Herr Schulmeister und Hitlers Wirtschaftspolitik

…..Aus Depressionen sind Wirtschaften immer nur durch mehr Staatsausgaben gekommen. Egal ob der New Deal von Roosevelt, ob die Gründung des Sozialstaats unter Bismarck in den 1880er Jahren oder – selbst das muss man sagen – das Regime von Hitler….” (der linke Ökonom Stephan Schulmeister, hier)

21 comments

  1. Thomas Holzer

    Es hängt halt immer davon ab, aus welcher Ecke Lob für den Nationalsozialismus kommt 😉
    Haider, von Linken als “rechts”bezeichnet, dabei genauso links und populistisch wie die Linken, böse; Schulmeister, deklarierter Linker, gut.

  2. Menschmaschine

    Besonders unerträglich an Typen wie Schulmeister ist ihre unfassbare Arroganz, die sich diesfalls in der Bemerkung “Ich fürchte, er (Finanzminister Schelling) versteht von Wirtschaftsgeschichte nicht sehr viel” zeigt.
    Immer gleich die anderen als Idioten abkanzeln, immer das Maul weit offen. So kennt man sie, unsere linken Volkserzieher.
    Erbärmlich.
    Übrigens hat sich genau dieser Schulmeister vor 2-3 Wochen in der – übrigens sehr guten, da von Fleischhacker geleiteten – Sendung “Talk im Hangar 7” auf Servus TV ziemlich blamiert. Den hat dort keiner mehr ernstgenommen.
    Servus TV ist der wahre Bildungssender. Aber huch, das darf doch nicht sein, Servus ist ja privat und kostenlos.

  3. Selbstdenker

    @Holzer:
    Inzwischen haben Sie mich auch in Sachen Verhetzungsparagraph überzeugt: der Verhetzungsparagraph dient nicht der strafrechtlichen Verfolgung von Verhetzung, sondern der (meist unzutreffenden) Stigmatisierung politischer Gegner. Es ist wie in der DDR: die Mauer wurde bekanntlich auch nur zum Schutz vor Faschisten errichtet. Wer kann da schon was dagegen haben? Richtig: die Faschisten…

    Schulmeister bestätigt mit seinen Aussagen, dass die aktuellen wirtschaftspolitischen Modeschöpfungen linker Ökonomen sich am Wirtschaftsmodell der National-Sozialisten orientieren. Wer daran zweifelt, sollte mal auf Opas Dachboden Dokumente sichten, die den Modus von Kreditvergaben, Grundstücksgeschäften und größeren Investitionen belegen.

  4. Selbstdenker

    @Menschmaschine:
    Schulmeister kompensiert fehlende Kompetenz mit Arroganz.

    Solche Typen gibt es zwar auch in der Privatwirtschaft, jedoch werden sie meist schnell enttarnt und in Bereiche versetzt in denen sie mit ihren Charakterzügen keinen größeren Schaden anrichten können.

  5. Thomas F.

    Ich versuche schon lange meine privaten Finanzen in Ordnung zu bringen indem ich intensiver konsumiere.
    Leider will es nicht so recht gelingen.

  6. Karl Markt

    Herr Schulmeister hat völlig recht, wo ist das Problem?
    Die Gesetzte der Kapitalakkumulation funktionieren immer gleich, die sind wie Naturgesetze, völlig egal wer regiert!
    Die Flugzeuge der Nazis flogen auch nach den selbem Prinzip wie die der Alliierten.
    Wenn man wie Ortner, Schellhorn und co keine Ahnung von Wirtschaft hat, ist man leicht verwirrt und irritiert….

  7. Selbstdenker

    @Karl Markt:
    Hat man Ihnen und Ihrem Haustier Weihnachtsurlaub gewährt oder sind Sie frühzeitig aus Syrien heimgekehrt?

  8. Karl Markt

    Alle Flugzeugingenieure müssen einsehen, dass sich ihre Tragflächen nach oben krümmen müssen, auch wenn sich die Tragflächen der Stukas ebenfalls nach oben gekrümmt haben.
    Nur neoliberale Ingenieure bauen Flugzeuge mit nach unten gekrümmten Tragflächen, denn das wäre ja sonst Nazikommunismus.
    Und so wie Flugzeuge mit nach unten gekrümmten Tragflächen nicht lange fliegen, hat die neoliberale Deregulierung geradewegs in die Krise geführt.

  9. menschmaschine

    @ Karl Markt

    Flugzeuge? Gekrümmte Tragflächen? Neoliberalismus?
    Sagen Sie, posten Sie live vom Punschstand?

  10. Selbstdenker

    Vor den jüngsten judenfeindlichen Krawallen in Europa haben die Linken ihren ideologischen Halbbruder in der Öffentlichkeit noch abgestritten. Inzwischen erkennen Sie ihre Verwandtschaft, die sich auch in gemeinsamen Vorlieben äußert (Hass gegen die Juden, gegen Israel, gegen Amerika, gegen alles Liberale, etc.) recht freimütig an.

    Plötzlich ist die Wirtschaftspolitik der National-Sozialisten bei den Sozialisten von heute wieder en vogue. Und das obwohl sie bis vor kurzem diese absurderweise sogar dem “Neoliberalismus” zuschreiben wollten.

  11. Thomas Holzer

    “Plötzlich ist die Wirtschaftspolitik der National-Sozialisten bei den Sozialisten von heute wieder en vogue.”

    mit Verlaub, sie war schon immer en vouge! nur wurde dies nicht coram publico verbalisiert 😉

  12. krawutzikaputzi

    Von einem Nutznießer (wer nicht?)
    Wenn ich eine Kuh lila anmale, gibt sie trotzdem nur Milch. Der Grundnutzen bleibt der Gleiche. Genau so wie Schulmeister in Diskussionen wirr “argumentiert” sehen die “Investitionen” aus (Auf Talk im Hangar sei hier hingewiesen). Ein 5-maliger Kloumbau bringt mich nicht schneller von A nach B (nur als Beispiel). Abgesehen davon, dass es mehr oder weniger eine Zwangsarbeit diesseits und jenseits des Atlantiks war, gab es jedoch einen Unterschied. Sie werden es nicht glauben. Aber der Unterschied bestand im Grundnutzen. Einfach gesprochen: Wenn ich 5 mal ein Klo umbaue kann ich trotzdem nur meine Notdurft darin verrichten. Auch ein Cafe wird nicht mehr frequentiert, nur weil es ein Monumentalbau ist. War nur ein kleiner Hinweis auf die jüngst veröffentlichen Umsätze eines kürzlich eröffneten Monumentalbaus. Leider vergisst man während der Planung etliche Variablen, da man subjektiv im linearen Denken verhaftet ist und seiner eigenen Propaganda vertraut (Gesellschaft, Normen und Sicherheit etc). So jedenfalls kann man mehrere verdrängte Parameter schlicht weg gar nicht erkennen.
    Nüchtern betrachtet ist mir schon klar, dass im “Endgame” nur noch das BIP zählt (siehe Glühlampen, Staubsauger, Gesundheitsvorschriften, Seggregationsvorschriften und vieles mehr – also Loch auf Loch zu – “unter vorgehaltener Waffe”).
    Aber im Gegensatz zu Zeiten von Hitler und Roosevelt komme ich trotzdem nicht schneller von Salzburg nach Wien (als Beispiel). Diesen Umstand werden auch nicht mehr Kapos mit Bildung ändern.

    Eine INVESTITION sollte doch eine Nutzen haben! Herr Schulmeister übernehmen sie. Oder wollen sie nur ihre eigenen Töchter und eventuell auch Söhne retten.

    P.S. Beherrschen die Kapos wenigstens schon eine Sprache der Nachbarländer? Oder sprechen die auch nur Denglisch mit ihrem Mag.a phil. und jur.
    Ich warte auf Phil, das Murmeltier. Das weiß wenigstens wenn der Frühling kommt.

  13. Fragolin

    Ein Glück, dass die Aussage nicht von Strache kam, sonst hätten wir schon wieder einen riedigen Medienskandal. 😉

  14. Elmar O.

    der wesentliche unterschied zwischen roten und braunen sozialisten ist: die einen machen die reichen für alles verantwortlich, die anderen nur die reichen juden.

  15. Karl jun.

    @ Karl Markt
    Difficile est, satiram non scribere
    @Elmar O.
    Es gäbe unzählige Belege dafür, wie sehr sich sozialistische und nationalsozialistische “Wirtschaftspolitik” im faktischen Ergebnis ähnlich sind. Hauke Janssen, der Verfasser der grundlegenden Studie “Nationalökonomie und Nationalsozialismus, Marburg 2000” scheitert letztlich auf ganzen 700 Seiten, einen ideellen und strukturellen Unterschied zwischen nationalsozialistischer “Wirtschaftslenkung” und sozialistischer/sozialdemokratischer “Wirtschaftssteuerung” klar herauszuarbeiten.
    Dazu ein aktuelles Beispiel:
    In Kärnten forderten die Nazis in den 30-er Jahren, die Verstaatlichung des land- und forstwirtschaftlichen Grundbesitzes aber einer Größe von 140 Hektar (unabhängig davon, ob es sich um extensive Almflächen oder hochwertiges Ackerbauland handelte). In den 60-er Jahren ging damit noch der sozialistische Abgeordnete Herbert Pansi hausieren, der 1979 sogar Dritter Nationalratspräsident wurde. Und neuestens erlebt diese “Idee” eine Revival in den aktuellen Steuerplänen der SPÖ, denen zufolge Flächen über 140 Hektar so stark (erb)besteuert werden sollten, dass potentielle Erben mittelfristig den Grund Boden wohl freiwillig dem Staat schenken würden (so wie viele Zinshäuser in der Nachkriegszeit in Wien).

  16. Plagegeist

    Es ist doch erstaunlich wie wenig auch gelehrte Herren von der Geschichte kennen. In der Zeit von 1933 bis 1938 gab es im Deutschen Reich einen Baby-Boom und einen Wirtschafts-Boom. Das BSP stieg damals um 8 % real per Jahr. Diese Aufschwung wurde verursacht durch eine intelligentes Deficit-Spending Programm unter der Leitung von Reichsbankpräsident Dr.Hjalmar Schacht. Freie Gewerkschaften und freie Lohnfindung gab es weder im Dritten Reich noch in der Sowjet Union. Dort waren die Gewerkschaften der Transmissionriemen der Partei (KPdSU). Freie Gewerkschaften sind für die wirtschaftliche Entwicklung nicht essentiell, wie die Beispiele Japan, Südkorea und China zeigen. Andere Parameter sind viel wichtiger.

  17. gms

    Plagegeist,

    > Es ist doch erstaunlich wie wenig auch gelehrte Herren von der Geschichte kennen.

    Das ist eine kühne Behauptung von jemandem, für den die Geschichte offensichtlich 1938 endet.

    > Diese Aufschwung wurde verursacht durch eine intelligentes Deficit-Spending Programm ..

    So intelligent kann diese schuldengetriebene Kriegswirtschaft nicht gewesen sein, attestiert ihr doch die Historie eine denkbar schlechte Rendite.

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