Jetzt platzt die Blase aller Blasen – der Glaube an den Staat

Von | 22. Februar 2016

“…..Das derzeitige Börsenbeben hat andere Ursachen: Der Glaube an die allmächtigen Fähigkeiten staatlicher Wirtschaftspolitik schwindet. Denn darauf fußte die Börsenstory seit vielen Jahren: Was auch geschehen mochte, im Zweifel würden die Staaten – vor allem in Gestalt ihrer Notenbanken – schon bereitstehen: Sie würden die Lage stabilisieren und die Kurse wieder nach oben hieven. So wurden schlechte Nachrichten zu guten: Negative Wirtschaftsmeldungen sorgten immer wieder für Kurssprünge – in freudiger Erwartung weiterer staatlicher Finanzspritzen. Doch diese Story ist kaum noch vereinbar mit der Realität…..” (hier)

4 Gedanken zu „Jetzt platzt die Blase aller Blasen – der Glaube an den Staat

  1. gms

    Welch trolliges Machwerk aus dem Zerrspiegel! Es wäre ja nicht kunstvoll gedrechselte Lesermanipulaton aus der schon erbärmlich stinkenden Quelle im Norden Deutschlands, begänne man den Artikel nicht mit Schreckens- und Untergangsszenarien, um danach doch noch den heilbringenden Messias beim Namen zu nennen. Da hat jemand seine ‘Fear, Uncertainty & Doubt’-Lektion verinnerlicht.

    Zerrspiegel: ‘Die OECD forderte diese Woche eine “stärkere gemeinsame Antwort” der Wirtschaftspolitik. Zentraler Punkt: koordinierte staatliche Investitionsprogramme in den wichtigsten Ländern. Das aber können sich viele Regierungen kaum noch leisten.’

    Die totale Vergemeinschaftung, hurra! Zuhause keine Würstelbude führen können, aber dafür ersatzweise den ganzen Kontinent retten wollen. Der Staat ist out, es lebe das Vierte Reich, weil an dieses soll der Leser jetzt glauben wollen müssen.

    ZS: ‘Gut möglich, dass mehr vom Gleichen genau die falsche Therapie ist – dass sie mehr schadet als nützt. Eine gewisse Ratlosigkeit ist erkennbar.’

    Der Autor antizipiert mögliche Skepsis beim Leser und baut bravourös vor.

    ZS: ‘Neben Konjunkturprogrammen empfiehlt die OECD, Märkte zu liberalisieren und faule Bankkredite abzuschreiben, insbesondere in der Eurozone.’

    Sicher doch, nachdem die Einlagensicherung alle Konten der Eurozone umfaßt. Davor wäre es nur halb so lustig.

    ZS: “Gute Ideen, die aber alles andere als neu sind – und bisher wahlweise an reformmüden Südeuropäern oder an abschreibungsunwilligen Deutschen gescheitert sind.”

    Die renitenten Deutschen aber auch – die haben’s halt nicht so gerne, wenn man sie andauernd plangemäß aussackelt. Bisher haben sie so artig mitgespielt, da wird’s doch an der totalen Unterwerfung nicht im letzten Moment scheitern.

    ZS: ‘Problematisch dabei ist: Je mehr die traditionellen Instrumente der Wirtschaftspolitik an Wirksamkeit einbüßen, desto mehr greifen wieder protektionistische Ideen um sich. Freihandel und Globalisierung sind zu Schmähworten geworden. Zweifelhaft, ob das US-EU-Abkommen TTIP – am Montag beginnt die nächste Verhandlungsrunde – noch politisch durchsetzbar sein wird.’

    Optimistisch bleiben! Die Kanadier zicken zwar schon ‘rum bei analogen Abkommen, aber die wird man, wie die nur halb so ausgeschlafenen Europäer, auch noch einkochen. Wäre doch zu schade, wenn Obamas Auftraggeber wieder den nächsten Präsidenten einschwören müßten. Was das die Globalisten wieder an Zeit und Geld kostet! Wir sollten Erbarmen mit den Oligarchen haben.

    Zerrspiegel: ‘Vor allem geht es wieder darum, dem eigenen Land einen vermeintlichen Vorteil gegenüber dem jeweiligen Ausland zu verschaffen.’

    Falsch. Abgesehen von der erbärmlichen Phrase ‘es geht um’, um die es jetzt nicht gehen soll — es gilt einzig und allein, die ultimative Knechtschaft zu vermeiden.

    ZS: Nach Finanz-, Euro- und Schwellenländer-Krise droht als Nächstes eine Globalisierungskrise. Kein Wunder, dass die Börsen beben.’

    Don’t panic, my dear, schlag nach bei Schäuble: “Wir können eine politische Union nur durch eine Krise erreichen.”
    In diesem Sinne: Alles läuft perfekt.

  2. Fragolin

    Es ist noch eine andere Blase geplatzt: der Glaube an die Ehrlichkeit der Medien. Und bei den Schuldigen daran spielt der “Spiegel” in der vordersten Liga mit. Und die merken nicht mal, dass immer weniger Menschen ihr Geschreibsel noch für voll nehmen…

  3. Lisa

    Dass die Zentralbanken so eine Macht haben, das geht nicht gut… Wer das Vertrauen verliert, sucht Auswege. Da werden erst mal die Gelder von den Banken abgezogen, es wird in fremde Devisen, in Gold und andere Sachwerte investiert, damit keine Institution die Macht hat, einem das zu nehmen, was man – oft mühselig – erspart hat. Währungsreformen, Abschafffung von Bargeld und ähnliche Gewalttaten geschehen immer überraschend, damit möglichst wenige vorher noch flüchten können. So bekommen wir nach dem Blitzkrieg der Zentralbanken dann alle 60DM, äh, Euro als Startgeld und die Schlamperei kann von Nuem beginnen.

  4. gms

    Fragolin,

    “Und die [Presstituierten] merken nicht mal, dass immer weniger Menschen ihr Geschreibsel noch für voll nehmen…”

    Eingedenk der Dokrin von wegen ‘full spectrum warfare’ und ‘quantum diplomacy’ wird sich das an Parodien gemahnende Geschreibsel noch intensivieren, der unerbittliche Kampf um den sogenannten tipping point läßt garnichts anderes zu. Zur weiteren Verwirrung und Vorspiegelung von Pluralitat inszeniert man Debatten um Detaillösungen, als wäre man sich über das Grundlegende schon einig. Flankierend werden echte Opponenten gezielt diskrediert und medial geschlachtet als möglicherweise bestochene Verräter. Das eigene Treiben wird dem Gegner angehängt, bevor der Umstand sich durchspricht, wonach man selbst an kurzen Leinen trabt.

    Put simply: Alles wie bisher, bloß noch noch raffinierter und skrupelloser.

    In den USA sind Mainstreammedien nicht minder auf eine Linie gebracht, doch anders als in Europa ist das Wissen um diese Gleichschaltung weiter verbreitet, etwa durch die Aufarbeitung des Congress’ der sogenannten “Operation Mockingbird”.
    Die John-Birch-Society behandelt das Thema seriös seit den 60ern und adressiert dabei Amerikaner. Deutsche Einrichtungen, die wiederum in deutscher Sprache die erschreckenden Malversationen emotionslos darlegen, gibt es nicht, und so das Theme dennoch hier irgendwo aufpoppt, wird es vom Mainstream mit Elvis-lebt- und UFO-Verschwörungen gleichgesetzt und weggefegt.

    Das ergänzend Erschreckende besteht darin, daß selbst ein tatsächlicher Aufschrei, der dem Juncker’schen Weitermachen wie bisher ein Ende setzen könnte, von dem Medien korrekt aufgegriffen werden müßte. Die Gatekeeper-Funktion der Mietmäuler wirkt in alle Richtungen, und diese werden alles daransetzten, den Widerstand kleinzureden respektive dem Wirken bezahlter Propagandisten anzudichten. Einrichtungen sonder Zahl werden Studien und Umfragen veröffentlichen, das artifiziell gezimmerte Narrativ wird schlimmsten Falls lauten: ‘Es war zwar ein heftiges Ringen, aber die vernünftige Mehrheit, die nicht den Angstmachern folgte, obsiegte.’

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