Joe Biden und die iranische Atombombe

Von | 30. Januar 2021

Das iranische Regime bekam von der Obama-Administration ein bedrohliches und beispielloses Mass an Zugeständnissen für den “Atomdeal” von 2015, bekannt als JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action) – den Teheran übrigens nie unterzeichnet hat. Das wichtigste Zugeständnis war, dass der Deal den Weg für den Iran ebnete, legal ein vollwertiger Atomstaat zu werden.

Die Auslaufklauseln, die diese Verpflichtung festschrieben, hatten ein festes Ablaufdatum für die Beschränkung des iranischen Atomprogramms gesetzt. Die Obama-Regierung trug auch dazu bei, dass alle vier Runden der UN-Sanktionen gegen den Iran schnell aufgehoben wurden – Sanktionen, für die es Jahrzehnte gedauert hatte, sie in Kraft zu setzen. Darüber hinaus wurden die militärischen Anlagen des Irans von Inspektionen durch die Internationale Atomenergiebehörde ausgenommen, und andere Inspektionen sollten nur zu Zeiten und an Orten stattfinden, die der Iran selbst wählt – wenn überhaupt. Der Iran trat dann dem globalen Finanzsystem mit voller Legitimität wieder bei – zuzüglich Milliarden von Dollar, die in die Staatskasse des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) und seiner expandierenden Milizen im gesamten Nahen Osten flossen.

Man würde also denken, dass das Regime erfreut wäre, zu demselben Atomdeal zurückkehren zu können, oder? Falsch. Die Mullahs wollen einen noch besseren Deal. Und warum? Teilweise, weil Joe Biden bereits seine Karten gezeigt hat, indem er erklärte, dass er den Deal will. “Ich werde Teheran einen glaubwürdigen Weg zurück zur Diplomatie anbieten”, erklärte Biden in einem CNN-Beitrag. weiterlesen hier

9 Gedanken zu „Joe Biden und die iranische Atombombe

  1. TomM0880

    Ich habe das nie verstanden, warum dem selbsternannten Todfeind der einzigen Demokratie im nahen Osten, der Hof gemacht wird.

    Polen und Ungarn will man ständig wegen vermeintlicher Gefährdung der Demokratie Geiseln, aber einer waschechten Diktatur, die andersgläubige und Homosexuelle hinrichten lässt, küsst man den Allerwertesten.

    Bei uns werden Politiker, die Autobahn sagen, als Nazis hingestellt und medial vernichtet, iranischen “Politikern”, die offen ihren Antisemitismus zur Schau stellen, gibt man Highfive.

    Ich bin wahrscheinlich zu ungebildet, dies zu begreifen.

  2. sokrates9

    Offensichlich gibt es da eine starke US – Lobby die alles unternimmt wo man Israel schaden kann…Dass die Linken ja inoffiziell keine Freunde von Israel sind ist ja bekannt

  3. Falke

    Biden erhöht damit die Kriegsgefahr im Nahen Osten ganz erheblich. Israel wird nämlich keineswegs untätig zuschauen, wenn der Iran eine Atombombe baut. Und was von den Europäern zu halten ist, insbesondere vom “Auschwitz-Außenminister” Maas, weiß man ja, wenn man sich die regelmäßigen “Verurteilungen” Israels bei der UNO mit den Stimmen der EU-Staaten anschaut, natürlich einschließlich jenes Staates, der aufgrund seiner Geschichte “eine besondere Verantwortung für die Existenz Israels” hat, wie dessen Regierungschefin immer wieder bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit betont.

  4. Johannes

    Ob Biden wirklich glaubt was er sagt?
    Der Iran wird also aufhören vermehrt Uran anzureichern, wie sie es zuletzt taten?
    Der Iran wird keine Atommacht mehr sein wollen und alles unterlassen was einem Bau der A-Bombe möglich macht?
    Kann man wirklich so naiv sein?

  5. Franz Meier

    Seit dem Einzug von Präsident Biden ins Weisse Haus wird eifrig und mit Hochdruck an der Selbstzerstörung des Westens gearbeitet. Herr Biden ist mit dem Wiedereinzug von LGBT Menschen in die Armee (nichts gegen LGBT), mit der Familienzusammenführung von Migranten aus Mittel- und Südamerika, mit dem Stop des Mauerbaus an der mexikanischen Grenze, mit dem Wiedereintritt in das trendige Pariser Klimaabkommen und mit dem Wiedereinstieg in das gefährliche Atomabkommen mit dem Iran beschäftigt. Besonders der Iran ist für Deutschland sehr wichtig. Die Deutschen tropfen und sabbern über den Iran, da rinnt ihnen das Wasser aus dem Mund. Der Iran ist ein Wunschpartner der politischen Elite in Berlin und der deutschen Wirtschaft, genau wie China und da sind die angeblichen, europäischen “Werte” plötzlich gar nicht so wichtig. Vor allem die verlogenen Deutschen lieben die muslimischen und kommunistischen Diktatoren besonders inbrünstig, aus tiefstem Herzen. Die Deutschen werden Herrn Biden Druck aufsetzen, damit er die Sache mit dem Iran für die deutsche Wirtschaft wieder in Ordnung bringt. Die sozialistischen Genossen in Schweden haben da schon einmal mit dem Friedensnobelpreis nachgeholfen. Da fällt den Linken bestimmt noch einiges ein. Dass die Europäer diesen ganzen gefährlichen Unsinn seit vielen Jahren mit hoher Energie und Begeisterung betreiben, konnten wir schon in der Vergangenheit mitverfolgen. Dass nun aber auch die USA mit solch destruktiven Aktionen der Selbstzerstörung beginnen, nur um einen Kontrapunkt zu Herrn Trump zu setzen, ist schockierend, kurzsichtig und gefährlich. Allerdings sieht man an Politikern wie Bernie Sanders und Elizabeth Warren und den aggressiven Frauen Ocasio-Cortez, Ilhan Omar und Rashida Tlaib (auch wenn sie vorderhand mit ihren ultraradikalen Forderungen zurückgebunden wurden) wohin die Reise immer mehr und mehr gehen wird, nämlich weg von den alten Werten des Westens. Im Westen sind weit und breit keine Politiker mehr in Sicht, die diese gefährliche Entwicklung noch aufhalten können, die die wirklichen Werte des Westens noch verstehen und hochhalten, die kompetent, professionell, zuverlässig und demokratisch führen können, weder in der EU noch in den USA. Wir erleben im Westen fast nur noch Versager und Stümper in der Politik, die sich an den kriminellen, linksradikalen, hypokritischen Medien und Journalisten ausrichten. Wir müssen uns halt einfach bewusst sein: Im Iran sitzen tausende uns abertausende Mitarbeiter/Agenten der Regierung und der Streitkräfte, die buchstäblich Tag und Nacht 24 Stunden lang 365 Tage im Jahr nichts anderes tun, als sich zu überlegen wie sie den Nahen Osten destabilisieren können und wie sie dem Westen schaden können. Der Iran gibt Milliarden für die Atomrüstung aus, während es seiner Bevölkerung immer schlechter geht. Naja, das radikale, korrupte, kriminelle, diktatorische Regime muss sich ja irgendwie an der Macht halten. Der Iran braucht den ständigen Konflikt, ohne ihn können die Mullahs nicht überleben, das wissen sie. Der Hass des Iran auf die Juden und den Staat Israel ist der raffinierte Vorwand/Schmäh den böse Mächte und Diktatoren im muslimischen Raum seit nunmehr 70 Jahren immer wieder benutzen und einsetzen, um eine kriminelle, politische Agenda mit dieser Masche und dieser Begründung durchführen zu können. Der Iran und Nordkorea sind sich in dieser einen Hinsicht sehr ähnlich – in der Erpressung des Westens mit der Atombombe. Daran werden kein noch so grossartiger Vertrag und keine noch so tollen “Friedenskonferenzen” je etwas ändern.

  6. Falke

    @Johannes
    Egal, ob Biden glaubt, was er sagt, oder nicht: Er fühlt sich verpflichtet, alle Maßnahmen Trumps wieder aufzuheben, egal. ob sinnvoll oder nicht.

  7. Allahut

    Der Iran hat, wie auch andere souveräne Staaten, das Recht, sich auch mit atomaren Waffen zu rüsten.

  8. Christian Ortner

    Sorry, das ist Unsinn. Iran hat den Atomwaffen-Sperrvertrag unterschrieben und sich damit verpflichtet, auf A-Waffen zu verzichten. Kann man googeln.

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