“Hoffen und Beten, die dominante politische Strategie in Europa”

“…. Die Ereignisse zeigen in aller Deutlichkeit, dass das Eurosystem weit von einem inneren Gleichgewicht entfernt ist. Den harten Kern des Ungleichgewichts erkennt man durch einen Blick auf die Produktion im verarbeitenden Gewerbe, das besonders unter der Überteuerung gelitten hat, weil es sich im Gegensatz zu den Binnensektoren dem internationalen Wettbewerb stellen muss. In Italien lag die Produktion bereits vor der Coronakrise um 19% unter dem Vor-Lehman-Niveau, und in Spanien um 21%. In der Coronakrise ging die Reise weiter bergab, und zwar auf –35% ­beziehungsweise –34%. Das Fiasko soll durch den Wiederaufbaufonds bekämpft werden. Allerdings kann man mit Geld das Problem der falschen relativen Güterpreise im Euro­system nicht wirklich lösen. Das geht nur über offene oder reale Abwertungen. Doch darüber will niemand reden. Das Hoffen und Beten ist die dominante politische Strategie in Europa. mehr hier

2 comments

  1. sokrates9

    Die Milliarden die nun in den Süden fließen werden die Kapitalflucht weiter verstärken, ebenso die Ungleichgewichte.Der euro ist ein totes Pferd, nur tote Pferde haben derzeit Hochkonjunktur!

  2. Johannes

    “Das Fiasko soll durch den Wiederaufbaufonds bekämpft werden. Allerdings kann man mit Geld das Problem der falschen relativen Güterpreise im Euro­system nicht wirklich lösen. Das geht nur über offene oder reale Abwertungen. “

    Und da beißt sich die Katze in den Schwanz, wie soll Italien abwerten ohne das es auch Deutschland tun muss?

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