Helmut Schmidt , Deutschlands führender Putinversteher

Von | 27. März 2014

“Der frühere deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt kann das Vorgehen des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der Krim gut nachvollziehen. Die Sanktionen des Westens kritisiert er dagegen scharf….” (und zwar hier)

13 Gedanken zu „Helmut Schmidt , Deutschlands führender Putinversteher

  1. Mourawetz

    Für Helmut Schmidt ist es also “durchaus verständlich”. Klar, wenn eine Lady Ashton und ein paar durchgeknallte Abgeordnete aus USA sich unters Volk am Maidan mischen, ist das eine Provokation, die man nur mit Landnahme der Krim beantworten kann. Man hätte zwar auch den Botschafter zu sich berufen können oder eine Protestnote einlegen können, wobei immer noch die Frage sich erhebt, warum, da es sich um eine innerukrainische Angelegenheit handelte, aber was solls. So ist es doch gleich viel verständlicher: wenn der russische Bär einen Anlass sucht, um wo einzumarschieren, findet er ihn auch. Er ist halt leicht reizbar.

  2. caruso

    Ja, der große Guru, der China und Putin Versteher. Ein “komischer” Kauz der Herr
    alles Besserwisser.
    lg
    caruso

  3. Graf Berge von Grips

    Wo er recht hat, hat er recht!
    96% der Bevölkerung stimmt für den Anschluss, und keiner akzeptiert’s…
    Die Sanktionen des Westens unter der Federführung von Obama binglad’n und der europäischen Bäumeumarmer sind ein Schuss ins eigene Knie!
    Es ist halt nach wie vor so.Putin ist der einzige Weltpolitiker mit Eier…

  4. Wettbewerber

    Schmidt liegt wahrscheinlich richtiger, als die meisten US- und EU-Versteher

    Wie oft muss man es noch sagen: Ist Putin ein Despot übelster Ausprägung? Ja, natürlich! Trifft ihn eine Schuld an der Eskalation auf der Krim? Womöglich. Trägt er die Hauptschuld an der immer brenzliger werdenden Lage? Nein, mit Sicherheit nicht. Die tragen Obama und Kerry.

    Wer’s nicht glauben mag, weil es aufgrund der andauernden Beschallungs-Bombardierung durch die gleichgeschalteteten westlichen Mainstream-Medien nicht vorstellbar erscheint, dem sei folgendes empfohlen: https://www.youtube.com/watch?v=wWJ-f3dSaJg

    Daraus lässt sich für mich nur eines schließen: Die amerikanische Regierung WILL es darauf ankommen lassen. Die Krim ist wohl nur das Vorspiel für den (bei weitem russisch dominierten) Ost-Teil der Ukraine. Ein gefährliches Spiel.

  5. Christian Peter

    Putin kann man nicht verstehen, man muss ihn verstehen : Es gab im Rahmen der Aufgabe der sowjetischen Gebietsansprüche in Osteuropa eine klare Vereinbarung : Keine Ausdehnung der NATO in Osteuropa. Diese Vereinbarung wurde infolge vom Westen und der NATO gebrochen, welche sich auch noch die Ukraine einverleiben möchten.

    Ukraine : Ein Staat im Osten, den sich die NATO gerne einverleiben möchte.

    http://principiis-obsta.blogspot.co.at/2013/12/die-ukraine-ein-staat-im-osten-den-die.html

  6. Reinhard

    Erstmals seit langem haben die USA einen Überschuss an Erdgas, födern also mehr als sie verbrauchen.
    Just in diesem Momente – was ein Zufall! – bietet der Friedensengel Europa großmütig an, bei der Energieversorgung und Entkopplung von Moskau zu helfen.
    Dabei wettert er, wenn Moskau wirklich provokante Demonstranten in Donezk unterstützt, müsse es noch mehr sanktioniert werden. Seine eigene Unterstützung für die Provokateure am Maidan zählt natürlich anders.
    Und er fordert, toller Zeitpunkt, als Gegenleistung für die großmütige Versorgung mit Erdgas-Überschüssen (die an sich schon ein tolles Geschäft ist), eine stärkere finanzielle Beteiligung der europäischen Nato-Partner an den Kosten seiner kriegerischen Abenteuer.
    Doppelt kassieren… aber nein, natürlich geht es nur um die Wahrung der Demokratie und der Werte und Bla Blabla Bla – reden kann er eh, hat immerhin nur für’s Quatschen und ohne einen einzigen Handschlag zu tun einen Friedensnobelpreis kassiert.
    Die Gutmenschenmedaille haben inzwischen fast nur noch Menschen und Organisationen kassiert, die bald darauf in blutige Auseinandersetzungen verstrickt waren.
    Ein Schelm wer Böses denkt.

  7. Christian Weiss

    @ Graf Berge von Grips
    Die Legende, dass da ein demokratischer Entscheid für die Angliederung an Russland gefällt wurde, bleibt trotz der ständigen Erwähnung eine Legende.
    Die Stimmberechtigten hatten bei dieser Abstimmung zwei Alternativen: Eine Rückkehr der Krim zum rechtlichen Status von 1992 oder ein Beitritt zur Russischen Föderation. Die Abstimmenden konnten nicht für den Erhalt des bestehenden Status stimmen, weshalb gerade den Krimtataren gar nichts anderes übrig blieb, als die Abstimmung zu boykottieren.

    Da diese Abstimmung in dieser Weise keinerlei demokratischen Standards entspricht, ist sie schlicht und ergreifend eine Farce.

  8. Mourawetz

    Also wirklich, so viele Provokationen, die nehmen ja kein Ende. Da fühlt sich der russische Bär mit Recht gekränkt und muss sich mit einem weiteren Stück Land trösten. 30.000 Soldaten stehen an der Grenze zur Ukraine mit Trost und Rat parat. Nachher geht’s ihm gleich wieder besser – hoffentlich. Wenn nichtwieder dieser Obama ihn kränkt.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1582555/Schon-30000-russische-Soldaten-an-Grenze-zu-Ukraine?direct=1563377&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=103

  9. Manfred erzetic

    Politiker und Journalisten teilen sich das selbe Schicksal dass sie heute über Dinge reden die sie erst morgen verstehen. Zitat von Helmut Schmidt
    Im August 1991 wurde in Moskau unter Federführung des KGB geputscht mit dem Ziel die UDSSR zu erhalten.Diese August Putschisten wurden nun von Putin geehrt.Putin leidet noch immer unter dem Phantomschmerz wegen des Zerfalls der UDSSR.Die Rückführung der Staaten in eine Russische Föderation hat mit Georgien begonnen und kann in Osteuropa enden.Das wäre das Ende der EU und ein neuer Weltkrieg.

  10. Der Realist

    unter den Blinden ist eben er Einäugige König

  11. gms

    Christian Weiss,

    “Die Stimmberechtigten hatten bei dieser Abstimmung zwei Alternativen: Eine Rückkehr der Krim zum rechtlichen Status von 1992 oder ein Beitritt zur Russischen Föderation. Die Abstimmenden konnten nicht für den Erhalt des bestehenden Status stimmen, weshalb gerade den Krimtataren gar nichts anderes übrig blieb, als die Abstimmung zu boykottieren.”

    Ersten betrug die Wahlbeteiligung über 85%, zweitens impliziert die Verfassung von 1992, die vom ukrainischen Parlament mit großer Mehrheit beschlossen wurde, sowieso den Verbleib bei der Ukraine. Alle nachfolgenden Vereinbarungen über den Status der Krim hatten keine demokratische Legimitation. Zugegeben – man hätte auch fragen können, ob man den aktuellen Status beibehalten wolle, doch der war begründet strittig und hätte, im Falle der denkbar unwahrscheinlichen Annahme, zu mehr offenen Fragen geführt, als jene Alternativen, die nun tatsächlich zur Auswahl standen.

    Wollte jemand tatsächlich redliches Nitpicking betreiben, sollte er den Fokus auf die Absetzung von Janokowitsch legen. Diese erfolgte mit 73 Komma -X Prozent, die Verfassung schrieb aber 75% vor. Wenn man das durchgehen läßt — eine Sichtweise, die ich übrigens nachvollziehbar finde — dann wird eine gegenläufige Beurteilung der Krim-Abstimmung lächerlich.

    Daß sich nun aber auch die UNO mit einer Resolution gegen den Anschluß an der Eskalation beteiligt, setzt dem Ganzen heute die Krone auf. Völlig idiotisch und charakterisch für den Geist dieser Instititution ist u.a. die Begründung: “Noting that the referendum held in the Autonomous Republic of Crimea and the city of Sevastopol on 16 March 2014 was not authorized by Ukraine”.

  12. gms

    Manfred Erzetic,

    “Die Rückführung der Staaten in eine Russische Föderation hat mit Georgien begonnen und kann in Osteuropa enden. Das wäre das Ende der EU und ein neuer Weltkrieg.”

    Aber sicher doch. Und weil Rußland gar so aggressiv ist, wollte es auch eine Lösung, in welcher die Ukraine an beiden Handelsräumen teilnimmt – jenem der EU und Russlands. Da kann man dann sogar in der NY-Times nachlesen, wonach die EU der Ukraine diesbezüglich einen “loyalty contest” aufgezwungen hat, indem sie ein solches Gebilde als inkompatibel ablehnte. Gleichlautendes siehe [2]

    Putins Angebot einer Dreier-Kommission zur Erörterung dieser Fragen, wurde in der sattsam linksgedrallten “Süddeuschen” kommentiert mit [3]: “Putin war es, der in geradezu diabolischer Art ein Dreiergespräch über das Schicksal der Ukraine vorschlug, als schriebe man das Jahr 1939 und könne Territorien zuschanzen wie einst Hitler und Stalin.”

    Wer nicht verhandelt, ist ein Nationalsozialist, wer mit allen involvierten Parteien an einem Tisch verhandeln will, ist auch einer. Eine Nummer kleiner gibt man’s ja heute nicht mehr. Das Ganze war im November, und das rotzgrüne Hitler-Kriegsgedöns wird mit jedem Tag erbärmlicher.

    Und damit die EU auch wirklich keinen Fehler mehr ausläst, muß sie selbst auf unverdächtigen Seiten [4] über sich berichten lassen: “Asked if the agreement could be signed under the current interim government, or if it would be necessary to wait until the presidential elections on 25 May, he said that the Commission “took note” that the interim cabinet had been endorsed with a constitutional majority by the Verkhovna Rada, Ukraine’s Parliament, and it was therefore considering it “an interlocutor at this stage”. The Ukrainian interim government passed the vote in parliament yesterday [Anmerkung: Obwohl die 75%-Marke knapp verfehlt wurde].

    Asked three times if “an interlocutor” was an equivalent of “a legitimate government”, Bailly finally said that it was “up to the Ukrainian authorities, with the Parliament” to make a proposal for the signature of the AA. Asked if a vote of the Ukrainian parliament was needed for the Commission to consider the request, Bailly said he was not familiar with the Ukrainian constitution, but that the procedure should be sovereign and respect the country’s constitutional requirements.”

    Wir halten fest: Die EU weiß selbst nicht so genau, ob es mit der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens durch die Übergangsregierung in Kiew so seine Richtigkeit hätte. Was sie aber nicht daran hindert, mit dieser ein solches abzuschließen.

    [1] nytimes.com/2013/12/04/opinion/how-the-eu-pushed-ukraine-east.html?_r=0
    [2] europeanleadershipnetwork.org/how-the-eu-can-bring-ukraine-into-europe-_1128.html
    [3] sueddeutsche.de/politik/gescheitertes-eu-abkommen-spalter-putin-erreicht-sein-ziel-1.1824522
    [4] euractiv.com/europes-east/commission-pedagogical-work-need-news-533853

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