Iran: Zwei Hinrichtungen pro Tag

Die Menschenrechslage im Iran verbessert sich unter dem neuen Präsidenten Hassan Rohani dramatisch: in den ersten beiden Wochen des neuen Jahres wurden bloß 40 Menschen hingerichtet, die meisten von ihnen besonders human mit Hilfe eines Krans und natürlich vor einem fröhlichen Mob.

5 comments

  1. Reinhard

    Das andere Extrem: Bei uns bekommen Mörder ein paar Jahre, werden bei gutem Benehmen nach kurzer Zeit in den offenen Verzug versetzt und können mit weit vorfristiger Entlassung rechnen. Vor Allem, wenn strafmildernd erkannt wird, dass Mord für den Delinquenten zum kulturellen Hintergrund gehört.
    Da kann es dann passieren, dass der Mörder wieder auf freiem Fuß ist, bevor auf dem Grab seines Opfers die zweite Neubepflanzung stattfindet…

  2. mannimmond

    Zwei Wochen lang zwei Hinrichtungen pro Tag, d.h. 14 Tage mal 2 Hinrichtungen pro Tag ergibt 28 Hinrichtungen, d.h. es fehlen noch 12 auf 40.

    Es sind schon eher drei Hinrichtungen pro Tag…

  3. Der Realist

    und in dem von den USA befriedeten Irak sterben im gleichen Zeitraum mehr Menschen durch Anschläge, meist Unschuldige, aber Saddam ist ja auch bereits tot.

  4. Gutartiges Geschwulst

    @Der Realist: “und in dem von den USA befriedeten Irak sterben im gleichen Zeitraum mehr Menschen durch Anschläge …”

    Sind die Hinrichtungen im Iran damit gerechtfertigt, die Erhängten weniger tot, oder was soll Ihr Kommentar aussagen?

  5. Christian Weiss

    Der Hinweis auf den “fröhlichen Mob” ist wichtig. Im radikal-islamischen Gottesstaat gibt es nicht so viele Vergnügungen, die man öffentlich und in der Gruppe geniessen könnte. Alkoholselige Volksfeste, Film- und Theatervorführungen mit nackter Haut, Konzerte extrovertierter Senioren mit Stromgitarren, sommerlicher, gemischtgeschlechtlicher Badeplausch – Fehlanzeige. Gerade kultursensibleren Personen, wie ich sie bei Amnesty International eigentlich erwarte, müsste das klar sein. Die 40 Hinrichtungen in zwei Wochen sind dann wohl auch darauf zurückzuführen, dass Iran ein recht grosser Flächenstaat ist. Wenn man da die breite Bevölkerung mit beglücken will, muss man ja auch abseits der grossen Städte mal eine Hinrichtung durchführen. Kein Grund also, dass da Amnesty in islamophober Weise mal wieder das Klischee vom barbarischen Unrechtsregime der Ayatollahs bedient.

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