3 Gedanken zu „Japan: Mit Herrn Keynes gegen die Wand

  1. cmh

    Keynes wäre schon in Ordnung, wenn nicht seine Adepten meinten, sie hätten damit das perpetuum mobile der Wirtschaft gefunden.

    Oh fortuna imperatrix mundi …

  2. Mourawetz

    Die Japaner haben Keynes entweder nicht zu Ende gelesen oder – eher wahrscheinlich: sind Meister im Verdrängen. Die berühmteste und am meisten zitierte Formulierung ist doch In the long run we are all dead. Was gibt’s da nicht zu verstehen? Das ist nicht der Papgeien-Sketch von Monty Python. Der Papagei ist tot? Ach was, der ruht sich nur aus, gut für die Wirbelsäule.

  3. Sybille stoa

    Die Japaner haben Keynes, wie die meisten anderen, nicht verstanden.
    Der Ordoliberalismus besagt,
    1.) dass der Staat nur in wirtschaftlich schlechten Zeiten eingreifen sollte
    2.) und in wirtschaftlich guten seine Ausgaben mäßigen und zurückfahren soll

    => 2.) wird meistens bewußt unter den Tisch fallen gelassen.
    => Linke argumentieren gerne bei 2: “Jetzt gehts der Wirtschaft so gut, da wollen wir aus Gründen der sozialen Geröchtigkeit auch mehr abbekommen.”

    Keynes sagte weiters, dass entwickelte Volkswirtschaften ab irgendeinem Zeitpunkt dann nicht mehr so schnell wüchsen.

    => Auch das wurde ignoriert, die Staaten verschuldeten sich so, als könnte mit konstantem Wachstum oder exponentiellen Wachstum gerechnet werden.
    => Dass in Japan die Überalterung der Gesellschaft das Wachstum zusätzlich zu Keynes Prämisse weiter einschränken würde, müsste jedem mit verstand eigentlich klar gewesen sein.

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