungsfreiheit eines ihrer Mitglieder einzumischen befugt ist: sich selbst zu schützen. Dass der einzige Zweck, um dessentwillen man Zwang gegen den Willen eines Mitglieds einer zivilisierten Gesellschaft rechtmäßig ausüben darf, der ist: die Schädigung anderer zu verhüten.“

Das ist ein sehr moderner Begriff von Liberalismus, der pragmatisch abwägt, wo die äußersten Grenzen der Freiheit des Einzelnen zu ziehen sind. Wenn in einer Pandemie aber das Verhalten Einzelner „die Schädigung anderer“ (Mill) zur Folge haben kann, dann ist die Einschränkung derer mit liberaler Gesinnung durchaus vereinbar. Wichtig ist nur die strenge Güterabwägung im Einzelfall; nicht leicht, aber durchaus möglich. Und natürlich immer penibel demokratisch zu legitimieren.

Man kann noch einen Schritt weiter gehen und all jenen, die unter dem Deckmantel ihrer vermeintlichen Freiheit in diesen Tagen auf die Straße gehen, vorhalten: „Das Verhalten gewisser Gruppen in der Pandemie wird den Begriff Freiheit stark beschädigen.“ So beschreibt der deutsche Arzt und Publizist Philipp Holstein das Phänomen: „Diejenigen, die diesen Begriff gerade besetzen, meinen eine individuelle, narzisstische ,Freiheit‘, die im Wesentlichen beinhaltet, frei von Verantwortung und Empathie zu sein . . . Freiheit wird umdefiniert, als die Freiheit, auch kleinste Einschränkungen zum Wohle anderer, ggf. Schwächerer ablehnen zu dürfen und im Pseudofreiheitskampf sogar ablehnen zu müssen.“

Ein Blick auf die Demos der Entwurmungsmittel-Freunde und ihr Publikum kann beim Verstehen dieses Zusammenhangs übrigens erhellend sein.

19 Gedanken zu „Heißt Freiheit, frei von Empathie und Verantwortung zu sein?

  1. Marcus Franz

    Ein paar Anmerkungen dazu: Die Impfung ist vorwiegend Selbstschutz und jeder kann sich impfen lassen. Es ist daher nicht nachvollziehbar, warum eine Freiheitsbeschränkung namens ImpfPflicht kommen soll, denn sie stellt auch einen empfindlichen Eingriff in die Integrität des Individuums dar. Jede Injektion ist eine Verletzung des Körpers und man muss schon sehr gute Gründe haben, dies staatlich anordnen zu können.
    Die Impfpflicht ist medizinisch nicht zu argumentieren, da die Kosten/Nutzen-Relation speziell bei jüngeren Menschen gegen die Notwendigkeit einer Pflicht spricht. Eine nachhaltige durchbrechende Wirkung der Impfung betreffend der Infektionsketten ist nicht nachzuweisen, geimpfte Leute können sich genauso infizieren wie Ungeimpfte und sie bietet keine sterile Immunität.
    Aus liberaler Sicht ist sie schon gar nicht zu akzeptieren, weil eben die Freiheit besteht, sich selbst jederzeit durch die Impfung schützen zu können. Warum also das Individuum verpflichten?

    Eine Impf-Empfehlung hingegen ist vor allem für Männer ab dem mittleren Lebensalter, besonders für Übergewichtige, Diabetiker (vor allem Typ 2) klar auszusprechen. Bei den Risikogruppen sind Incentives zu überlegen, 1000 geimpfte Übergewichtige nützen dem Schutz der Intensivstation vor Überlastung vermutlich mehr als 100.000 zwangsgeimpfte junge Leute (die übrigens ein relativ hohes Nebenwirkungsrisiko haben)

    Zu den Regeln (Maske zB) ist zu sagen, dass die Maske an gewissen Plätzen wirkt und sinnvoll ist: schlecht belüftete Räume mit vielen Leuten drin, Praxen, Öffis etc.
    Masken für Kinder hingegen: kaum wissenschaftliche Daten vorhanden.

    Die anderen Regeln wie Abstand und Husten- wie Nies-etikette sind Umgangsformen der Rücksichtnahme und nicht neu, einem Liberalen daher bekannt und die wird man auch einhalten, zum
    Fremdschutz.

    Lockdowns: unzählige Studien bestätigen, dass der Schaden derselben in der Gesamtschau größer ist als der Nutzen. Sie sind daher weder aus liberaler noch aus grundsätzlicher Sicht zu akzeptieren.

  2. Wolfgang Niedereder

    Sg.Herr Ortner!
    Auch in der Wissenschaft ist die Wahrheit eine Tochter der Zeit. Ihre Unterstützung für alle erdenklichen Corona- Maßnahmen werden aktuell durch Länder wie Schweden gehörig in Frage gestellt. Wie wäre es mit der Great Barrington Declaration und deren Unterzeichner? Vielleicht ändert diese ihre Sichtweise etwas.

  3. Cora

    Auf den Intensivstationen das heißt also dort mit Atemschutzgerät liegen Leute, die sich nicht impfen haben lassen. Diese nehmen jenen, deren das Schicksal eine Krebserkrankung ec. beigefügt hat, das Bett weg.
    “…einzige Zweck, um dessentwillen man Zwang gegen den Willen eines Mitglieds einer zivilisierten Gesellschaft rechtmäßig ausüben darf, der ist: die Schädigung anderer zu verhüten.“

  4. Gerald

    Ich würde mich schriftlich dazu verpflichten, auf eine intensivmedizinische Behandlung im Falle einer Coviderkrankung zu verzichten oder diese selbst zu bezahlen um der Allgemeinheit(Betonung liegt auf Gemeinheit) nicht zur Last zu fallen. Vielleicht tun das ja auch die vielen schwer übergewichtigen, bewegungsarmen, Raucher, Alkoholiker etc.
    Aber ich werde ALLES tun um einer Impfung mit diesen unerforschten Medikamenten zu entgehen. Genügend Antikörper habe ich -ärztlich bestätigt- dagegen auch ohne Impfung. Die georderten Impfdosen reichen um die ganze EU mehr als 20 mal zu impfen! Wozu???

  5. Falke

    Der große Unterschied zwischen demoratisch-freiheitlichen und autoritären (faschistischen, kommunistischen) Gesellschaftsordnungen und ist die Tatsache, dass in ersteren der einzelne Mensch und sein Glück im Mittelpunkt stehen, während in letzteren das Wohl der Allgemeinheit, der Gesellschaft, absoluten Vorrang hat (wobei natürlch das autoritäre Regime selbst bestimmt, was das allgemeine Wohl ist). Daraus ziehen diese Regimes den Schluss, dass sich der Einzelne für die Gemeinschaft opfern muss, ja dass dar Staat dem Einzelnen das sogar zwingend vorschreiben darf. Ich weiß, wovon ich rede – ich habe den Kommunismus am eigenen Leib erlebt. Und ich muss leider sagen (zu mir selber, aber auch im Freundes- und Bekanntenkreis), dass vieles, was wir in den letzten knapp 2 Jahren bei uns erlebt haben, nicht einmal den kommunistischen Gewaltregimes in den Sinn gekommen wäre. Im Klartext: Auch wenn die Situation gewisse Maßnahmen und Einschränkungen erfordert (was ich gar nicht bestreiten will) – es muss immer die Verhätnismäßigkeit gewahrt bleiben. Und das war absolut nie der Fall.

  6. Marco

    Vorweg:

    Es ist keine Pandemie der ungeimpften,sogar Drosten sieht es so.
    Wenn im Orf der Geschäftsführer der KRAGES Burgenland im ORF klar Stellung nimmt und sagt die ITS ist auch mit
    50 Prozent geimpften belegt, frage ich mich warum man überhaupts eine Impfpflicht in den Raum stellt.

    Die Politik fordert eine Impfpflicht ,mit der Begründung es gäbe dann keine Wellen,Lockdowns,NPIs mehr.
    Schaut bitte nach Portugal,Irland ,Gibraltar mit den höchsten Impfquoten,
    Portugal überlegt den nächsten Lockdown.
    Ich orientiere mich eher an der FLU (Spanischer Grippe) Pandemie die 2 Jahre dauerte und wurde dann endemisch.
    Zum Thema Lockdown möchte ich noch anmerken ,dass der immer dort eigesetzt wird wo die Welle sowieso zu brechen beginnt bzw begann
    Politisch natürlich ein perfekter Zeitpunkt.

    Zur Immunität gibt es ja auch noch viele offen fragen.
    Es gibt zb laut Meduni Wien 20% die gar keine Ak bilden können,heisst aber nicht dass sie nicht trotzdem durch B und T Zellen
    geschützt sind.

    Wie schafft es Schweden ohne Zwang,keine Pflichten ,alles auf Empfehlung so gut durch diese Pandemie zu kommen-
    Vermutlich ,weil neben Impfung natürliche Immunität bei jüngeren schnell aufgebaut wurde.
    Vermutlich auch weil Selbstbestimmung der Weg zum Erfolg ist.
    “Freiheit bedeutet Selbstbestimmung”
    Baruch Spinoza (1632-1677)

    Mfg
    Ein normaler Bürger

  7. hausfrau

    Ein Blick auf die Demos der aufrechten Kämpfer gegen Rechtsextremismus ist gleich “Coronaleugner” und ihr Publikum kann beim Verstehen vielleicht noch erhellender sein.
    Salonliberale, mit einer feudalen Ader belehren die Gesellschaft.
    Womit?
    Es steht jedem frei, anderen Glaubens zu sein – aber nicht, andere per Zwang zu missionieren.
    Der Mainstream, der Glaube, gespeist ausschließlich von evidenzlosen Politikern steht im Gegensatz zur evidenzbasierten Wissenschaft, der Wahrheit, welche vom Mainstream als böse und unwahr erklärt wird.
    Wenn nun ein sich als Liberaler wähnender, der sich freilich auch nach wirklichen Fakten umsehen könnte, aber nicht muß, aus Spaß an der Freud auf der “richtigen” Seite zu stehen die Freiheit herausnimmt, eine Bevölkerungsgruppe zu framen und hemmungslos herab zu würdigen plus Beschimpfungen, wie dumm und primitiv die doch seien, und gleichzeitig penetrant übergriffige Staatsmaßnahmen gegen diese fordert –
    – dann entlarvt er sich halt als subversives Würstel.

  8. Menschmaschine

    „Diejenigen, die diesen Begriff gerade besetzen, meinen eine individuelle, narzisstische ,Freiheit‘, die im Wesentlichen beinhaltet, frei von Verantwortung und Empathie zu sein”
    Seit wann ist Freiheit im liberalen Sinn “narzisstisch”, nur weil sie klarerweise individuell ist bzw. gerade für Liberale sein MUSS?
    Anscheinend redet dieser Arzt der Pseudofreiheit der Linken, die meinen, die individuelle Freiheit aufzugeben um einem höheren, vom Staatsratsvorsitzenden, der Regierung oder sonstwem ausgegebenen Ziel zu dienen, sei wahre Freiheit, das Wort. Das das, was die Linken unter Freiheit verstehen, Quatsch ist, hat schon v. Mises vor bald 100 Jahren beschrieben. Gerade hier sollte man darüber nicht mehr diskutieren müssen.

  9. sokrates9

    Die Verfassung lässt eine Pflichtimpfung zu wenn große Gefahr besteht dass erheblicher Anteil sterben kann und sichgestellt ist das gelindere Mittel nicht reichen.Man atumentiert dass Herdenimmunität erreicht werden muss. Jetzt sieht man dass bei schnellenMutationen nicht gelingen kann Herden immunität ist nicht erreichbar und auch die Impfung Infektionsgefahr nicht ausschließt.Demgegenüber steht ein individuelles Risiko vor Nebenwirkungen.
    Die Argumentation mit den Intensivbetten sehe ich als zweifelhaft wenn man die Bettenanzahl (allein 40,000 zuwanderer)entsprechend erhöhen könnte. Fazit: Jeder kann sich schützen, eine Zwangsimpfung für andere ist verfassungswidrig!

  10. seerose

    Also, ich kenne niemand, der sich aus “Solidarität” hat impfen lassen. Die einen lassen sich impfen, weil sie Angst vor der Krankheit haben und die anderen, und das ist der grössere Teil, weil sie ihr altes Leben wieder zurückhaben wollten, weil sie verreisen wollen. Das alles sind verständliche Gründe.
    Nun ist bei beiden Gruppen eine gewisse Enttäuschung zu sehen. Die einen, weil sie nicht unsterblich sind und die anderen weil die Einschränkungen des Lebens – obwohl sie brav waren und sich impfen haben lassen) nach wie vor verhanden sind und sie sich jetzt immer wieder impfen lassen müssen und ständig auf das Ablaufdatum dieser Dauermedikation achten müssen.
    Glauben Sie, Herr Ortner, dass der Zwang zur Impfung jemals aufhören wird?
    Auch nach dem 56. Booster werden Sie immer noch wenn Sie den 57. Booster verpassen, wieder ungeimpft sein.

  11. Selbstdenker

    Ich stimme Herrn Ortner weitgehend zu.

    Ein kleines Gedankenspiel: wie würde die „Diskussion“ verlaufen, wenn es sich um eine gefährliche Tropenkrankheit oder um eine gefährliche Geschlechtskrankheit handeln würde?

    Auf tragisch-komische Art liegen sogenannte „Popuplisten“ plötzlich argumentativ im gleichen Bett wie die „Bugchaser“-Szene in San Francisco.

    Im Kern der Sache geht es um negative externe Effekte, die sich vermeiden ließen, wenn jeder für sich und andere einigermaßen verantwortungsvoll agieren würde.

    Ein Einsiedler, der keinen Kontakt zu anderen Menschen hat, ist weder Gefährdeter noch Gefährder. Diese Situation trifft – auch wenn es Abstufungen gibt – auf 99,9% der Bevölkerung aber nicht zu.

    Was mich sehr stört, ist, dass praktisch jedes Problemfeld von Internet-Glaubenskriegern heimgesucht wird, die sich weitgehend emotional und auf 132 Zeichen beschränkt „austauschen“. The medium is the message.

    Damit wird jede lösungsorientierte Diskussion erstickt und ultimativ werden Phänomene der Realität so hingebogen und umgedeutet, dass sie zur jeweiligen Ideologie passen. Lösungen sind auf diesem Niveau keine zu erwarten.

    Die eigentlichen Fragen wären meiner Meinung nach die folgenden:

    Gibt es einen Weg die C-Pandemie zu bekämpfen ohne
    a) zahlreiche KMUs / Selbständige zu ruinieren,
    b) die Gesellschaft zu spalten,
    c) Familien zu verkrachen,
    d) alten Menschen einen einsamen Lebensabend zu bescheren,
    e) Kinder um ihre Jugend / ihre Ausbildung / ihre Zukunft zu bringen und
    f) die Fundamente unseres Gesellschaftsmodells zu zerstören?

    Die Antwort lautet ja.

    Sie setzt aber voraus, dass man gewöhnlichen Menschen, die eigenständig denken und verantwortungsvoll agieren die Möglichkeit dazu gibt.

  12. Selbstdenker

    Die C-Pandemie ist alles andere als eine Erfolgsgeschichte vom Staat oder von supra- bzw. supernationalen Organisationen:

    1) Die „Gain of fuction“ Tests in Wuhan wurden mittels NGOs (=organisatorisch ausgelagerter Staat) als Vehikel aus westlichen Steuermitteln unterstützt.
    2) Eine Voraussetzung für die rasche weltweite Verbreitung waren die Vertuschungsmanöver vom großen totalitär geführten Elefanten, der meistens im Raum steht, ohne benannt zu werden.
    3) Die WHO hat über alle Phasen hinweg gemäß dem Drehbuch vom unsichtbaren Elefanten agiert: von der Vertuschung zur überdrehten Dramatisierung bis zum Lob der autoritären Maßnahmen
    4) Man hätte in der Frühphase sowohl die Westler in der VR China in Quarantäne schicken können als auch die Staatsbürger der VR China, die sich zu diesem Zeitpunkt im Westen befunden haben.
    5) Bis auf Schweden und einzelnen US-Bundesstaaten sind alle den – wie sich gezeigt hat – nicht sonderlich effektiven autoritären Lockdown-Maßnahmen gefolgt.
    6) Mittel zur Bekämpfung der C-Pandemie kamen / kommen von privaten Pharmaunternehmen und nicht vom Staat.
    7) Die niedrigschwellige Testinfrastruktur, die hauptsächlich von privaten Hilfsorganisationen und der Ärzteschaft betrieben wurden, hat man im Spätsommer zurückgefahren, um so via Nudging die Impfquote zu steigern.
    8) Man ist sofort der Versuchung unterlegen das Contact-Tracing zu einer zentralen Sammlung von Bewegungsprofilen zu zweckentfremden, die nur darauf wartet – ähnlich wie private Chatprotokolle – zum „richtigen“ Zeitpunkt gegen die „richtigen“ Personen einzusetzen.

    Die große staatliche Erfolgsgeschichte sehe ich hier nirgends.

    Was ich aber sehe, ist eine abgehobene politische Klasse, die sich – über alle Parteien hinweg! – primär mit sich selbst beschäftigt und die Bevölkerung als Stimmen- und Geldbeschaffer für ihr schändliches Treiben sieht anstatt sich als Diener vom österreichischen Staatsvolk zu begreifen.

    Während viele Menschen sich zunehmend mit existenziellen Sorgen (siehe mein voriger Beitrag) auseinandersetzen müssen, befassen sich Politik und Medien mit Arschlochsagern und liefern ununterbrochen reale wie fabulierte Skandale.

    Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen muss!

    Wie sehr sich die Politik von den Anliegen der Bevölkerung entfernt hat, erkennt man an den Bestrebungen wieder eine vorzeitige Neuwahl durchzuführen, nur weil die Umfragewerte dies für einzelne Parteien im Moment günstig erscheinen lassen.

    Sollte es jetzt wieder zu einer Neuwahl kommen, wird sich die bis dato nur hinter vorgehaltener Hand geäußerte Verachtung gegenüber dem österreichischen Politikbetrieb als Ganzes in einen offenen Konflikt auswachsen.

    Denken jene Damen und Herren, die sich schon als den nächsten Bundeskanzler / die nächste Bundeskanzlerin sehen, auch daran, dass sie eine große Mehrheit der Bevölkerung verachten wird?

    Aber vielleicht kommt es ganz anders und die absehbar chaotische Neuwahl besiegelt das Ende der Parteienherrschaft, wie wir sie jetzt noch erdulden müssen.

    Damit hätten die ihrer Partei und dem eigenen Fortkommen verpflichteten Politiker*Innen unbeabsichtigt und ausnahmsweise der Bevölkerung einen Gefallen getan.

    Anstatt Parteien zu wählen, sollten für jeden Wahlkreis die Repräsentanten via Losentscheid ermittelt werden. Der Nationalrat setzt sich aus den so ermittelten Repräsentanten zusammen.

    Durch die föderal gegliederten Wahlkreise und entsprechenden Minderheitenrechten lässt sich damit auch der Bundesrat abschaffen.

  13. sokrates9

    Corona wirkt sich anscheinend auf das logische Denken aus:Wenn jetzt ein Hotelier, Wirt, Fremdenverkehrsmann, Händler, Lehrer, Professor, Journalist – nein die nicht – die Zahl 3300 auf eine Tafel schreibt zurücktritt und sein Hirn einschaltet sieht er:
    Das ist die Zahl die heuer offiziell an Corona sterben!Für Dezember habe ich 600 dazugerechnet- wäre gesamte Intensivstation), Davon waren 70% älter als 70 Jahre,viele der anderen multipel erkrankt. Somit gibt es offiziell mit /an Corobaverstorbene unter 70 Jahre 1000 Leute inklusiver aller Statistiktricks!
    Dafür geht Österreich wochenlang in den lockdown,impft Kinder, versagt einen vernünftigen Unterricht zu gestalten,ruiniert das Gesellschaftleben der Kinder, züchtet Psychopathen, jeder hat erhebliche gesellschaftliche Einschränkungen, die Spaltung der Gesellschaft geht voran, Hass und Neid nehmen zu, die Alten vereinsamen in iheren Heimen, Sterben findet allein in einer Kammer statt, alle Feste und Events werden gestrichen,Milliardenverluste für alle;
    Jetzt wird es Zwangsimpfungen geben,Nebenwirkungen des Impfstoffs unbekannt – dass alles wegen der MAGISCHEN ZAHL 1000 Tote!! Leute, seit ihr alle angerennt?? Warum drückt da keiner die Stopptaste??Was ist das Ziel?? Auf 500 Tote im Jahr bei Vernichtung unsere Gesellschaft runterzukommen??

  14. CE___

    “Corona” zwingt überhaupt niemanden in ein Dilemma.

    Dieses Dilemma machen sich “Liberale” wie Hr. Ortner oder auch ein Mitposter Selbstdenker selber indem sie aus Angst, Panik oder was-weiß-ich heraus zu diesem Thema in das übergriffig-totalitäre abgleiten.

    Und sich auch zu mokieren oder zu “beschweren” dass in dieser Causa die Wogen hochgehen ist absurd.

    Von den sogenannten “Ungeimpften” wurden die Wogen ja nicht aufgepeitscht.

    Und von dem Corona-Virus, allen bisher vorliegenden Fakten nach, auch nicht.

    Ohne PCR-Tests und WHO-Definition einer “Pandemie” wäre das alles kein Thema gewesen, ohne hier jetzt sogar ein “gut” oder “schlecht” bewerten zu wollen.

    Die “Überlastung” eines Gesundheitssystem, durch vorsätzliches Herunterfahren bzw. Unterlassung des Erhaltes der Kapazität, ist auch nicht die Schuld des Virus oder der “Ungeimpften”.

    Und zum Thema “Verantwortung” und “Empathie”, dies einzufordern ist absurd gegenüber diesem Ausmaß an Hysterie in dieser Viren-Causa.

    KEINE Gesellschaft, egal ob individualistisch oder kollektivistisch organisiert, kann mit so einer angeblichen “Verantwortung” bzw. “Empathie” gegenüber Hysterie funktionieren.

    Und auch diese hypothetischen “was-wäre-wenn”-Vergleiche sind zwar lieb und nett, nur haben mit der Causa nichts zu tun.

    Es handelt sich bei diesem Coronavirus eben um KEINE “gefährliche Tropenkrankheit oder um eine gefährliche Geschlechtskrankheit”.

    Nach noch 2009 gültigen Standards der WHO wäre das nicht einmal eine Pandemie.

    Aber natürlich, man kann die Defintion einer Pandemie so stark anziehen dass auch ein Nieser in der U-Bahn ohne sich die Hand vorzuhalten ausreicht zum Ausrufen einer “Pandemie”.

    Und vielleicht generell gesagt, wer in dem uns Menschen von Gott und/oder Natur gegebenen biologischen Ein-und-Aus-Atem-Vorgang seines Mitmenschen eine Gefährdung seines Leib und Lebens sieht, ist m.M.n. schon sehr lebensfremd geworden und zu bedauern.

  15. Selbstdenker

    @CE___:
    Ich weiss nicht auf welchen Beitrag bzw. welchen Kommentar Sie hier antworten; der von Herrn Ortner oder von mir kann es jedenfalls nicht sein.

    “Es handelt sich bei diesem Coronavirus eben um KEINE ‘gefährliche Tropenkrankheit oder um eine gefährliche Geschlechtskrankheit’.”

    Die Krankheitsverläufe sind offenbar sehr individuell. Manche berichten, dass sie über drei Wochen dahingedämmert sind und nur mehr das Allernötigste verrichten konnten.

    Viele Tropenkrankheiten / Geschlechtskrankheiten sind heute nicht mehr zwingend tödlich.

    Ich kann aber trotzdem gerne darauf verzichten.

    Diejenigen, die kein Problem mit einer C-Infektion haben, können sich ja gerne gegenseitig anhusten und pharmazeutische Produkte der Tiermedizin einwerfen.

    Sie sollten aber bitte die anderen in Ruhe lassen, die das nicht wollen.

    Aber das sind halt so “totalitäre Gedanken radikaler Gesundheitsfanatiker”.

  16. sokrates9

    CE@ Perfekte Zusammenfassung! Heuer ca 3200 Covidtote – hochgerechnet-davon 70% über 70 ahre!. Statistische tricks, multiple eRkrankungen lässt zahl weiter schrmpfen was kann mit Zwangsimpfung erreicht werden?Mit all den lockdowns, gesellschaftlichern Verwerfungen, Hass, maximale einschränkungen jedes einzelnen, Strafmaßnahmen, Einsperren, Impfnebenwirkungen . Reduktion auf 500 Ccovitote pro Jahr??! Das isv in Österreich die Sterberate von 3 Tagen!!! Wurde Mathematik in den Schulen bereits abgeschafft??

  17. Johannes

    @CE__: Jetzt sagen Sie doch endlich um wie viele Betten die Intensivstationen heruntergefahren wurden und wann genau und wo. Dieses andauernde Andeuten ohne konkrete Zahlen zu nennen ist eine Dauerschleife wie es scheint.
    Und wenn wir schon dabei sind, wie viele Betten benötigen Sie denn dann für Ihre nicht geimpften Intensivpatienten, 1000, 2000, 10 000 werden Sie endlich konkret, denn das Sie zugeben das viel mehr nötig sein würden steht nun wohl schon außer Zweifel, wie Sie selbst betonen.
    Mittlerweile sind auf den Intensivstationen 85 Prozent der Patienten nicht geimpft, Leute hört endlich auf Euch selbst in die Tasche zu lügen.

  18. CE___

    @ Selbstdenker

    Sie wissen selber dass auch Ihr Kommentar gemeint ist.

    “…Die Krankheitsverläufe sind offenbar sehr individuell. Manche berichten, dass sie über drei Wochen dahingedämmert sind und nur mehr das Allernötigste verrichten konnten….”

    No na ned’ ist jeder Krankheitsverlauf individuell. Diese “manche”, oder eher “gottseidank extrem wenigen” mit schwerem Krankheitsverlauf gibt es. Und es gibt “die aller-allermeisten, so irgendwo 99,9%” die keine Erkrankung oder Erkrankung ohne übermäßig auffallende Symptome haben. Statistik. Fakten. Punkt. Daher verweigere ich mich und viele andere das diese “gottseidank extrem wenigen” instrumentalisiert werden um einen auf alle übrigen übergriffigen Impfzwang herbeizurabulieren.

    “…Diejenigen, die kein Problem mit einer C-Infektion haben, können sich ja gerne gegenseitig anhusten und pharmazeutische Produkte der Tiermedizin einwerfen…”

    Auch diejenigen die EIN Problem mit einer C-Infektion haben husten sich gegenseitig an im täglichen Leben. Es wird nicht zu verhindern sein. Und können sich gerne einer experimentellen Gen-Therapie unterziehen, es redet ja keiner davon dies zu verbieten. Und ja, die anderen nehmen, wie Sie unsachlich schreiben, halt ein “Produkt der Tiermedizin”, welches auch in der Humanmedizin eingesetzt wird samt Verleihung an Nobelpreisen für die Entdeckung dieses Einsatzgebietes.

    “…Sie sollten aber bitte die anderen in Ruhe lassen, die das nicht wollen….”

    Das perfekte Beispiel der Projektion des eigenen Handelns auf andere. Selber einen Impfzwang argumentieren, und anderen vorwerfen dass sie einen angeblich nicht in Ruhe lassen würden.

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