Hilfreicher Auflagenschwund

“Ich beobachte fünf nordafrikanische sehr laute junge Männer in der S-Bahn und denke: Müssen die wirklich hier sein?
Ich sehe in derselben Bahn eine arabische Frau mit einem Kopftuch und zwei Kindern, die sich kichernd in gutem Deutsch über Mitschüler unterhalten. Die Mutter lächelt mir entschuldigend zu, und ich denke: wie nett. Ach, das schaffen wir schon.
Ich sehe auf der Straße eine vollverschleierte Frau, die einen Kinderwagen schiebt. Die Sonne knallt. Sie trägt noch eine schwere Einkaufstüte. Drei Meter vor ihr schlendert ihr Mann. In Shorts. Was für ein Arschloch, denke ich. Wird der Typ jemals lernen, eine Frau mit Respekt zu behandeln?
Ich lerne die freundliche Studentin aus dem Iran kennen. Auch sie trägt ein Kopftuch. Sie hat sich freiwillig dafür entschieden. Es ist ihr wichtig.
Ich sehe die afrikanischen Drogendealer im Park und denke: Das sollen bedauernswerte Flüchtlinge sein?
Die Tochter von Freunden ist mit einem Syrer zusammen. Ich höre seine Geschichte und denke: Dem muss man helfen. Der Junge hat jedes Recht, hier zu sein.
Aber – hat jeder das Recht, hier zu sein?
Was sagt man der Mutter der getöteten Susanna? Sagt man: Du musst das aushalten, dass ein Mensch, der nicht hier sein durfte, deine Tochter getötet hat. So ist das. Das ist der Preis.
Ist das der Preis?” – Schreibt der stern in seiner neuesten Ausgabe. Mitunter scheint ein radikaler Auflagenschwundhilfreich zu sein. Außerdem kann, wer – etwas sträubt sich in mir, hier die Worte “noch rechtzeitig” zu notieren – einlenkt, später behaupten, man habe schon immer anderen Meinungen Raum gegeben, ja man habe schon immer vor den Folgen einer allzu hochherzigen Politik gewarnt. (Mchael Klonovsky, hier)

5 comments

  1. sokrates9

    Solange nicht der Markt agieren kann sondern der Staat Millionen fliessen laesst -Beispiel ORF -wird sich wenig aendern!

  2. Josi

    Die Frage wer wo sein darf, ließe sich ganz leicht klären: Es müsste dann wirklich allen Menschen zugestanden werden, sich anzusiedeln, wo sie wollen. Allen. Wenn ich in die USA auswandern wollte, so müsste mir das auch uneingeschränkt möglich sein. Wenn sich nun jede/r MenschIn überall auf der Welt ansiedeln dürfte, dann würde eine irrsinnige Kreiselbewegung enstehen, denn die aufgeklärten Schaffenden, die keinen Bock drauf haben, ihre Existenz irgendwelchen ungebildeten, unfähigen und unwillingen Brutalos oder DummköpfInnen zu opfern, werden flüchten, sobald sie können. In Gegenden, wo ihresgleichen lebt. Dort wollen natürlich auch besagte dummköpfigen Brutalos hin, denn dort gibt’s was zu holen, was man sich selber nicht erst erarbeiten muss. Und dann … moment! So ist das ja jetzt schon! Was fehlt in diesem Bild? Ach ja – die Freiheit, sich ungebildete dummköpfige Brutalos auch von Leib und Leben fernhalten zu dürfen. Denn momentan werden die aufgeklärten Schaffenden von den Regierungen dazu gezwungen, sich – wie die lieben TürkInnen in meiner Gegend so gerne herausplärren, besonders vor den Berufsschulen – “ficken” zu lassen. Und viele stecken den Kopf auch brav in den Sand. Was passiert dabei? Richtig! Der Hintern ist ungeschützt. Na bitte. Ende des nirgendwohin führenden sonntäglichen Essays. P.S. Im obigen Artikel fehlen zwei besonders einflussreiche Gruppen drastisch: Die MigrantInnen-Clans der vergangenen Jahrzehnte, die oft so entsetzlich primitiv sind, dass einem graust, samt ihrem Nachwuchs und die EU-EinwandererInnen von “Entwicklungsländern”. Und da muss ich als mitten im Hexenkessel lebende sagen: Ein halbwegs gläubiger anständiger Araber auf Sozialhilfe ist mir beim A…. lieber als ein stumpfsinniger diebischer Ex-Ostblockler. Sorry. Das klingt jetzt vielleicht harsch und “rassistisch”, ist aber aus persönlicher Erfahrung geboren, die zu einem höchstbaldigen Wegzug aus dem versifften Kabul … äh, Wien, meinte ich, führen wird.

  3. Betty

    …will man nun die bunte Welt die man herbeigesehnt hat nicht mehr?
    Ach man ist selbst damit konfrontiert….der Lohnschreiber der 2015 jeden Kritiker als Nazi diffamiert hat will nicht dass seine 16 jährige Tochter bereichert wird….warum denn nicht?
    …dieses geballte Wissen dass nun massenhaft zu uns strömt….Goldstücke at work….live with the shit you caused…

  4. Seerose

    ich hab den Artikel von Herrn Klonovsky nicht mal bis zu Ende lesen können, weil mich schon vorher ein überwältigender Brechreiz überfallen hat
    Ich bin froh darüber alt zu sein, und, dass meine Tochter und mein Sohn Europa bereits in Richtung USA und Kanada verlassen haben. Beiden geht es sehr gut und beide haben in ihren Zielländern nichts von Sprachlern- und Wertekursen angeboten bekommen, weil ganz einfach vorausgesetzt wurde, dass sie Sprache und Werte bereits mitbrachten.
    Zuerst war ich traurig, dass sie soweit entfernt leben (bei meinem Sohn in Kanada bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob er die richtige Wahl getroffen hat, aber alles besser als hier). Und so hat Österreich zwei tüchtige, steuerzahlende Menschen verloren, aber was ist das schon im Gegensetz zu den vielen Goldstücken, die Österreich im Gegenzug erhalten hat?

  5. aneagle

    Was Gutmenschen wie C. Roth, K.Göring, A.Hofreiter und der bekannt doofe M.Schulz nicht auf die Reihe kriegen: man ist nicht fremdenfeindlich, wenn man feindliche Fremde ablehnt und sich vor ihnen schützt. Auch kein Rassist, da sich die Ablehnung und die Vorsicht nicht auf Ethnien Religionen oder Rassen beschränkt, sondern lediglich auf die Feindseligkeit, die einem entgegengebracht wird. Auch Landsleute mit einer vergleichbar feindseligen Haltung lösen die gleichen Reflexe der Vorsicht und des Selbstschutzes aus. Wer das nicht begreifen mag, darf sich nicht wundern, wenn Wähler nicht schlichtweg verrückt sind und lieber Politiker wählen, die normale Ansichten und sinnvolle Absichten vermitteln. Nicht alle Lemminge hüpfen ihren geisteskranken Vorreitern in den Abgrund nach. Hoffentlich auch bald in Deutschland.

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