Innovativ: Budgetsanierung mittels Joint

Von | 30. Januar 2014

“….Eine Entkriminalisierung von Cannabis könnte für Österreich ausgabenseitig im Vergleich mit den bisher angekündigten Massnahmen der Regierung die grösste einzelne Ersparnis für das Budget bringen, teilte der Österreichische Hanfverband am Donnerstag mit.
Basierend auf einer Studie der EU-Organisation EMCCDA (European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction) aus dem Jahr 2008 kostet die Kriminalisierung von Drogen rund 60 Euro pro Jahr und Einwohner. Hochgerechnet auf die 8,46 Millionen in Österreich lebenden Menschen ergibt sich hier ein potentielles Einsparungspotential von rund 507 Millionen Euro…..” (aus einer Pressemitteilung des “Österreichischen Hanfverbandes”)

22 Gedanken zu „Innovativ: Budgetsanierung mittels Joint

  1. Thomas Holzer

    In Österreich wird niemals eingespart, sondern es werden immer nur Steuern erhöht, neue Steuern erfunden und/oder wiedereingeführt..

  2. Reinhard

    Wenn man sich so vorstellt, was für Sondersteuern, Abgaben und Gebühren man auf den Preis so draufschlegen könnte, wird dem Spindi glatt das Höschen feucht. Die Drogenfahndung wird aufgelöst, die Beschaffungskriminalität fällt weg und der Haschtourismus bringt zusätzliche Millionen (siehe Niederlande).
    Also ich bin eher für die Erlaubnis zum Hanfanbau als für eine weitere Steuererhöhung für selbstständig oder unselbstständig arbeitende Privatpersonen.
    Funktioniert bei Tabak und Alkohol doch auch…

  3. Reinhard

    @Thomas Holzer
    Und die steigenden Steuereinnahmen rechtfertigen im Sinne der Verteilungsgerechtigkeit höhere Ausgaben. Ein Teufelskreis.

  4. Urban

    @ vorallem wüsste man dann vielleicht, was sie so alles nehmen, die degenerierte “Politelite”,anders kann man`s sich ja nicht mehr erklären.

  5. sybille Stoa

    Wenn dürfte man nur Cannabis in kleinen Mengen ähnlich wie das Tabakmonopol mit strengen Jugendschutzbestimmungen freigeben.
    vielleicht in ein par Apotheken nur mit eCard oder Reisepass, maximal (keine Ahnung wie viel gramm oder Milligramm man da pro Tag/Woche abgeben darf)

    Die Polizei würde sich weiters solche Einsätze sparen: ‘Bitte beim XY stehen 3 Haschpflanzen am Fenster’

  6. sybille Stoa

    Sonsr würd ich aber nix freigeben und auch bei Cannabis die Abgabemenge kontrollieren. Wenn das zu frei in zu großen Mengen verkauft werden darf, dann komnen die ganzen Dealer hierher, kaufens ein und importierem es dann illegal in ihrw Länder. Wenns das nur ein kleinen Mengen gibt, dann machst du alle Dealer arbeitslos, ausser die von harten Drogen und die sind dann gleich als solche leichter zu identifizieren

  7. Christian Peter

    Das ist natürlich völliger Unfug, denn denn die volkswirtschaftlichen Kosten des Drogenkonsums würden bei Freigabe explodieren (ein Hauptteil der Kosten fällt im Gesundheitswesen an). Zudem müsste der Staat die Versorgung der Süchtigen mit Suchtgift organisieren, was ebenfalls mit hohen Kosten verbunden wäre.

    Es kann nur ein Mittel geben : Keine Verharmlosung von Drogen, sondern wirksamere Bekämpfung : Härtere Strafen, Strafbarkeit auch des Konsums von (weichen) Drogen.

  8. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Warum “müsste der Staat die Versorgung mit Suchtgift organisieren”?
    Anscheinend treten Sie für eine Prohibition all dessen ein, was in Ihren Augen der “Allgemeinheit” etwas kostet.

    Dann müssen Sie aber auch Spielautomaten, Alkohol, fettes Essen, Limonaden etc. verbieten, weil der Konsum von all diesem -in ungesunden Maßen- die “Allgemeinheit” etwas kostet.

    Am besten, gleich das Leben verbieten, weil dann entstehen wirklich keine volkswirtschaftlichen Kosten 😉

  9. Ehrenmitglied der ÖBB

    Jetzt müsse ma die Frau von den Grünen fragen, weil i mich nimma auskenn?
    Absolutes Rauchverbot ja?
    Cannabis rauchen ja?
    Also was jetzt: ja oder nein?
    🙂

  10. Thomas Holzer

    @Ehrenmitglied der ÖBB
    Ja, Sie haben recht, das Leben ist sehr kompliziert 😉
    Es gibt halt guten Rauch und bösen Rauch 😉

  11. Christian Peter

    @thomas holzer

    mit Linksliberalen zu diskutieren wird irgendwann fad. Ihre Argumente und Schlussfolgerungen gehen zudem (wie so häufig) an der Sache vorbei. Die Behauptung, mit Liberalisierung von Drogen ließe sich Geld sparen, wie in dem Artikel behauptet, ist unsinnig.

    Dass es bei der strafrechtlicher Würdigung eines Verhaltens nicht nur um finanzielle Aspekte geht, sollte auf der Hand liegen. Drogenprohibition dient dem Schutz der Freiheit, denn (Drogen-) Sucht bedeutet Abhängigkeit und somit den Verlust der Freiheit.

  12. Rennziege

    Wahrscheinlich wär’ mindestens so viel gewonnen, wenn alle österreichischen Politiker sich mit Joints stabilisieren würden. Denn jeder Junkie in den dunkleren Bezirken San Franciscos, stoned up to their tonsils, handelt rationaler und charakterlich solider als die Herren Faymann und Spindelegger. Was auch für deren Parteisoldaten und das gesamte Parlament gilt.
    (Es dürfte keine Probleme bereiten, in den Renovierungs- und Umbauplänen des hehren Gebäudes auch ein paar Kiffer-Salons mit psychedelischer Deko und nubischen Fächerwachlern vorzusehen; teuer genug ist das Projekt eh schon.)

  13. Rennziege

    Zerknirscht trage ich nach: Vorzusehen sind natürlich nubische FächlerwachlerInnen. (Es möchert’ ja sein, dass ein paar Volksvertreter es wider alle Opportunität wagen, sich als Heteros zu outen. Außerdem drehen Weiberleut’, Ursache bislang unergründet, die wirksameren Tüten.)

  14. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Wie Sie mich kategorisieren, überlasse ich Ihnen und ist mir egal.
    Das Wort Eigenverantwortung scheint Ihnen fremd zu sein. Sie! haben den finanziellen Aspekt (volkswirtschaftliche Kosten) in die Diskussion eingebracht. “Väterchen Staat” sollte nicht noch zusätzlich dazu missbraucht werden, das Individuum vor den Unwägbarkeiten des menschlichen Daseins zu schützen.
    Und, schlussendlich, Ihre “Argumentationskette” weißt Lücken auf!
    Rauchen, weiche Drogen: böse
    Alkohol, fett Essen, Sportunfälle: gut
    Außerdem: mittlerweile wird in Deutschland auch “Internetsucht” als Krankheit und therapiewürdig anerkannt; ergo muß das Individuum durch staatliche Maßnahmen -nach Ihrer “werten” Diktion- z.B. Begrenzung der Anzahl der Stunden, welche vor diesem Kasterl verbracht werden dürfen, beschützt werden.

    p.s.: warum der Staat die Verteilungsorganisation übernehmen müsste, haben Sie leider in Ihrer Replik nicht erklärt 😉

  15. sybille Stoa

    @Christian Peter
    wenn ich jeden kleinen Hanf-Dealer hart bestrafe und auch jeden Konsumenten, dann brauch ich viel mehr Polizei und Gefängnisse.
    Die Gefängniskosten sind nicht so billig und die Leute wollen glaub ich lieber weniger Gewaltverbrechen, weniger Einbrüche durch Ostbanden, weniger Kleinmafiosi. Die Owezahrer sind meist die Konsumenten von harten Drogen (ausser vlt. aufputschende). Wenn jetzt der kleine 1 Monatskiffer dann 1 Jahr im Häfn hockt, statt zu hackeln, bringts das volkswirtschaftlich kaum.
    Natürlich kann man im Häfn auch private Callcenter und so einrichten, aber die Leistung der Knackis ist auch nicht immer so toll.

    Wenn der 1 Monatskiffer eingsperrt wird, gleichzeitig aber gewaltverbrecher und korrupte Politiker frei herumlaufen, dann schau ich mir an, wie das Volk reagiert.
    Natürlich, wenn ich die Sachen zu frei gebe, dann kommt des ganze Gsindel her. Deswegen ist das mit der Apo ned so deppert, man kanns auf Rezept vom Amtsarzt ja machen, wenns Angst haben, dass dann alle voll zu sind.

    ich möcht aber ned wissen, wie viele Banker oder Leute beim Staatsfunk das hier machen:

  16. sybille Stoa

    @Christian Peter
    wieso organisiert jetzt der Staat die Medikamentenabgabe?
    Es kann sich doch jeder aus der China Online Apotheke alles im Internet bestellen?
    Bei Cannabis ist das genauso:
    Jetzt schneidet da irgendwer illegaler was mit, das Zeug ist vielleicht Dreck und die Gesundheitskosten steigen durch Dreck.
    dann schneidet nur der Staat mit, das Zeug ist kein Dreck, der Staat hat Steuereinahmen und das Gsindel schneidet nichts mit. Gleichzeitig kann man dadurch die harten Drogen loswerden, weil jeder öffentliche Dealer ist dann einer mit harten.
    Ich trinke keinen Alkohol und rauche nur Tabakzigaretten.
    Bin aber auf e-Zigaretten umgestiegen, muss mir aber die aus Deutschland bestellen, weil irgendein heini hier das als zu suchtgefährlich eingestuft hat.
    das Nikotin ohne Teer ist gesünder, mir kommts billiger und ja mich freuts aucb, dass die Deutschen was daran verdienen, weil man hier wieder zu blöd zum Gschäfte machen ist.

  17. sybille Stoa

    Obwohl im Moment kassieren da Lobbyisten der VP bei den ganzen Haartestequippment für die Polizei mit, tja um das Geld könnte man die Polizei vielleicht anders finanzieren.
    dann gibts noch die ganze Grüninnen Gutmenschinnen Psychologinnen Drogenberatungsindustrie auf Steuerzahlerkosten, die sich da auch merkwürdigerweise eher auszudehnen scheint.
    kommt natürlich drauf an, wofür man Geld ausgeben will 😉

  18. Riso

    Portugal hat 2001 alle Drogen entkriminalisiert. Das Geld wird jetzt hauptsächlich in die Suchthilfe investiert. Ein Boom des Drogenproblems ist ausgeblieben. Süchtige dürfen mit 10 Tagen Vorrat umherlaufen, wer mehr hat ist ein Dealer und das ist noch immer strafbar.

    http://www.heise.de/tp/artikel/34/34857/1.html

  19. Graf Berge von Grips

    Bei einer Drogen-Freigabe wüssten wir wenigstens, was der Feigmann und der Spindi täglich nehmen. Earl Grey kann’s keiner sein….. 🙂

  20. Rennziege

    @Graf Berge von Grips:
    Earl Grey sicher nicht; der wurde ja von einem kapitalistischen Adligen erfunden und ist alkoholfrei, und Nüchternheit ist progessiver Politik äußerst hinderlich. Meine empirisch untermauerte Diagnose weist darauf hin, dass die Volksbeglücker sich als Aperitif eine Bloody Mary aus 6 Teilen Wodka und 4 Teilen Steuerzahlerblut mischen. Worauf diverse Tüten geraucht werden, deren Legalisierung die eh viel zu niedrigen Diäten und Gehälter unserer unermüdlichen Wohltäter sozialverträglich entlastet. Endlich!
    Anschließend wird psychedelisch geredet und illuminiert regiert. Und das beglückte Volk, berauscht von unverständlichem Lallen, jubelt ohne Unterlass über die verheißenen Füllhörner, die von viel zu spät, jetzt aber gnadenlos enteigneten Kapitalisten, stets aufs Neue aufgefüllt werden.
    Nun aber, da bewusstseinserweiterte Kräuter und Opiate auch dem Stimmvieh zu Gebote stehen, schließt sich der Kreis zu einer harmonisch halluzinierenden Allianz zwischen Regierenden und Untertanen: zurück zu einer vor fast 70 Jahren von pöhsen Wallstreet-Söldnern abgewürgten Volksgenossenschaft, die linientreu betäubt und daher unermüdlich am sozialistischen Strang zieht.
    Warum nicht gleich auch Crystal Meth freigeben? Das würde den von fast allen Couleurs herbeigesehnten Rückweg ins Paradies der willenlosen Befehlsempfänger erfreulich beschleunigen. 🙂

  21. Jörg Fahrenhorst

    @Christian Peter

    Bitte lassen Sie Ihre konservativen Verbotsphantasien bei sich. Welche bewußtseinserweiternden Mittel Sie einnehmen, möchte ich nicht wissen. Nein, im Ernst für einen Libertären, liegt es allein in der Eigenverantwortung, wie jemand mit seinem Körper umgeht. Zudem ist der Staat, vor allem aber der österreichische Staat, kaum geeignet hier volkswirtschaftlich sinnvoll einzugreifen. Außerdem ist die volkswirtschaftliche Effizienz nicht das alleinige Kriterium für Ein erfülltes Leben, welches jeder einzelne für sich definiert.

  22. Christian Peter

    @jörg fahrenhorst

    besser konservative Verbotsfantasien als linksliberales/anarchistisches/libertäres Gewäsch.

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