Haselsteiner ist kein überzeugendes Angebot für Liberale

Von | 13. September 2013

Für Wähler mit liberalen Neigungen ist Österreichs bisheriges Parteienspektrum ungefähr so attraktiv wie die Speisekarte eines argentinischen Steak-Restaurants für einen überzeugten Veganer. Man ist bescheiden geworden in diesem Milieu über die Jahrzehnte der großen liberalen Dürre, sehr bescheiden.

Sogar eine aufgeklärte Sozialdemokratin light wie Heide Schmidt galt im überschaubaren Kreis ernsthafter Liberaler Österreichs über einige Jahre als Lichtfigur, auch wenn sie gerade in wirtschaftspolitischen Fragen nicht eben den Eindruck erweckte, die gesammelten Werke Friedrich August v. Hayeks gehörten zu ihrer bevorzugten Lektüre an regnerischen Sonntagnachmittagen.

Es war wohl eine Folge dieser langen Zeit der Entbehrungen, dass die neue Partei Neos im liberalen Milieu mit einiger Sympathie aufgenommen worden ist. Da schien sich eine wählbare Option zu formieren; auch und gerade für jene eher bürgerlichen Liberalen, die mit der ideologisch unter Spindelegger endgültig in die sozialdemokratische Parteienfamilie übersiedelten ÖVP („Her mit dem Zaster“) nichts mehr am Hut haben.

Doch dann kam Haselsteiner. Kaum hatte der seine ersten Interviews als Neos-Liberaler (sic!) gegeben, musste jeden ernsthaften Liberalen in diesem Land sofort wieder das Veganer-im-Steakhaus-Gefühl beschleichen. Darüber, dass Haselsteiner, Österreichs Antwort auf George Soros (reiferer Milliardär mit salonlinken Ambitionen) einen Grenzsteuersatz von 95 Prozent für extrem hohe Einkommen fordert, kann man auch als Liberaler noch hinwegsehen: Die Handvoll Österreicher, die mehr als eine Million Euro verdienen, verlegen dann eben ihren Lebensmittelpunkt in ein Land, das ohne feuchte Enteignungsfantasien zurechtkommt; die können das nämlich problemlos.

Also: Steuerertrag null, das ganze eine Luftnummer für die einfacheren Gemüter. Wahlkampf unter den Bedingungen der Aufmerksamkeitsökonomie halt – Schwamm drüber.

Schwerer wiegt Haselsteiners Einlassung, „zehn bis zwölf Prozent Inflation wie in den 1980er-Jahren“ wären ein „probates Mittel“, um wieder Wirtschaftswachstum zu erzielen. Das hat mit Liberalismus ungefähr so viel zu tun wie der linke Rand der KPÖ mit Baroness Thatchers Gedankengut. Denn für den Liberalen ist das Recht auf Eigentum, vom Staat geschützt und garantiert, ein zentrales Element seiner Überzeugung, und zwar ohne Wenn und Aber.

Eine Inflationsrate von „zehn bis zwölf Prozent“ hingegen ist eine der effizientesten Methoden, um Eigentum und Vermögen zu zerstören. Wer sich in seinem Leben mit Arbeit ein mittleres Geldvermögen von ein paar hunderttausend Euro erspart hat, etwa zur Altersvorsorge, der wird durch eine derartige Inflationsrate binnen kürzester Zeit weitgehend enteignet. Was daran liberal sein soll, dürfte Hans Peter Haselsteiners düsteres kleines Geheimnis bleiben.

Genauso wie die Frage, was ihn antreibt, Politik frontal gegen die Interessen potenzieller Wähler zu machen. Denn liberale Parteien werden typischerweise von Selbstständigen, Freiberuflern, kleinen Unternehmern und anderen leistungsorientierten Schichten gewählt, die immer besonders böse von Inflation betroffen waren. Sorry, Neos: Ein auch nur irgendwie akzeptables Angebot für Liberale sieht anders aus. (“Presse“)

38 Gedanken zu „Haselsteiner ist kein überzeugendes Angebot für Liberale

  1. rubens

    Mit 10-12 % Inflation kann man doch gut weiter betonieren, neue Flughäfen, Autobahnen, etc., ist für die Branche Haselsteiner gut. Und die Westbahn, hier hält die Mehrheit der Anteile die französische Staatsbahn. Sehr durchsichtig sind die Manöver, Haselsteiners.

  2. mannimmond

    “Sogar …Heide Schmidt galt im überschaubaren Kreis ernsthafter Liberaler Österreichs über einige Jahre als Lichtfigur”

    Wenn es einen Preis für Opportunismus gäbe, der “Herr Karl”-Preis wäre ihr sicher.

    Heide Schmidt war eine der übelsten Opportunistinnen in der österreichischen Politik.

    Zuerst Sekretärin von Gustav Zeilinger in der der uralt-FPÖ (Götz), dann schwenkte sie auf die liberale Linie Norbert Stegers, um sich dann Jörg Haider an den Hals zu werfen, der sie mit bestens bezahlten Spitzenpositionen (3. Nationalratspräsidentin) verhätschelte, und so kandidierte sie von Jörgls Gnaden für die Bundespräsidentschaft:

    Heide Schmidt war immer dabei.

    Dann kam es zum Bruch mit Haider, und am Tag NACHDEM Haiders “Ausländervolksbegehren” nicht nach Wunsch gelaufen ist, folgte die Abspaltung des liberalen Forums – Heide fand in Heinz Fischer einen neuen Beschützer – und Schmidts Programm lautete seither:

    “Ich war immer schon gegen Haider” – das klang so glaubwürdig wie Ulbrichts: “Niemand möchte einen Mauer bauen”.
    Dass das als politisches Programm zuwenig ist, um an den Pfründen mitzunaschen, haben die Wähler deutlich zum Ausdruck gebracht: da half auch das Anbiedern an Antiklerikale (Kruzifixdiskussion, vielleicht kriegt man doch ein paar Stimmen von Altnazis und Sozis, die noch immer glauben, dass die katholische Kirche eine politische Macht darstellt) oder Homosexuelle (man könnte vielleicht den Grünen ein paar Stimmen abjagen) nichts.

    Das Liberale Forum war eine “Führerpartei” reinsten Zuschnitts: “Heide befiehl, wir folgen Dir” – denn abgesehen von Heide Schmidt hatte dort sowieso niemand etwas zu sagen.

    Und zuletzt machte sie sich für Rot-Grün stark – wo war der Herr Karl, pardon die Frau Schmidt eigentlich nicht dabei?

  3. rubens

    Letztens bei einer Wahlveranstaltung verwechselte mich glatt ein Herr mit Heide Schmidt. Oh Gott! Jetzt ist sie auch noch im TS als Double. ;-))

    P.S.: Übrigens schaue ich ihr nicht ähnlich.

  4. Thomas Holzer

    die “neos” waren auch schon vor dem Antritt Haselsteiners als Frontmann dieser Partei für einen Liberalen überhaupt NICHT wählbar!

  5. Karl Markt

    @rubens

    Und, wann kommt die Todesstrafe und eine Koalition mit der FPÖ?
    Wen hätten Sie den gerne als Minister? Strache, Kickl, Graf…? Barabara Kolm als Wirtschaftsministerin ist sowieso obligatorisch.

  6. Ralf Egger

    Zitat: “Wer sich in seinem Leben mit Arbeit ein mittleres Geldvermögen von ein paar hunderttausend Euro erspart hat, etwa zur Altersvorsorge, der wird durch eine derartige Inflationsrate binnen kürzester Zeit weitgehend enteignet.” Herr ortner – in welcher Welt leben Sie? Sie schreiben hier von einer Minderheit, die sich “durch Arbeit” “ein paar hundertausend Euro” auf die Seite legen kann. Die übewiegende Mehrzahl der arbeitenden Menschen ist schon froh, wenn der monatliche Verdienst fürs tägliche Auskommen bzw. ev. für einen Bausparer reicht. Daher wären eine steuerliche Entlastung des Faktors Arbeit und ordentliche Mindestlöhne notwendig, damit sich die Mehrzahl der arbeitenden Menschen – sicherlich weit entfernt von den von Ihnen genannten “paar hundertausenden Euro” – ein kleines Vermögen aufbauen können…

  7. rubens

    Karl Markt
    Die Todesstrafe ist NICHT in unserem Parteiprogramm. Wir planen keine Koalitionen bevor die Fakten, wie die Österreicher gewählt haben, am Tisch liegen.

  8. Karl Markt

    @rubens

    Die Situation ist glasklar.
    Die Unkenntnis über die wahren Gründe der Wirtschaftskrise mündet in einem Rechtsruck, ÖVP, FPÖ, TS und BZÖ stellen einen mitte-rechts bis rechts-Block dar. Die Unterschiede der Parteien liegen höchstens im Detail.

    Die Agenda lautet:
    Sozialstaat zusammenstreichen, Leute in prekäre Armut treiben
    Arbeitszeit ausdehnen (=Löhne kürzen, unbezahlte Arbeit im Gesetz verankern)
    rigorose, “no mercy” Ausländerpolitik (um rassistische Wähler zu erreichen)
    Österreich vor dem Islam retten (weil Sie es wirklich glauben)
    Unizugang erschweren (Eliten-Gedanke, Klassenkampf von oben)
    Pensionen abschaffen
    Die armen Reichen schützen
    usw
    usw

    Das alles unter den Codenamen “Reform”, “Entfesselung der Wirtschaft”, “Enkelfit” etc..
    Alles in allem ein geballtes, muskulöses Programm zur Bekämpfung der Opfer der Wirschaftskrise.

    Und Ihr Parteivorsitzender ist übrigens ein leuchtendes Beispiel für eine Bevölkerungsgruppe, die meist am allerwenigsten von Wirtschaft versteht: Unternehmer!
    “Der Duchschnitt sollte 20.000 verdienen”
    “nach 20 Jahren Arbeit kann man von den Zinsesn leben”…

  9. Karl Markt

    passend dazu ist Haselsteiner natürlich kein Überzeugendes Angebot, bekämpft er doch die Armen nicht mit selbigerm Nachhalt
    So hat Haselsteiner zB mit einer Großspende das Ute Bock Projekt gerettet.
    Jeder Funke von menschlichkeit passt nicht in Ihren Krieg gegen alles, was aus dem prekären Proletariat immerhin einen “Mittelstand” gemacht hat

  10. rubens

    Karl Markt

    Sie haben unser Parteiprogramm nicht gelesen. Schade.

  11. Lodur

    @ Karl Markt

    “Jeder Funke von menschlichkeit passt nicht in Ihren Krieg gegen alles, was aus dem prekären Proletariat immerhin einen “Mittelstand” gemacht hat.”

    Der jetzt aufgrund der “ökonomischen Notwendigkeiten” (= Erfüllung der Profitbedürfnisse der sozioökonomischen Eliten in Form von Banken, Konzernen, Großunternehmen, Kapitalanlage- und Immobiliengesellschaften) erodiert, sprich verarmt, proletarisiert, ein Prozess, den schon Marx und Engels in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts prognostiziert haben, und der schon einmal in der Zwischenkriegszeit stattgefunden hat. Damals wie heute mussten auch in Europa und den USA die Mittelschichten (= Kleinbürgertum) und das Proletariat die Zeche für die Krise des Kapitalismus bezahlen.

  12. Weninger

    @KarlMarkt
    Sie haben die SPÖ als neue bürgerliche Partei vergessen, die auch nur darauf sinnt, Banken zu retten und den Sozialstaat zusammenszustreichen.

  13. Lodur

    Zudem ist eine Forderung von TS nach Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer reine Augenauswischerei, eine Propagandaformel, um die Arbeiterschaft zu ködern. Denn: 1.) Wie und wer soll eine tatsächliche Gewinnausschüttung an die Arbeitnehmer kontrollieren bzw. kontrolliert werden, wenn ein gleichzeitiger Bürokratieabbau gefordert wird? 2.) Eine Gewinnbeteiligung für die Arbeitnehmer bedeutet nur, dass sie nur einen Teil des von ihnen produzierten Mehrwerts zurückbekommen und nicht die volle Verfügungsgewalt über den von ihnen geschaffenen Gesamtmehrwert haben. 3.) Mit einer Gewinnbeteiligung wird die Büchse der Pandora geöffnet. Denn der nächste logische Schritt wäre eine Forderung der Unternehmer nach einer Risiko- bzw. Verlustbeteiligung der Arbeitnehmer, so nach dem Motto: Wer den Profit hat, soll auch am Verlust beteiligt werden.

  14. Karl Markt

    @Weninger

    Sobald ich Sätze wie “Und ich will nicht, dass Überstunden bezahlt werden müssen” von der SPÖ höre, werde ich sie mit oben genannten in ein und die selbe Reihe stellen.

  15. Thomas Holzer

    @Lodur
    Warum soll ein Arbeiter die volle Verfügungsgewalt über einen wie immer gearteten Gesamtmehrwert einer von ihm nur teilweise produzierten Ware erhalten?
    Arbeiter baut am Fließband z.B. eine Türe in ein Auto ein, und soll dann die volle Verfügungsgewalt über des fertigen KFZ bekommen?
    Schwachsinn

  16. Karl Markt

    @Lodur
    Gewinnbeteiligung ist meiner Meinung nach ein Köder, um Arbeiter daran zu hindern, sich gewerkschaftlich zu organisieren.

    Und an Krisenzyklen ändert es rein gar nichts, weil ja trotzdem die selben Sachzwänge herrschen.

    Wenn ehrlich gemeint, bestenfalls ein “moralischer Fortschritt”.

  17. rubens

    Karl Markt

    Gewinnbeteiligung ist kein Köder, dazu gibt es ein klares Konzept. Dazu bedarf es keines großen Verwaltungsaufwands. Lesen Sie das Programm.

  18. nometa

    @Karl Markt: “Und an Krisenzyklen ändert es rein gar nichts”

    Stimmt, immerhin bleiben die von Marx und Engels geforderten Zentralbanken noch immer bestehen.

  19. Thomas Holzer

    @Rubens
    eine allfällige Gewinnbeteiligung geht den Staat überhaupt nichts an, das braucht in keinem Programm zu stehen, wenn man es nicht gesetzlich regeln möchte.
    Ergo ist in diesem Punkt das Programm vom TS nicht zwingend stringent!

  20. Karl Markt

    @rubens
    Na gut, dann schauen wir uns das Programm mal an:

    “für eine sinnvolle und gesteuerte
    Zuwanderung ein. Wobei der Ansatz der Vergangenheit,
    durch Zuwanderung in erster Linie die Lebensumstände
    der Zuwanderer zu verbessern, überholt ist.
    Zuwanderung soll, wie in vielen anderen Ländern, nach
    Bedarf organisiert werden.”

    Eine ganz klare Absage an den humanitären Gedanken.
    Zuwandern darf nicht, wer es nötig hat, sonder nur wer gebraucht wird.
    Der Mensch als Rohstoff, der den Bedarf der Wirtschaft deckt.
    Ersetzen Sie “Zuwanderer” durch “Kohle” oder “Erdöl” oder was auch immer, und der Satz hat die selbe Bedeutung.
    Wenn kein Bedarf ist, Türe zu.
    Bei Strache werden Sie damit offene Türen einrennen.

    “Wenn Mitarbeiter am Erfolg ihres Unternehmens
    beteiligt sind, sind sie viel motivierter, dadurch wird
    die Firma automatisch konkurrenzfähiger”

    Die Konkurrenz IST das Problem.
    Konkurrenz heißt billiger Produzieren heißt weniger verdienen.

    “Die sogenannte „Sozialpartnerschaft“ ist ein Beispiel für
    eine überholte Form dieses Denkens in Klassenunterschieden.”
    “Wir stehen für eine Politik, die für
    alle Bürger da ist: Auf einen offenen Dialog, der keine
    geheimen Absprachen braucht”

    Die Sozialpartnerschaft, im wesentlichen der institutionalisierte Klassenkampf, in dem die Arbeitnehmervertreter aber immerhin die Möglichkeit haben zu verhindern, dass komplett über sie drübergefahren wird, wird als verschwörerischer Geheimbund dargestellt, dem gegebüber ein “offener Dialog” treten soll.

    Ganz klares Ziel: Zerschlagung der Gewerkschaften, keine Lohnverhandlungen mehr. Außer mit jedem Arbeitnehmer einzeln, weil Arbeitnehmer nur gemeinsam stark sind.

  21. Karl Markt

    @Thomas Holzer
    “eine allfällige Gewinnbeteiligung geht den Staat überhaupt nichts an, das braucht in keinem Programm zu stehen”

    Es braucht insofern in einem Programm stehen, als dass es “von selber” gar keine Gewinnbeteiligung gibt, zumindest nicht wenn nicht ein anderer finanzieller Vorteil dadurch entsteht, wie zB niedrigere Grundgehälter oder weniger Urlaub etc…

    Gewinn ist ja gerade eine nicht ausbezahlte Leistung. Gewinnbeteiligung ist ein widersprüchliches Konstrukt, welches in Kombination mit anderen Maßnahmen (keine gewerkschaftliche Organisation, weniger Steuern) temporär tatsächlich dem Unternehmen einen Vorteil bringen kann.
    Nicht umsonst wird es ja im Parteiprogramm mit “Steuervorteilen” argumentiert.

  22. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Warum soll es überhaupt eine “Gewinnbeteiligung” geben?
    Arbeitnehmer bekommen ihr Gehalt (Gewinnbeteiligung), welches, zumindest in Österreich zwischen Gewerkschaft und Unternehmervertretung ausverhandelt wird.
    Niemand wird gezwungen, für z.B. EUR 3,– in Österreich zu arbeiten.

    Im ehemaligem Ostblock wurden ja aller Arbeitnehmer am Gewinn (welchem Gewinn) beteiligt, mit den bekannten Folgen.
    Daß der “einfache” Arbeitnehmer mit dem Trabi vorlieb nehmen durfte/ mußte, der “Bonze” im “Wolga” (welcher nicht so viel besser war) vorgefahren wurde, entspricht sicherlich dem wahren Sozialismus.
    Wie schon vielleicht hundertfach geschrieben/getippt: Phrasologie ist u.U. eine Zeit lang ganz lustig, aber schlußendlich nur peinlich, weil eine immerwährende Wiederholung dümmlicher Argumente (auch wenn diese von einem Marx und Engel zwischen 2 Buchdeckel gepresst wurden)

  23. Karl Markt

    @Thomas Holzer

    Im Ostblock wurde der Arbeitnehmer nicht am Gewinn beteiligt, sonst wäre er auch im Wolga gefahren, und außerdem ist Gewinnbeteiligung nicht Kommunismus.

  24. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    “Ganz klares Ziel: Zerschlagung der Gewerkschaften, keine Lohnverhandlungen mehr. Außer mit jedem Arbeitnehmer einzeln, weil Arbeitnehmer nur gemeinsam stark sind.”
    Verzeihung!
    Jeder Arbeitnehmer ist so stark, wie es seine Persönlichkeit zulässt!
    Wenn er bei einem Job-Angebot von z.B. EUR 2,50 brt p/Stunde einbricht, dann ist er selbst schuld! Es ist immer eine Interaktion zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Ist kein Arbeitnehmer bereit, für z.B. EUR 2,50 brt p/Stunde zu arbeiten, wird auch der Arbeitgeber nicht glücklich sein, weil er nichts produzieren kann, ergo nichts verdienen kann.
    Für diese Erkenntnis brauche ich kein “Das Kapital” mit all seinen geistigen Verrenckungen

  25. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Verzeihung, Sie haben natürlich recht!
    Im Ostblock wurden die Arbeitnehmer am Verlust zwangs!beteiligt, das nennt man Kommunismus 🙂

  26. menschmaschine

    @ mannimmond

    schön zusammengefaßt.
    fast könnte man zur einsicht gelangen, dass diese selbstverliebte dame und selbsternannte intellektuelle, die am liebsten popper (natürlich falsch) zitierte, von der gegenseite engagiert wurde, um das wort “liberal” in österreich auf jahrzehnte hinaus zu diskreditieren.
    fast könnte man das glauben. aber solche bösartigkeiten gibt es bei uns auf der insel der seligen ja glücklicherweise nicht. 😉

  27. Rennziege

    Ned schmähstad wern! Bitte weiterposten, liebe Genossen! (Muss ich euch namentlich erwähnen? Naa, göö.)
    Ich kann zwar verstehen, dass ihr in euren kostbaren Marx-, Lenin-, Stalin-, Luxemburg- und Liebknecht-Originalen zwischen den Dauerpostings immer die Eselsohren ausbügeln müsst; vergilbtes, brüchiges und stockfleckiges LPG-Papier (revolutionärer Holzschliff) hält halt nicht ewig.
    Aber habt bitte ein Einsehen mit unsereiner!
    Ohne euren unnachahmlichen Unterhaltungswert müsste ich mir ja heimabendlich irgendein blödes TV-Programm antun oder den Kindern die linksgrüne Hirnerweichung ihrer Lehrer erklären …
    Glaubet mir, o Künder der einzig wahren Wahrheit: Beides könnt ihr mir wohltuend abnehmen.

  28. Selbstdenker

    Wenn Karl Markt / Lodur, oder wie sich der verbalagressive Gast von Linksaussen auch immer nennen mag, zu Themen wie Arbeit oder Wirtschaft äussert, drängt sich stets der Vergleich mit einem Eunuchen auf, der anderen seine Weisheiten zum Thema Sex aufdrängt. Über das was jemand nicht kennt, schreibt es sich halt besonders leicht.

    Besonders originell finde ich, dass Karl Markt / Lodur über die angebliche Ausbeutung werktätiger Massen schwadroniert, obwohl er selbst – von kurzem Reinschnuppern mal abgesehen – nicht dauerhaft an wertschöpfenden Prozessen beteiligt war bzw. ist.

    Rein marktwirtschaftlich betrachtet, haben die Ergüsse von Karl Markt / Lodur keinen Wert, da niemand bereit wäre freiwillig dafür zu bezahlen. Nennenswerte medizinische, technische, wirtschaftliche, kulturelle und sportliche Leistungen haben sich hingegen aus einem Wettbewerb heraus entwickelt und dienen letztenendes allen Menschen, da es diese Dinge ohne den Wettbewerb in vielen Fällen gar nicht geben würde.

    Für Karl Markt / Lodur würden die Menschen nur zahlen, wenn man sie dazu zwingt. Der Markt sorgt hingegen für die Produktion von Gütern und Dienstleistungen, die die Menschen auch haben wollen. Der Markt leistet damit – im Gegensatz zu einem Internet-Troll mit Anfeindungen, Beleidigungen, Unterstellungen und Desinformationen – einen Beitrag zum Wohle der Allgemeinheit.

  29. Rennziege

    13. September 2013 – 21:33 – Selbstdenker
    Weil Sie gerade einen Eunuchen erwähnen: Mein alter Herr hat einige Bände von Alfred Polgar im Regal: In einem davon fand ich kürzlich einen Aphorismus über die Literatur- und Theaterkritik, der sich aber auf diesen Thread übertragen lässt …
    Was ist der Unterschied zwischen einem Kritiker und einem Eunuchen?
    Keiner. Beide wissen, wie’s geht..

  30. Selbstdenker

    Werte Rennziege, es gibt sogar noch eine Steigerungsstufe: den Theater-“Wissenschaftler”:

    Der weiss überhaupt “alles” und schreibt sogar Bücher darüber und hält Seminare…

    …womit wir wieder bei der Ökonomie wären: “Mit Theater aus der Krise”

  31. rubens

    Herr Holzer,
    eine Gewinnbeteiligung geht den Staat nichts an, das ist richtig und nach unserem Programm tangiert diese den Staat über die Steuererklärung, sonst nicht.

  32. Lodur

    “Besonders originell finde ich, dass Karl Markt / Lodur über die angebliche Ausbeutung werktätiger Massen schwadroniert, obwohl er selbst – von kurzem Reinschnuppern mal abgesehen – nicht dauerhaft an wertschöpfenden Prozessen beteiligt war bzw. ist.”

    Selbstdenker, der Gehirnverrenker. Woher er das alles bloß weiß, oder besser, zu wissen glaubt? Wahrscheinlich vom Kopp-Verlag, von dem er ja auch sein anderes “Wissen” bezieht.

  33. Lodur

    “Rein marktwirtschaftlich betrachtet, haben die Ergüsse von Karl Markt / Lodur keinen Wert, da niemand bereit wäre freiwillig dafür zu bezahlen.”

    Immerhin gehören “Das Kapital” und “Das Kommunistische Manifest” zu den am meisten verbreiteten und meist verkauften Schriften der Welt.

  34. Lodur

    Die sind so begehrt, das immer wieder Neuauflagen dieser Schriften erscheinen.

  35. Lodur

    “Der Markt sorgt hingegen für die Produktion von Gütern und Dienstleistungen, die die Menschen auch haben wollen. Der Markt leistet damit – im Gegensatz zu einem Internet-Troll mit Anfeindungen, Beleidigungen, Unterstellungen und Desinformationen – einen Beitrag zum Wohle der Allgemeinheit.”

    Ja, ja, der Herr oder die Frau Markt sorgt für unser aller Wohl, wie schön, ein wahrer Sozialist halt.

  36. Karl Markt

    “Rein marktwirtschaftlich betrachtet, haben die Ergüsse von Karl Markt / Lodur keinen Wert, da niemand bereit wäre freiwillig dafür zu bezahlen.”

    Vielleicht ist ornteronline bald kostenpflichtig, dann werden wir ja sehen ob es vielleicht ein paar Vollidioten gibt, die bereit sind, für den Mundstuhl von Sebstdenker etwas zu bezahlen.

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