Hundert Jahre Trianon: Ungarn, Österreich und Europa

(A, UNTERBERGER) In Ungarn ist der hundertste Jahrestag von Trianon mit großer Intensität als nationaler Trauertag begangen worden. Trianon ist jener Friedensvertrag nach dem ersten Weltkrieg, der den Verlust eines Großteils des historischen ungarischen Gebiets festgeschrieben und der viele Ungarn plötzlich zu Bürgern fremder Staaten gemacht hat. Dieses nationale Gedenken der Ungarn müsste Österreich in seiner Geschichtsvergessenheit eigentlich zutiefst beschämen, das ja durch den Vertrag von Saint Germain ein ähnliches Schicksal erlitten hat. Hierzulande denkt aber niemand daran, da in Österreich weit und breit kein Politiker, kein Medium, keine gesellschaftliche Gruppe zu finden ist (von den universitären Historikern gar nicht zu reden), die noch eine Nahebeziehung zur eigenen Geschichte hätte. mehr hier

3 comments

  1. Cora

    In Österreich, einem Land der Untertanen, findet man sich eben ab. Die streiken nicht und trauern dem Verlust höchstens nach. Als Böhmen noch bei Österreich war, vor 50 Jahr, vor 50 Jahr. So hat man vor 50 Jahren schon gesungen.

  2. Thomas F.

    nationalen Gefühle … gibt es nämlich nicht nur bei den bösen Ungarn und den bösen Polen, sondern etwa auch bei den Balten, Slowenen, Kroaten oder Rumänen.
    Bei all diesen handelt es sich um Nettoempfänger bei der Großen Europäischen Umverteilung. Solange das so ist, ist ihr Widerstand noch verhalten. Wird spannend, wenn das erste von ihnen auch beim Ausgeplündert Werden dran kommt.

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