“Ich gebe dem Euro höchstens noch 5 Jahre”

Von | 7. Dezember 2016

“Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hat das Verfassungsreferendum verloren und tritt zurück. Der britische Finanzprofi Jim Mellon glaubt, dass dies die Anti-Establishment-Bewegung in Italien stärken wird – mit dramatischen Folgen für die Euro-Zone….” (hier)

11 Gedanken zu „“Ich gebe dem Euro höchstens noch 5 Jahre”

  1. Christian Peter

    Nicht nur der Euro, auch die EU in der heutigen Form ist längst in Auflösung begriffen. In max. 5 – 7 Jahren werden sowohl EU als Euro in der heutigen Form Geschichte sein.

  2. Marcel Elsener

    Totgesagte leben bekanntlich länger. Zwar ist das EWS durch die exorbitant gestiegenen Staatsverschuldungen, die Schuldenmonetarisierung durch die EZB sowie die grossen Haftungssysteme (EFSF, ESM) ziemlich instabil geworden. Aber ob in 5 Jahren der Euro tatsächlich Geschichte sein wird, ist denn doch eine etwas gewagte Prognose. Es hängt sehr viel von der weiteren Entwicklung in der EU ab. Wenn es der EU-Nomenklatura gelingt, eine EU-Diktatur zu errichten – und danach sieht es momentan immer noch aus – dann können schnell einmal 10 – 20 Jahre daraus werden. Eine Wette auf das Ende des Euro innerhalb der nächsten 5 Jahre würde ich jedenfalls nicht abschliessen.

    Freilich, wenn der Zusammenbruch erst einmal beginnt, dann geht es vermutlich sehr schnell. Dann ist nicht bloss der Euro Geschichte sondern auch die EU insgesamt. Genau das ist den Nomenklaturen sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene sehr klar, weswegen sie alles daran setzen werden, das zu verhindern – schliesslich hängen ihre eigene Existenz und ihre Machtambitionen davon ab.

    Entscheidend ist, wie weit sich die Völker Europas das von ihren Obertanen bieten lassen werden. Die Briten sind inzwischen hellhörig geworden und haben die Konsequenzen in einer Volksabstimmung gezogen. Die Querelen darum, dass nur das Unterhaus die oberste Entscheidungsinstanz sei, die den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU beschliessen könne, zeigt jedoch sehr schön, dass die Rückzugsgefechte von der EU-Nomenklatura und ihren lokalen Vasallen/Günstlingen sehr hartnäckig geführt werden. Man versucht einen Keil zwischen das Unterhaus und den britischen Souverän zu treiben.

    Die Medien stehen immer noch grossmehrheitlich hinter der EU-Nomenklatura, und obwohl deren Macht in der Beeinflussung der öffentlichen Meinung sich sukzessive vermindert, ist sie immer noch erheblich – insbesondere im Rundfunkbereich. Tatsächlich ist heute die Freiheit des www der Schlüssel zur Sprengung des faktischen (Des-)Informationskartells der politmedialen Nomenklatura. Deswegen wird jetzt mit Hate-Speech-Kampagnen versucht, das www einzuhegen und zu kontrollieren. Exakt unter diesem Gesichtspunkt muss man die derzeitigen politischen Bemühungen sehen.

    Auch die Political Correctness und die ganze Gender-Ideologie mitsamt der bereits installierten Gleichstellungsbürokratie ist unter den Bemühungen zu subsumieren, dass man das Individuum immer stärker umerziehen will bzw. die Geschlechter gegeneinander aufhetzen will, um sie dadurch besser kontrollieren zu können. Teile und herrsche – divide et impera.

    Von der staatlichen/staatlich subventionierten Wohlfahrtsbürokratie und all den von ihr direkt oder indirekt abhängigen Menschen sowie von erheblichen Teilen der Dienstleistungsunternehmen, deren Weiterexistenz direkt von der fortwährenden staatlichen Geldschöpfung abhängig ist, will ich gar nicht erst reden. Auch hier wird die Abhängigkeit von Entscheidungen relativ weniger politischer Machtfunktionäre stetig grösser.

    Wir sitzen heute auf einem gewaltigen wirtschaftlichen Pyramidensystem des Konsums (und zwar weltweit, nicht bloss innerhalb des Euro-Raums), das ohne stetigen Zufluss von Neugeld innert kurzer Zeit zusammenbrechen würde. Dieses System basiert auf reiner Psychologie: So lange, wie die Wirtschaftsteilnehmer noch daran glauben, dass die bunt bedruckten Baumwollfetzen (= Fiat Money) einen realen Wert repräsentieren, solange wird sich dieses System noch halten. Aber wehe, wenn dieser Glaube sich verflüchtigt. Dann nützt auch die Geldschöpfung nichts mehr. Eben deshalb ist eine Prognose über den Zusammenbruch einer Währung wie des Euros äusserst schwierig. Es stecken keine rationalen und quantitativ messbaren Faktoren mehr dahinter sondern nur noch reine Psychologie der Menschenmassen.

    Wir leben in sehr interessanten Zeiten…

  3. mariuslupus

    Es ist der Wunsch und Hoffnung der Kommissare in Brüssel und Berlin, kein Kollaps während unserer Amtszeit. Lieber die Sau auf Raten schlachten.

  4. Christian Peter

    Man sollte nicht vergessen : Das Projekt EU wird nur mehr gegen den Willen der Mehrheit der europäischen Bevölkerung fortgeführt, es handelt sich somit de facto um eine Diktatur. Alle Schritte der Europäischen Integration der vergangenen 15 Jahren erfolgten ohne Legitimation, da die europäische Bevölkerung keine Zustimmung zu dieser Entwicklung erteilte bzw. erst gar nicht befragt wurde (z.B. Vertrag von Lissabon). Es liegt auf der Hand, dass sich tyrannische und illegitime Herrschaftsformen wie die Europäische Union nicht auf Dauer gegen den Willen der Bevölkerung Dauer aufrecht erhalten lassen werden und den Keim des Untergangs in sich tragen.

  5. sokrates9

    Derzeit läuft ein gewaltiges Programm zur Intelligenzreduktion der Bevölkerung! Strategie, längerfristiges Denken, Moral, Ethik, Rechtsgrundlagen, Philosophie ,selbst Literatur sind alles Dinge mit denen der durchschnittliche Mittelschüler nicht mehr konfrontiert wird! Beginnt schon früher mit den Märchen die alle PC . Konform gestaltet werden und auch der böse Krampus nicht mehr vorkommen darf! Somit finden Studenten zB Rechtsbrüche ( Pacta sunt servanda) für völlig normal – schließlich hat sich die Situation halt geändert -Lüge ist integrierter Sprache der Politik ( Junkers, Novotny, Van der Bellen ) bekennen offen dass sie lügen (wenn es sein muß??)PC – korrektes Verhalten notwendig! So finden Hassparagraphen, Meinungsbeschränkungen, Diskriminierungsverbote, Priorität von Religion absolute Mehrheiten unter den Studenten! In Kulturen die in Richtung intellektueller Steinzeit gehen halten sich tabuisierte Organisationen wie die EU oder der Euro natürlich sehr lange! Es dauerte in der Regel 300 – 400 Jahre bis die Bevölkerung bemerkt dass die “Hohen Priester” Scharlatane zB Khmer in Kambotsche, Inkas, Atzteken usw sind die ein priviligiertes Leben zu Lasten der Bevölkerung führen!!

  6. Selbstdenker

    @Marcel Elsener:
    Ausgezeichnete Analyse – vielen Dank!

  7. Christian Peter

    Das Ende der EU und des Euro könnte bereits in wenigen Wochen erfolgen, sollte Marine Le Pen zur künftigen Präsidentin Frankreichs gewählt werden und das Versprechen verwirklichen, Frankreich aus der Geiselhaft der EU und des Euro zu befreien.

  8. Christian Peter

    @Fragolin

    Nur eine Frage der Zeit, wenn nicht in wenigen Wochen dann in einigen Monaten oder in ein paar Jahren. Dass der Auflösungsprozess der EU und der Währungsunion nicht aufzuhalten ist, sollte mittlerweile jedem bewußt sein.

  9. Christian Peter

    @Fragolin

    In Frankreich ist die Ablehnung der EU weit größer, als in Großbritannien, 61 % der Franzosen lehnen die EU ab, nur 38 % sehen diese positiv. Würde in Frankreich ein Referendum abgehalten, würden sich die Franzosen mit Sicherheit für den Frexit entscheiden. Man kann auf Dauer keine Politik betreiben, die von einer immer größer werdenden Mehrheit der Bürge abgelehnt wird. Die Forderung nach dem Frexit wird daher das entscheidende Wahlkampfthema bei der Präsidentenwahl werden.

    http://www.ferryhouse.ag/frexit-eu-gegner-frankreich/

  10. Falke

    @Christian Peter
    Sie sollten bei Gelegenheit den Bestseller “Unterwerfung” von Michel Houellebecq lesen (falls Sie es nicht ohnehin schon getan haben). Er spielt im Jahre 2022, also nach den übernächsten französischen Wahlen, teilweise mit den heute noch agierenden Politikern. Da wird, ganz unaufgeregt, logisch und pragmatisch, ein Szenario vorgestellt, wonach sich alle politischen und gesellschaftlichen Kräfte Frankreichs verbünden, nur um Marine Le Pen zu verhindern (hatten wir doch gerade bei uns, oder?) und den Chef einer Moslem-Partei zum Präsidenten wählen, der das Land innerhalb kürzester Zeit und ganz friedlich in einen islamischen Staat umwandelt. Auch wenn es sich vielleicht nicht genau so abspielen wird – die Aktion zur Verhinderung von Marine Le Pen als Präsidentin kommt sicher, da sie wohl bereits 2017 im ersten Wahlgang die relative, nicht aber die absolute Mehrheit erringen wird. Bei der Stichwahl wird es wohl heißen: alle für Fillon, Valls….., wen auch immer, nur um Le Pen zu verhindern.

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