Islamismus und die Nonchalance der westlichen Intellektuellen

Currently, the West is being confronted with foreboding challenges by Islamic States and Islamist groups of one kind or another, all of which view Western democracy and the Western way of life with abhorrence. Perversely, no matter how provocative and despicable the behavior and pronouncements of such entities, the general response of the prevailing Western intelligentsia and some of their governments ranges from sheer indifference and/or disbelief to a search for offenses committed by their own countries in “provoking” an anti-Western animus and, finally, to the actual proffering of assistance to the Jihadists.(weiter hier)

23 comments

  1. stiller Mitleser

    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/panzer-mit-david-stern
    Dieser Artikel Tony Judts zeigt m M die Entwicklung ganz gut (wobei er selbst natürlich auch aktiver Teil dieser Entwicklung war). Begann es mit der Intifada, mit der westlichen Identifikation mit jugendlicher Revolte?
    Nein, es begann schon etwas früher, die Pali-Tücher wurden schon früher getragen und auch bereits vor der Intifada begann – mit der Phase der Familiengründung der 68er der siebziger Jahre – auch eine Teilung unter den jüdischen Mitgliedern der Studentenbewegung selbst: diejenigen, die zumindest ein bißchen der Tradition folgen, sich zur Gemeinde und im weiteren Sinne zu Israel bekennen und diejenigen, die strikt sekulär leben, oft selber Kinder von Eltern die bereits sekulär lebten und in der KP oder linkssozialistisch waren. Aber die Waldheim-Phase und die offizielle “Aufarbeitung” (bekannt war alles ja schon früher, aber ab dann hat sich auch die Sozialdemokratie “draufgesetzt”) hat dann wieder Verbindung zur Linken geschaffen.
    Ein nicht unbedeutendes Element war auch die Präsenz (offen und weniger offen, man erinnere sich an Bastian/Kelly) der KP in der Friedensbewegung und der traditionelle linke (und rechte!) Antiamerkanismus.

  2. stiller Mitleser

    Fortsetzung (nach Gassigehen und einer Tasse Kaffee)
    Ein weiterer Grund für die Unerschütterlichkeit des linken Mainstreams ist die ohnehin genügsam bekannte Tatsache, daß die Linke alle Bildungs-und Erziehungsagenturen für sich erobert hat, ebenso wie die Medien, und daß die Studentenbewegung der 70er eine außerordentlich erfolgreiche Generation darstellt, sozial und auch ökonomisch. In Österreich haben ab Kreisky Stipendien und ein unkomplizierterer Hochschulzugang neuen Sozialschichten Akademisierung und erweiterte Verwaltungs- und Bildungssysteme mit höherem Personalbedarf auch sehr gut abgesicherte Arbeitsplätze und Einkommen auf Lebenszeit ermöglicht. Aber nicht nur hinsichtlich sozialem Aufstieg und der Übernahme und Imitation gutbürgerlicher Lebensformen war diese Generation bevorzugt, auch in Hinblick auf persönliche Freiheiten. Die, wenigen, Kinder hat man erfolgreich gut abzusichern gesucht und problematische Kinder sind, dank verschiedenster Transfers, die auch von Mittelschichtlern gern in Anspruch genommen werden, nicht mehr eine so schicksalhafte Belastung, wie sie das noch für die Großelterngeneration gewesen wären.
    Über all das spricht man nicht, aber es ist den Leuten doch klar und sie würden das Erreichte niemals gefährden wollen. Saturiert und darum benevolent indes ist man nur gegenüber wirklich sehr viel Ärmeren und Benachteiligteren, die sozialen Ressentiments der Herkunftsschicht wurden im Grunde beibehalten.
    Die soziale Distanz zu den Migranten ist groß genug, um sich nicht gefährdet zu fühlen und sich in der Position des Beschützers, Förderers, Verstehers etc. gefallen zu können. In Bereichen, in denen es bereits zu beruflicher Konkurrenz kommt, ist das durchaus anders, aber die sind eben noch sehr selten und auch da sind Migranten im allgemeinen bereit schlechtere Konditionen zu akzeptieren und Nachteile über community-Vorteile auszugleichen.
    Das gilt für Österreich und die BRD. In Frankreich ist der Zugang zu hohen Verwaltungsebenen und Ämtern sozial immer noch deutlich eingeschränkter, auch das Universitätssystem ist nur in den unteren Graden durchlässig, was schon in den 70ern zu einer großen Zahl radikalisierbarer, weil nicht der Ausbildung entsprechend beschäftigbarer (z.B. sehr viele Postbeamte) Absolventen führte.

  3. mariuslupus

    “Islamist threat”, wo ist der threat, fragt der wesrtliche weltoffene, aufgeklärte, fortschrittliche, alles-ist-möglich, überzeugte Intellektuelle. Der westliche Gutmensch und Feind der offenen Gesellschaft, als “Intellektueller” durch unsinniges, nach seiner Meinung dialektisch- soziales Geplapper, getarnt, sieht keine Bedrohung sondern eine Bereicherung. Eine Bereicherung und Unterstützung durch neue, zugewanderte Verbündete, auf dem leuchtenden, marxistischen Pfad, zu klassenlosen Gesellschaft.

  4. Selbstdenker

    Die geistes- bzw. sozial-“wissenschaftlichen” Fakultäten westlicher Unis sind größtenteils zu pseudointellektuellen Selbstmordforen der westlichen Kultur verkommen.

    Wenn die westlichen Kulturen überleben wollen, müssen sie sich rasch Ihrer derzeitigen “Eliten” entledigen.

    Äußere Feinde hat praktisch jede Kultur, die nicht auf entlegene Orte begrenzt ist. Neu ist, dass die Eliten bewusst auf allen Gebieten die Hebel in eine Richtung umlegen, die zur Auslöschung der eigenen Kultur führt.

    In diesem Zusammenhang spielen die westlichen Unis eine entscheidende Rolle: sie haben diese Selbstzerstörungsphilosophie entwickelt, ideologische Programme ausgearbeitet und sie über Jahrzehnte hinweg in die Köpfe angehender Eliten eingespeist.

    Die Saat ist aufgegangen.

  5. waldsee

    wie sagt man in wien: “indelegduelle”,der begriff mausert sich zum schimpfwort. angerichtet haben sie genug ,meinte früher pol poth. (auch kein vorbild)
    üble nachrede,verhöhnung ( und zahlreiche andere negative eigenschaften )beherrscht diese gruppe im übermaß.gibt es gute auch?

  6. Thomas Holzer

    @stiller Mitleser
    Wenn sich Israel, wie in dem von Ihnen verlinkten Artikel vom Autor behauptet, wie ein “pubertierender Jugendlicher” benimmt, dann benimmt sich Deutschland wie ein Kleinkind, Russland, USA und China und viele andere wie die sprichwörtlichen Elephanten im Porzellanladen.

  7. sokrates9

    Selbstdenker@..Die Saat ( auf den Unis) ist aufgegangen!
    Sie haben leider Recht! Die Universitäten waren die Stätten der Toleranz, des Diskurses, der offenen Diskussion, der These, Synthese, Antithese. Die Wissenschaft und die Lehre ist frei ( steht grammatikalisch falsch) in unsere Verfassung! Genau das wurde von unserer kommunistischlinksgrünen Elite in den letzten 20 Jahren erfolgreich zerstört!

  8. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    Der von mir verlinkte Artikel von Tony Judt gibt nicht meine Sicht der Dinge, sondern die allmähliche Genese der majoritären Sicht wieder.
    Im übrigen danke ich Ihnen für Ihre Verlinkung von Orters Auftritt in der ZiB (ich lebe glücklich ohne Fernsehen, schätze aber Orter sehr), ich freu mich, daß er sein wohlerworbenes Prestige so einsetzt und hoffe, daß sein neues Buch große Verbreitung findet.

  9. Falke

    Erstens muss man sich fragen, warum die Moslems so gerne und in so großer Zahl nach Europa kommen, wenn sie hier ohnedies nur “Opfer” von Rassismus und Islamophobie sind; und zweitens gäbe es eine einfache Lösung: wem es hier nicht gefällt, sollte sofort zurück in seine Heimat, auch in zweiter oder dritter Generation, und zwar freiwillig oder zwangsweise. Das sind aber wohl vergeblich Wünsche, angesichts der links-grün dominierten europäischen Regierungen.

  10. Mona Rieboldt

    stiller Mitleser
    “Die soziale Distanz zu den Migranten ist groß genug, um sich nicht gefährdet zu fühlen.”
    Das gilt vor allem auch für die Mittelschicht, Und egal ob links, rechts, die Migranten machen ihnen nicht die Jobs streitig. Und das Lumpenproletariat, das in den letzten Monaten und im letzten Jahr gekommen ist, kommt nicht mal in die Nähe der Mittelschicht, die Oberschicht ist überhaupt nicht betroffen, auch nicht von Asylheimen. Entsprechend ist auch das Wahlverhalten, sonst wäre in D nicht mehr die CDU die stärkste Partei.

    Asylanten stehen aber in direkter Konkurrenz mit der Unterschicht um einfache Jobs und billige Wohnungen.

  11. stiller Mitleser

    @ Mona Rieboldt
    ja, genau. Und es gibt, außer den Betreuungsfirmen, den NGOs, den jungen Prekären, die dort arbeiten auch noch Leute, die Schwarzarbeiter vermitteln und beschäftigen und die Vermittler und Vermieter von Inländern nicht mehr zumutbaren oder sonst am Markt schlecht positionierten Immobilien – diese beiden Gruppen (sowie die Anbieter von Basisgütern und kostenlosen medizinischen Dienstleistungen) profitieren.

  12. Mona Rieboldt

    stiller Mitleser
    Und Vermieter vermieten lieber an Asylanten als an ärmere Deutsche. Bei Asylanten wissen die Vermieter genau, dass der Staat die Miete pünktlich zahlt. Und sollte es Ärger mit Asylanten geben, können sich die Vermieter sofort an die betreffenden städtischen Ämter wenden. Ärmere Deutsche, die ihre Miete selbst zahlen müssen, sind da ein unsicherer Faktor als Asylanten.

  13. Thomas Holzer

    @Mona Rieboldt
    Bitte korrigieren Sie mich!
    Aber, soweit ich informiert bin, wird Hartz IV-Empfängern vom Staat die Miete auch direkt bezahlt; da bleibt kein Vermieter auf seinen Kosten sitzen.

  14. Mona Rieboldt

    Thomas Holzer,
    die wirklich Armen in Deutschland sind diejenigen, die arbeiten, kein Hartz IV bekommen, wenig verdienen, also knapp über Hartz IV liegen. Und das sind genau diejenigen, die aus preiswerten städtischen Wohnungen raus mussten, damit dort Asylanten einquartiert wurden. Einem Hartz IV-Bezieher, der noch schwarz nebenher arbeitet, geht es besser als denjenigen, die knapp über dem Hartz IV Betrag liegen, aber alles allein bezahlen müssen wie Miete, Heizung, Strom, auch keine Berechtigungsscheine haben für alles mögliche.

  15. Mona Rieboldt

    Thomas Holzer
    Und das “bedingungslose Grundeinkommen” gibt es ja auch schon, allerdings nur für die Hunderttausenden, die Frau Merkel eingeladen hat mit ihrem “freundlichen Gesicht”.

    Und um eine neue Sprache zu lernen, muss man auch nicht auf irgendwelche Sprachkurse warten. Das macht man am besten mit Büchern von Kindern aus dem ersten Schuljahr, es gibt auch Sprachkassetten, die man auch in jeder Stadtbücherei bekommt. Nur hat das auch was mit Eigeninitiative zu tun, offensichtlich liegt das aber den “Menschengeschenken” (Frau Göring-E.) fern. Aber die können ja nicht mal ihre eigene Unterkunft sauber halten, dafür gibt es ja noch eine Putzfrau, bezahlt vom Staat, aus Steuergeldern.

  16. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    bei diesen Vermietern geht’s auch nicht um die Besitzer von Vorsorgewohnungen oder einem geerbten Einfamilienhaus, oder einem einzelnen Mietshaus, das sind alles Leute die mit ihren Immobilien mehr Sorgen als Profit haben, wenn sie vermieten, sondern um Leute mit größerem, heruntergekommenem Althausbestand, Gewerbeimmobilien,sanierungsbedürftigen Hotels, Ferienheimen und Pensionen etc…

    @ Mona Rieboldt
    es ist bei uns das gleiche Dilemma: Transferbezug und Schwarzarbeit sind lukrativer als reguläres Arbeiten im Niedriglohnsektor (Handel, Putzdienste, Altenpflege, Security etc..)

  17. Johannes

    @stiller Mitleser
    bin ganz ihrer Meinung, interessant ist auch wie dieser linke Mainstream hierarchisch aufgebaut ist.
    Da gibt es sicher die Player welche an Schalthebeln sitzen und sehr bewußt die Klaviatur spielen.
    Aber ohne das Fußvolk der, ich muß es leider so sagen “nützlichen Idioten“ die kleinen Fische die so herrlich mit dem Strom schwimmen und sich im anhimmeln ihrer moralischen Oberen übertreffen wollen.

  18. Fragolin

    @Mona Rieboldt
    “Asylanten stehen aber in direkter Konkurrenz mit der Unterschicht um einfache Jobs und billige Wohnungen.”
    Absolut richtig.
    Und genau daraus leiten die präpotenten Intellektüllen aus der Oberschicht, die mit den Humangeschenken maximal bei Wink- und Teddyaktionen am Hauptbahnhof in Berührung kommen, auch ihre Behauptung ab, dass die Gegner der Invasion ausschließlich wirtschaftliche Verlierer aus dem geistigen Prekariat wären.
    Dass es sich um genau jene Leute handelt, für deren Interessen sie jahrelang angeblich einen heldenhaften Kampf gegen Ausbeutung und Abstieg geführt haben, merken die nicht einmal. Sie bejammern die Billiglöhner und Armutschgerl, aber sowie die etwas nicht bejubeln, werden sie als genau das bezeichnet, was die Intellektüllen seit Jahr und Tag von ihnen wirklich denken: geistig unterbelichtete Unterschicht, dreckiges Pack, hirnlose Idioten, die nicht mal einen richtigen Abschluss haben. Und diese Leute am unteren Rand der Gesellschaft müssen erkennen, wie die Elite wirklich von ihnen denkt. Jetzt wird empört in jeder Diskussion über Migranten interveniert, man dürfe nicht vergessen, dass es hier um Menschen ginge – aber gleichzeitig werden die direkt davon betroffenen Menschen als Dreck, als Pack, als Verlierer, primitiver Pöbel hingestellt und, wenn sie auf der Straße ihre Wut formulieren, schonmal mit “Das sind keine Menschen!” beschimpft. Und aus dem Kampf um Mindestlohn wird in direkter Kehrtwende ein Kampf um Lohnfreiheit, um es den Invasoren zu erleichtern, in Lohndumpingjobs zu drängen. Die Eliten haben neue Haustiere (die es genießen, als lebens- und lernensunfähige kleine Dummchen behandelt und umpflegt zu werden) und stecken die alten in einen Sack, um sie im Tümpel ihrer Verachtung ersäufen.
    LePenseur hat auf seinem Blog eine Kategorie ins Leben gerufen, die solches richtig überschreibt: “Bekotzenswertes”

  19. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Was es den Vermietern zu einem fetten Geschäft macht ist die Tatsache, dass Unterkünfte für Einwanderer auch dann vom Staat für volle Warmmiete bezahlt werden, wenn gar kein Asyli darin wohnt. Inzwischen gibt es ganze leerstehende Hotels und Geschäftshallen, die zigtausende Öcken im Monat dafür abwerfen, jederzeit als “Flüchtlinge” bezeichnete Eindringlinge zur Rundumversorgung aufnehmen zu können. Wenn DAS kein Bombengeschäft ist?!
    Besonders lukrativ die Vollpension für “unbegleitete Minderjährige”, also alle bis 40 die behaupten, erst 15 zu sein, denn da muss man nur einen anmelden und bekommt fast 100 Euro pro Tag, selbst wenn der gar nicht da ist sondern irgendwo unterwegs – so wie der im Wiener Prater eine junge Türkin vergewaltigende “Jugendliche”, für den eine Linzer Einrichtung fette Kohle kassierte, obwohl er wochenlang gar nicht dort war.
    Die Asylindustrie ist durchwuchert von Betrug, Korruption und Lüge – eine milliardenschwere Mafia, die das ultimative Geschäftsmodell gefunden hat: die “Menschlichkeit”. Jeder, der dagegen auftritt, wird somit im Umkehrschluss als “unmenschlich” hingestellt.

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