“Inzwischen ist es schwer, den Islam vom Islamismus zu unterscheiden”

Von | 18. Juli 2016

Der Vizepräsident der Imame Frankreichs ist wenige Stunden nach dem blutigen Attentat von Nizza zurückgetreten. „Inzwischen ist es schwer, den Islam vom Islamismus zu unterscheiden.“ Mit dieser Begründung gab Hocine Drouiche, der Imam von Nimes, seinen Rücktritt bekannt. „Ich hoffe, daß in den Moscheen über das Attentat gesprochen wird und nicht über Dinge, die nichts damit zu tun haben.“ (achgut.com)

 

33 Gedanken zu „“Inzwischen ist es schwer, den Islam vom Islamismus zu unterscheiden”

  1. Graf Berge von Grips

    Es gibt keinen “Taufscheinmoslem”. Im Ernstfall sind alle Moslems gegen unser Wertesystem.
    Wann kapieren das endlich unsere Unfähigkeitsgrössen?

  2. Fragolin

    “Inzwischen”? Wann hat das denn angefangen? Bei mir war das noch nie anders.
    Weil:
    Meine Güte, man möge mir bitte mal erklären, wie ich einen Pudel von einem Hund unterscheiden soll! Das Eine ist ein Teil des Anderen. Nicht jeder Moslem ist das, was unsere Wortverdreher und Bedeutungsschaffer als “Islamist” titulieren, aber jeder “Islamist” ist vor Allem anderen eines, nämlich Moslem! Also wie soll ich hier eine Unterscheidung zwischen Pudel und Hund oder Hai und Fisch oder Gurke und Gemüse vornehmen?
    Das erinnert mich doch nur an einen blöden sogenannten “Antiwitz” meiner lang zurückliegenden Schulzeit: Was ist der Unterschied zwischen einem Frosch? Je grüner desto Quak!
    Wie soll die neue Version gehen?
    Was ist der Unterschied zwischen einem Moslem? Je radikaler desto bumm!
    Oder wie?

  3. Lara

    Wenn die hier lebenden Moslems ihr Gesellschafts- und Wertesstem für besser als unseres halten, frage ich mich, wozu sie hergekommen sind. Wir haben den wirtschaftlichen Wohlstand nur erreicht, weil in Europa eben europäisch und nicht islamisch gedacht wird. Wenn wir das ändern, wirds mit der prosperierenden Wirtschaft schnell vorbei sein. Was bleibt dann vom Zielland Europa: ein Kontinent mit deutlich schlechterem Wetter als in der Heimat der Zuwanderer.

  4. astuga

    Der Begriff Islamismus ist ohnehin unsinnig, da es sich um eine rein westliche Wortneuschöpfung handelt.

    Es gibt den Islam (laut Quran, Ahadith und Sunna), und an dessen Regeln hält man sich oder eben nicht – Punkt.
    Am stimmigsten ist noch die Bezeichnung Fundamentalismus, weil es den sog. “Islamisten”, wie jedem rechtgläubigen Muslim (Mumin), genau darum geht – sich an den tradierten Fundamenten des Glaubens zu orientieren.

    Ich frage mich ja, woher diese westliche Zwangsvorstellung kommt, zu glauben, Religion müsse zwangsläufig immer etwas friedliches, humanes und konstruktives sein.
    Das ist schon in der Praxis bei keiner einzigen Weltreligion durchgehend richtig.
    Und beim Islam stimmt es leider nicht mal in der religiösen Lehre und dem Vorbild des Religionsstifters.
    Man kann auch den Islam friedlich und tolerant leben – nur lebt man dann entgegen den religiösen Geboten.
    Und es ist dann das Verdienst des jeweiligen Muslims als Mensch, aber keines des Islam selbst.
    Auch deshalb wurde das noch nie lange durchgehalten, weil es die Entstehung glaubenstreuer, fundamentalistischer Erneuerungsbewegungen geradezu erzwingt.

  5. astuga

    @Lara
    Es gibt die traditionelle Ansicht, dass Muslime Gebiete in denen die Ausübung der Sharia verboten ist verlassen müssen – einerseits.
    Andererseits ist es aber auch die Pflicht jedes Muslims den Islam zu verbreiten, das Endziel des Islam ist ja, dass die gesamte Menschheit zu Muslimen wird, und sich der göttlichen Ordnung für die Menschheit im Diesseits unterwirft (eben dem Islam).

    Dass wir die Muslime quasi “einladen” zu uns zu kommen, könnte man als göttliche Vorsehung betrachten.
    Und dass wir ihnen oftmals Sozialleistungen zur Verfügung stellen ist ihr Anrecht als überlegene Muslime uns unterlegenen Nichtmuslimen gegenüber (siehe Kopfsteuer).
    Islamische Vordenker haben schon vor Jahrzehnten Abhandlungen und Bücher darüber verfasst, wie man im Westen muslimische Enklaven etabliert und schrittweise die Sharia umsetzt.
    ZB. Prof. M. Ali Kettani, “Muslim Communities in Non-Muslim States“, London, Islamic Council of Europe, 1980
    Und natürlich sind auch Muslime Menschen, und das Hemd ist den meisten näher als die Hose.
    Wenn es Vorteile bringt, erträgt man halt die nichtmuslimische Mehrheitsgesellschaft, um so eher als sich diese ohnehin den Muslimen anpasst.

  6. Lisa

    @astuga: gute Unterscheidung – Fundamentalisten (noch besser wäre: Fanatiker) und “gewöhnliche” Moslems. Wobei die dogmatische Auslegung des Koran einem Neuarabisch sprechenden, linguistisch und historisch uninformierten Leser sehr schwerfallen dürfte…
    @Lara: die Vorstellung ist ja, dass sie in ein freiheitiches Land einwandern dürfen (oder auch bloss wollen) und daher dort ihre Religion frei ausüben dürfen. Niemand hat ihnen gesagt, dass Religionsfreiheit nur innerhalb des nationalen Rechts möglich ist und säkulare Vorschriften vor den religiösen beachtet werden müssen. Wie man aus privaten Gesprächen – und auch aus veröffentlichten Interviews – ersehen kann, haben die allermiesten Migranten (etc) keine Ahnung, wie das Miteinander in einer westlich geprägten Gesellschaft abläuft. Und im Unterschied zu Amerikaauswanderern identifizieren sie sich nicht mit dem neuen Land und seinen Bürgern,sondern fühlen sich ihnen auch noch überlegen (egal, ob das, wie jede Arroganz, psychologisch aus einem Minderwertigkeitsgefühl heraus geschieht – unangenehm bleibt es allemal). Bei jedem “Allahu akbar” weise ich – je nachdem, erstaunt, überrascht, stirnrunzelnd … – darauf hin, dass niemand an der Macht eines Allmächtigen zweifelt, und dass ein Allmächtiger es auch nicht nötig hat, es immer wieder gesagt/geschleimt zu bekommen und – vor allem! – DU bist doch nicht Allah!

  7. Christian Peter

    Logisch, 35 % der Muslime in Frankreich befürworten islamische Selbstmordattentate gegen die zivile Bevölkerung. Auch in anderen Länder ist die Zustimmung ähnlich hoch.

  8. Fragolin

    @astuga
    Genau, oder anders ausgedrückt: Wenn Muslime friedliche, tolerante und ruhige Menschen sind dann nicht wegen der Islamlehren, sondern trotz denen.

  9. astuga

    @Lisa
    “gute Unterscheidung – Fundamentalisten (noch besser wäre: Fanatiker) und „gewöhnliche“ Moslems.”

    Der gewöhnliche Muslim ist immer ein Fundamentalist, bzw befürwortet den Fundamentalismus (was aber etwas anderes ist als ein Terrorist oder gewaltbereit).
    Darauf hat etwa Bassam Tibi schon vor Jahrzehnten hingewiesen, wollte nur niemand hören.

    “Wobei die dogmatische Auslegung des Koran einem Neuarabisch sprechenden, linguistisch und historisch uninformierten Leser sehr schwerfallen dürfte…”

    Das Problem existiert nicht.
    Auch weil Literatur wie der “Reliance of the Traveller” überall erhältlich ist.
    Oder man ohnedies Organisationen, Vordenkern, Mullahs, Imamen oder Internet-TV-Predigern vertraut.
    Siehe zB der berüchtigte Yussuf al-Qaradawi, der bei al-Jazeera predigt und ua. auch Chef des europäischen Fatwa Rates ist.
    Selbst die heimische IGGiÖ hat ja Fundi-Prediger, wie etwa Adnan Ibrahim.

  10. Reini

    Sollte nicht ein jeder Muslim seine Glaubensausrichtung hinterfragen? … wenn mit diesem Glauben Krieg und Terror verbreitet wird? … unterstütz ich nicht indirekt den Krieg, wenn ich den gleichen Gott wie Terroristen anbete?!

  11. Fragolin

    @Reini
    Laut der reinen Lehre ist jemand, der hinterfragt, bereits kein richtiger Muslim mehr. Genau das und nur das ist das eigentliche Grundproblem dieser Kriegsideologie.
    Und natürlich die Bereitwilligkeit der Mehrheit der (besonders in den “üblichen” Ländern vom ersten Tag des Lebens an fünfmal täglich vom Minarettlautsprecher) hirnweich geklopften Gläubigenscharen, sich dem Irrsinn jubelnd zu unterwerfen.

  12. Christian Peter

    Islam = Unterwerfung (deutsche Übersetzung)

    = Eroberung, Aggression, Niederwerfung, Unterdrückung, Annexion, Großmachtstreben, Weltmachtstreben, Aneignung, Eroberung, Besetzung, Unterjochung, Versklavung, Knechtschaft.

  13. Gerald Steinbach

    Nach Nizza wird’s ja immer komplizierter, war der Täter beim IS gemeldet, war es ein Einzeltäter mit/ohne islamistischen Hintergrund, war er nur ein bisserl Islamist hatte er eine Psychose oder war er verzweifelt und ausgegrenzt aus der Gesellschaft oder eine Mischung von allen
    Die angenehmste Variante ist wohl für die Politik eine Psychose(siehe Graz) , dass hat dann nichts mit den Islam zu tun und hätte jeder machen können und man kann zur Tagesordnung übergehen wie enn nichts passiert wäre, der Nachteil ist das das vielleicht nur zwei oder drei mal reingeht
    Andererseits hat ja eine IS Mitgliedschaft ja auch nichts mit den Islam zu tun,…wie gesagt es wird sehr kompliziert

  14. astuga

    Islam = Hingabe, Unterwerfung
    Mu-slim = einer der sich hingibt, unterwirft (unter den Islam)
    Als Vergleich:
    Akbar (wie in Allahu Akbar, von kabir – groß) = größte, älteste
    Idjtihad = Anstrengung im Glauben (von Muslimen wird hingegen oft behauptet, Jihad würde Anstrengung heißen)

    Übersetzungen aus dem Arabischen funktionieren selten 1:1.
    Selbst beim Englischen klappt das nicht immer, und dabei ist das eine indogermanische Sprache und eng mit dem Deutschen verwandt.
    Ich sag das nur dazu, weil sonst mal ein Muslim daherkommt und behauptet, man würde absichtlich falsch übersetzen.
    Wo sie das doch selbst gerne machen. 😉

  15. astuga

    @Gerald Steinbach
    Ich hätte auch gerne eine Psychose, wenn ich dann ebenfalls 100.000 € am Konto habe. 😉

  16. Christian Peter

    @astuga

    Die deutsche Übersetzung des Begriffs Islam heisst ‘Unterwerfung’. Die Bedeutung dieses Begriffs ist eindeutig – darüber braucht man nicht zu diskutieren.

  17. waldsee

    die unterscheidung war immer künstlich und diente nur propagandazwecken

  18. Christian Peter

    Deutsche Übersetzung aus einem arabischen Wörterbuch zur Bedeutung des Begriffs ‘Islam’ : ‘Unterwerfung, sich selbst zu erniedrigen, sich ohne Widerspruch an die Verbote und Gebote Allahs zu halten..’

  19. Christian Peter

    Gab es einmal einen Film mit dem Titel ‘Submission,’ der zur Ermordung des Regisseurs Theo van Gogh führte.

  20. astuga

    Empfehlung: Der Götz Schregle
    https://www.amazon.de/dp/344701623X/
    Ansonsten, ich halte zwar nicht immer viel von der Wikipedia, aber die Wortbedeutung und Ableitung vom dazugehörigen Verb (wie im Arabischen üblich) wird dort gut erklärt.

  21. astuga

    @Thomas Holzer
    Ist doch gut, dass es Alternativen zu Rot oder Grün gibt. 😉
    Dann weiß man wenigstens gleich was Sache ist.

  22. Thomas Holzer

    @astuga
    So ist es; bitte auch noch Parteigründungen aller anderen (noch) Minderheiten in Österreich.
    “Lustig” werden dann die Wahlkundgebungen, wenn die Partei der Afghanen mit der Partei der Tschetschenen und der Partei der Türken und Armenier und Kurden und Syrer, Iraker, Pakistani et al. um Stimmen weben werden.
    Da werden dann die von Frau Duzda erwünschten Polizisten mit Migrationsvordergrund sicher sehr gefordert sein werden 😉

  23. mariuslupus

    Zu behaupten dass es kein Unterschied zwischen Islam und Islamismus gibt ist eine rechtsextremistische Hetzpropaganda, erfüllt alle Kriterien für ein hate-posting. Alle Politiker haben sich nach jeden Mordanschlag von Muslimen verübt, welchen auch immer, hinter der Behauptung versteckt , dass der Islamismus nichts mit dem Islam gemeinsam hat. Jetzt haben sie dass von einen islamischen Immam zu hören bekommen. Aber, vielleicht wird auch dieser islamische Kleriker für wahnsinnig erklärt. Sollte diese Aussage stimmen, dann gehört auch der Islamismus zu Deutschland, genau so wie der Islam nach dem Neusprech, zu Deutschland gehört.

  24. Christian Peter

    @astuga

    Vergessen Sie wikipedia. Dass dort nur veröffentlicht wird, was dem linken Zeitgeist entspricht, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben.

  25. astuga

    @Christian Peter
    Das ist in vielen Fällen richtig, kann ich auch als ehemaliger Wikipedia-Autor bestätigen.

    Aber bei der Grammatik zu einem einzigen Wort lässt sich relativ wenig manipulieren. 😉

  26. Christian Peter

    @Astuga

    Gerade bei solchen Themen lässt sich manipulieren, denn bei der Auslegungen religiöser Schriften gibt es erheblich Spielraum. Dass Islam Unterwerfung bedeutet, geht aber auch auf Wikipedia eindeutig hervor.

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