Italiens katastrophale Sünden bringen Europa um

(A. UNTERBERGER) Das, was derzeit in Europa passiert, hat alles Zeug, die Integration zu killen. Die hunderten Milliarden, die jetzt vor allem nach Italien und Spanien geschüttet werden sollen, werden nördlich der Alpen den Zorn auf die EU dramatisch beschleunigen. Sind doch schon in den letzten Jahrzehnten Billionen – also nicht nur Milliarden – unter den verschiedensten Überschriften wirkungslos nach Südeuropa geflossen. Mit absoluter Garantie werden auch weitere gigantische Zahlungen in jene Fässer ohne Boden keinerlei Sanierung bewirken. Sie werden dort nur die Gewissheit verfestigen: Wenn wir Geld brauchen, müssen wir nur den Deutschen schlechtes Gewissen einjagen, und schon fließt wieder frisches Geld. Besonders widerlich ist dabei das Verhalten der hiesigen Linksparteien, die alle über die Milliarden jubeln, die die Österreicher zusätzlich zahlen werden müssen. Geradzu an der Spitze stehen dabei die einst wirtschaftsliberalen Neos, die endgültig zur Linksaußenpartei mutiert sind. Besonders schockierend ist es, einen genaueren Blick nach Italien oder Spanien zu wagen: Eine Reihe von Fakten beweist, dass gerade diese beiden Hauptprofiteure des Macron-Merkel-EU-Deals alles andere als arme, unschuldige Corona-Opfer sind,  mehr hier

12 comments

  1. Gerald

    Aus der Sicht der Deutschen, Österreicher und anderen ehemaligen Hartwährungsländern hätten Griechenland, Italien, Spanien, ja selbst Frankreich niemals im Euro teilnehmen dürfen, denn sie alle waren stets an alle paar Jahre wiederkehrende Abwertungen gebunden, um ihre im Vergleich zu Deutschland ineffizienten Wirtschaften am Leben zu erhalten. Bei näherer Betrachtung fällt allerdings auf, dass bereits bei Einführung des Euro die Weichwährungsländer im Euro die Mehrheit hatten, also waren nicht Italien, Spanien und Frankreich Im Euro deplaziert, sondern Deutschland und die anderen Hartwährungsländer. Der eigentliche Betrug erfolgte an den Bürgern der Hartwährungsländer als ihnen versprochen wurde, dass der Euro genauso hart sein werde wie die DMark. Dass die Mehrheit der Wähler dieser Länder diese Illusion glaubten, bezahlen wir und die folgenden Generationen teuer.
    In Italien ging damals die Überzeugung um, dass Italien durch den starken Euro selbst ohne wesentliches eigenes Zutun stark wie Deutschland werden könne. An diese Euphorie kann ich mich noch sehr gut erinnern.
    Genauso hört sich heute die linke Begeisterung für dieses Europa der EU in Österreich an. Aber gegen Unwissenheit und Dummheit gibt es keine Medizin, nur Bildung und die hat man ja bereits durch Einbildung ersetzt.

  2. Selbstdenker

    Ich habe mir das (Hör-)Buch Coronomics von Daniel Stelter reingezogen.

    Auch wenn ich in mehreren Punkten nicht einer Meinung mit Daniel Stelter bin, so stimme ich seinem Befund zu, dass die sich auftürmenden Schuldenberge realistischerweise über den Weg der Monetarisierung “abgetragen” werden. Verlierer sind dabei diejenigen, die solide wirtschaften, auf Rechtstaatlchkeit und auf einer Aufrechterhaltung vom Geldwert vertrauen – also der klassische EUR 50.000,- Sparer, der zuviel zu verlieren und zuwenig zum sinnvoll investieren hat.

    Unter normalen Bedingungen zähle ich mich – so wie wahrscheinlich die meisten Mitstreiter auf Ortner Online – zu den Verfechtern von Budgetdisziplin und der damit verbundenen Hartwährungspolitik.

    Aber die Bedinungen sind alles andere als “normal”: wir sind in einer Endzeit-Sekte von Keynes-Anbetern gefangen, die sich von uns ihre Leiter ins “Paradies” bauen lässt:

    Welcome to the Hotel Italia!

    […]

    Last thing I remember, I was
    Running for the door
    I had to find the passage back
    To the place I was before
    “Relax, ” said the night man,
    “We are programmed to receive.
    You can check-out any time you like,
    But you can never leave! “

    Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

    Bringen wir es hinter uns und jagen wir den Euro in die Luft, in dem die bis dato soliden Länder ihr Haushaltsdefizit permanent an jenes der PIGS-Staaten anpassen. Senken wir die Steuern, Investieren wir in einen Infrastrukturausbau und fördern wir alternative Wege, wie die EUR 50.000,- Sparer ihr Erspartes retten können.

    Der einzige Weg die PIGS-Staaten zu disziplinieren ist der Weg der Reziprozität: Sie wollen über ihre Verhältnisse leben? Dann leben auch wir über unsere Verhältnisse und sorgen wir für eine Abwertung der Währung. Wir konterkarieren das Spiel der PIGS-Staaten indem wir es gleich mitspielen.

    Man wird dann sehen: entweder die PIGS-Staaten beenden ihren Konsum auf Kosten anderer (was ich eher nicht erwarte) oder der Euro wird ganz einfach durch das Schaffen von Fakten in die Luft gesprengt. Dazu braucht es keine Verfassungsrichter, sondern lediglich das konsequente Durchziehen der Mad man strategy.

    Italien und Griechenland haben sich ohnedies bereits den nächsten Freier angelacht, in dem sie sich von der VR China (und deren Firmen und Arbeitskräfte) wie Dritte Welt Länder die marode Infrastruktur gegen einen de facto Generationenvertrag erneuern lässt. Und wenn mal ein paar Zahlungen ausbleiben, haben wir eine Militärbasis der VR China in nächster Nähe.

  3. dna1

    Das Spiel an einem sehr vereinfachten und primitiven Beispiel erklärt:
    Deutschland schenkt den Italienern Geld. Die kaufen sich damit Häuser made in Germany, weil besser als die eigenen, das Geld kommt also wieder nach Deutschland zurück.
    Nach der Periode schaut es so aus: Die Italiener haben Häuser im Eigentum, der deutsche Häuslbauer-Mitarbeiter freut sich über die Arbeit und dass er seine Miete zahlen kann, der Staat hat in Form von Steuern einen großen Teil des Geldes wieder zurück, der Häuslbauer selbst hat eine ordentliche Dividende verdient. Sie lesen nun folgende Schlagzeilen in den (linken) Medien:
    > Mit dem Geld wurde nicht den Italienern geholfen, sondern nur dem deutschen Häuslbauer.
    > Deutschland ist Export-Weltmeister.
    > Eine Statistik wundert sich, dass die Italiener zwar arm sind, aber Häuser im Eigentum besitzen, während die Deutschen alle zur Miete wohnen.
    > Die Schere zwischen arm und reich ist weiter aufgegangen, man muss den bösen Häuslbauer stärker besteuern.

  4. sokrates9

    Schon die Bezeichnung “Wiederaufbau” ist eine freche Lüge, denn es gab keine Zerstörung (Krieg oder Erdbeben).
    Was sollen die “Investitionen” bewirken? In Griechenland weiterer Ausbau des Tourismus?? Noch mehr Luxushotels? Kommen dann mehr Touristen um sich mit Coronaregelungen sekkieren zu lassen?
    Wer erklärt den Durchschnittsösterreicher wenn wie geplant von Österreich jährlich 500 Millionen Geschenke an die (individuell Reicheren Italiener und Franzosen) gezahlt werden, dieses Geld der österreichische Steuerzahler hart erarbeiten muss und ihm im eigenen Land für Steuerreduktionen, Pensionserhöhungen, Verbesserung der Infrastruktur usw fehlt??Deprimierend der Applaus der NEOS die zeigen von Wirtschaft keine Ahnung zu haben.
    Je früher die EU crasht, umso besser für ALLE!(Ausgenommen die EU – Nomenklatura)

    .

  5. Gerald

    Es fällt der italienischen Regierung deutlich schwerer die eigenen Bürger mehr zur Kasse zu bitten als Richtung Norden die Hand aufzuhalten. Der italienischen Süden ist halt seit eh und je vom Geld des Nordens abhängig, nur ist es jetzt weiter nördlich angesiedelt, die protestieren weit weniger. Nach 100 Jahren Subvention des Südens durch das eigentlich wirtschaftlich gesunde Norditalien, lässt sich das Märchen vom Süden der endlich aufholen möchte nicht mehr verkaufen.
    Gut dass es in solch einer Situation eine Schreckschraube wie Merkel gibt, die ihr eigenes Volk abgrundtief hasst und die fernsten liebt, zudem noch dümmlich genug ist und die Scharaden des Macrönchens nicht durchschaut.

  6. sokrates9

    Gerald@Merkel durchschaut das sehr wohl was Macron, die Italiener, die Griechen treiben, ist aber Wasser auf ihren Mühlen den dutschen Volke zu schaden wo es nur geht.Wie blöd die Deutschen sind sieht man auch an 40% Zustimmung für Merkel und den Ruf sie soll noch eine Periode bleiben.

  7. astuga

    Warum sollte auf EU-Ebene funktionieren, was bereits innerhalb Italiens nicht funktioniert hat?
    Das Wohlstandsgefälle zwischen Nord- und Süditalien existiert nach wie vor.

    Politiker und Beamte glauben natürlich, dass die Lösung im segensreichen Wirken des Staates besteht.
    Das legitimiert sie schließlich.
    Und natürlich profitieren viele auch persönlich von solchen Geldgeschenken und der Umverteilung von oben herab.
    Irgendwer bekommt das Geld schon.

  8. Cora

    Wenn die EU jetzt nicht Italien hilft, kommen die Chinesen. Die haben schon im März als einzige Nation Italien Schutzmasken spendiert. China baut Brücken am Balkan mit Krediten, hilft Ungarn, um sich so diese Länder Untertan zu machen Deshalb.

  9. astuga

    Ich denke man muss sich genau ansehen, was das im Einzelfall überhaupt heißt, “dann kommen die Chinesen” (oder die Araber).
    Die EU hätte genug Möglichkeiten den Ausverkauf kritischer Infrastruktur oder von Kernbereichen der Wirtschaft zu verhindern.
    Die Frage ist, ob man das in Brüssel überhaupt möchte.
    Im Ggs zu den USA unter Trump dient man sich ja dort den Chinesen gerade zu an.

    Das kommt eben dabei heraus wenn man in Wahrheit bloß von Wirtschafts-Lobbyisten regiert wird, und nicht von Politikern die strategisch denken und handeln.

  10. Johannes

    Selbst Schüssel redet vom Durchstarten mit 500 Milliarden. Auf mich wirkt dieses Verhalten wie das eines Spielers. Ein Spielsüchtiger möchte immer mehr Geld einsetzen um verlorene Einsätze wieder zurückzugewinnen.
    Der offene Markt im EU-Raum ist das einzige Kapital welches die EU sichern muss, alles andere ist dem freien Spiel der Kräfte zu überlassen. Wenn ich bedenke wie niedrig das Durchschnittseinkommen in Ungarn ist, so ist das jammern in Italien ein Jammern auf allerhöchstem Niveau.
    Die Reaktion von Ländern mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten muss immer eine Anpassung sein.
    Wenn Lohnnebenkosten und Steuern gesenkt werden kann meist sehr viel für ein Steigerung der Konkurrenzfähigkeit getan werden.
    Ein hohes Lohnniveau ist nicht von Gott gegeben und auch kein Menschenrecht.
    Wenn man wirtschaftliche Probleme hat so muss man den Gürtel enger schnallen und so die Krise bewältigen.
    Solche Gedanken sind in Italien zur Zeit unmöglich, daher wählt man den bequemeren Weg und möchte alimentiert werden.
    Dennoch ist es grundsätzlich falsch und führt nur zu einem Hinauszögern wichtiger Reformmaßnahmen.

  11. CE___

    @ Cora

    Nichts für ungut, wissen sie die schmutzige Wahrheit warum eine totalitär-kommunistische VR China überhaupt in die (Propaganda)Lücke springen konnte weil Italien Schutzausrüstung benötigte und kein EU-Land helfen konnte?

    Die Wahrheit die ich in Europa in noch keiner Zeitung lesen konnte weil sie so hart ist?

    Wo man australische Medien lesen muss da dort gleiches geschehen ist und dies offen angesprochen wird?

    Weil Europa schon Anfang Jänner von in Europa weilenden Rotchinesen (Touristen, Studenten, Geschäftsleuten), anderen Fünften Kolonnen und JA AUCH von europäischen, in der VR China tätigen Konzernen, schlicht ausgeräumt wurde und diese Spieler alle Schutzausrüstung denen man habhaft werden konnte “heim in’s Reich” nach Rotchina verfrachtet haben.

    Auf “Bitte” der dortigen totalitären Machthaber, was aber natürlich eine behördliche Anordnung ist will man nicht das Risiko laufen Maluspunkte auf seinem privaten und/oder geschäftlichen Sozialkreditkonto anzusammeln und vielleicht einmal kein Zugticket kaufen zu können, keine Kreditzuteilung für einen Wohnungskauf zu erhalten, oder als ausländisches Unternehmen plötzlich, hach’ plötzlich, Probleme mit einer (Betriebs)genehmigung zu haben

    Sogar die Ö-Bundesregierung spendete noch Schutzmasken nach Rotchina die uns dann selber kurz nachher bitter gefehlt haben und “wir” sie sündteuer zurückkaufen DURFTEN, natürlich nur wenn man brav Männchen und dann Kotau macht.

    Sprich, konkret ein Deutschland war auf gut wienerisch “nackert” hinsichtlich Schutzausrüstung, ditto alle anderen weil schon längst leergeräumt.

    Und ein Nackerter kann sich in keine Tasche mehr greifen um den Nachbarn zu helfen.

    Deutschland konnte Italien schlicht nicht (mehr) helfen. Da war keine Bösartigkeit im Spiel oder ein taktischer diplomatischer Fehler.

    Nur das offen zuzugeben, den Mut hat keiner. Das wäre nämlich der nächste Skandal. Da stecken nämlich ganz grosse deutsche Konzerne mit grossen Aktivitäten in Rotchina mitten drinnen, und diese sind noch die letzten zahlungskräftigen Anzeigenkunden der Zeitungen.

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