“Hier irrt Christian Ortner”

(von Markus FICHTINGER) “Es wird in diesem Zusammenhang langsam notwendig, darüber nachzudenken, was den Staat eigentlich legitimiert, seinen Bürgern unter Androhung von Zwangsmaßnahmen einen erheblichen Teil seines Einkommens wegzunehmen.”  –  Hier irrt Christian Ortner. Nicht erst mit der Hypo Alpe Adria (HAA) wird es notwendig über die Illegitimität der Steuererhebung nachzudenken. Jedes einzelne Budgetdefizit seit 1970 legimitiert dieses Nachdenken, jede der 599 nicht umgesetzten Empfehlungen des Bundesrechnungshofes zu Einsparungen in der öffentlichen Verwaltung legitimieren dies. Die HAA macht es notwendig von der Phase des Nachdenkens in die Phase des Handelns zu wechseln. 99% der Steuern und Abgaben werden durch die Unternehmen erhoben und an den Staat abgeführt. Die WKO und alle Oppositionsparteien sollten daher die Unternehmer dieses Landes dazu aufrufen die Abfuhr von Steuern bis auf weiteres einzustellen, wenn sie es ernst meinen würden, mit der Kritik an der Regierung. Ups, dann würde aber der WKO und den Oppositionsparteien selbst der Geldhahn abgedreht werden. Schade, da kann dann man außer politischer Rhetorik und “Nachdenken” leider doch nichts machen.

6 comments

  1. Michael

    Das Wachstum der Unternehmen stimmt eh, aber im Schnitt wirkt es allein nur halb so hoch. (Staatsquote).

    Wie auch immer. Sie können auch das GDP/Capita schrumpfen. Das ist der Finanzierungsbedarf pro Kopf. Der sog. Reichtum pro Kopf ist die Möglichkeit für Investoren Geldmittel zu entziehen. Deswegen ist ja wichtig, dass Inländer investieren. Es ist das Potential eine Geldmenge zu (er)tragen. Wie sie kreditwürdig bleiben ist ihr Privatvergnügen. Weniger kaufen, weniger arbeiten – das ist auch sozial gerecht.

    Man darf dem Herrn Ortner nichte böse sein, er ist im Sozialismus aufgewachsen. Sie sind ein wenig streng. In ganz Österreich lacht sich der Karl mit dem Rauschebart eines ins Fäustchen und nicht nur bei uns.

    Sobald ein Thema in Richtung Arbeitnehmer vs. Arbeitgeber geht, gibt es immer einen lachenden Dritten. Der darf nichts mehr zu lachen haben. Die KPS. Karl + Politik + Staat. Das Family Business des Karl Marx war Staatenfinanzierung (Staatsschulden). Also geht es um Business mit Staatsschulden und die Gewinne daraus. Der Karl hat als eine Person die Rolle innegehabt die heut Ökonomen inne haben. WIFO …

    Sozialpartnerschaft, ÖVP, SPÖ, Gewerkschaften, Arbeiterkammer, Wirtschaftsbund, Industrieellenvereinigung und was auch immer – alles Marxens Vermächtnis.

    Man kann sich den Staat vorstellen – wie einen Ameisenbären.

    Die Kammern haben so ein wenig den Charme von Walldorfökonomie – Dreigliederung.
    http://www.youtube.com/watch?v=3U7AYvTNv04 . Siegfried Woitinas.
    Das war eine Idee die aus den Wirren des ersten Weltkriegs wurde geboren. Man wollte einfach nur Frieden haben … Räte, Kammern – das ist so von jeder Idee ein wenig etwas geblieben…

    Unsere Gewerbeordnung stammt aus Ideen der Strukturierung eines Wirtschaftsraum wie im Mittelalter. Meister – Geselle – Lehrling. Da wurde versucht entlang des Bedarfs solche 3er Strukturen auf den Weg zu bringen. Es war aber auch verboten, dass ein Meister mehrere Gesellen und Lehrlinge hat, damit es zu keiner Zahlungsmittelakkumulation kommt. Element der Grobstukturierung.

    So wird heute noch gearbeitet …

    Es ist wirklich nicht einfach zu durchschauen. Der Herr Ortner … Das Problem vieler moderner Neolieberaler ist, sie hängen alle am Rockzipfel vom Staat. Der eine mehr, der andere weniger, keiner so wirklich freiwillig. Aber dass mal alle anziehen und der Staat in seinen wahren Kleidern da steht … da fehlt etwas der Mumm. Man darf ihm aber nicht vorwerfen, dass er es im Guten probiert. Aber da wartet man lange …

    Man kann zu jedem Thema das so bemüht wird ganze Artikelserien verfassen, warum der Papiergeldsozialismus jedem schadet. Ich will das jetzt da nicht verbreitern. Propagandtrick Bruttolohn … bspw…

  2. Karl Markt

    “Sozialpartnerschaft, ÖVP, SPÖ, Gewerkschaften, Arbeiterkammer, Wirtschaftsbund, Industrieellenvereinigung und was auch immer – alles Marxens Vermächtnis. – See more at: https://www.ortneronline.at/?p=27145#sthash.bTcUO04b.dpuf

    “Das Problem vieler moderner Neolieberaler ist, sie hängen alle am Rockzipfel vom Staat. – See more at: https://www.ortneronline.at/?p=27145#sthash.bTcUO04b.dpuf

    Klassische wirtschaftsliberale Schwanzparade. Alle hängen am Staat nur ich nicht.
    Und inhaltlich natürlich völliger Schrott.

  3. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Wissen Sie eigentlich, was “neoliberal” wirklich bedeutet?
    Oder plappern Sie nur nach, was Ihnen in den Massenmedien an veröffentlichter Meinung vorgekaut wird?

  4. Karl Markt

    Neoliberal bedeutet “Ok, Manchester Liberalismus war wirklich nicht das Gelbe vom Ei, bei all der Massenarmut (“trotz” null Sozialsystemen) behaupten es liegt sicher nicht Wirtschaftssystem ist wirklich ein bisschen Steil. Also nennen wir es “neo”, akzeptieren dass es einen “starken Staat oberhalb der Wirtschaft” braucht, aber so weit, dass wir über unseren eigenen (intellektuellen) Schatten springen und gegenüber den Linken zugeben, dass der Wettbewerb auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen wird und deshalb ein Sozialstaat notwendig ist um nicht wieder bei Zuständen im 19. Jh zu landen, sind wir doch noch nicht. Die Tatsache, dass es zuerst Arbeitslosikeit und Armut, und dann erst den Sozialstaat gab kehren wir einfach unter den Tisch und erklären das Symptom einfach zur Ursache um unsere Illusion von der unsichtbaren Hand hochleben lassen zu können, welche wir aber eigentlich eh nur deshalb propagieren, damit wir keine Steuern zahlen müssen. Bei den Einwanderern kenne wir zB keinen freien Markt mehr. Da gehören gefälligst (Staats)Quoten her.”

    Besser kann man es nicht beschreiben.

  5. Karl Markt

    Und Sozialismus, entgegen dem was einem von den Massenmedien und Vertretern des Stalinismus vorgekaut wird, ist kein “staatliches System”, sondern eine Sozial- und Wirtschaftswissenschaft aus dem 19. Jh.
    Sozialist ist einer, und nur einer, der der ökonomischen Realität ins Auge sieht und kein verklärted Bild von der Wirtschaft hat.

  6. Thomas Holzer

    @Karl Markt
    Sozialismus ist/war weder eine Sozial- noch eine Wirtschaftswissenschaft, sondern schlicht und einfach eine Ideologie

    “Sozialist ist einer, und nur einer, der der ökonomischen Realität ins Auge sieht und kein verklärtes Bild von der Wirtschaft hat.”

    Der Satz ist wirklich putzig, vor allem, wenn er von Ihnen kommt.

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