Das Scheitern der islamischen Demokratie

Von | 22. Juli 2013

“…..Wir erleben jetzt das Ende des Märchens, das davon handelt, dass Islamisten und Demokratie glücklich verheiratet sein können. Im Arabischen Frühling sollte uns weisgemacht werden – begleitet von der PR-Trommel des TV-Senders Al-Jazeera -, dass nach Jahrzehnten westlicher Kolonisierung und Unterdrückung durch Armeen und Diktatoren endlich die arabischen Völker selbst mit einer für sie authentischen Regierungsform an die Macht kommen. Eine strahlende Zukunft stand demnach der arabischen Welt bevor: Bärtige Männer, begleitet von verschleierten Frauen, vereinen harmonisch Scharia und Demokratie und leben dabei auch weiterhin glücklich von den Einkünften aus dem Ölgeschäft. (…) Nein, diese Fabel glaubt jetzt keiner mehr. Die kulturelle Krise der arabischen Gesellschaften reicht viel zu tief. Sie stehen zwischen ihrem zivilisatorischen und religiösen Erbe und den Anforderungen eines postmodernen, multipolaren Zeitalters. ...” (Der französische Nahost-Experte Gilles Kepel in “Profil“)

26 Gedanken zu „Das Scheitern der islamischen Demokratie

  1. wollecarlos

    Es ist ganz einfach:

    Demokratie und Islam sind nicht kompatibel.

    Traurig, daß unsere Funktionäre in Politik und Kirche, in der Journaille und den Gewerkschaften dies nicht begreifen wollen (können ??).

  2. Herr Karl

    Die Demokratie, die bei uns herrscht, ist des Namens jedoch auch nicht würdig. Parteiendiktatur triffts eher. Oder Kleptokratie. Oder Ineptokratie. Oder Idiokratie. Alles, aber nicht Demokratie.

  3. Thomas Holzer

    @Herr Karl
    impliziert nicht Demokratie alle die von Ihnen angeführten “Abwandlungen”?! 😉

  4. Herr Karl

    @perry
    wie gesagt: auch nicht verkehrt

    @Thomas Holzer
    wo sie recht haben, haben sie recht.

  5. Rennziege

    Die islamische Demokratie kann nicht scheitern. Denn es hat sie nie gegeben und wird sie auch nie geben. Muslime wollen geknechtet und geknutet werden, und ihre Blutgerichtsbarkeit wollen sie um keinen Preis missen; da helfen weder Pillen noch Entwicklungshilfe-Milliarden.

    Uff, Gedankenblitz! Das muss der Grund sein, weshalb die Lautschwätzer der “europäischen Firedensidee” so auf muslimische Immigration stehen. Zumindest Knechten und Knuten, wenn nicht mehr, setzen sie ja zusehends schon um.

  6. world-citizen

    Sir Karl Poppers Vorstellung von der offenen Gesellschaft ist eng mit der Staatsform der Demokratie verbunden, allerdings nicht verstanden als Herrschaft der Mehrheit, sondern als die Möglichkeit, die Regierung gewaltfrei abzuwählen. Der offenen Gesellschaft steht einerseits die Laissez-Faire-Gesellschaft gegenüber, andererseits die totalitäre, am holistisch-kollektivistischen Denken ausgerichtete „geschlossene Gesellschaft“.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Offene_Gesellschaft

  7. Josef Roth

    Demokratie ist mit Ideologien, die sich Poppers empirischer Falsifikation verweigern, nicht kompatibel. Beide Sozialismen (der nationale wie der internationale) und Religionen, die einen politischen Herrschaftsanspruch erheben, hier an erster Stelle der Islam, sind solche Ideologien. Vom Islam erwarten, er ließe sich mit einer Demokratie vereinigen, grenzt an Wahnsinn.

  8. Josef Roth

    @world-citizen
    Nein, das tun wir nicht, denn es gibt mittlerweile Religionen, die sich soweit zurückgenommen haben, daß sie ohne Probleme mit Demokratie vereinbar sind. Das kann man im Einzelfall bedauern, aber den demokratischen Gesellschaften tut es gut.

  9. Rennziege

    @world-citizen
    “Schreiben wir anstatt “Islam” doch lieber “Religion”. Dann stimmt es.”

    Sie ahnen offenbar nicht, wie sehr Sie sich selbst damit konterkarieren, WC. Denn niemals gab es eine schändlichere Religion als den Kommunismus, der Sie in der Wolle gefärbt hat und Ihr Glaubensbekenntnis ist — wider alle Vernungt, leider. Er ist übrigens, anders als viele Naivlinge zu wissen meinen, keine atheistische Religion; denn sie erklärt Räuber, Bonzen und Mörder zu Göttern.
    Aber wenn Eahna dadurch leichter wird … 🙂

  10. world-citizen

    @Rennziege

    Ich erinnere mich noch an den klaten Krieg, weil das die Zeit war, in der ich groß wurde. Und damals hieß es, der Osten sei die Zone des Kollektivismus, der Westen dagegen die Zone des Individualismus. Dass mir als Einwohner der Zone des Individualismus für einen Zeitraum von 8 Monaten die Unterordnung unter ein Kollektiv und Beraubung meiner Individualität durch den Zwang zum Tragen einer Uniform aufgetragen wurde, begründete man damit, dass dies zur Verteidigung des Individualismus diene. Im Übrigen sei ja der Zwangsdienst in Österreich ohnehin kürzer sei, als anderswo.
    Dass man in Österreich als einem der letzten Schandflecken Europas nunmehr weiterhin daran festhält, deutet darauf hin, dass die einst so freiheitsliebenden Antikommunisten zu militanten Kollektivisten mutiert sind.

  11. wollecarlos

    @world-citizen
    “Dass man in Österreich als einem der letzten Schandflecken Europas nunmehr weiterhin daran festhält, deutet darauf hin, dass die einst so freiheitsliebenden Antikommunisten zu militanten Kollektivisten mutiert sind.”

    Nur mal so als flache Frage an Sie:
    Könnte es sein, daß der “Indivudualismus”, wie Sie es nennen, nunmehr in anderen Gebieten, bei anderen Gesellschaftsformen verteidigt werden muss?
    (Kleine Nach-Denkhilfe: UN / Golan-Höhen / Piraterie…)

  12. Rennziege

    @world-citizen
    Bei allem Respekt vor Ihrer geraubten Individualität — die tatsächlich (und beklagenswert) in jedem ihrer Postings fühlbat wird: Acht kostbare Monate Ihres für die Verteidigung Ihrer Heimat, zu Zeiten des Kalten Krieges noch wichtiger als heute, aufzubringen war ein Verbrechen an Ihrer internationalen Seele, die an einen ewigen Weltfrieden glaubz?

    Mir kommen die Tränen. Mein Mann war 15 Monate bei den Bundesheer-Pionieren, hat dort Brücken gebaut, die heute noch stehen und gesund sind; hat gelernt, was Statik, Holz Beton und Stahl im Bauwesen bedeuten und wie man damit arbeitet; hat erkannt, wie man eine Gruppe von 15 Mann, davon zwei Drittel heftig vorbestraft, in den Griff kriegt und motiviert, ohne sich anzubiedern oder morgens mit einem Messer zwischen den Rippen aufzuwachen (oder nimmer). Es war eine handwerkliche und menschliche Erfahrung, die er nicht missen möchte und die ihn in seinem Berufsleben bis heute hilft. (A Sprengmasta issa aa wurn, aber das ist für Sie vermutlich gleichbedeutend mit Massenmörder.)

    Und die jungen Maturanten von damals schreiben und treffen sich bis zum heutigen Tag, sind fröhlich und reden vergnügt über ihre Erlebnisse damals und seither. (Gut, damals verdiente das Ösi-Bundesheer noch seinen Namen. Die Ausbildung der EF-ler war kompromisslos hart; wer schwächelte, musste gehen.)

    Könnte es aber sein, dass Sie was versäumt, etwa nur Ihren heute abermals dienstlichen Hintern in einer Schreibstube plattgesessen und dort Lenins unsterblichen Blödsinn auswendiggelernt haben? Ich frag’ ja nur, gööö?

    P.S.: Österreich als Schandfleck zu bezeichnen mag zwar aufgrund politischer, geistiger, wirtschaftlicher und steuerrechtlicher Entwicklungen gerechtfertigt sein, aber eindeutig nicht nach Ihren dumpfen Häusl-Kriterien. Kurz, Sie tun mir echt leid.

    Denn noch immer gilt, wsas Benjamin Franklin anno 1755 schrieb und sagte: “Those who sacrifice liberty for security and leisure deserve neither, and will lose them both.”

  13. Rennziege

    @Rennziege
    In der Eile einer stockfinsteren Badekabine unterliefen mir ein paar Typfäler durch benachbarte Tasten; ich hoffe auf Nach(t)sicht.

  14. world-citizen

    Rennziege :
    @world-citizen
    Bei allem Respekt vor Ihrer geraubten Individualität — die tatsächlich (und beklagenswert) in jedem ihrer Postings fühlbat wird: Acht kostbare Monate Ihres für die Verteidigung Ihrer Heimat, zu Zeiten des Kalten Krieges noch wichtiger als heute, aufzubringen war ein Verbrechen an Ihrer internationalen Seele, die an einen ewigen Weltfrieden glaubz?

    Ich behalte mir das Recht vor, meine Heimat selbst zu definieren. Diese ist überall, wo ich mich wohl fühle. Es gibt auch Menschen, für die Heimat nicht Verwurzelung bedeutet, sondern genau das Gegenteil. Aber in einer intoleranten Gesellschaft ist dies schwer zu vermitteln.

    Ich hätte diese 8 Monate vil lieber in einer Gegend verbracht, die Sie wahrscheinlich “Ausland” nennen würden, denn da hätte ich mir zumindest noch eine zusätzliche Sprache aneignen können, was viel mehr wergt ist, denn Sprachen öffnen einem die Welt.
    Das “Ausland” ist unsere schöne, große vielfältige Welt; das “Inland” ist die kleingeistige und kleinräumige Enge der Provinz.

  15. wollecarlos

    Kurt Tucholsky schloß 1929 sein Buch “Deutschland, Deutschland über alles” mit den Worten:
    “In allen Gegensätzen steht – unerschütterlich, ohne Fahne, ohne Leierkasten, ohne Sentimentalität und ohne gezücktes Schwert – die stille Liebe zu unserer Heimat.”

    Schade, daß manche (viele?) Menschen diese Empathie nicht haben.

    Und nicht verstehen, daß “Heimat” nicht im Gegensatz zu “Ausland” steht, “Provinz” nicht kleinkariertes Denken bedeuten muss!

  16. world-citizen

    @wollecarlos

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Und nicht verstehen, daß “Heimat” nicht im Gegensatz zu “Ausland” steht, “Provinz” nicht kleinkariertes Denken bedeuten muss! <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Es freut mich, daß Sie mir zustimmen. Wie schon gesagt: Heimat ist überall, wo ich mich wohl fühle. Eingeschränkt wir mein Heimatrecht nur durch die zahlreichen Mobilitäts- und Niederlassungsbeschränkungen, die auf dieser Erde immer noch bestehen.

  17. wollecarlos

    @world-citizen
    Es freut mich, daß Sie sich freuen…
    jedoch ganz ohne Grund!

    “Heimat” ist eben nicht überall, wo man sich wohlfühlt, was die Geschichte der Vertreibungen der letzten Tausend Jahre hinlänglich bewiesen hat.

    SIE können sich in einer Sauna wohlfühlen, diese ist jedoch nicht Ihre Heimat, oder doch?
    SIE können sich im Kreise Ihrer Freunde (Sie haben doch welche?) wohlfühlen, aber ist das “Heimat”?
    ICH könnte mich am Lagerfeuer in der Steppe wohlfühlen, aber wäre das Heimat?
    ICH könnte mich -für eine gewisse Zeit- im japanischen Kulturkreis wohlfühlen, aber “Heimat” ist das nicht!

    Sie sehen, diese wahllos herausgegriffenen Beispiele zeigen an, daß Ihr Heimatbegriff wohl ziemlich kurz greift.

    Denken Sie über meinen Hinweis auf “Empathie” in #18 nach.

    Der Begriff “Heimat” umfasst wesentlich mehr, als das ich-bezogene (egozentrische ??) “Wohlfühlen”.

    Man kann glauben, man sei ein Weltbürger. Aber auch solche Menschen können zu ihrem eigenen seelischen Vorteil durchaus eine Heimat gebrauchen, einen Ankerplatz, einen Hafen.

  18. wollecarlos

    @world-citizen
    Und über das Wort “Recht” im Zusammenhang mit Heimat sollten Sie ebenfalls mal nachdenken, was im übrigen sowieso nicht schädlich ist!

  19. world-citizen

    wollecarlos :
    @world-citizen
    Es freut mich, daß Sie sich freuen…
    jedoch ganz ohne Grund!
    “Heimat” ist eben nicht überall, wo man sich wohlfühlt, was die Geschichte der Vertreibungen der letzten Tausend Jahre hinlänglich bewiesen hat.
    SIE können sich in einer Sauna wohlfühlen, diese ist jedoch nicht Ihre Heimat, oder doch?
    SIE können sich im Kreise Ihrer Freunde (Sie haben doch welche?) wohlfühlen, aber ist das “Heimat”?
    ICH könnte mich am Lagerfeuer in der Steppe wohlfühlen, aber wäre das Heimat?

    So ist es – die Heimat ist unsere Mutter Erde. Aber nach Grönland will ich dennoch nicht.

  20. wollecarlos

    @world-citizen
    Ihre Argumentationen sind mir zu flach, daher schließe ich die Diskussion mit Ihnen.

    Einerseits meinen Sie “die Heimat ist unsere Mutter Erde.”, andererseits schließen Sie Grönland (für wissende Leute Bestandteil der Mutter Erde) aus.

    Denken Sie mal ein bisschen nach, bevor Sie wieder was ablassen!

  21. world-citizen

    @wollecarlos

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Man kann glauben, man sei ein Weltbürger. Aber auch solche Menschen können zu ihrem eigenen seelischen Vorteil durchaus eine Heimat gebrauchen, einen Ankerplatz, einen Hafen. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Ein guter Seemann braucht keinen Hafen. Aber auch für jene, die einen brauchen, gibt es jede Menge davon.

  22. wollecarlos

    @world-citizen
    “Ein guter Seemann braucht keinen Hafen”

    Sie versprühen hier Weisheiten… es ist zum Kugeln!
    Demzufolge sind die Seeleute des “Fliegenden Holländers” gute Seemänner…

    Lassen Sie’s einfach sein, das letzte Wort gebe ich Ihnen, schreiben Sie, was Sie wollen, traurig-amüsant wirds auf jeden Fall sein!

  23. world-citizen

    wollecarlos :
    @world-citizen

    Einerseits meinen Sie “die Heimat ist unsere Mutter Erde.”, andererseits schließen Sie Grönland (für wissende Leute Bestandteil der Mutter Erde) aus.

    Ich habe niemals geleugnet, dass Grönland ein Teil der Mutter Erde ist; allerdings handelt es sich um eine Region in die ich mich freiwillig niemals hin begeben werde. Dies ist eine meiner souveränen Entschedidungen.

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