Jobs für Flüchtlinge: Zetsches Versprechen – und was daraus wurde

“Genau solche Menschen suchen wir bei Mercedes”: Im Herbst versprach Daimler-Chef Dieter Zetsche besonderes Engagement für Flüchtlinge. Nun zeigt sich: Viel ist aus den Ankündigungen nicht geworden…” (Überraschung! hier)

21 comments

  1. Fragolin

    Er meinte ja auch: als Kunden! Ideal: Markenbewusst und Preis spielt keine Rolle, weil mit GAL*) bezahlt wird.

    *) Geld Anderer Leute

  2. Fragolin

    “…die Deutsche Bahn, die im vergangenen Jahr ein Programm ins Leben gerufen hat, um berufserfahrene Flüchtlinge zu Facharbeitern auszubilden….”
    In welchen Berufen? Haben die richtig übersetzt? “Schaffner” kommt nicht von “Anschaffen” und “Lokführer” hat nichts mit Anlocken und Verführen wie beim “Antanzen” zu tun. Und die Weichen sind bei der Bahn Gleisstücke mit beweglichen Teilen, aber scheinbar auch die Bahnpolizisten…

    http://www.focus.de/regional/nordrhein-westfalen/der-taeter-ist-gerade-frei-und-begeht-die-naechste-tat-bundespolizei-warnt-vor-nordafrika-banden-auf-raubtouren-in-zuegen_id_5245533.html

  3. Thomas Holzer

    Bezeichnend, daß das Forum “unter” diesem Artikel nicht mal geöffnet wurde.
    Weiters: Keine Information über Abbruchsraten, weder von Mercedes, Siemens noch der DB.

    Wenn die deutsche Bundesregierung jeden Kauf eines E-KFZ mit mindestens € 5.000 sponsern will, ist es zu einem staatlich finanzierten KFZ, zumindest für jeden männlichen Neubürger, nicht mehr weit 😉

    Bei Aussagen wie der von Zetsche frage ich mich, wie diese Menschen in derlei Positionen kommen (können); Wissen, Hausverstand und Bildung dürften ja keine Voraussetzung sein

  4. Rennziege

    28. Januar 2016 – 20:12 Thomas Holzer
    Dieter Zetsche ist ein durchaus fähiger Automobil-Manager. Die Daimler-Aktie ist nicht grundlos eine stabile und dividendenstarke Anlage — mit dem für jedermann ampfehlenwerten mehrjährigen Horizont.
    Mag natürlich sein, dass auch Zetsche von Angela Merkels Willkommenskultur überrannt wurde: natürlich nicht, weil er diesen Unfug für bare Münze nahm, dazu ist er zu g’scheit; sondern weil er für seine Autos weltweiten Goodwill und neue Käufer erblickte, indem er auf den Hype-Gaul kletterte.

  5. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Da stimme ich Ihnen schon zu, aber ein GM eines Weltkonzernes sollte sich nicht von einer Frau Merkel überrennen lassen; er sollte vielmehr langfristig planen und handeln; schlußendlich:
    der Noble schweigt und denkt sich seinen Teil! Hätte seine Prämisse sein sollen

    Als Antiintegrationsmaßnahme für die wehrfähigen, aber anscheinend wehrunwilligen Neubürger würde ich die Verpflichtung, den Film “Defiance” sich anzusehen, als durchaus passend erachten.

  6. MM

    Mit gewissen Grossaktionaeren von einer gewissen Halbinsel hat das sicher nichts zu tun. Oder?

  7. Christian Peter

    Logisch, Konzerne beschäftigen gerne illegale Einwanderer, aber erst nachdem diese auf Kosten der Steuerzahler ausgebildet wurden, sonst würde es sich dabei um ein Verlustgeschäft handeln.

  8. Rennziege

    28. Januar 2016 – 20:48 MM
    Möglicherweise auch, ja. Ein Manager hat nicht seinem Herzen zu gehorchen, sondern muss pragmatisch handeln: im Interesse seiner Arbeitnehmer und Aktionäre. Zu den letzteren gehören auch einige Geldsäcke auf einer gewissen Halbinsel. Aber für die kann Dieter Zetsche nix; die wurden weit vor seiner Zeit an Bord gelassen. Ein gewisser Herr Schrempp, der zuvor den größenwahnsinnigen “Weltkonzern Daimler-Chrysler” ausgehustet hatte, bugsierte Daimler so sehr ins Minus, dass die wahhabitische Kohle als Schwimmweste herhalten musste.

  9. mariuslupus

    Hat sich beraten lassen, und es wurde ihm dieser Spruch empfohlen. Klang damals gut. Die Willkommenskultur war begeistert. In den Schlagzeilen war er auch. Ein Super PR Effekt zum Nulltarif. Die gleiche bedruckte Fläche mit einer Daimler Werbung hätte den Konzern Millionen gekostet.
    Wer ist so naiv dass er der Werbung wortwörtlich alles glaubt ?

  10. astuga

    @MM
    Natürlich hat es auch damit zu tun.
    Dazu kommt noch, dass man sich mit der Regierung natürlich gut stellt, und wohlklingende Worte kosten ja nichts.
    Außerdem gehört es in solche Kreisen zum guten Ton, bestimmte Ansichten und Meinungsbilder öffentlich zu unterstützen.
    Egal ob man selbst daran glaubt, oder ob diese mit der Lebens- und Geschäftsrealität zu tun haben oder nicht.
    Das ist die Welt der Plattitüden, Instrumentalisierungen und halbgescheiten Banalitäten.
    Bullshit Bingo der Luxusklasse: Soft Skills, Interkulturalität, Vielfalt, blahblahblub…

  11. sokrates9

    Das schlimme ist dass es mit solchen Statements zum gegenseitigen aufschaukeln kommt: Wenn Mercedes
    dies hochqualifizierten Refugees, alle ausgebildet an einheimischer Autoproduktion dringend benötigt, tut sich Merkel und Friends natürlich leicht wieder zu sagen, das passiert alles, weil ja die Indusrie das will..

  12. Alfred Reisenberger

    Eine Hand lässig auf dem neuen S-klasse Cabrio! Solche Leute suchen wir! Das sollte sich doch ausgehen mit dem Geld, das ein Fluechtling vom Staat bekommt! Wenn nicht, dann legen wir hlat noch etwas drauf. Soll denen nicht schlechter gehen als den deutschen und den österreichischen Buergern. Warum warten? Konsum ist heute und hier! Wie hat schon Einstein gesagt: das Universum und die Dummheit der Menschen sind unendlich. Beim Universum bin ich mir nicht sicher.

  13. MM

    Danke Rennziege. Was das Mädchen im kleinen Finger an Verstand und Courage hat, bringt manch eine komplette Regierung nicht zusammen.

  14. gms

    astuga,

    “Außerdem gehört es in solche Kreisen zum guten Ton, bestimmte Ansichten und Meinungsbilder öffentlich zu unterstützen.”

    Ja, auch und insbesondere, wenn man zu exakt denselben Kreisen wie Merkel gehört. Zetschke als treuer Wasserträger hat seine Schuldigkeit getan, wie man sie von ihm erwarten konnte und wird dementsprechend omnipräsent als Testimonial genannt, notabene in Insiderkreisen.

    cfr.org/germany/power-profile-angela-merkel/p37262
    So on the question about can we find jobs for all these people, demography is destiny. And so you do have this other side of the migration/refugee crisis, with Germans saying, we actually need this migrant population. And then the challenge is, how do you integrate them? And there’s a language issue. There’s also an employment issue.
    But just to pick on a point Alan mentioned, is you’ve had some key German business leaders stand up and say this is good for Germany. And one of them is Dieter Zetsche, the CEO of Daimler, who’s created special trainee positions there for some of the refugees. So I think the real question will be, can Germans successfully integrate this population? But they do need that population.

  15. Lisa

    @Fragolin: das war wieder mal ein Aufsteller: “natürlich als Kunden”. 😀 Sie werden Recht behalten – auf Dauer kann das Sozialgeld ja nicht angelegt sein – auch weils irgendwnn keins mehr hat! – und für einen Mercedes reichts allemal nicht. Das könnte dann schon motivieren, Arbeit zu finden (auch schwarz und unter dem Mindestlohn)

  16. Falke

    Vielleicht plant(e) Zetsche, künftig – zwecks Verkaufsförderung – die Autos bei den Händlern etwa mit dem Zusatzschild “gefertigt von syrischen Flüchtlingen” zu versehen.

  17. Christian Peter

    Konzerne warten immer noch auf die von der Politik versprochenen ‘Fachkräfte’ – bislang jedoch vergebens.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .