Im Namen der Republik?

“….Weil er in einem Antragsformular andere mögliche Erben nicht angab, soll ein Wiener Journalist für drei Jahre hinter Gitter. Dem Urteil könnten Motive der Revanche zugrunde liegen….” (Bizarre Geschichte in der “NZZ“)

10 comments

  1. herbert manninger

    Mir fällt auf, dass die Justiz,die ja stets die Hure der jeweiligen Politik ist, und derzeit natürlich links tickt, Delikte, bei denen es nur ums Geld geht, mit enormen Strafen belegt werden, während auf Mord und Totschlag oft unfassbar milde Urteile erfolgen. Nur ein Beispiel: Der Broker, welcher beim Kauf der Telekom-Aktien das Limit so wählte, dass der Kurs Boni für die Manager ermöglichte, fasste 5 Jahre aus!!!!!! So, und dann verfolgt mal ein paar Tage lang diverse Urteile über Tottreter, vor allem aus der südländischen Szene: Die fassen Bewährungsstrafen aus, 20jährige, also längst Volljährige, werden als “Jugendliche” behandelt,usw…
    Tja, Geld ist halt viel mehr wert als menschliche Gesundheit oder überhaupt ein Menschenleben, stimmt´s, ihr heuchlerischen Linken?

    Ein

  2. Christian Peter

    @Herbert Manninger

    Sie liegen völlig falsch. Gerade Wirtschaftskriminalität wird in Österreich begünstigt. Einerseits, weil Delikte häufig gar nicht verfolgt werden, andererseits, weil sich die Strafdrohung, wie in anderen Ländern, in der Regel nicht bzw. nur völlig unzureichend an der Schadensumme orientiert. So wurde etwa der Betrüger Madoff, der alleine in Österreich 350 Millionen Euro Schaden hinterließ, in den USA völlig berechtigterweise zu 150 Jahren Haft verurteilt – in Österreich wäre er trotz des gewaltigen Schadens bereits nach wenigen Jahren wieder ein freier Mann gewesen.

    Sie sollten zudem bedenken, dass Gewaltdelikte meist im Affekt begangen werden und daher nicht mit Delikten verglichen werden sollten, die stets nach reiflicher Überlegung und Vorbereitung erfolgen (Vermögensdelikte) und somit mit einer hohen kriminellen Energie einhergehen.

  3. Zaungast

    “…soll ein Wiener Journalist für drei Jahre hinter Gitter….”

    Das ist jetzt aber nicht wahr? Das kann doch nicht wahr sein? Ich glaub’s einfach nicht.

  4. J. Peer

    Die österreichische Justiz nähert sich dem Byzantinischem Recht.
    Dabei urteilen Richter, wie bekannt wurde, nach ihrem Befinden, diverser Interessen usw.- ungeachtet der Fakten oder der Beweislage.

  5. Ehrenmitglied der ÖBB

    ad Zaungast:
    ich habe den Bericht in der NZZ auch gelesen.
    Nun zweifle ich nicht nur am Rechtsstaat, sondern auch an der Qualität der Juristenausbildung und der Ehre österreichischer Richter.
    Von der Frau Karl (dzt. tätig im JM) erwarte ich mir ohnehin nichts mehr.
    Abgesehen von der internationalen Blamage rüttelt ein derartiges Urteil an der Glaubwürdigkeit aller jener Juristen, die für Österreich in internationalen Gremien tätig sind?

  6. Christian Peter

    Auf große Sympathien dürfen tricksende Antragsteller nicht mehr setzen, immerhin bildete sich rund um Holocaust – Opfer mittlerweile eine florierende Industrie. Erst kürzlich wurde die Bundesrepublik durch Vertreter der Jewish Claim Conference mittels gefälschter Anträge vermeintlicher Holocaust – Opfer um (mindestens) 41,3 Millionen Euro geschädigt.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/betrug-mit-holocaust-geldern-ein-schamloser-plan-a-728297.html

  7. Christian Peter

    @herbert manninger

    Weder noch. Fakt ist, dass das Strafgesetzbuch für Gewaltdelikte ohnehin wesentlich höhere Strafen vorsieht als für Vermögensdelikte. Die Höchststrafe für Gewaltdelikte beträgt lebenslang (+ Sicherungsverwahrung), für (reine) Vermögensdelikte lediglich 10 Jahre Freiheitsentzug.

    Linke verurteilen übrigens eher Gewaltdelikte, Konservative eher Vermögensdelikte, weil Letztere das Rechtsgut Eigentum in der Regel als besonders schützenswert erachten.

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