Herr Wachsstock macht Urlaub in der Schweiz

“….Mit einer Einkaufstasche verliess A. Wachsstock aus Antwerpen am Montagabend um 18.30 Uhr die Migros in Davos Dorf. Da stürzte sich ein etwa 60jähriger Mann auf ihn, schrie immer wieder «Juden raus!» und ähnliche Hasstiraden und wollte den Feriengast verprügeln. Er verletzte den 26-jährigen an der rechten Hand, doch dann konnte sich Waxstock in sein Auto retten und trotz Verletzung und Schock wegfahren. Im Wagen hatten seine Frau S. und die vier Kinder, drei Buben und ein Mädchen, alles mit ansehen müssen. Das älteste Kind ist sechsjährig, das jüngste ein halbjähriges Baby…..” (weier hier)

5 comments

  1. Der Realist

    tätliche Angriffe auf Personen kommen täglich x-fach vor, eben auch in der Schweiz, wohl nicht unbedingt eine Sensationsstory. Warum hat Frau Wachsstock ihrem Mann eigentlich nicht geholfen?

  2. Mourawetz

    Wir sind also wieder so weit. Es gibt Realisten, die die Realität wie sie ist , als ganz normal betrachten. Und den Opfern die Schuld geben: hätten sie sich halt gewehrt.

  3. Thomas Holzer

    @Der Realist
    So dieser Vorfall so stattgefunden hat, wie geschildert, ist es wohl offensichtlich, daß es sich um einen antisemitischen Angriff gehandelt hatte; dies sollte sogar Realisten als real erscheinen.
    Nur aus einer sich selbst verliehenen moralischen Überhöhung und Unfehlbarkeit ist es möglich, einen Satz wie “Warum hat Frau Wachsstock ihrem Mann eigentlich nicht geholfen?”
    niederzuschreiben.
    Gehen Sie in sich und denken bitte darüber nach, wie Sie in derselben Situation, unter den gleichen Umständen gehandelt hätten; und seien Sie bitte ehrlich zu sich selbst.
    So Sie mit 100%iger Sicherheit von sich sagen können, daß Sie Widerstand geleistet, daß Sie eingegriffen hätten, sind Sie ein Held.
    Für Außenstehende ist es immer leicht, Zivilcourage, Widerstand et al. einzufordern.
    Dieser von Ihnen verfasste Satz erinnert mich immer an die Überheblichkeit eines großen Teiles der Nachkriegsgeneration, welcher seinen Vorfahren noch immer vorhält, nicht Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet zu haben.

  4. Der Realist

    @Thomas Holzer
    das kann ich mit 100% Sicherheit sagen, auch meine Frau betreffend.
    es ist aber wohl ein Unterschied, Widerstand in einem totalitärem System zu leisten oder einen Angriff eines Einzelnen abzuwehren, diesbezüglich halte ich meinen Vorfahren gar nichts vor.

  5. Mourawetz

    Es gibt natürlich auch Menschen für die ist so eine Attacke nicht normal, viel mehr sogar wünschenswert. Da können diese Kampfroboter endlich ihren Agressionen freien Lauf lassen unter dem Deckmäntelchen der Selbstverteidigung.

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