Hier ist die Todesstrafe unvermeidlich….

“…..Am Sonntag ereignete sich in Salzburg vermeintlich Dramatisches. Drei ADEG-Großmärkte im Pinzgau und Pongau hatten von 7:00 bis 13:00 Uhr geöffnet. Weil die Feiertage in diesem Kalenderjahr eben besonders ungünstig gefallen sind, beteuerte der Geschäftsführer und verwies auf die Tatsache, dass viele Angestellte freiwillig – dank 100 Prozent Überstundenzuschlag und einem Tag Zeitausgleich – den Sonntagsdienst schieben wollten. Was die Gewerkschaft von den unternehmerisch flexibel gelebten Ladenöffnungszeiten hält, ist klar. „Wir wollen, dass hier ein Exempel statuiert wird“, fordert der Regionalgeschäftsführer der Gewerkschaft (GPA-djp) Gerald Forcher. Die Gewerkschaft hat daher Beweise gesammelt und eine Anzeige wegen „unlauterem Wettbewerb“ eingebracht. „Wir erwarten Höchststrafen“, sagte Forcher der APA….” (hier)

11 comments

  1. Fragolin

    Dazu ein paar Gedanken:
    1. Seit wann macht sich die Gewerkschaft Gedanken um “Wettbewerb” und “Marktverzerrung”? Schuster, bleib bei deinen Leisten!
    2. Seit wann richtet die Gewerkschaft den Behörden aus, welche Schritte und welches Strafmaß von diesen gefälligst zu erwarten sei?
    3. Wie schafft es die GPA, am Sonntag “umfangreiche Beweise zu sammeln”, ohne die eigenen Angestellten am Sonntag zur Arbeit ausrücken zu lassen? Werden deren Abrechnungen jetzt auch “penibelst geprüft”?
    4. Klassenkämpft die Gewerkschaft ebenso vehement gegen türkische “Süpermarkets” um die Ecke, die wettbewerbsverzerrend und gesetzesignorierend jedes Wochenende fast rund um die Uhr offen haben?
    5. Erscheint nur mir dieser rhethorische Furor verdächtig, dieses hetzende Giftspritzen? Da riecht es nach persönlicher Vendetta im Hintergrund. Oder gekränkter Eitelkeit.
    6. Danke Herr Ortner, dass ich das hier schreiben darf, weil diese Gedanken auf der “presse” im Zensureimer landeten.

  2. Der Bockerer

    Also ich war am Sonntag gemütlich einkaufen. Der Supermarkt recht gut besucht. Die anderen Geschäfte natürlich auch offen. Nach den Feiertagen war es Zeit, die Vorräte wieder aufzufüllen.
    Ach ja, und bevor mich kleingeistige Gewerkschafter wegen unerlaubten Betretens eines Geschäftslokals vor Gericht zerren – hier in Schweden haben die Supermärkte jeden Sonntag geöffnet. Alles kein Problem.
    Und noch was. Gewerkschafter gibt es auch hier. Die scheinen aber nicht so einen beschränkten Horizont zu haben wie jene in Österreich. Vielleicht auch ein Grund, warum Schweden wirtschaftlich besser fährt als die Alpenrepublik.
    In diesem Sinne: Freundschaft aus dem hohen Norden!

  3. Thomas Holzer

    Gesetzlich geregelte Ladenöffnungszeiten gehören auf den Müllhaufen der Geschichte!
    Es hat weder die Gewerkschaft noch sonst jemanden zu interessieren, warum jemand entscheidet, um Mitternacht, am Sonntag oder nie sein Geschäft aufzusperren.
    Und zu rechtfertigen hat sich sowieso niemand, normaler Weise.
    So simpel sollte es sein; aber sicherlich nicht in diesem Land.

  4. Ehrenmitglied der ÖBB

    “Kommunizierende Gefäße” Gewerkschaft und Arbeitsinspektorat? Da braucht`s keine Briefwechsel, man versteht sich auch so. Ein Beispiel: Hauptbahnhof Salzburg. Nach Eröffnung des modern gestalteten Bahnhofs, hatte auch die im Gelände befindliche SPAR-Filiale am Sonntag geöffnet (erlaubt, aber gegen Widerstand).
    Dann kam das jüngste Gericht. Noch keine paar Wochen nach Inbetriebnahme das AI! Zeitaufzeichnungen, Abrechnungsnachweise für die Sonntagsarbeit etc. Die Anwälte hatten zu tun.
    Das ist die unternehmerfreundliche und konsumentenfreudliche Realsituation in Österreich.
    Und vom stets lächelnden WKO Präsidenten hat man nichts vernommen?

  5. sokrates9

    Thomas Holzer@ Vergessen sie bitte nicht, dass es bei uns den Zwang gibt auch unerwünschte Personen zu bedienen, dass das Lokal behindertengerecht auch dessen Eingang und Toilette – ausgestattet werden muss, dass Genderkonformität herrschen muss und wenn sie küssende Lesben auffordern das zu unterlassen sie an einer Schließung des Lokales knapp vorbeischrammen! – Und dann das Rätselraten unserer Politiker warum Österreich immer mehr absackt, obwohl man doch eh alles so schön regelt…

  6. Falke

    Ich habe es schon immer gesagt (ganz allgemein, nicht nur auf die Geschäftsöffnungszeiten bezogen): Schuld an der hohen Arbeitslosigkeit sind zweifellos teilweise die Gewerkschaften. Ihnen geht es ausschließlich um jene, die Arbeit haben. Die Arbeitslosen sind ihnen herzlich egal. Sie akzeptieren nicht einmal eine minimale “Verschlechterung” der Bedingungen für die Arbeitenden, auch wenn dadurch vielleicht tausende Arbeitslose einen Job erhalten würden.

  7. Thomas Holzer

    @Falke
    Von welcher “Verschlechterung” schreiben Sie?!
    Diese gibt es ja überhauüt nicht, darf doch niemand gezwungen werden, z.B. an Sonntagen zu arbeiten; es gäbe genug Menschen, die “exotische” Arbeitszeiten gerne in Betracht ziehen würden.
    @sokrates9
    Der Platz hier reicht nicht aus, um all die gesetzlichen Dummheiten anzuführen

  8. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Ich vermute, es geht um “Verschlechterungen” allgemein.
    Mir bekannt ist der Fall eines mittelständischen Unternehmens, das vor einigen Jahren den Standort Österreich aus Kostengründen nicht mehr halten konnte. Es fragte seine Mitarbeiter, ob eine 5%ige für Arbeiter und 10%ige für Angestellte sowie 25%ige für die Chefetage Einkommensreduzierung möglich sei – und alle haben ohne Ausnahme zugestimmt. Die Gewerkschaft rückte sofort mit Anwälten an und drohte mit Klagsflut und harten Strafen. Also sperrte der Laden zu und alle durften sich zum AMS verkrümeln. So sehen die “Erfolge” der Klassenkämpfer aus den geschützten Werkstätten aus. Lieber eine halbe Hundertschaft zu den Genossen vom AMS durchwinken als einen bösen kapitalistischen Betrieb am Leben zu erhalten.

  9. Kristian

    Gewerkschafter, Arbeiterkämmerer, das ist der Fundus, aus dem auch immer wieder hohe Politiker hervorstreben, demnächst vielleicht sogar ein roter Gewerkschafter-Bundespräsident….
    Aus Zwangsbeiträgen schöpfen sie Legitimation, die Leute, die sie nicht fragen, zu vertreten.
    Verjagt sie einfach, indem niemand mehr diese Beiträge bezahlt und jeder aus der Gewerkschaft austritt – ich weiß, Illusionen, so wie die erhoffte Niederlage der Wiener SPÖ samt grünen Anhängseln…. Träumen darf man ja.

  10. Mike

    Seit Jahren schreib ich, dass die AKler, ÖGBler und sonstige unnötige Sozivereine die erfolgreichsten und effektivsten Arbeitsplatzvernichter sind. Es beweist sich immer wieder…

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .