Jerusalem, na und?

“Souveräne Staaten haben das selbstverständliche Recht, ihre Hauptstadt zu benennen. Und es ist weltweite Praxis, dass andere Staaten dieses Recht anerkennen und ihre Botschaften in der Hauptstadt ansiedeln. Ist ein von Israel unterzeichneter Friedensvertrag vorstellbar, in dem Jerusalem komplett den Palästinensern übergeben wird und die Israelis auf ihre Hauptstadt verzichten? Natürlich nicht! Und daher ist der Schritt der USA nicht nur lange überfällig, sondern historisch, politisch und moralisch richtig. Und eben genau die Anerkennung der Wirklichkeit, die Trump meint…(hier)

18 comments

  1. Rado

    Einige aktuelle Demo-Bilder aus Wien. Das rote Wien at his best! Der Redner im untern Link ist mir schon beim sogenannten Islamistenprozess aufgefallen. Die kreischenden Weiber habe ich nur der Unterhaltung wegen dazugestellt.
    https://www.youtube.com/watch?v=6QzWqixmW3g
    https://www.youtube.com/watch?v=PFudSHn2XwI
    Video aus 2008. https://www.youtube.com/watch?v=a6blc0UGV7Q
    Der vormalige Mentor von Jungsozi Mohamed Mahmoud, zugleich Sprecher des islamischen Staates erweist sich immer noch als recht loyal zu seinen Gesinnungsfreunden. Damals übrigens noch in trauter Eintracht mit Profil, Standard und Co.

  2. Thomas Holzer

    Man muß sich ja nur die duckmäuserischen und erbärmlichen Aussagen der Frau Mogherini in dieser Causa anhören.
    Netanaju hat schon recht, wenn er feststellt, daß die EU die Raketenangriffe aus Gaza nicht verurteilt.

  3. Thomas Holzer

    Nachtrag: Hauptsache, der ach so demokratisch legitimierte Herr Abbas wird hochoffiziell zum nächsten Gipfel der EU-Außenminister eingeladen

  4. caruso

    Wie nur kommen diese verdammten Juden dazu, einen eigenen Staat, noch dazu einen souveränen haben zu wollen? Das ist doch nicht auszuhalten! – Ja, so denkt ES in ihnen.
    Aber zugeben würden sie es nie. Da sind mir “die” Araber sympathischer. Bei denen weiß man zumindest gleich, woran man ist. Sagt eine alte Jüdin.
    lg
    caruso

  5. Christian Peter

    Völkerrechtlich steht Jerusalem nach wie vor unter internationaler Verwaltung, wie es der UN – Teilungsplan 1947 vorsah. Alle administrativen und legislativen Handlungen Israels sind somit rechtswidrig.

  6. Christian Peter

    ‘Historisch, politisch und moralisch richtig’

    Weder noch. Einerseits spielten Juden in der 10.000 – jährigen Geschichte Jerusalems eine weit geringere Rolle als landläufig angenommen, andererseits ist Jerusalem nach wie vor heilige Stadt dreier Weltreligionen. Das war der Grund, warum Jerusalem 1947 unter internationaler Verwaltung gestellt wurde, was völkerrechtlich noch heute der Fall ist.

  7. Rado

    Die UNO ist der Club der Diktatoren. Nichts was von dort kommt, hat irgendwelche moralische Autorität.
    Ebenso wie die vielen Völkermorde, die unter der gönnehaften Obhut dieses dubiosen Clubs veranstaltet wurden. zur erinnerung: Auch die Roten Khmer sind schon als wohlgelittenes Mitglied in der UNO gesessen.
    Alleine der Herr Kofi – oil for food – Annan aus Ghana brachte es bei wohlwollender Zählung auf drei dieser Freundschaftsdienste an seinen Mitgliedern. Alles völkerrechtlich Rechtens übrigends!

  8. aneagle

    Der deutsche Sonderweg liegt wie Mehltau auf Europa. Europas Werte verblassen vor dem zivilisatorischen Duckmäuserdogma: …..-Wer tobt und gewalttätig ist, hat schon mal prinzipiell recht- . So zu beobachten bei der Migrantenwelle und auch bei den Wütenden gegen Israel. Denn Jerusalem gehört seit immer oder länger schon Ihnen. David und Salomo, die Jüdischen Könige Jerusalems, wussten das leider nicht, da es damals noch keine Palästinenser gab, ja nicht einmal einen Islam. Aber was macht es für einen Unterschied, ob die Wüter gegen Jerusalem als Israels Hauptstadt wüten? Sie wollen ja das gesamte Gebiet des heutigen Israel Judenrein haben. Für die Israelis haben sie nur den guten Rat “geht zurück ins Meer” übrig. Wirklich schade, um diesen “Friedensprozess” der so empfindlich gestört wird. Trump ist da realistischer. Er meint, jemand der aus der Sicht der einzig wahren Friedlichen, also der Moslems, ohnehin nicht dort sein darf, wo er bisher lebt, kann auch Jerusalem zu seiner Hauptstadt machen. Aus der Sicht der Tobenden besteht da kein Unterschied, warum sollen sich die Israelis darum kümmern? Aber Deutschland und die EU kümmern sich. Nun, die EU-welcome- Staaten werden mit dem .deutschen Sonderweg noch ihre liebe Not haben. Schweden zeigt schon in Richtung Bedeutungslosigkeit. Oder, wie es Netanyahu auf dem Gipfel in Budapest trocken formulierte: Europa muss sich entscheiden, ob es überleben will. Den Visegradstaaten ist das bewusst. Dort macht man auch weit schlechtere Geschäfte mit Betonpollern vor öffentlichen Plätzen. Deshalb werden sie so lange geklagt, bis sie die Brexit-Rechnung machen: Lieber arrn und selbst bestimmt, als etwas länger etwas wohlhabender, dafür aber komplett fremd bestimmt und sein Land verloren. Das kann, trotz Pisa, (fast) jedes Kind ausrechnen, nur feige Politiker nicht.

  9. Falke

    Netanyahu hat dem schrecklich empörten Macron lächelnd geantwortet: “Paris ist seit 1500 Jahren die Hauptstadt Frankreichs, Jerusalem seit 3000 Jahren die Hauptstadt Israels”.
    Bemerkenswert die Aussage von Anne Will, Trump hätte “überraschend” Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Wenn man natürlich die Einlösung von Wahlversprechen der Politiker als “überraschend” empfindet (oder diese gar nicht kennt), ist das zutreffend; Trump hat das nämlich mehrfach während seines Wahlkampfes angekündigt. Ganz abgesehen davon, dass alle Vorgänger Trumps, von Clinton über Bush bis zu Obama, ebenfalls Jerusalem als Hauptstadt Israels bezeichnet haben – ohne internationalen Shitstorm. Wer sich also jetzt künstlich aufregt, macht sich nur lächerlich – wobei hier wieder einmal die EU den Spitzenplatz einnimmt

  10. Christian Peter

    @Falke

    ‘Jerusalem seit 3000 Jahren die Hauptstadt Israels’

    Wer es glaubt, wird selig. Die gesamte Frühgeschichte Israels beruht auf biblischer Überlieferung – nichts als Fiktion.

  11. Thomas Holzer

    @CP
    Zumindest das babylonische Exil, die hellenistische Diaspora, Umwandlung des jüdischen Königreiches in eine römische Provinz, um nur einige Fakten zu nennen, beruhen nicht auf biblischer Überlieferung, sind daher keineswegs Fiktion.

  12. Christian Peter

    @TH

    Weder geht es dabei um eine vermeintliche ‘Hauptstadt Israels’ und schon gar nicht um 3000 Jahre. Erstmals wurde Jerusalem vom neu gegründeten Staat Israel 1948 als Hauptstadt benannt, welche völkerrechtlich bis heute nicht anerkannt ist.

  13. Johannes

    Es zeigt sich wieder einmal sehr eindrucksvoll die Logik panarabischen Denkens, wenn sie schon nicht die Macht haben Israel zu vernichten so wollen sie doch das die Welt so tut als könnten sie es wenn sie es nur wollten.
    Man tut so als müsse man sich gegenseitig zurückhalten um nicht in seinem heiligen Zorn über Israel herzufallen.
    Nebenbei ist es eine wunderbare Gelegenheit sich zu profilieren, vor allem Erdogan ist ganz in seinem Element und hat sich wohl mit seiner Wortmeldung endgültig als nicht europatauglich qualifiziert. Mit Erdogan wird das nichts mehr, Gott sei es gedankt.
    Russland stößt ebenfalls vor und beginnt sich als wichtiger Player einzubringen, ich denke nicht das Russland eine langfristige Rolle im arabischen Raum spielen wird. Russland hat nicht die Wirtschaftskraft um für den arabischen Raum interessant zu sein, beide, Russland und die Araber haben als einzige wirtschaftliche Zugpferde Öl und Gas sollen sie es sich selbst gegenseitig verkaufen?
    Die einzige Gefahr sind die russischen Militärstützpunkte aber die sind im arabischen Raum mehr als volatil schon der nächste Volksaufstand kann die ganze Wut auf diese richten.
    Der Westen hat Schaden angerichtet, einen sogenannten Frühling initiiert dessen seltsame Blüten giftige IS Früchte getragen hat.
    Der Westen muß sich ruhig verhalten die arabischen Länder müssen zur Ruhe kommen dann kann am ehesten vom Irak ausgehend wieder Vernunft einkehren.
    Wenn Trump weiter pragmatisch bleibt so muß er auch die Siedlungspolitik Netanjahus in den Griff bekommen und schon ist er wieder im Spiel.

  14. Rizzo C.

    @CP
    Ihre Behauptung, Jerusalem sei seit 1947 “völkerrechtlich” unter internationaler Verwaltung, ist schlicht falsch. Dieser Teil des UNO-Teilungsplans ist ebenso Makulatur wie der Rest des Teilungsplans, weil nie von den Arabern anerkannt. Statt dessen haben die Araber unmittelbar nach der Ausrufung Israels sofort einen Krieg begonnen, um den Staat Israel zu vernichten und seine jüdischen Bewohner ins Meer zu treiben.

    Die Araber haben bekanntlich diesen Krieg verloren, wie auch alle anderen Kriege mit dem selben Ziel, aber Jordanien hat damals den grössten Teil Jerusalems inklusive der Altstadt besetzt. Also keine Spur von internationaler Verwaltung, die ist spätestens seither genauso tot wie die “Konstantinische Schenkung” an den Bischof von Rom.

  15. Christian Peter

    @Rizzo C.

    ‘Weil nie von den Arabern anerkannt..’

    Der UN – Teilungsplan für Palästina (welcher die internationaler Verwaltung gesamt Jerusalems vorsah) wurde 1947 von der UN – Generalversammlung als Resolution 181 angenommen, nur das ist rechtlich relevant. Alle späteren UN – Resolutionen verwiesen auf Resolution 181, bilaterale Verhandlungen klammerten das Thema Jerusalem aus. Dieser Standpunkt wird auch von der EU vertreten, welche am rechtlichen Sonderstatus Jerusalems als internationales Territorium festhält.

  16. Rizzo C.

    @CP
    Ihre Behauptungen haben leider die Qualität von Thesen der Flat Earth Society. Es würde nicht schaden, wenn Sie sich mal mit den Fakten abfinden und nicht der arabischen Realitätsverleugnung anheimfallen. Übrigens: Tibet ist Teil von China und Ostpreussen nicht unter polnischer und sowjetischer “Verwaltung”. Ach je, die Macht des Faktischen ist schon ziemlich ekelhaft.

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