Hijab mit Kreuz?

Von | 21. August 2013

(von MANFRED JACOBI) Mysteriös ist ein Vorfall aus Schweden, bei dem einer Kopftuch tragenden Frau zu mitternächtlicher Stunde der Hijab vom Haupt gerissen worden sein soll, wie die englischsprachige Zeitung The Local berichtet. Darüber hinaus soll sie mit dem Kopf gegen ein Auto geschlagen worden sein. Dazu kamen noch – laut Aussagen des Opfers – rassistische Bemerkungen.  Zeugen dieses Vorfalls gibt es nicht. Zumindest lässt sich den Medien nichts Derartiges entnehmen. Es gibt auch keine konkreten Hinweise auf den (oder die?) Täter.

Wie dem auch sei – eine derartige Attacke ist, sollte sie tatsächlich so stattgefunden haben, in der Tat abscheulich. So wie es auch abscheulich ist, wenn (schwedische) Frauen in umgekehrter Konstellation Opfer von sexuellen Übergriffen werden – was jedoch regelmäßig deutlich weniger Medienecho hervor ruft.

Das entscheidende Alleinstellungsmerkmal dieses Falles ist die Agitation seitens der PC-Eliten, die damit einhergeht. Da rufen Frauen dazu auf, demonstrativ Kopftuch zu tragen, um sich mit dem Opfer zu solidarisieren. Ja mehr noch, um der angeblich zunehmenden Islamophobie entgegen zu treten. Ein Hashtag #hijabuppropet (Hijabaufruf) wurde erfolgreich initiiert.

Diese Botschaft wird natürlich von allen Medien bereitwillig unters Volk gebracht. Und in gewisser Hinsicht stellt sie sogar das wesentliche Element der ganzen Story dar. Während man über das Geschehene, das sich immerhin bereits am Freitag zugetragen haben soll, überaus spärlich informiert wird, nimmt dessen Kommentierung breiten Raum ein. Ob das Zufall oder Absicht ist, lässt sich schwer sagen.

Zufälligerweise brannte am letzten Sonntag eine christliche Kirche in Karlskrona bis auf die Grundmauern nieder. Ob die ihr Haupt freiwillig verhüllenden Aktivistinnen von #hijabuppropet nun auch in einem Akt der Solidarität Kreuze zur Schau tragen, ist nicht bekannt. Würde ja auch etwas merkwürdig aussehen, Hijab und Kreuz gleichzeitig zu tragen.

3 Gedanken zu „Hijab mit Kreuz?

  1. Rado

    Was tut man bloß als Mann aus Solidarität? Kopftuch? Burka? Vollbart wachsen lassen?

  2. Thomas Holzer

    @Rado
    natürlich Kopftuch UND Burka UND Vollbart UND Turban 🙂
    wenn schon, denn schon

  3. Selbstdenker

    Die symbolische Selbstunterwerfung wird islamistische Fundis freuen und motivieren.

    Ob das jene Signalwirkung ist, die sich schwedische Feministinnen erhoffen?

    Das ist die gute Nachricht, Jungs: Ihr könnt dem Kulturkampf zwischen Feminismus und Islamismus zusehen ohne selbst aktiv zu werden – so wie bei einer Fussballübertragung im TV.

    Alice Schwarzer würde eine Burka übrigens vorzüglich stehen.

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