“Ich wünschte, sie wären alle umgekommen”

Von | 31. März 2016

“….Irem Aktas, Leiterin der Abteilung Frauen und Medien der AKP in Istanbuls Distrikt Eyup kommentierte in den sozialen Medien: “Lasst es den israelischen Bürgern schlimmer ergehen, ich wünschte sie wären alle umgekommen.” Als sie das auf ihrem Twitter-Account schrieb, wurden mindestens 11 israelische, von der Bombe verletzte Bürger in türkischen Krankenhäusern behandelt.
Aktas löschte ihre Kommentar schnell und schloss ihre Konten in den sozialen Medien. Ein offizieller Vertreter der Partei sagte, gegen Aktas seien Disziplinarmaßnahmen eingeleitet worden. Aber der türkisch-islamistische Reflex fand eine Formel, die der “Heldin” das Gesicht wahrte. Aktas sollte zurücktreten, statt aus der Partei ausgeschlossen zu werden.
Es überrascht ebenfalls nicht, dass Aktas sich auf ihrem Facebook-Konto als “Fan von Erdoğan” und “Das Osmanische liebend” beschreibt.
Ihr Fehler war es vermutlich, dass sie öffentlich äußerte, was Millionen Türken angesichts eines Selbstmord-Bombenanschlags nur dachten, aber nicht sagten…..” (hier)

5 Gedanken zu „“Ich wünschte, sie wären alle umgekommen”

  1. cmh

    Ein Spaziergang durch Favoritistan und der Bobo hat sich an derartige Grauslichkeiten gewöhnt.

    Was nicht gegen die Türken, aber gegen die Bobos gerichtet ist.

  2. Fragolin

    Durch solche kleinen Hoppalas, wo ein Kommentar für den Freundeskreis aus Versehen in den öffentlichen Bereich rutscht, bekommt man eine Vorstellung, wie diese ultra-turknationalistischen Islamfaschisten des AKP-Führungskreises so untereinander kommunizieren.
    Blöd, wenn bei aller mühseligen Kreidefresserei manchmal die wirkliche Denkweise herausrutscht.
    Noch blöder, wenn man als Publikum solcher menschenverachtender Outings keine Schlüsse daraus zieht…

  3. Fragolin

    @Geheimrat
    Danke, großartig! Ich bewundere den Mut und die Intelligenz dieser Frau, der das Bartgezottel nichts als Hass und Verachtung entgegenrotzen kann, weil er gegen ihre Wahrheit keine Argumente findet. Das ist die Offenbarung des Islam (und erinnert an die “Diskussionskultur” unserer Linken): man putzt sich einfach an der Person des Gegenübers ab, stolziert herum und kackt auf das Schachbrett, so ist man aus der Pflicht, auch nur einen einzigen begründeten Zug zu tun. Jeder hirnlose Vollpfosten kann ein Religionsfanatiker sein, denn da ist jeder Gedanke schon gedacht und jeder Zweifel eine Sünde, aber es benötigt Intelligenz, um zu argumentieren. Jeder hosenkackende Feigling kann ein Religionsfanatiker sein, denn man ist in einem starken Kollektiv von feigen Mitvollidioten, die im Rausch der Überheblichkeit blind drauflosprügeln, aber es benötigt Mut, um sich als einzelner Mensch dem entgegenzustellen. Und es bedeutet ganze Gebirge aus Mut, sich als Frau körperlich wie geistig unverschleiert diesen zottelgesichtigen Fanatikern in den Weg zu stellen.
    Hut ab!

  4. Herbert Manninger

    @Geheimrat
    Toll, diese Frau!
    Dieses Video sollte unseren K(r)ampfemanzen, von Glawischnig bis Hoschek zwangsvorgeführt werden.

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