Herr, lass es Hirn regnen….

(ANDREAS TÖGEL) In jüngster Zeit fällt es immer schwerer, für die Bocksprünge der Brüssler Spitzen wenigstens noch Spurenelemente rationaler Begründungen zu finden. Die pure Lust zur Ausübung ihrer Macht zum Ge- und Verbieten scheint mit den Damen und Herren Zentralbürokraten immer häufiger durchzugehen. Die Initiative zur Leistungsbegrenzung von Staubsaugern ist ein gutes Beispiel dafür. Nur zwei Erklärungen für diese haarsträubende Schnapsidee bieten sich an: Einerseits der völlige Mangel an Kenntnissen fundamentaler Prinzipien der Physik; Anderseits die an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit, daß keiner der Urheber dieser Groteske jemals selbst mit einem Staubsauger gearbeitet hat. Andernfalls wäre jedem von ihnen klar, daß ein leistungsstärkeres Gerät effektiver arbeitet und damit kürzere Arbeitszeiten ermöglicht. Als Besitzer eines kurzhaarigen weißen Hundes, sowie einiger dunkelroter Teppiche und zugleich deklarierter Freund der Sauberkeit, betrachtet sich der Autor dieser Zeilen als einschlägigen Experten: Mit geringer Saugleistung ist es beinahe unmöglich, jedenfalls aber mit erheblichen zusätzlichen Anstrengungen verbunden, die wie Nadeln im Teppichflor steckenden Hundehaare zu entfernen. Mein kürzlich erworbenes 2000-Watt-Gerät dagegen schafft das in kürzester Zeit mühelos. Es besteht, wovon sich jedermann jederzeit praktisch überzeugen kann, ein linearer Zusammenhang zwischen der Leistungsaufnahme eines Staubsaugers und der aufzuwendenden Einsatzzeit, um eine gegebene Fläche zu reinigen. Doppelte Leistung – halbe Einschaltzeit. Das bedeutet eine neutrale Energiebilanz und damit die Unmöglichkeit, durch verringerte Geräteleistung Strom zu sparen.

 

Auch das Argument, durch behördliche Auflagen würde der industriellen Innovation auf die Sprünge geholfen, ist an Putzigkeit kaum zu überbieten. Klar, jene Kreaturen, die ja gerade deshalb Bürokraten und nicht etwa Produktentwickler geworden sind, weil sie jeglicher Kreativität, konstruktiver Phantasie und Bereitschaft zum Dienst am Bürger / Konsumenten ermangeln, braucht es, um den technischen Fortschritt voranzutreiben. Ganz bestimmt!

Wie dem auch sei: Das Ziel der (selbstverständlich im Hinblick auf den zunehmend pathologische Züge tragenden Klimarettungskult) angestrebten Energieeinsparung, ist durch die Reduktion der Leistung von Staubsaugern selbstverständlich nicht zu erreichen. Allenfalls könnte die Allergieneigung von auf dem Boden krabbelnden Kleinkindern dadurch zunehmen – einfach, weil man tiefe Teppichböden nicht mehr sauber und Milbenfrei bekommt. Medikamentenhersteller und Allergieinstitute dürfen sich freuen…

Über die Regelung von Duschkopfgrößen und die Begrenzung der Wassermenge pro Toilettenspülung wurde und wird von der Nomenklatura ebenfalls bereits intensiv nachgedacht – was besonders in Ländern wie Österreich ungemein viel Sinn haben wird, wo 80 Prozent des zur Verfügung stehenden Wassers ohnehin ungenutzt – im wahrsten Sinn des Wortes – den Bach runtergehen. Herr, bitte laß´ nicht nur Wasser, sondern auch Hirn regnen – bevorzugt über dem Berlaymont!

 

Müßiggang ist bekanntlich aller Laster Anfang. Auf den real existierenden Irrsinn der EUdSSR übertragen: an Nutzlosigkeit nicht zu übertreffende Schreibtischtäter haben – in totaler Ermangelung produktiver Aufgaben – ganztägig Zeit, sich den Kopf darüber zerbrechen, auf welch trickreiche Weise sie die Freiheit von 500 Millionen Europäern weiter beschränken – und im Gegenzug dazu ihre eigene Macht noch stärker ausdehnen können. Die Staubsauger-Initiative ist nur der Anfang. Wird der Gedanke konsequent weitergedacht, ist der Tag nicht mehr allzu fern, an dem absolute Leistungsbegrenzungen für den Strombedarf privater Haushalte verfügt und durchgesetzt werden. Das (einst schon von Bruno Kreisky propagierte) Nassrasieren wird zur unbedingten Notwendigkeit werden. Der zeitgleiche Einsatz von Bügeleisen, Kühltruhen, elektrischen Rasenmähern und Fernsehern und einer einigermaßen akzeptable Beleuchtung, wird dann technisch unmöglich gemacht sein. Eine Wahl oder ein Ausweichen wird es für den gemeinen Untertanen des EU-Molochs nicht mehr geben. In Nordkorea ist man schon so weit. Die Alte Welt ist auf dem besten Weg dahin…

 

Über die Aufregung angesichts all dieses sagenhaften Unfugs, drohen die wahrhaft besorgniserregenden Entwicklungen indes gänzlich übersehen zu werden. Besonders alarmierend erscheint die seit Jahren drastisch sinkende Sparquote in der Alpenrepublik. Lag diese vor einigen Jahren noch bei über zehn Prozent des verfügbaren Einkommens, ist sie nun auf unter sechs Prozent gesunken. Manche „Experten“ entblöden sich nicht, diesen Umstand auch noch regelrecht zu bejubeln, da dadurch der Konsum – und damit die Konjunktur – angetrieben würde. Klar, durch Konsum wird man reich, während man durchs Sparen verarmt – das liegt doch auf der Hand, oder?

 

Die Wahrheit hängt indes nicht davon ab, was die Hauptstrommedien kolportieren – und schon gar nicht davon, was linke Wirtschafts“wissenschaftler“ (die gewissenlosen Herolde und Apologeten einer absolut verantwortungslosen Schuldenwirtschaft) von sich geben. Denn wahr ist: Konsum mindert den Kapitalstock. Anders herum: Was heute nicht gespart wird, steht morgen für Investitionen nicht zur Verfügung. Keine oder zurückgehende Investitionen aber bedeuten abnehmende Kapitalproduktivität und damit (Lohn-)Einkommen. Im Klartext: Steigende Konsumausgaben bei sinkender Sparneigung zu bejubeln, offenbart die totale Verinnerlichung dessen, was der liberale Ökonom Guido Hülsmann als „Inflationskultur“ bezeichnet. Denn ausschließlich die aus dem Konsumverzicht resultierende Bildung von Ersparnissen bietet die Möglichkeit zur schuldenfreien Schaffung von Realkapital, das die zukünftig verfügbaren Einkommen und den Wohlstand der Gesellschaft sicherstellt. Wer dagegen sein Einkommen nicht zum Teil spart, sondern vollständig verkonsumiert, später aber dennoch Investitionen tätigen möchte, entscheidet sich damit für den Weg in die Schuldknechtschaft.

 

Ob die Erklärung für die sinkende Sparneigung primär in der Einsicht großer Teile der Bevölkerung besteht, daß das Geld, dank der moralfreien staatlichen Geldpolitik, zunehmend an Kaufkraft verliert und Sparen daher tatsächlich reale Verluste bedeutet, oder ob die stetig wachsende fiskalische Enteignungsquote dazu führt, die realen Einkommen derart zu erodieren ,daß zum Sparen schlicht nichts mehr übrigbleibt, ist letztlich unerheblich. Es ändert sich dadurch nichts an den mittel- bis langfristig zu erwartenden Folge der sinkenden Sparbereitschaft: Der kollektiven Verarmung der gesamten Volkswirtschaft. Dafür bedanken dürfen sich sämtliche Betroffnen nicht bei den zu Sündenböcken erklärten, herzlosen „Spekulanten“ oder ausbeuterischen Unternehmern, sondern bei jener ehrenwerten Gesellschaft, die in Staatskanzleien und Zentralbanken seit Jahrzehnten damit beschäftigt ist, den Weg ins (nicht nur wirtschaftliche) Chaos zu pflastern… (TB)

 

Tagebuch

16 comments

  1. Stan Wehinger

    …”Es besteht, wovon sich jedermann jederzeit praktisch überzeugen kann, ein linearer Zusammenhang zwischen der Leistungsaufnahme eines Staubsaugers und der aufzuwendenden Einsatzzeit, um eine gegebene Fläche zu reinigen. Doppelte Leistung – halbe Einschaltzeit. ”
    Wie schon beim Thema Glühbirnen und den technischen Kapriolen der Nicht-Techniker-Journalisten ist auch diese Aussage nicht richtig. Bei Staubsaugern ist es wie bei SUVs in den letzen Jahren zu einem Leistungswettlauf gekommen. Je mehr Watt Leistung, als umso vermeindlich besser und teurer wurde ein Gerät verkauft (SUVs mit 500 und mehr PS zu Preisen über 150.000€ gibt es eben auch). Tatsächlich geht das mehr an Leitung verloren in Wärme, Lärm (der aufwendig gekapselt wird) und in dynamischen Widerstand (der mit dem Quadrat der Luftgeschwindigkeit steigt) sowie turbulente statt laminare Strömungen. Ein zukünftig optimierter Staubsauger mit 500 Watt wird saugen wie der olle Heinzelmann des seligen Loriot. Billiggeräte mit 500 Watt werden wesentlich schlechtere Saugleistungen erbringen als entsprechende Hightechprodukte.
    An anderer Stelle der Technik gab es eine ähnliche Entwicklung: Wasserpumpen in Heiz-, Solar- und Geothermiesystemen waren bis vor Jahren extrem überausgelegt und kommen heute bei gleicher Wirkung mit einem Bruchteil der Leistung aus.
    Weil zugegebenermaßen hervorragende Journalisten das nicht verstehen, bedeutet das aber nicht, daß es nicht so ist.
    Abschliessend: Die Sache ist mir eigentlich egal, und wenn sich die EU und deren Organe um wichtigeres kümmert soll es mir recht sein.

  2. Reinhard

    Warten’s nur ab, wenn die Reglementierung von Herdplatten kommt. Der brave EUntertan macht nur noch “Iss was g’scheits” in der Mikrowelle warm.
    Mamas Fön wird auf 100 Watt gedrosselt, dann kommt sie vom Haarebefeuchten (das Waschen verhindert der Sparduschkopf) den ganzen Tag nicht mehr aus dem Bad.
    Und das Nassrasieren? Verbraucht zu viel “gutes Trinkwasser”. Zupfen’ s sich die Flusen aus dem Gesicht, einzeln, haben die edlen Wilden um Winnetou auch gemacht.
    So sind Mann und Frau (sollten einige Verstockte diese reaktionäre Form der Verpartnerung immer noch praktizieren) ganztägig im ehemaligen Nassbereich vereint.
    Und die Kinder hocken bei Mikrowellenpommes vor der Glotze. Eng zusammengekuschelt, denn die Bildschirme schrumpfen zwecks Energieeinsparung auf 3 1/2 Zoll.
    So spart man Heizkosten auch noch.

    Bürokraten können nicht denken, nur verwalten, reglementieren und verbieten, damit sie die Regeln und Verbote überwachen und die Überwachung wieder verwalten können. Sie sichern ihre eigene Existenz wie Feuerwehrleute, die Brände legen.
    Wir sind noch nicht am Ende mit der Verbotswut der Machtgeilen. Die haben noch nicht mal richtig angefangen.
    Selbst das Geld zum Fenster rausschmeißen, uns unter dem Vorwand des “Ressourcensparens” aber unter der Dusche vertrocknen lassen.
    Selbst die Kinder in Privatschulen schicken und unser Bildungssystem vernichten.
    Selbst in der Privatklinik behandeln lassen und die allgemeinen Spitäler aushungern.
    Selbst Wein saufen und sich vom Volk feiern lassen, weil sie den Konsum von Wasser (eingeschränkt) huldvoll genehmigen.

    Demokratie sieht anders aus. Das werden unsere neuen kleinen Fürsten und ihr feudaler Beamtenstand aber zu verhindern wissen.

  3. Reinhard

    @Stan Wehinger
    Man kann Kaufentscheidungen auch durch Argumente beeinflussen. Man kann Konsumenten durch Bildung mündig erziehen. Aber da setzt die EU lieber erst auf Verdummung und dann auf Verbote.

    Wenn dann ein paar Leute immer noch der Meinung sind, sie müssen unbedingt einen 500-PS-SUV für 150.000 Lappen fahren, der 12 Liter bergab säuft, dann sollen sie. Diese Minderheit macht den Kohl nicht fett. Ebenso die paar Leute, die glauben, sie müssen einen 4000-Watt Staubsauger Superzyklon Milbentot-4000 mit allem Schnickschnack zum Preis eines Kleinwagens kaufen.
    Aber natürlich – wenn die Reichen ihre Kohle für Schnickschnack ausgeben, kann man sie ja nicht mehr staatliche konfiszieren…

  4. Thomas Holzer

    Warten’s nur ab, Herr Tögel!
    Sie werden in Bälde von der EU vor die Wahl gestellt werden:
    entweder Hund und/oder Teppich und Schmutz.
    Oder kein Hund, kein Teppich, kein Schmutz.
    Alles bis ins Detail geregelt! Und wagen Sie bitte nicht, auch nur einen Gedanken an eine eigene Entscheidung zu verschwenden; wofür haben wir denn diese Bürokraten, wenn nicht dafür, uns diese unsäglichen, schwerwiegenden, existenzbedrohenden, tagtäglichen, dem burn-out zuführenden Entscheidungen per Verordnung, Richtlinie und Gesetz abzunehmen.

  5. Mario Gut

    @Stan Wehinger
    Sie mögen schon recht haben – von der eigentlich Auswirkung her ist es völlig irrelevant. Auch die paar SUV´s machen das Kraut nicht fett. Argumentieren kann man jede Reglementierwut – ich kann auch die Reglementierung vom Stuhl- bis zum Schulgang begründen (haben die Sozis in Schweden ja über Jahrzehnte vorgelebt). Damit lässt sich letzten Endes auch eine Diktatur begründen. Auf dem Weg dorthin sind wir schön langsam.

  6. Wien Meidling

    @Stan Wehinger
    Die Behauptung, die Feststellung “Doppelte Leistung – halbe Einsatzzeit” stimme nicht, wäre nur dann korrekt, wenn mit der doppelten Leistung nicht auch die Gerätegröße verändert würde. Wenn man also in das gleiche kleine Gehäuse einen doppelt so starken Antrieb einbaut, wird sich die Leistung nicht verdoppeln. Vergrößert oder optimiert man das Gehäuse jedoch im richtigen Ausmaß, wird sich die Leistung sehr wohl verdoppeln.

    Darüber hinaus geht es generell um Folgendes: Wie weit sind wir bereit uns in Komfort und Freiheit einschränken zu lassen? Welche Errungenschaften wollen wir uns wieder abringen lassen unter Deckmänteln wie “Einsparung”, “Ökologie”, “Sicherheit” …

    Bei Leuchtmitteln sind wir nun schon dazu erzogen worden, dass angenehmes warmes Licht durch grell weißes oder erst verspätet hell werdendes ersetzt worden ist. Die Möglichkeiten Annehmlichkeiten zu beschneiden und darauf zu verzichten sind unendlich! Mich erinnert diese Entwicklung an den technischen Stand des Ostblocks vor der Wende. Nun sind offenbar wir an der Reihe. Optimale Lösungen werden abgeschafft, weil es eine staatliche oder gar überstaatliche Stelle für richtig hält. Nicht der Konsument, nicht der Anbieter, nicht der Wähler, sondern jemand, der es besser weiß entscheidet. Wer auch immer, was auch immer.

  7. herbert manninger

    Und nicht vergessen: Die Mehrheit wählt, trotz Geraunze/Gemotze, diese dumpfen, machtgeilenTaugenichtsInnen.

  8. Wettbewerber

    @herbert manninger:
    Auch die (wahre) Mehrheit, die nicht wählt (Nichtwähler sind längst die stärkste “Fraktion”), nimmt dieses System hin, kann sich unmöglich etwas anderes vorstellen und will auch gar nichts anderes, ja hat unbändige Angst davor, wenn es einmal weg sein sollte. Wer soll denn die Felder ernten, wenn es keine Sklaven mehr gibt?

  9. Passant

    Das kommt daher, dass in Brüssel ein gigantischer Entscheidungsapparat (Kommission und Parlament) eingrichtet ist, der kaum nennenswerte Kompetenzen hat. Dorthin werden hauptsächlich Politiker abgeschoben, die man zu Hause nicht will oder nicht gebrauchen kann. Die wichtigen Entscheidungen werden im Europäischen Rat getroffen, besser gesagt, von dessen mächtigsten Mitgliedern. Weil aber Entscheidungsorgane etwas entscheiden müssen, entscheiden sie, was man sie lässt, und rechtfertigen damit ihre Existenz – ut aliquid fecisse videantur.

    Dass sie damit den Bürger nerven und, vor allem, in seinen Freiheiten beschneiden, ist gar nicht unwillkommen, es lenkt diesen nämlich von den wirklichen Problemen ab.

  10. Reinhard

    Zitat Broder zur EU:
    “Auf diesem Projekt lastet der Fluch des Größenwahns und der Inkompetenz.”
    Mehr kann man dazu nicht sagen.

  11. Thomas Holzer

    ebenfalls passendes Zitat:
    “„Europa ist selbstgefällig und faul. Dort wird viel Zeit, Energie und Kapital verschwendet, um Dinge zu lösen, die sich von selbst lösen würden, wenn man die Bürokratie zurückfährt“
    Helmut Sohmen in „Der Standard“ 25.10.2013

  12. Gutartiges Geschwulst

    “Herr, lass es Hirn regnen …”

    Wem wäre damit gedient? Hat der Sozialismus nicht ausreichend bewiesen, dass es sich ohne Hirn gesünder leben lässt?

  13. Thomas Holzer

    Erfreulicher Weise, oder, leider Gottes, versucht der liebe Gott relativ selten, die “Abgründe” des menschlichen Daseins zu ergründen -zumindest nicht so, daß es uns sofort offensichtlich, ersichtlich wird………….. 🙂
    Sein Handeln ist wesentlich subtiler, als sich jeder Einzelne von uns vorstellen kann. Insofern ist der Ruf des Herrn Tögel natürlich vergeblich, auch wieder leider 😉

  14. Mona Rieboldt

    @Reinhard
    Ja, auf die Reglementierung von Herdplatten müssen wir sicher nicht lange warten. Was ist mit Geschirrspülern und Waschmaschinen? Werden die verboten? Jedenfalls hat die EU schon angekündigt, dass sie weitere Haushaltsgeräte in Augenschein nehmen will. Jetzt geht es erst mal an die Plastiktüren von Gemüse. Weiteres folgt.

  15. Christian Weiss

    Das Argument er EU, mit Gesetzen Innovationsdruck zu schaffen, hat natürlich was. Wenn man nur genug verbietet, müsste der Innovationsdruck und das daraus resultierende Potenzial schon morgen so gross sein, dass die Ingenieure Flux-Kompensatoren und Warp-Antriebe aus dem Hut zaubern, als sei es die einfachste Übung der Welt.

    Es könnte allerdings auch sein, dass ein Verbot von z.B. Verbrennungsmotoren nur dazu führt, dass die Hersteller von Elektroautos das Problem der mangelnden Reichweite und der schlechten Heizleistung erst recht verschleppen, genau so wie Sparlampenhersteller weit weniger Druck haben, eine anständige Leuchtleistung hinzubringen.

    Den Freunden von Wassersparbrausen sei dieses Warnvideo aus amerikanischer Produktion empfohlen:
    http://www.youtube.com/watch?v=dlrtQb24Qxw

  16. Rennziege

    @ An den Hausherrn

    “Herr, lass es Hirn regnen …” ist eine verwegene Bitte. Der Herr ließ einmal alttestamentarisches Manna auf die Wüste regnen, und das war’s auch schon. Ansonsten schenkt er uns in lauen Sommernächten eine Handvoll Sternschnuppen. Mehr ist nicht drin. Denn er lässt uns die Freiheit, so zu sein, wie wir wollen oder sein zu müssen glauben: glücklich oder unglücklich, traurig oder fröhlich, gut oder böse. Er maßt sich nicht an, autoritär in unser Leben einzugreifen. (Da hätt’ er auch zuviel zu tun.) Gewagter, sehr simplifizierter Satz: Der Herr ist ein Liberaler. Und er leiht uns ein unendlich geduldiges Ohr, wenn wir mit ihm reden, vulgo beten.

    O.K.: Wer’s nie probiert oder erfahren hat, wird’s natürlich nicht glauben. Aber es funktioniert — und wirkt besser als ein Saal voller Psychiater. Das gute alte Manna gibt’s noch immer: körperlos, als Nahrung der Seele.

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