Intensivbetten im Spital: Genug ist nie genug?

Von | 21. November 2020
(C.O.) Warum eine teure Ineffizienz unseres Gesundheitssystems plötzlich ein echter Glücksfall ist. Es schien eine selbst für diese mit schlechten Nachrichten mehr als üppig versorgten Tage eine ganz besonders üble Meldung zu sein, die Mitte der Woche durch die Medien rauschte: In der Schweiz seien dank Corona alle Intensivbetten belegt, selbst für schwer Erkrankte sei keine angemessenen Behandlungen mehr möglich. Wie kann das ausgerechnet in der Schweiz passieren, einem der reichsten Staaten der Welt, hat sich da wohl mancher gefragt. Und vielleicht auch gedacht: Wenn sogar das Schweizer Gesundheitssystem überlastet ist, was heißt das dann für uns? mehr hier

3 Gedanken zu „Intensivbetten im Spital: Genug ist nie genug?

  1. CE___

    Tja, das ist die niemals endgültig beantwortbare Frage.

    Wieviele Kapazitäten und vor allem Kapazitäten welcher Art hält “man” (ein Spitalsystem, ein Betrieb, ein Versorgungsnetzwerk, ein Privater, usw) vor für ein plötzlich über dem Normalen liegendes Ereignis.

    Und es ist immer eine berechtigte Frage des “was kostet das”, vor allem und besonders wenn die vorgehaltenen Kapazitäten mit einem entsprechend großen Preisschild versehen sind.

    Und im konkreten auf eine Viruswelle war dies eine Frage die uns als Gesellschaft nie wirklich gekümmert hat, denn ein Engpass an Spitalskapazität bei Viruswellen sind jährlich in Medien berichtet worden, ohne dass die Politik das Land mittels Lockdowns heruntergefahren hätte oder dies auch nur von Teilen der Gesellschaft gefordert worden wäre.

  2. Schönherr

    nach 40 Jahren Tätigkeit in einem westtiroler Krankenhaus war ich oft heilfroh, dass es „zu viele“ Intensivbetten gibt. Inwieweit ist eigentlich der Tourismus in Österreich im Bettenzählen berücksichtigt? Ausgelegt für 100 000 Einwohner sind bei uns in den Saisonen bisweilen die zwei- bis dreifache Anzahl zu versorgen.

  3. Johannes

    “ Leere Betten, vor allem auf Intensivabteilungen, kosten nur und bringen nichts. Also stopft man rein, was geht – ob nötig oder nicht.”
    Wie muss man sich das vorstellen da ruft also die Abteilung X auf der Intensivstation Y an ob sie nicht Lust hätten aus Jux und Tollerei einen Patienten der eh bald entlassen wird noch die Vorteile einer Intensivbehandlung zukommen zu lassen?

    Wer jemals in einem Krankenhaus mit Intensivabteilung gearbeitet hat, wer dabei war wenn Notfälle aufgenommen wurden, wie sie in einem Zusammenspiel von bildgebender Diagnose, darauf folgender operativer Akutbehandlung und intensivstationärer oft wochenlanger Pflege es überleben. Sehr viele aber auch nicht, weil die Erkrankung oder der Akute Eintritt eines körperlichen Gebrechens zu schwer war, der kann sich über solche Mutmaßungen nur wundern.

    Warum wir in Österreich eine so starke Auslastung der Intensivmedizin haben weiß ich nicht aber aus eigener Erfahrung kann ich die Theorie von Herrn Pichelbauer nicht nachvollziehen.

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