Herr Fischer und die linken Diktatoren

Von | 23. November 2013

(ANDREAS UNTERBERGER) Der Bundespräsident hat den von fast allen anständigen Staaten geschnittenen ukrainischen Staatschef Viktor Janukowitsch ganz offiziell in Wien empfangen. Nur Stunden davor hat die Janukowitsch nahe stehende ukrainische Parlamentsmehrheit brutal die international schon ausgehandelte Freilassung der Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko abgelehnt; diese ist die prominenteste politische Gefangene des ukrainischen Regimes (ihre gesundheitlichen Probleme sind ja nur eine Randaspekt der ukrainischen Diktatur). Provozierender und frecher könnte die ukrainische Seite die Dinge gar nicht zusammenfallen lassen. Peinlicher und beschämender könnte die Entwicklung auf der anderen Seite für Heinz Fischer gar nicht sein. Dabei hatte sich der langjährige Verehrer der nordkoreanischen und kubanischen Diktaturen ja in letzter Zeit als Bergwanderer und Hofburg-Beamter selbst zu verharmlosen versucht. Dabei hat auch die EU bei den Gesprächen über Timoschenkos Freilassung der Ukraine ohnedies schon viel zu viele Konzessionen gemacht, die im Grund auf einen Menschenhandel hinausliefen. (TB)

3 Gedanken zu „Herr Fischer und die linken Diktatoren

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Da fällt mir wieder der Artikel von Hans Pretterebner ein: “Wie viel Charakter braucht ein Bundespräsident?”
    (alt aber noch immer lesenswert).

  2. Reinhard

    Wischiwaschi auf allen Seiten.
    Fakt ist, dass das Vorgehen gegen Oppositionelle in der Ukraine nicht anders zu bewerten ist als jenes in China. Bei den Chinesen betteln die EU-Granden aber grade um Geld und Handel, da blendet man schon mal Tatsachen aus. Die Ukraine ist nur interessant für jene, die ihr Gas darüber beziehen. Österreich zum Beispiel. Der Rest kann sich da wie immer besserwisserisch empören, präpotent lamentieren und sich in Dinge einmischen, die sie einen Dreck angehen. Frau Timoschenko ist zwar Oppositionspolitikerin, aber ob ihr wirtschaftliches Handeln als millionenschwere Ölmagnatin immer so unschuldig ist wie ihr blondumkränztes Kameralächeln steht unserer Bewwertung nicht zu.
    Wie immer hat sich die EU vollmundig in Dinge eingemischt, die sie nichts angehen, und haben sich Politiker zu Äffchen der auf ein hübsches Gesicht fokussierten Boulevardmedien degradiert, und jetzt haben’s den Scherben auf.
    Die Ukraine mit Nordkorea oder Kuba in einen Topf zu werfen finde ich seltsam von Leuten, die China oder Indien zu fortschrittlichen Tigerstaaten und demokratisch unbedenklichen Handelspartnern erklären…

  3. Mona Rieboldt

    @ Reinhard
    Sie wird sich die Taschen genauso vollgestopft haben wie andere auch. Unschuldig ist sie sicher nicht.
    Aber, aber Reinhard, sie ist doch so schön blond und hat so eine hübsche Frisur, da sollte sie doch frei kommen, vielleicht im Austausch gegen die potthässliche EU-Tante Ashton 😉

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