Jetzt ist der antifaschistische Lack ab

(von Werner REICHEL) Täglich werden im Fernsehen Hitler, seine Helfer und  Helfershelfer und deren Gräueltaten in einer immerwährenden Dauerschleife dem Publikum vorgeführt. Politiker, Wissenschaftler, Experten, Künstler, Journalisten, Intellektuelle, Popsänger, Lehrer ermahnen die Bürger seit Jahrzehnten niemals zu vergessen und Zivilcourage zu beweisen. Unzählige Vereine, Initiativen und sonstige staatlich alimentierte Institutionen kämpfen gegen Nazis, rechtes Gedankengut und gegen Antisemitismus. In so einem Land, in so einem Klima denkt man, müssen Juden unbehelligt, friedlich und glücklich leben können. Denkt man. Doch für die Juden wird es in Österreich und in ganz Europa zunehmend enger. Die ersten verlassen bereits den Kontinent. Vergangenes Wochenende sind antisemitische Mobs durch dutzende Großstädte in Europa gezogen und haben die Ermordungen von Juden gefordert und angekündigt („Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“oder „Juden ins Gas“)

In der Kleinstadt Bischofshofen attackiert  eine Horde Antisemiten auf einem Fußballplatz Spieler eines israelischen Fußballklubs. Es ist nur noch einer Frage der Zeit, bis in Österreich und Europa die ersten Synagogen brennen und die ersten Juden getötet werden.

Österreichs Politik  reagiert gelassen und selbst das nur, weil internationale Medien wie etwa die Daily Mail die Sache groß rausgebracht haben. Bundeskanzler Werner Faymann lässt offiziell verlauten: „Übergriffe auf Sportler (…) sind absolut nicht zu tolerieren.“ Das hat gesessen! Was für eine klare Ansage. In Österreich sind Sportler gefährdet, dagegen muss dringend etwas unternommen werden. Ach ja, außerdem lädt er zum interreligiösen Dialog ein. Das ist nicht mehr als eine lächerliche Alibiaktion: Danke, Werner Faymann. Dass Bundespräsident Heinz Fischer, der sich gerne mit Diktatoren umgibt und der bösen FPÖ schon mal nahegelegt, ihre Bälle künftig nicht mehr in der Hofburg abzuhalten, sondert, wie nicht anders zu erwarten, ein paar schwammige Worthülsen ab. Nichts Ernstes nichts von Bedeutung.

Grünenchefin Eva Glawischning stellt ihrem Statement gegen Judenfeindlichkeit in Österreich den Satz voran: „Apell für gemeinsames friedliches Auftreten gegen Blutvergießen in Gaza statt Verhetzung“ Business as usual auch bei den Grünen, die Juden sind eh selber schuld (vor allem die Fußballer). Und außerdem: die Dutzenden Raketen, die täglich auf israelische Städte, Schulen, Geschäfte etc. abgefeuert werden, muss man eben erdulden. Das gehört schließlich zur Folklore der Hamas.

Dass die Türkische-Islamische Union (Atib) die Attacke in Bischofshofen als „Handgreiflichkeiten“ verharmlost und den israelischen Fußballspielern die Schuld an dem Übergriff gibt, wundert ohnehin niemanden mehr. Ebenso wenig die verharmlosende Berichterstattung des Staatsfunks.  All das regt kaum jemanden in Österreich auf.

Das Verhalten der heimischen Politiker und Meinungsführer ist einfach nur widerlich. Und auch die dauerempörten Gutmenschen aus den diversen staatlich geförderten NGOs, die notorischen Bedenkenträger, Mahner und Kranzniederleger sind seltsam still geworden oder sie verschicken zwar pflichtbewusst aber ganz allgemein und knieweich formulierte Pressemeldungen in der schwammig „Hass“ und „Übergriffe“ verurteilt werden. All jene Menschen, die sich bei jeder dümmlichen Hakenkreuzschmiererei in der Provinz wie balzende Hähne aufplustern, eine runden Tisch  und Polizeiaktionen fordern und gleich  eine weitere steuergeldgetriebene Initiative gegen rechts ins Leben rufen, sind plötzlich verständnisvoll, um Dialog bemüht und ganz unkonkret. Man redet um den heißen Brei um sich ja nicht mit der immer größer werden Gruppe von gewaltbereiten Islamisten anzulegen. Die sind nämlich, im Gegensatz zum Nazipopanz, wirklich gefährlich.

Keiner von diesen Berufs-Antifaschisten hat deshalb auf den Tisch gehaut und eine Aktionsplan gegen Islamismus oder islamischen Antisemitismus oder sonstige ernsthafte Konsequenzen gefordert. Stattdessen ist die allgemeine Stimmung unter den Couragierten: Mimimimimi…

Ist auch wirklich zu blöd. Da kämpft man jahrelang mutig, medienwirksam und einträglich gegen einen weitgehend virtuellen Feind und dann kommen die islamistischen Neobürger und  machen ernst und damit  das antifaschistische  Geschäftsmodell kaputt.

Wie sich in den vergangen Tagen mehr als deutlich gezeigt hat, sind Parolen wie „Niemals, vergessen” oder „Wehret den Anfängen“, nie mehr gewesen, als leere Worthülsen mit denen sich staatlich geförderte und hofierte Schönwetterkapitäne in Szene gesetzt haben: Maulhelden und –huren. Es war aber auch nichts anderes zu erwarten. Warum sollte es gerade im verweichlichten Europa unserer Tage überdurchschnittlich viele Helden und Menschen mit Zivilcourage geben. Lächerlich.

Beim ersten Gegenwind, bei der ersten Nagelprobe ist der antifaschistische Lack ab. All die selbsternannten Widerstandskämpfer entpuppen sich dieser Tage als rückgratlose Feiglinge. Wer jetzt nicht aufsteht und sich deklariert, wer jetzt nicht Ross und Reiter benennt, der hat jedes Recht verwirkt, sich als Hüter von Demokratie, Frieden und Freiheit aufzuspielen. Das gilt für den versifften Antifa-Punk genauso, wie für den Bundespräsidenten. Wer antisemitische Gewalt nur dann (glaubhaft) verurteilt und bekämpft, wenn sie von der autochthonen Bevölkerung ausgeht (was ohnehin kaum mehr vorkommt)und ansonsten sein Maul hält, ist nichts weiter als ein feiger Opportunist.  Und für die Juden in Österreich ist jetzt auch eines klar: vom heimischen Politpersonal haben sie außer Sonntagsreden und einem warmen Händedruck nichts zu erwarten.

Es ist absurd. Die Schönwetter-Antifaschisten verehren die ermordeten Juden aus NS-Zeit und sie verachten die heute lebenden. Ihr Antifaschismus war nie mehr als eine zeitgeistige Attitüde, ein Vorwand und Instrument, um die Bevölkerung zu bevormunden, zu gängeln und zu steuern.

14 comments

  1. Der Couponschneider

    Bravo. Super auf den Punkt gebracht. Ich kann diese Heuchler auch nicht mehr ab und habe auch schon drüber geschrieben. (Siehe meinen Blog.) Schon vor über einem Jahr ist mir die Diskrepanz aufgefallen, wie unterschiedlich die Öffentlichkeit auf Antisemitismus reagieren kann. Entweder total hysterisch oder ignorant. In Deutschland reicht es, links zu sein, und schon antisemitisch werden wie Jakob Augstein. Das SWC hat ihn zwar in die Top 10 der antisemitschen Schmierfinken aufgeführt, aber von den Journalisten der deutschen Zeitungen wurde er verteidigt.

  2. Mourawetz

    Danke,Werner Reichel! Leute, wie die unmögliche Eva Glawischnig,die dem Nazi-Terror der Hamas auch noch die Stange halten, sind einfach widerlich!

  3. PP

    Klar ist es Heuchelei, aber das ist doch politische Kernkompetenz. Mir geht’s am Arsch vorbei, wenn Juden und Araber wieder einmal einander die Schädel einschlagen.

  4. Dieter Zakel

    Der Islam ist eine verfassungsfeindliche, totalitäre und kriegerische Ideologie und muss deswegen – wie der Nationalsozialismus – verboten werden.

    Jeder Muslim muss aufgefordert werden zu konvertieren oder er muss ausgewiesen werden. Der Islam ist ein Krebsgeschwür in allen freiheitlichen Gesellschaften mit dem Ziel diese zu zerstören.

    Alle Muslime stimmen implizit der gewaltsamen Verbreitung des Islam zu, und sind deswegen mitschuldig an den Verbrechen die im Namen des Islam weltweit verübt werden.

    https://www.facebook.com/photo.php?v=415813898557342

  5. Thomas Holzer

    Es hat nie einen “antifaschistischen Lack” gegeben; das war immer nur Flugsand; je nach “Stimmungslage(sic!)” mal ein bisserl mehr, mal ein bisserl weniger.
    Bei den Anti-FPÖ-Ball Demonstrationen mehr, weil man ja wußte, daß sich die Burschenschafter nur untereinander die Schädel einschlagen, wenn überhaupt; jetzt halt wieder weniger, weil man weiß, daß dieser Mob durchaus zur Gewalt neigt; da bleibt man lieber unter sich und wartet wieder auf einen “echten” Antisemiten.
    Und all diese Bedenkenträger, welche beim ersten Juli-Lüfterl ihren Pseudoantinationalsozialismus in den Wind drehen, werden auch noch großzügig mit Steuergeld finanziert

  6. Thomas Holzer

    Und die ca. 1000 “aufrechten” und ach so wackeren Antifaschisten, die gestern für den Herrn “S” am Ring in Wien demonstriert hatten, hätten die Chance gehabt, ihren Protest nach Leogang zu verlegen, war ihnen aber anscheinend zu schwierig und gefährlich 🙁

  7. Der Realist

    für mich war immer klar, dass das “Niemals vergessen” und “Wehret den Anfängen” der hauptberuflichen Vergangenheitsbewältiger und staatlich geförderten Antifaschisten nur Mittel zum Zweck war. Hackenkreuzschmierereien harmloser Gemüter wurden mittels Medien zur Staatsaffäre hochstilisiert und in einem Aufwaschen gleich vor der Machtübernahme durch die Nazis gewarnt.
    Dass Juden in Österreich wirklich gefährdet sind glaube ich allerdings nicht, und Europa Richtung Israel, haben auch bisher schon laufend Juden verlassen

  8. Urban Galler

    Um sich relativ gefahrlos zu Lasten Dritter die Taschen vollzustopfen oder leistungslos leben zu können, müssen die Geschröpften zu Toleranztrotteln und Humanverblödeten erzogen werden, und jeder der sich gegen den linken Kahlfrass wehrt, muss auf alle Fälle ein Nazi und Faschist sein. Ein aufrichtiger Dank an Hrn. Reichel für diesen Artikel über den perfiden Linkscharakter, man kann in nur oft genug verteilen.

  9. fredl82

    Wenn zwei das gleiche machen ist es noch lange nicht das selbe. Dieser satz spiegelt kurz und bündig das bild der linken “reichshälfte” wieder. Diese doppelmoral ist einfach nur verwerflich und mit gesundem Hausverstand nicht zu verstehen.

  10. Thomas Holzer

    Ich habe mich dazu hinreißen lassen, “Presseclub nachgefragt” auf Phoenix anzusehen:
    Bis auf einen Anrufer waren alle autochthone Deutsche, und alle troffen vor antisemitischen Ausfällen…………….

  11. Selbsdenker

    Das was als “rechts” bezeichnet wird, ist eben nicht – wie man meinen möchte – ein ideologischer Gegensatz von dem was als “links” bezeichnet wird. Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus als kollektivistische Dreifaltigkeit haben mehr Gemeinsamkeiten als Gegensätze.

  12. Wilhelm Margula

    Danke Herr Ortner!
    Ich hoffe, dass Sie nicht müde werden weiter zu schreiben und wünsche mir, dass Ihr Mahnen ankommt! Schade, dass es nicht viel mehr Journalisten von Ihrer Qualität gibt oder zumindest solche, die Ihnen “das Wasser reichen können”.

  13. Erich

    Ich kann mich dem Lob und Dank für Werner Reichel nur anschließen!! Jetzt sitzen sie da, die Anti&Antinnen und wissen nicht, wie ihnen geschieht. Bisher hat doch nur die extreme Rechte (also die FPÖ laut Gutmenschdiktion) ihren Hass auf Türken abgesondert. Aber genau diese, von den Guten so verteidigten Mitbürgerinnen, müssten doch (nicht nur) seit Bischofshofen als Faschistinnen und Nazi gebrandmarkt werden. Die gleichen Worte wie die F verwenden? Niemals – daher links großes Schweigen und den Opfern die Schuld geben.

    Gottseidank gibt es die Aufmärsche für Gaza, die sich nolens-volens gegen Israel richten müssen; das lenkt ab und verschafft wieder ein reines Gewissen. Wie meldete heute der Rotfunk: 20 tote Soldaten, 1000 tote Zivilisten. Da muss man doch einfach die (bis zum letzten Mann, Frau und Kind) kämpfenden Hamasführer in ihren bombensicheren Bunkern unterstützen!

  14. Raketenhorst

    Der Antifaschist fürchtet nichts so sehr, wie einen lebenden Juden, denn vor diesem kann man keine Kränze niederlegen und keine Betroffenheit heucheln.
    Wer den einen Antisemitismus vorwirft, aber die Antisemiten bagatellisiert, ist nur ein autoaggressiver Rassist – das ist nicht antifaschistisch, sondern geisteskrank.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .