Heute vor 51 Jahren ….

In den frühen Morgenstunden des 21. August 1968, kurz nach 2 Uhr, unterbricht Radio Prag sein laufendes Programm. Mit erregter Stimme verliest die Sprecherin die Eilmeldung, dass kurz vor Mitternacht Truppen des Warschauer Paktes die Staatsgrenze der Tschechoslowakei überschritten haben. mehr hier

3 comments

  1. Kluftinger

    Kann es sein, dass die Gründe (Grund) für den “Nicht-Einmarsch” der DDR in die Tschechoslowakei einen viel simpleren Grund hat?
    Es ist durchaus möglich, dass die Kommandanten der Panzereinheit so ungenaue Karten hatten, dass sie den Weg nicht fanden? Der Grund: die Geheimhaltung des Kartenmaterials bzw. schlicht nicht vorhanden?
    Man erinnere sich: vor dem Mauerfall befanden sich in den Telefonzellen Ost-Berlins keine Telefonbücher aus Geheimhaltungsgründen. Und es war auch aus der UdSSR bekannt: nur der Kommandant einer Flugzeugstaffel kannte den Einsatzbefehl, war der ausgeschaltet, drehten die anderen um.
    Sicher, eine Simple Spekulation, aber so weit weg von der Realität?

  2. Rado

    Lesenswert das Buch: “Marschmusik für Glockenspiel”. Beschreibt auf erschütternde Weise die typische Feigheit im Jahr 1968, welche die österreichischen Bundesregierungen der 2. Republik angesichts von Krisen- und Kriegsszenarien an der eigenen Staatsgrenze stets zuverlässig befallen. 1991 und 2015 waren da durchaus keine Ausreisser.

  3. Rizzo C.

    @Kluftinger
    Für den Einmarsch in die Tschechoslowakei 1968 war ein simpler Schulatlas bereits Überinformation, denn nicht mal so einen hatten offensichtlich die russischen Panzerkommandanten, die über die österreichische Grenze bis nahe Freistadt stürmten und dann von österreichischen Zivilisten wieder zur tschechischen Grenze zurückgewinkt wurden.
    Für die DäDäRä-Truppen hätte aber schon Grundkenntnisse der ostdeutschen Geographie gereicht, denn einfach in Richtung Süden fahren hätte sie zuverlässlich in die CSSR gebracht. Also an fehlendem Kartenmaterial lag es sicher nicht, dass nur 23 Jahre nach dem letzten Aufenthalt deutscher Truppen kein neuerliches Sightseeing zustande kam. Es war doch wohl eher ein befürchteter Imageschaden für das Berliner Proletarierpack.

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