Integration hilft nicht gegen Radikalisierung

“…..I therefore dare say that the better young people are integrated, the greater the chance is that they radicalize. This hypothesis is supported by a lot of evidence. Often young people who have been radicalized were very Western-oriented before their radicalization; they were drinking alcohol and would often use soft drugs. In a later stage of their life they started to concern themselves more and more with their faith, or converted to Islam and consequently radicalized in no time. In many cases they completed their education or held a job and have friends from mixed ethnic backgrounds….” (hier)

5 comments

  1. Fragolin

    Die ganze Diskussion um “Integration” geht doch vollkommen am Kern der Sache vorbei.
    Und wir beschäftigen ganze Ministerien, Beamtenheere und verschiedenste NGO’s damit.
    Alles Bullshit.
    Der Grad der Integration hat nichts, aber auch gar nichts damit zu tun, wie friedlich, nützlich oder sonstwie definiert eine Gruppe von Menschen dem Rest der Gesellschaft gegenüber einzuschätzen ist. Es gibt Beispiele für hundsmiserable Integration auf dieser Welt, von den Hutterern in Kanada bis zu unseren gutmenschlichen Helferlein selbst, die rings um die Welt ausschwärmen, um sich eben nicht in örtliche Sitten und Gebräuche zu integrieren sondern mit dem offen erklärten Ziel, diese zu durchbrechen und ihre eigenen zu verbreiten.
    Die Hutterer sind ein kauziges Völkchen, die sich nicht nur nicht in die Gesellschaft ihrer Umgebung sondern auch nicht in den Lauf der Zeit, genannt Fortschritt, integrieren wollen. Sie tragen kauzige Kleidung und leben nach eigenen Regeln, religiöse Fundamentalisten par excellence. Trotzdem kommt keiner auf die Idee, eine Integrationsbehörde auf sie anzusetzen, denn sie sind harmlos. Sie toben sich nicht wutschnaubend an anderen aus, verfolgen niemanden mit Todesdrohungen und der hutterersche Terror endet an der Stelle, wo die Kinder die wörtliche Rezitation der Bibel als Hauptschulfach haben.

    Wir wollen gerne glauben, dass all die Probleme mit präpotenten aggressiven Heuschrecken, die regelmäßig in die fetten Wiesen des Wohlfahrtsstaates einfallen und sich, statistisch belegt, darin wunderbar vermehren, dadurch beseitigen lassen, dass alle Zuwanderer brav deutsch lernen und bauchfreie lila Rollkragenpullöverchen tragen. So ein Schmarrn! Erstens kommt ein erklecklicher Haufen der Heuschrecken aus heimischer Produktion und zweitens treibt man den zugewanderten ihr archaisches, von Verachtung und Überheblichkeit strotzendes Verhalten nicht dadurch aus, dass sie einem ihren Hass in feinem Deutsch entgegenschleudern können.
    Es kommt nicht auf das Kopftuch an, sondern darauf, was sich darunter befindet. Und wenn man dann noch bedenkt, dass man Menschen nicht von außen ändern kann, dass keine Therapie wirken kann, die nicht ausdrücklich vom Therapierten gewünscht wird, begreift man, dass es nur einen Weg geben kann: Anreize für Fachkräfte, die sich hier einen Platz in der Gesellschaft zu erarbeiten bereit sind und für alle anderen einen Schlagbaum. Und wer Flüchtlingen helfen will sollte das dort tun, wo sie herkommen, damit sie weiterhin dort leben können. Oder sie, wenn jemand schon vor Gutmenschlichkeit platzt, bei sich daheim aufnehmen. Oder ein privatspendenfinanziertes Lager aufbauen. Oder sich anderweitig engagieren als nur ebenso präpotent und aggressiv wie unsere Kulturbereicherer nach dem Geld anderer Leute schreien, um ihre eigenen Übermenschenkomplexe auszuleben.

    Und das Problem mit den Religionen lässt sich auch lösen, wenn man einfach nur die Gleichheit vor dem Gesetz wiederherstellt und die Religionsfreiheit nicht als Erlaubnis für gesetzeswidriges Verhalten (Schächten, Züchtigen, aber auch Beschneiden) interpretiert; Religionsfreiheit soll heißen, dass jeder glauben kann, was er will, aber nicht, dass jeder tun kann, was er will, auch wenn es gegen geltendes Recht verstößt. Wem das nicht passt, der kann gerne in ein Land auswandern, in dem seine Religionspraktiken erlaubt oder gar erwünscht sind. Ansonsten hagelt es einfach Strafen.

    Und die letzte Maßnahme wäre die Rückkehr zu einer guten alten Regel: Wer nicht über einen definierten Zeitraum in das Sozialsystem eingezahlt hat, hat auch keinen Anspruch auf eine irgendwie geartete Leistung. Das hält jene fern, die vom Einzahlen nichts halten, aber ihre Ansprüche sehr lautstark formulieren können.
    Aber bei der Macht, die Ideologen und von Heerscharen ansonsten unvermittelbar arbeitsloser Orchideenstudienabgänger durchseuchter Gutmenschenorganisationen in diesem Staat genießen, wird jeder auch nur einen Funken Vernunft beinhaltende Gedanke reiner Wunschtraum bleiben und mit billigstem Populismus in den Nazikeller geprügelt werden.

  2. H.Trickler

    @Fragolin:
    Gut gebrüllt Löwe!!
    Aber wie erreicht man solches in einer gutmenschlichen Demokratie?

  3. cppacer

    Und wieso ist es vor 100 Jahren gelungen,soviele Tschechen,Ungarn,Polen,Italiener
    zu Österreichern zu machen? Ganz ohne Zwang und Aufsehen? Wie konnten Blechas,
    Vranitzkis,Lacinas,Kreiskys “Weaner” werden?

  4. Fragolin

    @H.Trickler
    Gar nicht. Es würde nur in einer direkten Demokratie mit gebildeten Bürgern, die den Inhalt des Begriffes Verantwortung begreifen, gelingen. Aber wie sehr ich gerade zum österlichen Fest der Hoffnung um solche ringe, ich sehe da keine große Chance.
    Die “gutmenschliche Demokratie” (Danke, der ist gut!) liegt im Sterben, paradoxerweise leiten gerade die “Gutmenschen” eine um die andere Dosis Gift durch die Kanüle in ihren sterbenden Körper. Früher oder später wird es zu einem großen Knall kommen, bei dem es sich in kürzester Zeit entscheidet, welche Art der Diktatur (wieder einmal) der Demokratie nachfolgt: eine Parteiendiktatur, eine Personendiktatur oder die Diktatur einer als Religion verkleideten Ideologie. Ich sehe leider sehr interessante Zeiten auf uns und vor Allem unsere Kinder zukommen…

    @cppacer
    Weil sie es selbst werden wollten. Sonst hätte es nie funktioniert. Und klappte ja auch nicht bei allen…

  5. sokrates

    cppacer@Und wieso ist es vor 100 Jahren gelungen,soviele Tschechen,Ungarn,Polen,Italiener
    zu Österreichern zu machen? Ganz ohne Zwang und Aufsehen? Ganz einfach: Das waren keine Moslems die sich intellektuell wieder zurück Richtung Mittelalter bewegen wollen! Oder haben Sie sie mal gehört, das wer Probleme mit Chinesen, Koreanern hat? In der Tat es gibt welche : in Canada: Hier schneiden Migranten vor allem aus dem fernöstlichen Raum in Bezug auf Kreativität, Noten, Studiendauer, Abschluss schon besser als Autochone ab!

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .