Hurra, wir entmündigen uns selbst!

“Laut einer Studie des John-Stuart-Mill-Instituts der Hochschule Heidelberg ist im letzten Jahr die Wertschätzung der Deutschen für die Freiheit weiter zurückgegangen. Immer beliebter ist hingegen der betreuende Staat…..” (NZZ)

9 comments

  1. Thomas Holzer

    Über 40 Jahre Umerziehung scheint “endlich” Wirkung zu zeigen, leider!
    Der Sozialismus kommt nicht mit der Kalaschnikow, sondern wird über Gesetze und Verbote verwirklicht.
    Einfach nur mehr tragisch……….

  2. Herr Karl jun.

    So kommt es, dass die Nutzniesser des Apanagenstaates nicht müde werden vor dem bösen “Neo-Liberalismus” zu warnen, und zwar bei einer gegenwärtigen Staatquote von über 50%! Historisch-strukturell ist dies wie eine Reprise des Kampfes der Liberalen gegen die Feudalen, diesmal sind die Gegner eben “Neo-Feudale”, gläubige Etatisten mit lauter “wohlerworbenen” Rechten, Transferleistungsbezugsrechten, Sonderpensionsrechten oder Wärmestuben-Dienstrechten. Wann kommt der Aufstand gegen diese Nutzniesser?

  3. Christian Peter

    Entmündigt werden die Bürger im deutschsprachigen Raum durch politische Parteien (“Parteienstaat”). Drängt man den Einfluss politischer Parteien zurück, werden sich die Bürger für mehr Freiheit entscheiden, wie die Beispiele Schweiz oder USA belegen.

  4. Reinhard

    Der Durchschnittsmensch ist faul, entscheidungsträge und verantwortungsscheu. Und diese Massen, erfolgreich in einem zerschlagenen Bildungssystem gezüchtet, jubeln dem Großen Outsourcing aller Sorgen an den Staat begeistert zu und wenden sich ihrem vermeintlichen Wohlstand zu. Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.

  5. Christian Peter

    @reinhard

    Schwachsinn, der Bürger hat in einem Parteienstaat absolut nichts zu entscheiden. Es sind die politischen Parteien, die den Nanny – Staat verantworten.

  6. Reinhard

    @Christian Peter
    Habe ich irgendwo das Gegenteil behauptet? Der Bürger mit Interesse an Mündigkeit ist aber in der Minderheit, denn die Mehrheit – siehe oben! Der Parteienstaat hat gewonnen und seine Gegner in die absolute Isolation kleiner Nischenmedien und Internetforen verdrängt, während die gefräßige Masse der Obrigkeit weiter jede Verantwortung überträgt – sogar die, wieviel Watt der Staubsauger haben darf, wieviel Liter die europäische Einheits-Klospülung fasst und wieviel Fett im Schnitzel toleriert wird. Hauptsache 3D-TV, iPhone, Facebook und Dschungelcamp. Määh!

  7. Mona Rieboldt

    @Reinhard
    Ihre Aussage klingt wie “alle doof, außer mir”. Ich mag dieses elitäre Verhalten nicht, alle anderen zum Bodensatz zu erklären. Sie können doch nicht erwarten, dass sich alle für Politik, EU etc. interessieren und sich täglich informieren. Viele haben auch genug zu tun mit ihrer Arbeit und Familie.
    In Deutschland war man von jeher staatsgläubig und die meisten meinen, da kann man eh nichts gegen machen, was die da “oben” bestimmen. Hier hieß es ja auch mal “Ruhe ist die erste Bürgerpflicht”.
    Ich weiß auch nicht, wie diese Studie zustande kam und was sie wirklich wert ist. Mit der Gläubigkeit an solche Studien sollte man auch vorsichtig sein.

  8. Reinhard

    @Mona Rieboldt
    Das hat doch nichts mit elitär zu tun sondern nur mit Realität. Wir sollten bitte nicht vergessen, dass der politisch interessierte und eigenverantwortlich handelnde Bürger eine aussterbende Rasse ist. Und der neofeudale Parteienstaat züchtet das Untertanengen seiner Wahlschafe erfolgreich weiter. So erfolgreich, dass 90% der Leute glauben, Neoliberalismus wäre eine teuflische Sekte und alles, wo sozial, demokratisch und bio draufsteht wäre das Nonplusultra.

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